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Maria_12

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Unterhaltsamer Teufelsreigen

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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„Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen“ von Peter Dempf, ist der 2. Band der historischen Abenteuer um Jakob Fugger, der uns weiter auf die Reise durch Intrigen, Macht und Rache aus dem spätmittelalterlichen ...

„Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen“ von Peter Dempf, ist der 2. Band der historischen Abenteuer um Jakob Fugger, der uns weiter auf die Reise durch Intrigen, Macht und Rache aus dem spätmittelalterlichen Augsburg, führt.

1505. Im Heiligen Römischen Reich pulsiert das Leben. Im Zentrum: Jakob Fugger, der einflussreichste Finanzier Europas. Doch wer reich und erfolgreich ist, hat auch Feinde. Aus gutem Grund beschäftigt das Oberhaupt der Fugger zwei ungewöhnliche Privatermittler: die Diebin Afra und den Boten Herwart. Von Fugger nach Venedig geschickt, stoßen die beiden bei einem Maskenball im Fondaco dei Tedeschi rasch auf erste Hinweise einer Verschwörung. Die Spuren führen zurück nach Augsburg, zu konkurrierenden Händlerfamilien, Fuhrleuten, Agenten des Papstes und einem Rosengarten. Erst in letzter Minute erkennen sie: Ein Fest soll zur tödlichen Falle werden.

Fugger hat mal wieder Schwierigkeiten, denn seine Lieferungen werden beschädigt oder verschwinden ganz, seine Angestellten werden bedroht oder verletzt. Es liegt an der Konkurrenz und an seinem politschen Handeln. Und wieder schickt Fugger seine zwei ungewöhnlichen Privatermittler Ava und Hervart auf eine gefährliche Mission um herauszufinden, wer hinter dem Ganzen steckt. Eine wilde Hetzjagd mit vielen Abenteuern und Wendungen bahnt sich an …

Die Handlung ist durchgehend leicht aber fesselnd geschrieben, denn die Protagonisten geraten mit einer ständigen Regelmässigkeit in Hinterhalte und tappen dabei mit offenen Augen immer wieder von einer Falle in die nächste. Überzeugend sind die gut dosierten historischen Informationen, die sich nahtlos in die Geschichte einfügen.

Besonders gelungen finde ich das ausführliche Nachwort des Autors zu den historischen Hintergründen, die den historischen Teil des Romans, gut abrunden.

Fazit:
Mit seinem sorgfältig recherchierten Hintergrund und seinen vielschichtigen fiktiven Figuren, ist dem Autor mit seiner Fortsetzung ein weiterer abwechslungsreicher historischer Roman um Jakob Fugger, gelungen. Wer mittelalterliche Romane liebt, ist mit diesem daher gut bedient.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Fesselndes Leseerlebnis

Kala
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Selten fühlt sich der Blick zurück so gegenwärtig an wie in Colin Walshs mitreißendem Debütroman „Kala“.

Im Sommer 2003 gehörten Helen, Joe und Mush zu einer unzertrennlichen Clique um die mutterlose ...

Selten fühlt sich der Blick zurück so gegenwärtig an wie in Colin Walshs mitreißendem Debütroman „Kala“.

Im Sommer 2003 gehörten Helen, Joe und Mush zu einer unzertrennlichen Clique um die mutterlose und ungestüme Kala Lanann – das strahlende Zentrum ihres Universums. Bis sie kurz darauf spurlos verschwand. Die Ermittlungen blieben ergebnislos und der Fall wurde nie aufgeklärt.

Nach 15 Jahren treffen Helen, Joe und Mush sich in der Kleinstadt Kinlough an der Westküste Irlands wieder.
Helen, arbeitet als freiberufliche Journalistin in Kanada und reist nach Kinlough, um an der Hochzeit ihres Vaters und Pauline teilzunehmen und um Paulines Zwillingsmädchen Donna und Marie, kennenzulernen. Joe, ist ein berühmter Musiker geworden und legt in seinem Heimatdorf Kinlough eine Pause ein um seinen verletzten Arm, zu kurieren. Mush hat Kinlough nie verlassen und führt gemeinsam mit seiner Mutter ein Café.

Ist es Zufall, dass ausgerechnet jetzt menschliche Überreste im Wald nahe einer Baustelle gefunden, werden? Schnell stellt sich heraus, dass es sich um die sterblichen Überreste von Kala handelt. Plötzlich stehen die drei Freunde im Fokus, denn Gegenwart und Vergangenheit prallen heftig aufeinander, denen sie sich stellen müssen.

