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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Absolut herzergreifend!

The way I used to be
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Eden ist 14 Jahre alt, als der beste Freund ihres Bruder, der in ihrer Familie quasi ein Familienmitglied ist, sie nachts vergewaltigt und ihr danach erklärt, dass ihr niemals jemand glauben wird, wenn ...

Eden ist 14 Jahre alt, als der beste Freund ihres Bruder, der in ihrer Familie quasi ein Familienmitglied ist, sie nachts vergewaltigt und ihr danach erklärt, dass ihr niemals jemand glauben wird, wenn sie sagt, was er getan hat. Also schweigt sie. Und verändert sich.
Die schreckliche Tat und das Trauma, unter dem sie leidet, versteckt sie ganz tief in ihrem Inneren und baut eine Mauer um ihr Herz, die niemand durchbrechen kann. Bis auf Josh. Doch sie kann und will ihr Schweigen nicht brechen.
The Way I Used To Be hat mich absolut umgehauen. Optisch reiht sich das Buch mit dem wunderschönen Pusteblumen Farbschnitt (Gott sei Dank hat das Bezug zum Inhalt des Buches!) perfekt in typischen YA Literatur ein und ist auch ein Jugendbuch. Der Inhalt ist aber wirklich heftig - und hat mich tief berührt. Die Geschichte ist ausschließlich aus Edens Sicht erzählt und am Ende musste ich wirklich weinen. Eine wirklich gut geschriebene und sehr wichtige Geschichte, die mich noch lange verfolgen wird. Auch, weil ich Mutter von 3 Töchtern bin, die Jüngste genau in dem Alter, in dem Eden das angetan wird, was keine Frau, kein Mädchen jemals erdulden sollte!
Ich empfehle das Buch uneingeschränkt für junge Lesende, aber auch für ältere Lesende wie mich.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Spannender Cold Case Thriller

Fünf Fremde
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Im Herbst 2025 erreichen 5 Passagiere die Insel Neuwerk, kurz bevor ein heftiger Herbststurm diese erreichen wird. Mitten im Unwetter wird es für die 5 Menschen aber nicht nur wegen des Unwetters brandgefährlich ...

Im Herbst 2025 erreichen 5 Passagiere die Insel Neuwerk, kurz bevor ein heftiger Herbststurm diese erreichen wird. Mitten im Unwetter wird es für die 5 Menschen aber nicht nur wegen des Unwetters brandgefährlich und es stellt sich heraus, wie diese Menschen miteinander verbunden sind durch den Sommer 1995...

Der Thriller entwickelt sich sehr atmosphärisch und die Figuren und einzelnen Stränge werden immer greifbarer. Vor allem der Mittelteil ist wirklich sehr spannend geschrieben. Welche Geheimnisse jede/r Einzelne hat und wie die Vorfälle im Sommer 1995 noch auf das JETZT einwirken, wird alles aufgelöst, was ich immer sehr schätze. Das Ende war mir dann ein bisschen zu vorhersehbar und die Spannung blieb leider ein bisschen hinter dem zurück, was ich im Mittelteil so mochte. Aber alles in allem auf jeden Fall ein gut geschriebener Cold Case Thriller mit 2 Zeitebenen und plastischen Figuren und einem wirklich beeindruckenden Setting! Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Völlig anders als erwartet

Böser, böser Wolf
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Böser, böser Wolf wird als Thriller bezeichnet und erfüllt auch durchaus die Erwartungen, die ich an einen Thriller habe - es gibt einen gruseligen Mörder, blutige und brutale Tode und eine Ermittlerin, ...

Böser, böser Wolf wird als Thriller bezeichnet und erfüllt auch durchaus die Erwartungen, die ich an einen Thriller habe - es gibt einen gruseligen Mörder, blutige und brutale Tode und eine Ermittlerin, die diese unbedingt aufklären will und mit ihrer eigenen traumatischen Geschichte zutiefst persönlich in den Fall verwickelt ist.
Besonders gut gefällt mir an dem Thriller, wie vor allem die bekannten Märchen der Brüder Grimm eine wichtige Rolle spielen, aber auch viele weitere Details, die besonders Menschen wie ich, die Bücher und Geschichten lieben, wieder erkennen.
Die Entwicklung des Buches erstreckt sich über 3 Teile. Der erste ist ein klassischer Thriller Plot, wie ich ihn erwartet habe und geht über etwa 200 Seiten. Dann kommt es zu einem Plot Twist und einem sehr unerwarteten Teil 2, bei dem mir alles im Kopf durcheinander gewirbelt wurde. Der Schluss gefiel mir dann sehr gut und passte absolut gut zu dem 2. Teil des Buches und wird durch das Nachwort sehr charmant abgerundet.
Ein Buch, das mich überrascht hat - was ein großes Kompliment ist!
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für diesen ungewöhnlichen und unerwarteten Thriller, nur ein Punkt Abzug für den sich etwas ziehenden Schluss des ersten Teils.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Gutes Thema, aber mich hat es nicht 100% überzeugt

Witches, Bitches, It-Girls
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Die Autorin war mir bisher nicht bekannt, das Thema ist aber eines, das mich als Frau und Mutter von Töchtern immer interessiert.
In 9 Kapiteln werden bestimmte Themen in den Fokus gestellt. Das Sachbuch ...

