gelungene Fortsetzung
Little Germany - Der Geschmack von Freiheit„Little Germany - der Geschmack von Freiheit“ist der zweite und letzte Teil der Dilogie um die beiden Auswanderinnen Lissi und Julia, die Deutschland aus unterschiedlichen Gründen verlassen habe, um einen ...
„Little Germany - der Geschmack von Freiheit“ist der zweite und letzte Teil der Dilogie um die beiden Auswanderinnen Lissi und Julia, die Deutschland aus unterschiedlichen Gründen verlassen habe, um einen Neuanfang zu wagen. Nach Anfangsschwierigkeiten haben sie sich mittlerweile mit einer Bäckerei in Little Germany selbstständig gemacht, die sehr erfolgreich ist. Lissi ist mit Paul verheiratet und auch Julia ist in New York angekommen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den Beiden.Am 15.6.1904 ereignet sich eins der größten zivilen Katastrophen in der US Geschichte. Auf dem Ausflugsdampfer „General Slocum „ , auf dem überwiegend deutsche Auswanderer einen Ausflug unternehmen, unter ihnen auch Julia und Lissi’s Mann Paul und Lissi‘s Tochter, kommt es zu einem Brand und da das Schiff nicht gewartet wurde und Rettungswesten und Feuerschläuche nicht zu gebrauchen sind,nimmt die Katastrophe ihren Lauf und es sterben 1021 Menschen. Auch Paul kommt bei dem Unglück ums Leben, Julia überlebt schwer verletzt und wie durch ein Wunder wird Lissi‘ s Tochter nur leicht verletzt, weil sie das Glück hatte von Giovanni gerettet zu werden.
Danach ist das Leben in Little Germany nicht mehr dasselbe. Fast jeder hat Angehörige verloren und trauert. Viele verlassen das Viertel und auch Julia und Lissi müssen überlegen, wie es weitergeht. Sollen sie einen Neuanfang wagen ?
Nach langem Überlegen eröffnen sie eine Konfiserie am German Broadway.
Auch ihr Privatleben erfährt eine Wendung und es heißt für beide Frauen auch hier einen Neuanfang zu wagen. Sind sie dazu bereit?
Der Leser erfährt sehr viel über das Schiffsunglück und seine Folgen, aber auch, wie es mit den Nebenfiguren weitergeht, was ich auch sehr spannend fand.
Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam und flüssig , wie schon in Teil eins und die Figuren sind einem während der Dilogie ans Herz gewachsen, so dass man sie ungern gehen lässt, doch ich bin sicher, dass die Autorin schon ihr nächstes Buchprojekt im Auge hat, auf das ich mich freue.