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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2024

Unglaublich spannend, leider gewöhnungsbedürftig zu hören

Mein Leben nach dem Tod
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Ich habe in den letzten Tagen eine Menge Videos mit Benecke geschaut, in denen er mir wirklich sehr sympathisch war, weshalb ich sehr begeistert war, als ich dann seine Biographie als Hörbuch entdeckt ...

Ich habe in den letzten Tagen eine Menge Videos mit Benecke geschaut, in denen er mir wirklich sehr sympathisch war, weshalb ich sehr begeistert war, als ich dann seine Biographie als Hörbuch entdeckt habe, womit ich noch etwas mehr über ihn und seine Arbeit erfahren konnte. Und besonders inhaltlich hat mich das Buch auch wirklich überzeugt.
Benecke schafft es, wirklich spannend über Untersuchungen zu schreiben/sprechen, und dabei durch seine eigene Begeisterung auch mich anzustecken, selbst wenn ich vielleicht selbst gar nicht so interessiert bin. Dabei waren sowohl die persönlichen Informationen zu seinem Aufwachsen und seiner Sicht auf die Welt sehr interessant, als auch die eher beruflichen Informationen, die er über einzelne Anekdoten, Forschungen und Errungenschaften geteilt hat. Was in Beneckes Leben natürlich beides sehr nah miteinander verknüpft ist, und tatsächlich macht das die ganze Sache nur noch spannender.
Einzig und allein das Vorlesen hat mich beim Hörbuch leider eine ganze Weile gekostet, um mich daran zu gewöhnen. Wo Benecke in seinen Vorträgen und Auftritten sehr angenehm spricht und fließend mit seinen Betonungen die Aufmerksamkeit der Zuhörer einfangen kann, liest er hier eher abgehackt und starr, was das Zuhören am Anfang doch erschwert hat. Die letzten 4 bis 4,5 Stunden ist es mir dann gar nicht mehr aufgefallen und ich kam gut damit zurecht, zu Anfang hat es allerdings dafür gesorgt, dass ich nicht sofort in die Erzählung abtauchen konnte.
Auch damit allerdings nicht weniger spannend und ich bin wirklich froh, dass ich die Gelegenheit hatte, mir das Hörbuch anzuhören.

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  • Handlung
Veröffentlicht am 04.12.2024

Großartige Vorlage für mehr Fragen und Gedanken

Fahrenheit 451
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Ich habe Fahrenheit 451 schon erstaunlich lange vor mir hergeschoben, weil ich dann irgendwie doch immer dachte, nicht in der Stimmung zu sein, aber heute habe ich mich endlich zum aufschlagen des Buches ...

Ich habe Fahrenheit 451 schon erstaunlich lange vor mir hergeschoben, weil ich dann irgendwie doch immer dachte, nicht in der Stimmung zu sein, aber heute habe ich mich endlich zum aufschlagen des Buches bekommen, und es dann beinahe in einem Rutsch durchbekommen, und bin wirklich ziemlich begeistert.
Nicht zwingend als Geschichte, obwohl ich sie auch da ganz gut finde, selbst wenn die Figuren mir nicht sonderlich sympathisch oder so sind, aber einfach als eine erschreckend zutreffende Abbildung dessen, wie unsere Welt tatsächlich ist. Natürlich im Buch auf die Spitze getrieben, aber das macht den Inhalt nicht weniger real. Weshalb ich das ganze Buch auch als Vorlage für mehr Gedanken und dass man Dinge mehr hinterfragen und aufmerksamer sein sollte, wirklich unglaublich gelungen fand. Wie viele Leute reden immerhin heute nicht mehr richtig miteinander? Alle hängen irgendwie in ihrer eigenen Welt, jeder nur mit Kopfhörern unterwegs, wenn man sich trifft wird häufig ein Filmabend draus oder man unterhält sich nur oberflächlich über Dinge ... wo ich mich auch vollkommen einschließe. Und natürlich ist es in echt (noch) nicht so weit, wie es hier in dem Buch bereits auf die Sitze getrieben ist, aber wiedererkennen kann man so einiges aus der Realität auf jeden Fall, und gerade die Überspitztheit sorgt eindeutig dafür, dass man eigentlich nicht umhin kommt, etwas darüber nachzudenken, und daher für mich auch wenn ich unsicher in Bezug auf die Geschichte direkt bin, ein wirklich gutes Buch und ich bin sehr froh, es endlich einmal aufgeschlagen zu haben.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2024