Im Wechsel erzählen Helen und Mush aus der Ich-Erzähler Perspektive, während Joe aus der ungewöhnlichen Du-Perspektive über ihre Freundschaft zu Kala und ausgelassenener Erlebnisse aus der Vergangenheit und deren Folgen bis in die Gegenwart erzählen. Die Abgrenzung der Erzählungen zwischen der Gegenwart 2018 und der Vergangenheit 2003, ist bei allen drei Protagonisten nicht immer eindeutig.

Wie ein Puzzle zerlegen die drei Freunde jede noch so kleinste Erinnerung, gehen Hinweisen nach und offenbaren immer mehr dunkle Abgründe, die eine überraschende Wendung, in die Geschichte bringt.

Fazit:
Mit „Kala“ ist dem Autor ein Debüt mit einer spannenden Geschichte gelungen, die mir sehr gut gefallen hat Gerade die vielschichtigen Charaktere sind gut ausgearbeitet und konnten mich von Anfang an überzeugen. Insgesamt konnte mich die gesamte Atmosphäre der Geschichte fesseln und sehr gut unterhalten.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Elise kämpft für ihre Träume

Das Haus in Charlottenburg
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"Das Haus in Charlottenburg" stammt aus der Feder von Beate Sauer und erzählt eine historische Geschichte aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs um 1890. Zwischen prächtigen Villen und den Elendsvierteln ...

"Das Haus in Charlottenburg" stammt aus der Feder von Beate Sauer und erzählt eine historische Geschichte aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs um 1890. Zwischen prächtigen Villen und den Elendsvierteln Berlins, beginnt ein Kampf für genossenschaftliches Bauen und die Suche einer jungen Frau nach Anerkennung und Erfüllung ihrer Träume.

Die Wohnungsnot in Großstädten besonders in Berlin, ist Ende des 19. Jahrhunderts recht groß und die Spekulationen um Grund und Boden sowie mit Gebäuden beginnen im großen Stil. Risige Mitskasernen mit im Extremfall bis zu sechs Hinterhöfen entstehen, doch nicht alle sind mit diesen unwürdigen Lebensbedingungen und Mietverhältnissen der Ärmsten einverstanden und suchen nach Lösungen.

Und mittendrin im Geschehen lebt und träumt die junge Elise, die mit ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern auf engstem Raum wohnt, sich als Schneiderin einen Namen zu machen um für sich und ihre Familie eine anständige Wohnung leisten zu können. Durch Zufall lernt Elise den jungen Architekten Johann kennen, der selbst um seinen Broterwerb kämpfen muss, weil ihm die Aufträge fehlen. Johanns bester Freund Louis, ist Professor an der Charité und will gemeinsam mit ihm gegen die krassen sozialen Ungerechtigkeiten in Berlin kämpfen und so planen sie genossenschaftliche Wohnungen zu bauen. Beide Männer verlieben sich in Elise aber ihr Herz schlägt nur für Johann.

Louis Mutter Baronin Leonora von Rienäcker gehört im Hintergrund zu den größten Spekulatanten. Sie schickt ihre Handlanger aus um Grund und Boden zu Spottpreisen zu erpressen. Ihr liegt daran immer mehr Mietskasernen zu bauen und weigert sich, den Wunsch ihres Sohnes, genossenschaftliches Bauen für eine angemessene Wohnsituation der Ärmsten zu akzeptieren. Intrigen und Spannungen bleiben nicht aus und dann überschlagen sich die Ereignisse …

Fazit:
Der Autorin ist es ganz wunderbar gelungen, den damaligen Zeitgeist gut recherchiert einzufangen. Der Roman liest sich sehr leicht und flüssig. Die Charaktere sind authentisch und die Handlung stimmig und bildhaft beschrieben. Im letzten Drittel nimmt das Buch gewaltig an Fahrt auf, denn innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne überschlagen sich die Ereignisse. Im Nachwort stellt die Autorin Realität und Fiktion einander gegenüber und rundet damit ihre historische Geschichte aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs um 1890, gelungen ab.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Der Zauber von Redu

Mathilde und Marie
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Inspiriert von einer Reise durch das Bücherdorf Redu, das inmitten der belgischen Ardennen liegt, erzählt der Autor Torsten Woywod in seinem Debüt „Mathilde und Marie“, eine leise, warmherzige Geschichte ...

Inspiriert von einer Reise durch das Bücherdorf Redu, das inmitten der belgischen Ardennen liegt, erzählt der Autor Torsten Woywod in seinem Debüt „Mathilde und Marie“, eine leise, warmherzige Geschichte über das Innehalten, das Wiederfinden und das leise Glück eines Neuanfangs.

Das Bücherdorf Redu ist umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen. Es gibt hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.

Die junge Studentin Marie steckt gerade in einer schwierigen Phase als sie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht. Im Zug begegnet ihr Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.

