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Veröffentlicht am 01.09.2021

Wo Rauch ist, ist auch Feuer

Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen
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"Wer das Feuer entfacht- keine Tat ist je vergessen“, der neue Roman von Bestsellerautorin Paula Hawkins, ist ein dunkles Werk von beeindruckender Sogwirkung. Wenn ich nicht bereits vorher Fan gewesen ...

"Wer das Feuer entfacht- keine Tat ist je vergessen“, der neue Roman von Bestsellerautorin Paula Hawkins, ist ein dunkles Werk von beeindruckender Sogwirkung. Wenn ich nicht bereits vorher Fan gewesen wäre, so wäre ich es definitiv nach diesem Buch.

Zum Inhalt: ein brutaler Mord auf einem Londoner Hausboot erschüttert die Stadt. Eine Tatverdächtige ist schnell in der labilen und aktenkundigen Laura gefunden, die auch durch eine Zeugenaussage belastet wird. Für die Polizei die perfekte Schuldige. Doch es gibt jemanden, der ein Interesse daran hat, den Mord jemand anders in die Schuhe zu schieben. Und schnell offenbaren die Ermittlungen ein Gespinst aus Lügen, alten Wunden und dem Wunsch nach Rache.

Das Cover ist typisch Thriller schlicht schwarz mit grauen Rauchfahnen gehalten, was toll zum Titel passt. Ich finde es praktisch, dass es vor Beginn der Story eine Karte gibt, anhand derer man die Handlungsorte und Routen der Figuren nachvollziehen kann. Diese kleinen gestalterischen Extras gefallen mir sehr gut, weil sie einem Buch nochmal eine persönliche Note geben.

Das Buch ist ab Beginn schon wahnsinnig fesselnd. Relativ zügig hintereinander werden die drei Protagonistinnen in die Handlung eingeführt, die alle auf ihre ganz eigene Art Außenseiter sind und großes Leid mit sich herumtragen. Und ihre Schicksale hängen alle irgendwie mit dem des Mordopfers zusammen.

Die Einblicke, die Pula Hawkins in das Leben ihrer Figuren gewährt, lassen sie alle auf die eine oder andere Art verdächtig wirken. Dadurch spinnen sich immer wieder neue Theorien bezüglich der Tatmotive und Gelegenheiten. Die Story hat mich gepackt und bis zum Ende nicht losgelassen, so dringend wollte ich wissen, wie die Geschichte endet. Auf perfide Weise spielt die Autorin mit dem Leid und der Verbitterung ihrer Figuren, hetzt sie gegeneinander auf und bringt sie an ihre Grenzen.

Beim Lesen des Buches habe ich mich immer mal wieder wie ein Spanner gefühlt, der die intimsten und geheimsten Momente der Protagonistinnen miterlebt. Was für ein Erlebnis!

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Düstere Geheimnisse kommen immer ans Licht

Waldeskälte
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Dieses Buch war für mich definitiv ein "Cover-Match". Ich habe mich schockverliebt dieses düstere, fast schon aquarellartige Cover, mit den dunklen Bäumen, die in starkem Kontrast zu dem blauen Himmel ...

Dieses Buch war für mich definitiv ein "Cover-Match". Ich habe mich schockverliebt dieses düstere, fast schon aquarellartige Cover, mit den dunklen Bäumen, die in starkem Kontrast zu dem blauen Himmel stehen. Es passt toll zum Handlungsort der Geschichte.

Zum Inhalt: ein Anruf aus der Vergangenheit schreckt Valeria auf; in dem kleinen Bergdorf Eigerstal, wo sie aufgewachsen ist, ist ein junges Mädchen verschwunden. Genau wie vor 21 Jahren, als ihre beiden besten Freundinnen ermordet wurden und nur Valeria lebend aus dem Wald zurück kam. Nur, dass sie sich an nichts erinnern kann. Kurzentschlossen kehrt sie in ihre Heimat zurück um den Fall und damit auch ihre eigene Vergangenheit aufzuklären.

Das Buch ist in kurze Kapitel unterteilt, die hauptsächlich in der Gegenwart spielen. Unterbrochen werden diese nur ab und zu durch kurze Episoden, in denen Valeria sich an die Ereignisse in ihrer Kindheit erinnert. Eine Besonderheit war für mich, dass der Haupttext immer wieder von kursiver Schrift durchzogen ist, welche Valerias Gedanken kennzeichnet. Besonders gegen Ende steht sie mit diesen Gedanken oft in Zweispalt, sodass es wirkt, als wären diese Gedanken nicht ihre eigenen oder als würde sie ganz langsam den Verstand verlieren. Das trägt wahnsinnig gut zur schaurigen und beklemmenden Atmosphäre des Thrillers bei.