Regt zum Nachdenken an

Anleitung zum Unglücklichsein
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Anleitung zum Unglücklichsein steht eigentlich schon seit wirklich langer Zeit auf meiner Leseliste, seit ich einmal ein Essay zum Buch gelesen habe, und entsprechend bin ich sehr froh, nun endlich dazu ...

Anleitung zum Unglücklichsein steht eigentlich schon seit wirklich langer Zeit auf meiner Leseliste, seit ich einmal ein Essay zum Buch gelesen habe, und entsprechend bin ich sehr froh, nun endlich dazu gekommen zu sein, auch einmal das Original lesen zu können.
In einigen Punkten konnte es mich auch wirklich überzeugen, so regen zum Beispiel viele der Kapitel und benannten Gedanken zum eigenen Nachdenken an oder man erkennt sich in den Geschichten und Erklärungen selbst ein bisschen und kann daraus seine eigenen Schlüsse ziehen, und in dieser Hinsicht hat Watzlawick mich mit seiner eher ironischen und humoristischen Art sehr abholen können (denn natürlich sollte man seine Regeln nicht zu ernst nehmen, und ich bezweifle auch, dass irgendjemand wirklich ernsthaft unglücklich sein will).
Leider hatte ich auch manchmal das Gefühl, dass es zwischen Anekdoten und Themen nicht wirklich einen Zusammenhang gab oder vieles wurde auch nur wiederholt oder kam mir auf jeden Fall so vor, als hätte ich das in dem Buch ja eigentlich schon einmal gelesen, sodass ich trotz der Kürze des Werks dennoch das Gefühl hatte, dass es vermutlich sogar noch kürzer hätte sein können.
Philosophisch gesehen also ein sehr interessantes Werk und durchaus unterhaltsam, gleichzeitig aber auch streckenweise sehr langwierig, sodass ich leider nicht ganz so begeistert wie erhofft aus dem Lesen herausgehe.

Veröffentlicht am 27.11.2024

Pferde, Kriminalfall und Familiendrama

Nur dieser eine Sommer ...
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Nur dieser eine Sommer hat mich tatsächlich hauptsächlich aufgrund des Covers sofort angesprochen, und das obwohl ich Pferdebücher eigentlich gar nicht mag/längst aus dem Alter (und meiner Pferde-Phase) ...