Mit ihrer Gastfreundschaft und Hilfe gelingt es Jónína, das Marie im Dorf, leicht Wurzeln schlagen kann. Sie genießt immer mehr, die Gelassenheit des Dorflebens, die ausgibigen Spaziergänge mit der Hündin Anneliese, die nicht mehr von ihrer Seite zu weichen scheint und den Begegnungen mit Menschen besonders mit Mathilde, die selbst auf der Suche nach innerem Frieden ist.

Marie beginnt Stück für Stück ihre Vergangenheit loszulassen und entscheidet sich in dem ruhigen und beschaulichen Bücherdorf Redu und seinen Bewohnern zu bleiben.

Fazit:
Mit „Mathilde und Marie“ ist dem Autor ein Debüt mit einer Geschichte aus leisen Tönen gelungen, die ich gerne gelesen habe obwohl sich die Atmosphäre und das Miteinander der Dorfgemeinde, ohne große Spannung, nur ganz langsam entfalten. In der Nachbemerkung schildert der Autor, was Real und Fiktion, ist.
Von mir 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Vom Priesteranwärter zum Schattenkrieger

TINTE und SCHWERT
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Mit „Tinte und Schwert – Verwandlung“ beginnt der Autor Matthias Soeder seinen Auftaktband der historischen Roman-Reihe aus der Zeit des 30-jährigen Kriegs, in dessen Zentrum das Schicksal von Jacob Wolffen ...

Mit „Tinte und Schwert – Verwandlung“ beginnt der Autor Matthias Soeder seinen Auftaktband der historischen Roman-Reihe aus der Zeit des 30-jährigen Kriegs, in dessen Zentrum das Schicksal von Jacob Wolffen steht.

Herbst 1618, Bistum Würzburg, der Dreißigjährige Krieg beginnt als dunkle Wolken über dem Heiligen Römischen Reich, aufziehen. Der Auslöser des Dreißigjährigen Krieges war der sogenannte Prager Fenstersturz im Jahr 1618. Dieser Aufstand in Böhmen eskalierte zu einem großen Religions- und Machtkrieg in Europa, der tiefere Ursachen hatte, darunter religiöse Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten sowie den Konflikt um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich.

Das Leben der Soldaten, die Härten des Kriegsalltags und die Kampfhandlungen um Budweis (České Budějovice) sind beeindruckend geschildert.

Der fromme Bauernsohn Jacob Wolffen, dessen größter Traum das Priesteramt ist, muss mit ansehen, wie Söldner seine Familie grausam hinrichten. Angeführt werden die Mörder von Heinrich von Hohenfels, einem mittellosen Grafensohn, der den Krieg für seine Zwecke nutzen will. Jacob überlebt schwer verletzt und wird als Schanzknecht in die Mansfelds Armee verschleppt. Getrieben von einem unerschütterlichen Rachegelübde gegen Heinrich von Hohenfels, kämpft Jacob um sein Überleben, denn er ist überzeugt - Gott hat ihn nicht gerettet, um zu beten, sondern um zu strafen -.

In Pilsen trifft Jacob auf die Heilerin Anna Dillenberger, der Tochter einer geächteten Hebamme, die als Hexe auf dem Scheiterhaufen gelandet ist. Anna kämpft ums eigene Überleben und verbündet sich mit Jacob. Sie zeigt ihm, dass man Intrigen und Verrat nutzen muss, um eine ganze Armee zu Fall zu bringen.
Gemeinsam kämpfen sie in den dunklen Gassen des belagerten Pilsen nicht nur ums Überleben, sondern gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit. Nachts wird Jacob mit Hilfe von Anna, zum Vollstrecker, der mit Dolch und Tinte seine Todesliste abarbeitet.

Aus meiner Sicht, hätte ich mir Jakobs Entwicklung vom gläubigen Priesteranwärter zum rachsüchtigen Vollstrecker weitaus emotionsvoller gewünscht, denn so wirkte er zum Teil etwas unglaubwürdig. Nun bin ich auf die Fortsetzung gespannt und besonders darauf, ob Jacob zum Kämpfer heranreift und sein Rachefeldzug gelingt!.

Fazit:
„Tinte und Schwert – Verwandlung“ ist eine Erzählung, die historische Gegebenheiten mit einer fiktiven Handlung rund um das Schicksal von Jacob Wolffen verwebt. Das Cover und die Gestaltung des Buches, mit dem tollen Inhaltsverzeichnis, der Zeichnungen und Landkarte sowie einer Auflistung historischer Persönlichkeiten im Anhang, gefällt mir ausgezeichnet gut. Mit seinem flüssigen Schreibstil und seiner hervorragenden Recherche, gelingt es dem Autor, eine glaubhafte historische Atmosphäre zu schaffen während der fiktiven Handlung, etwas Tiefe fehlt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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