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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

ein Roman, der meine Gefühle Achterbahn fahren ließ

Schwiegermutter
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Scheidung“von Moa Herngren ist der mittlere Teil einer Reihe von Büchern, die sich mit Beziehungen und Familiengeflechten beschäftigen.
„Scheidung“2024, „Schwiegermutter“ 2025 und „Geschwister“ das im ...

Scheidung“von Moa Herngren ist der mittlere Teil einer Reihe von Büchern, die sich mit Beziehungen und Familiengeflechten beschäftigen.
„Scheidung“2024, „Schwiegermutter“ 2025 und „Geschwister“ das im Juni 2026 erscheint.

Was soll ich zu diesem Buch sagen? Es hat mich umgehauen, meine Gefühle wie bei einem Schnellwaschgang durcheinander gewirbelt und mich in meinem Willen bestärkt, alle Bücher dieser Autorin zu lesen.

ASA ist eine Frau Mitte fünfzig, die ihren Sohn Andreas alleine groß gezogen hat.Der Vater von Andreas hat sich 2 Jahre nach Andreas Geburt von ihr getrennt und mit der Frau, mit der er ASA schon lange Zeit betrogen hat, eine neue Familie gegründet.Durch diese Situation und einiges mehr, was wir aber erst im Laufe der Geschichte erfahren, ist eine sehr enge Beziehung zwischen ASA und Andreas entstanden. Mit seiner letzten Freundin hat sich auch ASA gut verstanden und deshalb fällt es ihr sehr schwer, die Abweisungen und Distanziertheit seiner jetzigen Freundin Josefin zu ertragen, die zudem die Tochter ihrer besten Freundin ist. Als die beiden wegen eines Wasserschadens in ihrer Wohnung ,für ein halbes Jahr zu ihr ziehen, eskaliert die Situation. Grenzüberschreitungen, Verletzungen und Trennungen sind die Folge. Als dann noch ein Enkelkind die kleine Familie komplett macht und Ada sich in den Augen ihrer Kinder distanzlos verhält, kommt es zum Eklat und sie scheint ihre „Familie“ zu verlieren.

Mein erster Gedanke beim Lesen des Buches war, warum machen sich die Menschen das Leben so schwer, warum verletzen sie sich gegenseitig so. Warum redet man nicht vernünftig miteinander.
Da ich selbst eine Schwiegermutter bin, hat mich dieses Thema natürlich sehr interessiert und ich finde, in dieser Geschichte gibt es keinen Gewinner, sondern nur Verlierer.
Die grösste Kraftanstrengung, die eine Mutter erbringen muss ist, das Kind gehen zu lassen, wenn es erwachsen ist nach dem Prinzip“Gib deinem Kind Wurzeln, Liebe und Fürsorge und wenn es erwachsen ist Flügel, damit es in die Welt hinausfliegen kann“. Ich finde es sehr wichtig Grenzen zu stecken und diese dann zu akzeptieren und zwar beidseitig.

Ein tolles Buch, das dazu führt, dass man seine eigene Rolle im Familiengefüge noch mal überdenkt und eine Grundlage für Diskussionen innerhalb der Familie.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

ein Thriller auf der Höhe unserer Zeit

Animal
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Für mich ist „Animal“ das dritte Buch das ich von diesem Autor lese und ich muss sagen, jedes Mal bringt mich der Autor mit seinen Themen zum Nachdenken, so auch mit diesem Buch das sich grob gesagt mit ...

Für mich ist „Animal“ das dritte Buch das ich von diesem Autor lese und ich muss sagen, jedes Mal bringt mich der Autor mit seinen Themen zum Nachdenken, so auch mit diesem Buch das sich grob gesagt mit Tierschutz und unserem Verhältnis zu Tieren beschäftigt.

Tibor Rode lässt in diesem Buch das Zuchtschwein Rosa, was in einem niederländischen Zuchtbetrieb unter juristisch abgesicherten Verhältnissen gehalten wird,als Klägerin vor Gericht auftreten. Basieren tut das Ganze auf Grundlagen der Kommunikation, die durch verschiedene Forschungsmethoden, die KI unterstützt möglich sind. Mit dieser Methode wird es möglich gemacht mit Tieren zu kommunizieren und anhand ihrer Laute, die durch die KI übersetzt werden ,festzustellen, ob ein Tier sich wohl fühlt oder um Hilfe bittet.
Einige radikale Tierschützer haben heimlich Aufnahmen in dem Stall, in dem Rosa steht, aufgenommen und dadurch die Erkenntnis gewonnen, dass Rosa um Hilfe schreit. Vor Gericht will man ihre Freilassung erwirken. Dass das dem Konzern nicht gefällt, kann man sich vorstellen.