Das Buch ist fantastisch geschrieben und vor allem auch die sehr bildlichen Beschreibungen der versteckten Orte im Wald und der düsteren Hintergrundgeschichten dazu haben mit einen Schauer über den Rücken gejagt. Das machte die Story besonders realitätsnah und trug erheblich zur Spannung bei.

Der Leser konnte den Spuren und Ermittlungen gut folgen und ich habe selbst immer wieder Vermutungen gehabt, was passiert sein könnte, bin aber tatsächlich bis zum Ende im Dunkeln getappt. Die Auflösung war schlüssig umgesetzt, sodass alle aufgeworfenen Fragen beantwortet wurden.

Ein spannender Thriller und ein toller Einstieg im die Reihe. Von dieser Ermittlerin würde ich gerne mehr lesen!

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Der Meister des Genre-Mixes ist zurück

Der Tod und das dunkle Meer
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Stuart Turtons letzter Kriminalroman "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ hat für hitzige Diskussionen unter den Bücherwürmern gesorgt, denn entweder hasst oder liebt man dieses Buch. Es gibt nicht ...

Stuart Turtons letzter Kriminalroman "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ hat für hitzige Diskussionen unter den Bücherwürmern gesorgt, denn entweder hasst oder liebt man dieses Buch. Es gibt nicht viel dazwischen. Ein ähnlich spektakuläres Leseerlebnis habe ich mir von diesem neuen Buch auch erhofft und wurde ganz und gar nicht enttäuscht.

Zum Inhalt: auf einem Ostindienfahrer von Batavia nach Amsterdam ist der Teufel los- im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem eine ominöse und unheilvolle Botschaft den Untergang des Schiffes sowie seiner Besatzung ankündigt, sind die Passagiere beunruhigt. Unter ihnen der Generalgouverneur und seine Familie, sowie ein Gefangener, der sich als selbsternannter Problematador Samuel Pipps vorstellt, zusammen mit seinem Leibwächter und Freund Arent Hayes. Wird es den Passagieren gelingen ihrem prophezeiten Schicksal zu entkommen? Denn auf diesem Schiff ist nichts so wie es scheint.

Stuart Turton hat hier ein beeindruckendes Werk geschaffen, dass sich mitnichten in eine Genre-Schublade pressen lässt. Es enthält vielfältige Elemente aus Detektivgeschichte und Abenteuerroman, gewürzt mit einer Prise Drama und einem Hauch von Historienroman. Ein echtes Lesevergnügen.

Das Buch hat eine wunderschöne und hochwertige Aufmachung und besonders die liebevollen Details, bestehend aus Schiffsskizze und Passagierplan gefallen mir wirklich gut und geben dem Buch das gewisse Etwas. Das düstere, maritime Cover sieht einfach unglaublich gut aus.

Es ist mir sehr leicht gefallen in die Geschichte einzutauchen, was vor allem an den vielen schrägen aber auch faszinierenden und liebenswerten Charakteren liegt. Trotz der Fülle an vorkommenden Figuren habe ich mich gut zurechtgefunden, was daran liegen mag, dass Turton sie alle so liebevoll und detailliert gezeichnet hat. Jeder hat seine kleinen Eigenheiten, sowie optische und charakterliche Kennzeichen, sodass man sie gut auseinander halten und einordnen kann.

Der gesamte Schreibstil ist sehr bildlich, sodass ich zeitweise das Gefühl hatte selbst an Bord der Saardam zu sein, so genau hatte ich das Bild gewisser Szenen vor Augen.
Die Story ist von Beginn an wahnsinnig fesselnd, beginnt sie doch mit einer grausigen, drohenden Prophezeiung. Die Anspannung und später auch Angst waren immer greifbar und haben mich um dem Schlaf gebracht.

Ich liebe dieses Buch und kann es nur wärmstens empfehlen. Gut geeignet für alle, die gerne beim Lesen mit rätseln wollen und überraschende Plot-Twists lieben.

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Veröffentlicht am 27.08.2021

Traummann gesucht

Bis ans Ende aller Fragen
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„Bis ans Ende aller Fragen“ von Anne Hertz ist ein herzerwärmender und humorvoller Roman, der sich hinter einem wunderschönen Cover verbirgt.

Zum Inhalt: Maxi ist in ihren Vierzigern und betreibt in Hamburg ...

„Bis ans Ende aller Fragen“ von Anne Hertz ist ein herzerwärmender und humorvoller Roman, der sich hinter einem wunderschönen Cover verbirgt.