Nur dieser eine Sommer hat mich tatsächlich hauptsächlich aufgrund des Covers sofort angesprochen, und das obwohl ich Pferdebücher eigentlich gar nicht mag/längst aus dem Alter (und meiner Pferde-Phase) rausgewachsen bin. Aber das Buch ist richtig schön anzusehen, und als ich dann heute doch mal reinlesen wollte, um zu sehen, ob ich es aussortieren will oder nicht, hat es mich auch Inhaltlich sehr schnell gefesselt und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Was vermutlich hauptsächlich damit zu tun hat, dass ich es beim Lesen dann gar nicht mehr als Pferdebuch empfunden habe (das ich vermutlich doch sehr schnell aussortiert hätte), sondern es ging dann tatsächlich eher in Richtung Krimi ab einem gewissen Punkt, und vorher mehr um Familienverhältnisse, was ich auch echt spannend fand. Die ganze Pferde-Geschichte rutschte für mich während des Lesens total in den Hintergrund, sogar so weit, dass ich mich irgendwann gefragt habe, warum es überhaupt ein Pferdebuch ist, weil eigentlich war das für mich plötzlich gar nicht mehr der Fokus.
Es geht trotzdem viel um Storm und wie Thea mit dem Pferd umgeht (inwiefern das realistisch ist könnte ich dabei aber echt nicht sagen, manchmal fühlte es sich etwas weit hergeholt an, aber da ich mich in dem Bereich gar nicht auskenne, muss das absolut nichts heißen), aber neben allem anderen war das ein erstaunlich kleiner Teil. Vielleicht kam es mir aber auch nur so vor, weil mich einfach der Rest mehr interessiert hat.
Emotional hat mich die Geschichte rund um Thea auf jeden Fall berührt, und auch wenn es einige Stellen gab, die für mich etwas losgelöst waren oder bei denen ich nicht ganz nachvollziehen konnte, warum das so ist, hat mich das Buch insgesamt trotzdem super unterhalten und war wirklich angenehm zu lesen. Das Ende war schon irgendwie denkbar und ein paar Dinge habe ich mir einfach von der Art her, wie das Buch geschrieben ist, längst gedacht gehabt, aber das hat überhaupt nicht gestört und am Ende war ich doch erstaunlich zufrieden mit allem. Nicht zu 100%, weil ich auch das Gefühl hatte, dass Dinge vielleicht etwas zu schnell gingen, aber am Ende ist es ein Pferdebuch, kein Krimi, entsprechend kann ich dann doch ganz gut damit leben.

Veröffentlicht am 26.11.2024

Am Ende doch ein schönes Buch

Eine Tüte grüner Wind
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Leider bin ich mit dem Buch die längste Zeit wirklich nicht warm geworden. Lucy ist zwar eine tolle Hauptfigur, aber ihre Eltern sind eine Katastrophe, und dass das im Buch eigentlich nie aufgegriffen ...

Leider bin ich mit dem Buch die längste Zeit wirklich nicht warm geworden. Lucy ist zwar eine tolle Hauptfigur, aber ihre Eltern sind eine Katastrophe, und dass das im Buch eigentlich nie aufgegriffen wird und der Ton trotzdem immer leicht und fröhlich funktioniert für mich als Kinderbuch leider nur bedingt. Lucy wird eigentlich auf irgendeine Art und Weise ziemlich vernachlässigt, und ich habe das Gefühl, das hätte mehr Thema sein sollen.
Auch ist das Buch leider nicht in Kapitel aufgeteilt, was einerseits nicht schlimm ist, weil es durchaus Abschnitte gibt und so lang ist das Buch nun auch nicht, andererseits sorgt es aber doch dafür, dass man das Gefühl bekommt, überhaupt nicht voran zu kommen.
Und dann dauert es noch Ewigkeiten, bis Lucy tatsächlich bei ihrer Tante ankommt und selbst dann geht die Geschichte noch nicht so richtig los.
Hauptsächlich handelt es sich um ein gemütliches kleines Buch, das man einfach so zum wohlfühlen lesen kann, und eigentlich mag ich solche Geschichten wirklich gerne, aber dafür ist die erste Hälfte eigentlich zu niedergeschlagen geschrieben, sodass es dann doch nicht so richtig passt.
Sobald man aber die ersten 90/100 Seiten hinter sich hat, wird die Geschichte tatsächlich auch insgesamt fröhlicher und macht gute Laune, genau wie ich vom Klappentext her erwartet hätte, und auch dann gibt es zwar noch einige Punkte, die für mich nicht so richtig gut gepasst haben (z.B. häusliche Gewalt wird so ein bisschen nebenbei mit aufgegriffen), aber im großen und ganzen gefällt es mir dann doch ziemlich gut.
Den Großteil des Buches hatte ich also leider sehr stark zu kämpfen, muss ich zugeben, umso näher es dem Ende kam, umso besser hat es mir dann aber doch gefallen und das Ende fand ich doch sehr zufriedenstellend. Mit dem Anfang gleicht das aber auch leider nur bedingt viel aus, sodass es in meinen Augen leider wirklich kein Meisterwerk ist.