Wenn man das liest, denkt man natürlich, was soll das denn, ein Schwein klagt?
Ich fand dieses Thema aber wirklich gut aufbereitet. Nicht nur, dass man viel über Massentierhaltung erfährt, was einem wirklich den Appetit auf Fleisch verdirbt, wird hier die Frage aufgeworfen, ob Tiere auch ein Bewusstsein haben? In diesem Buch wird dies am Thema Kommunikation fest gemacht und ich denke, wenn wir die Sprache der Tiere besser verstehen würden, würde sich mancher überlegen, ob ihm das Schnitzel auf seinem Teller noch schmeckt.
Ich habe natürlich sofort geschaut , wie weit die Forschung auf diesem Gebiet ist und es gibt da wirkliche Fortschritte. Ob Bienentanz oder Walgesänge, viele Wissenschaftler beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Kommunikation von Tieren und ich denke, dass die gesammelten Daten schon irgendwann KI gestützt, dazu führen werden, dass wir Tiere irgendwann besser verstehen können.

Tibor Rode hat dieses Thema wirklich spannend umgesetzt, sodass man nicht nur mitfiebern ,sondern auch einen Mehrwert mitnehmen konnte

Wer also einen differenzierten Blick auf Tierwohl, Tierschutz, Massentierhaltung und Tierkommunikation werfen möchte und dies in eine spannende Geschichte verpackt, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

hat mir nur bedingt gefallen

Treppe aus Papier
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christianewuensche
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„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó war für mich ein besonderes Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner für mich etwas überbordenden Sprache, sondern ...

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christianewuensche
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„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó war für mich ein besonderes Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner für mich etwas überbordenden Sprache, sondern auch wegen der Grundidee des Buches, nämlich eine Haus seine Geschichte erzählen zu lassen.

Drei Frauen spielen eine zentrale Rolle in diesem Buch, das 1920 beginnt und bis in die Gegenwart reicht.
Nele, die jüngste der Frauen behandelt in der Schule das Thema Nationalsozialismus und Gründung der BRD. Da die anstehende Geschichtsklausur für ihren Abschluss von hoher Bedeutung ist, versucht sie an Informationen über diese Zeit zu kommen. Ihre Eltern sind sehr verhalten bei ihren Auskünften, aber eine Mitbewohnerin im Haus, Irma, 1933 geboren,erzählt Nele von dieser Zeit und so kommt Nele ins Nachdenken und will auch etwas über die eigene Familie erfahren.
Fragen werden aufgeworfen,wer war Schuld, wer trägt Mitschuld, welche Rolle hatten meine Eltern, meine Großeltern? Sicherlich Fragen, die sich viele Nachkriegsgenerationen gestellt haben.

Die Idee ein Haus einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte anhand von Lebensgeschichten der Bewohner erzählen zu lassen fand ich grandios, genau deshalb habe ich auch zu diesem Buch gegriffen. Allerdings habe ich mich ein bisschen schwer mit der Umsetzung getan. Es dauerte etwas bis ich in die Geschichte hineingefunden habe, weil ich sie zu Anfang schon als etwas wirr empfunden habe, das hat sich aber beim Weiterlesen gegeben. Die Zeitsprünge, die nicht unbedingt immer durch Abschnitte gekennzeichnet waren, waren auch nicht unbedingt für ein flüssiges Lesen hilfreich. Auch bei der Sprache habe ich mich etwas schwer getan. Ich mag es wenn mit Worten gespielt wird, ich mag auch ausschweifende Satzgebilde, aber hier war mir von allem etwas zu viel.
Mich soll ein Buch unterhalten, ich möchte mich beim Lesen entspannen und das ist mir hier nicht wirklich gelungen. Es ist ein Buch das sicherlich eine ganz wichtige Aussage hat und die Idee des Buches war wirklich toll, doch das Buch ist einfach sehr anstrengend zu lesen, was mir etwas den Spaß genommen hat. Aber dies ist ein rein subjektiver Eindruck und ich bin sicher, dass andere Leser es mögen auf Sätzen rumzukauensie dreimal zu lesen, weil sie so schön klingen und sowas dieses Leseerlebnis nur bedingt überzeugend für mich.

