Mordermittlung mal anders
Not Quite Dead YetAls Jet an Halloween nach Hause kommt, wird sie zu Hause überfallen und brutal niedergeschlagen. Sie überlebt zwar diesen Abend, aber hat nicht länger als eine Woche bis die Verletzung sie tötetn wird. ...
Als Jet an Halloween nach Hause kommt, wird sie zu Hause überfallen und brutal niedergeschlagen. Sie überlebt zwar diesen Abend, aber hat nicht länger als eine Woche bis die Verletzung sie tötetn wird. Obwohl Jet es bisher nie eilig hatte irgendwelche Aufgaben zu erledigen setzt sie nun alles daran, den Täter innerhalb der ihr verbleibenden Zeit zu finden und ihren eigenen Mord aufzuklären. Ihr Freund Billy steht ihr in dieser Zeit zur Seite und gemeinsam finden sie so einiges raus, aber die Zeit drängt.
Das Buch startet gleich, ohne viel Vorwissen, am Tatabend, also an Halloween. Das hat mir schon mal gut gefallen und man konnte sich eigentlich unvoreingenommen auf Tätersuche begeben. Natürlich hatte man so auch keine Anhaltspunkte über die Personen in Jets Leben oder deren Vorgeschichte und eventuelle Motive.
Zunächst konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, dass man seinen eigenen Mord aufklären kann. Denn wenn man bereits tot ist, was bei einem Mord ja nun mal so ist, kann man schlecht Beweise sammeln. Aber gut, Jet überlebt den Anschlag vorerst, nur um dann gesagt zu bekommen, dass eine Blutung sie dann doch noch in absehbarer Zeit umbringen wird. Das war wirklich bitter und irgendwie auch ironisch, aber auch eine echte Chance.
Die ganze Thematik war schon spannend, auch wenn einiges ein bisschen unrealistisch und auch viel Glück im Spiel war. Ich kenne ein paar Personen mit viel leichteren Kopfverletzungen oder Blutverlust und die wären alle sicherlich nicht einfach aufgestanden und so durch die Gegend gelaufen oder Auto gefahren.
Der Schreibstil ist eher nüchtern, was aber sehr gut zu Jet und ihrer Geschichte passt. Die einzelnen Charaktere sind individuell und man erfährt nur einen kleinen Teil aus deren Leben und deren Eigenschaften. Dadurch war mir jetzt keiner besonders sympathisch, außer Billy.
In dieser einen Woche passiert unglaublich viel und einiges konnte mich sogar überraschen. Bis es am Ende zum großen Showdown kommt, konnte ich mich auf keinen Täter festlegen.
Ein gutes Buch, bei dem man aber über die eine oder andere Ungereimtheit hinwegsehen muss.