Zum Inhalt: Maxi ist in ihren Vierzigern und betreibt in Hamburg ihr eigenes Café. Eigentlich läuft alles gut, nur mit den Männern will es nicht so recht klappen und Maxi hat den Traum von der eigenen Familie eigentlich schon abgeschrieben, nachdem ihr Ex Thomas sie für eine jüngere verlässt. Aber ihre Geschwister, sowie ihre Nichte Summer lassen es sich trotzdem nicht nehmen immer mal wieder neue Verkupplungsversuche zu starten. Und Summer hat eine wahnwitzige Idee: bei einer Trauergruppe soll sich ihre Tante einen netten Witwer mit Kindern suchen. Was als völlig verrückte Idee beginnt, endet schnell in völlig Chaos- Lacher und gefühlvolle Momente garantiert.

Maxi ist eine wirklich sympathische Protagonistin, mit viel Mitgefühl und einem sehr engen Verhältnis zu ihrer Familie. Umso schmerzvoller ist es für sie, dass es mit der eigenen Familie nie geklappt hat. Das Miteinander und die Dynamik in der Familie finde ich wirklich toll und gerade die chaotische Summer ist mir auch schnell ans Herz gewachsen.

Es kommt natürlich wie es kommen muss und Maxi kann ihr Lügenkonstrukt nicht lange aufrecht erhalten, zudem bekommt sie unerwarteten Besuch aus der Vergangenheit. Aber sie hört auch auf sich selbst etwas vorzumachen, findet zu sich und am Ende ergibt sich alles wie von selbst.

Das Buch ist wirklich schön geschrieben. Es ist abwechselnd gefühlvoll und feinsinnig, aber an den passenden Stellen auch urkomisch. Die einzelnen Kapitel werden ab und zu durch Tagebucheinträge der 14-jährigen Maxi unterbrochen, was ich toll gemacht finde und dem ganzen einen persönlichen und realistischen Touch gibt.

„Bis ans Ende aller Fragen“ ist eine schöne Geschichte, in die man sich einfach fallen lassen kann. Es ist ein toller Wohlfühlroman für zwischendurch, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Göttlicher Fluch

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
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„Beyond Eternity“ ist ein Jugendroman über Freundschaft, Liebe und römische Mythologie.
Das Buch ist ein hochwertiges Hardcover, dessen Einband das selbe Motiv wie der Schutzumschlag trägt. Die goldenen ...

„Beyond Eternity“ ist ein Jugendroman über Freundschaft, Liebe und römische Mythologie.
Das Buch ist ein hochwertiges Hardcover, dessen Einband das selbe Motiv wie der Schutzumschlag trägt. Die goldenen Akzente sind wunderschön herausgearbeitet, sodass das Buch im Licht regelrecht funkelt, was ich toll gemacht finde.

Zum Inhalt: Nayla wächst sehr behütet auf, bis sie eines Tages einen schrecklichen Autounfall hat, denn sie wie durch ein Wunder unbeschadet übersteht. Kurz darauf häufen sich seltsame Ereignisse, in deren Zentrum auch die beiden neuen und überaus attraktiven Mitschüler Cyrian und Philemin stehen. Und Nayla findet heraus, dass in ihrem Leben nicht alles so behütet und normal ist, wie es scheint.

Ich finde Bücher über Mystik und Mythologie immer schon total spannend und faszinierend. Auch bei diesem Buch ist die Götterthematik gut eingebunden und die zugrunde liegenden Sagen werden ausreichend erklärt, um den Leser abzuholen. Da dieses Thema auch für Nayla und ihre Freunde Neuland ist, wird alles einfach und verständlich geschildert.

Der Leser taucht schnell in Naylas Welt ein, was vor allem ab der überaus sympathischen Protagonistin und ihren tollen Freunden liegt. Nayla sieht sich selbst zwar eher als Außenseiter, aber wer so tolle beste Freunde hat, die alles für einen tun würden, der braucht keinen riesigen Freundeskreis. Sie war auf jeden Fall eine Protagonistin in die ich mich gut hineinversetzen konnte, vermutlich weil sie ihre Gedanken und Gefühle sehr offen teilt und sehr emphatisch ist.

Die „Zwischenfälle“, die immer wieder passieren machen das Buch sehr spannend und auch die verbotene Liebesgeschichte hat es geschafft mich zu fesseln. Und obwohl ich nicht mehr unbedingt zur Zielgruppe dieses Genres gehöre, habe ich mich bestens unterhalten gefühlt.

In diesem Buch geht es viel um Freundschaft, Familie und Mut. Aber auch um alte Mächte, einen scheinbar unbezwingbaren Fluch und die Hoffnung auf eine ganz große Liebe.
Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen und ich fiebere jetzt schon Band 2 entgegen.

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