Ein Buch das vom Inhalt und der Idee überzeugt und sehr wichtig ist, mir in der Umsetzung aber das Lesen schwer gemacht hat.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

ein toller Historienkrimi

Die wilden Jahre
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christines.mixtum.compositum
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„Die wilden Jahre“ von Susanne Goga ist mein erstes Buch dieser Autorin, was mich über lange Strecken gefesselt hat.
Das Buch spielt nach ...

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christines.mixtum.compositum
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„Die wilden Jahre“ von Susanne Goga ist mein erstes Buch dieser Autorin, was mich über lange Strecken gefesselt hat.
Das Buch spielt nach dem ersten Weltkrieg 1919 im Rheinland. Das Rheinland ist teilweise von Belgischen Truppen besetzt, was es schwer macht, von einer Zone in die andere zu kommen.
Thora Bernrath , Tochter einer Mönchen-Gladbacher Fabrikantenfamilie hat ihren Bruder Hannes endlich wieder, der körperlich unversehrt aus dem Krieg zurückgekehrt ist.Doch Hannes hält einiges vor ihr geheim, was er ihr in einem Brief mitteilt. Als er eines Tages wegen Mordverdacht inhaftiert wird, ist Thora geschockt und versucht alles, um ihm zu helfen. Sie selbst macht in Düsseldorf eine Ausbildung zur Schauspielerin, in der sie von ihrem Bruder immer unterstützt wurde, dieses innige Verhältnis zu Hannes bestärkt sie in dem Glauben, dass Hannes kein Mörder ist.

Das Buch ist Historienroman und Krimi in einem. Es gibt immer wieder Rückblicke in die Jahre während des Krieges, doch die Haupthandlung spielt 1919.

Mit hat es sehr gefallen vom fundierten Wissen der Autorin zu profitieren, denn vieles aus dieser Zeit, explizit die Geschehnisse im Rheinland , waren mir nicht bekannt.Susanne Goga erzählt dies sehr spannend und man spürt die gute Recherche. Die Verknüpfung von Geschichte und Krimi fand ich sehr gelungen, es war sehr spannend zu erleben, wie Thora versucht dieArgumente gegen ihren Bruder zu entkräften, was sehr schwer für sie ist, denn ihr Bruder schweigt. Nach und nach erfahren wir als Leser die Gründe hierfür.

Die Situation der Nachkriegszeit mit ihren politischen Umbrüchen und gefährlichen Situationen auch für die Bevölkerung ,wurde hier sehr anschaulich beschrieben, dass man sich gut in die Situation hineinversetzen konnte.
Der Schreibstil ist flüssig und abgesehen von einigen kleinen Längen in der ersten Hälfte, lässt sich das Buch wirklich spannend lesen.

Deshalb eine Leseempfehlung für diesen Roman und 4,5⭐️

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Veröffentlicht am 15.12.2025

spannende Unterhaltung

Safe Space
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„Safe Space“ ist mein erstes Buch dieser Autorin und es hat mir spannende Lesestunden beschert.
Anna Salomon ist forensische Psychologin, in einer glücklichen Beziehung und hat vor 6 Jahren ihre Schwester ...

„Safe Space“ ist mein erstes Buch dieser Autorin und es hat mir spannende Lesestunden beschert.
Anna Salomon ist forensische Psychologin, in einer glücklichen Beziehung und hat vor 6 Jahren ihre Schwester verloren.
In der Wohnung ihrer Schwester, zu der sie aus familiären Gründen ein angespanntes Verhältnis hatte,wurden Beweise einer blutigen Auseinandersetzung gefunden, die anhand der Blutmenge den Verdacht nahe legen, dass ihre Schwester ermordet wurde. Die Leiche wurde aber nie gefunden.Anna hat aus genau diesem Grunde Psychologie studiert und der ungeklärte Tod ihrer Schwester lässt sie nicht los.
Als sie als forensische Psychologin in einem Hochsicherheitsgefängnis in Köln anfängt, hat seiner einen Beweggrund,den Mörder ihrer Schwester zu finden, den sie hier vermutet.Doch auch der Mörder hat einen Plan und so beginnt ein Katz und Maus Spiel mit offenem Ende.
Die Idee des Buches ist wirklich gelungen und das Buch hält das Spannungsniveau auch relativ stabil über das Buch hinweg.Am Ende kommt es sogar zu einem Show down.Allerdings fand ich das Ende etwas zudecken aufgetragen und etwas zu konstruiert.Anna als Protagonistin war ich etwas blass und nicht immer überzeugend.
Trotzdem ist es ein Thriller,der solide Unterhaltung und wenn man sich an den aufgezählten Kritikpunkten nicht stört, auch wirklich Spaß macht zu lesen.

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