Die Autorin war mir bisher nicht bekannt, das Thema ist aber eines, das mich als Frau und Mutter von Töchtern immer interessiert.
In 9 Kapiteln werden bestimmte Themen in den Fokus gestellt. Das Sachbuch ist grundsätzlich so weit ich das einschätzen kann, professionell geschrieben. Es gibt einen sehr langen Anhang mit Fußnoten und Quellenverzeichnissen, zudem ständig Sternchen, die jeweils auf den betreffenden Seiten erklärt werden. Das macht den Lesefluss wie bei diesem Genre üblich sehr anstrengend. Damit könnte ich noch einigermaßen leben, aber ich habe einfach mehr Input erwartet. Die Autorin springt ständig zwischen historischen und aktuellen Beispielen hin und her und nimmt sehr oft für sich in Anspruch zu wissen, was "wirklich" war, nur um dann an anderen Stellen darauf hinzuweisen, dass sie ja keine Expertin sei. Ja, was denn nun? Auch verteidigt sie oft im Voraus bestimmte Ansichten oder Herangehensweisen ihrer Arbeit, oft auch etwas zu aggressiv. Sie beschreibt öfter, dass sie bereits bei den Vorträgen zu ihrem ersten Buch aggressiv angegangen wurde und scheint solche Widerworte hier bereits widerlegen zu wollen, was aber oft bei mir so rüberkam, als wolle sie mir, der Leserin, unterstellen, sie angreifen zu wollen. Auch ist ihr Ton nicht konsistent. Einige Stellen wirken wissenschaftlich, rational und nüchtern. Andere dagegen flapsig und aggressiv. Ihre politische Überzeugung ist mir viel zu eindeutig erkennbar und hat, wie ich finde, in einem solchen Sachbuch nichts zu suchen - das hat mich wirklich noch mehr genervt als ihr permanentes Gendersternchen (manchmal war ich verwirrt, ob es sich um ein Gendersternchen handelt oder ein Fußnotensternchen, wenn man halt übertreiben muss...) oder die immer wieder wiederholte Bezeichnung "weiblich gelesene" oder "männlich gelesene" Person. Ihre Abneigung gegen bestimmte Personen ging mir auch zu weit, ebenso wie das Gegenteil, manche Personen (auch durchaus umstrittene!) sind ihr offensichtlich "heilig". Ich würde das Buch nicht meinen Töchtern empfehlen, da es mir zu wenig Tiefgang hat und zu polemisch ist, auch fehlt mir einfach der wirkliche Punkt, den sie vermitteln will.
Von mir nur eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Böse und bissig und sehr gut!

Die Rosenschlacht
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Barbara und Jonathan Rose sind ein amerikanisches Traumpaar - sie sind gutaussehend, wohlhabend, erfolgreich und scheinbar überaus glücklich miteinander. Sie haben die perfekte Anzahl Kinder (2), Mädchen ...

Barbara und Jonathan Rose sind ein amerikanisches Traumpaar - sie sind gutaussehend, wohlhabend, erfolgreich und scheinbar überaus glücklich miteinander. Sie haben die perfekte Anzahl Kinder (2), Mädchen und Junge. Jonathan ist erfolgreicher Anwalt und Barbara, seit die Kinder nicht mehr so viel Arbeit machen, dabei, sich ein erfolgreiches Catering Unternehmen aufzubauen.
Als Jonathan eines Tages bei der Arbeit einen gesundheitlichen Zusammenbruch erleidet, der wie ein Herzinfarkt abläuft (aber keiner ist), besucht ihn Barbara nicht im Krankenhaus. Bei seiner Rückkehr spricht er sie zutiefst verletzt darauf an, woraufhin sie ihm eröffnet, dass es ihr egal war, weil er ihr egal sei - und damit die fast 20 Jahre dauernde Ehe abrupt und für Jonathan vollkommen unerwartet beendet.
Was nun folgt, ist ein Rosenkrieg (so der Name, unter der das Buch bereits verfilmt wurde) - von der heftigsten Sorte. Beide Ehepartner wollen um keinen Preis das Haus, das sie gemeinsam liebevoll mit wertvollen Antiquitäten und Möbeln eingerichtet haben, aufgeben. Als dann die Kinder ins Sommercamp geschickt werden und das Au-Pair-Mädchen ebenfalls das Haus verlässt, sind die Roses allein miteinander und der Krieg artet so schrecklich aus, wie es jeder Krieg leider tut - und wie in jedem Krieg kann es keinen Gewinner geben...

Wie sich die Rosenschlacht, so der Titel des neu aufgelegten Buches, entwickelt, ist wirklich virtuos und so bissig geschrieben, dass ich das Buch einfach nicht weg legen konnte. Immer wieder schwankte ich mit meiner Sympathie zwischen Barbara und Jonathan hin und her - so wie auch die Perspektiven der Erzählung wechselten. Atem- und fassungslos verfolgte ich die sich immer weiter zuspitzende Eskalation bis zum wirklich schlimmsten Tiefpunkt und einem Ende, das so hart und brutal ist, wie die beiden ehemals Liebenden es zueinander waren. Wenn aus Liebe Hass wird, wenn Menschen, die einander so gut kennen wie dieses Ehepaar, sich gegeneinander wenden, dann bleibt im wahrsten Sinn des Wortes kein Stein mehr auf dem anderen...
Ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter - es ist so gut und hart und trotz allem sehr, sehr unterhaltsam!!!

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