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Veröffentlicht am 12.02.2026

Leider sehr schlechte Fortsetzung

The way I am now
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Der erste Teil war sooo gut, dass ich mich auf die Fortsetzung wirklich gefreut habe - umso bitterer enttäuscht wurde ich leider.

Im ersten Teil ging es nur um Eden und die Geschichte wurde auch ausschließlich ...

Der erste Teil war sooo gut, dass ich mich auf die Fortsetzung wirklich gefreut habe - umso bitterer enttäuscht wurde ich leider.

Im ersten Teil ging es nur um Eden und die Geschichte wurde auch ausschließlich aus ihrer Sicht geschildert. Band 2 dagegen mutet leider von Beginn an wie ein typischer YA Roman - und genauso seicht und ohne Tiefe ist er.

Wer den ersten Band kennt, weiß, dass Eden mit 14 Jahren vom besten Freund ihres Bruders in ihrem Kinderzimmer vergewaltigt wurde. Band 2 knüpft zeitlich ans Ende des ersten Bandes an. Nachdem die Vergewaltigungen, die besagter Kevin begangen hat, angezeigt wurden, steht unter anderem die Anhörung der Opfer an. Edens letztes Highschooljahr wird davon überschattet, was sie nun öffentlich gemacht hat, daher entscheidet sie sich, nur noch von zuhause aus am Unterricht teilzunehmen. Schließlich erhält sie die Zusage für einen Platz ausgerechnet an dem College, das auch ihr ehemaliger Schwarm Josh besucht.

Worum es in Band 2 also vor allem geht - LEIDER! - ist die Aufwärmung der Liebesgeschichte zwischen Eden und Josh, jenem ersten "Freund", den sie nach der Vergewaltigung hatte, den sie aber nie als Freund bezeichnen wollte.

Und nun wird YA-typisch abwechselnd aus Joshs und Edens Perspektive vor allem ihre Liebesgeschichte beschrieben. Im Hintergrund bleibt zwar die Vergewaltigungsgeschichte irgendwie noch vorhanden, aber die ersten 200 Seiten sind so seicht und peinlich, wie man das halt kennt und 1000 mal gelesen hat - da wird nicht erzählt, dass man mit seinem Freund/seiner Freundin Schluss gemacht hat, gezögert, ob man sich jetzt zuerst melden soll oder lieber nicht, über Emojis und Wörter in Nachrichten nachgrübelt und dann endlich ein "super romantisches" Date mit italienischem Essen und Eiscreme abgehalten, bei dem es nicht mal fehlen darf, dass einer der beiden vom Brunnenwasser nass gespritzt wird und natürlich Augen funkeln und Kleidung wunderschön ist und so weiter. Ich habe ernsthaft ungläubig den Kopf geschüttelt beim Lesen. Bis auf die Namen der beiden Protagonisten war das scheinbar eine völlig andere Geschichte!

Hatte der erste Band noch Tiefe und vor allem greifbare Personen, allen voran Eden, so flachte absolut alles ab und die Personen haben mich mehr und mehr genervt. Schlimmer noch, manche Erinnerungen vor allem von Josh haben mir im Nachhinein den ersten Band fast kaputt gemacht - nein, ich hätte lieber nicht davon gelesen, was genau er gemacht hat, bevor Eden ihm als erstem Menschen überhaupt von der Vergewaltigung erzählt hat (eine der stärksten Szenen im ersten Band!)!

Es gibt nur eine winzige Stelle ganz am Ende des Buches, während der Verhandlung gegen Kevin, als Eden mir ganz kurz sympathisch ist, aber dann flieht sie direkt danach auf die Toilette, um sich zu übergeben - und das passt ziemlich gut zu dem, wie ich das Buch gefühlt habe...

Bisher das schlechteste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe und absolut keine Leseempfehlung! Macht euch nicht die Wirkung von Band 1 kaputt, indem ihr diesen schlechten Nachfolger lest!!!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Ein entschleunigender Roman - auch, aber nicht nur für Buchmenschen

Mathilde und Marie
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Mathilde und Marie ist ein Roman, der beim Lesen wirkt wie ein Beruhigungsmittel.

Als die junge Französin Marie der hektischen Großstadt Paris den Rücken kehrt und zufällig über eine Bekanntschaft im ...

Mathilde und Marie ist ein Roman, der beim Lesen wirkt wie ein Beruhigungsmittel.

Als die junge Französin Marie der hektischen Großstadt Paris den Rücken kehrt und zufällig über eine Bekanntschaft im Zug im verschlafenen Ort Redu ankommt, ändert sich auf einen Schlag ihr ganzes Leben. Statt Hektik, Lärm und Geldsorgen lebt sie nun von Tag zu Tag in einem Dorf mit 400 Einwohnern, in dem es am Tag nur eine Stunde Internet gibt, dafür aber an jeder Ecke einen Buchladen.

Maries Ankunft ändert aber nicht nur ihr eigenes Leben zum Vorteil, sondern wirkt auch auf die Dorfgemeinschaft und allen voran auf die einsame und zurückgezogen lebende Mathilde, die einen schweren Verlust zu verarbeiten hat.

Ich habe das Buch beim Lesen wirklich genossen. Die Stimmung und Atmosphäre ist absolut besonders und wie schon eingangs gesagt wirkt sofort entschleunigend auf mich. Der Roman ist - wie es der Autor auch im Vorwort erklärt - ein durchweg positiver Roman, eine Geschichte, die guttut.

Es gibt keine unerwarteten oder schlimmen Wendungen, die Gespräche und Beobachtungen, die die Figuren miteinander teilen, sind empathisch und warmherzig und es gibt im Grunde nichts und niemanden, was einem beim Lesen "aufregen" oder stören könnte. Ich habe das Lesen des Romans als absolut positiven Kontrapunkt zum aktuellen Weltgeschehen wahrgenommen und es wie eine Flucht vor dem manchmal zu stressigen Alltag erleben können. Die vielen Bezüge zu guten Büchern sind ein Bonus, den der Autor, der aus der Buchbranche kommt, uns Buchmenschen noch zusätzlich beim Lesen schenkt.

Ich habe nichts zu bemängeln und kann diesen Roman einfach nur von Herzen weiterempfehlen - die Lektüre tut im wahrsten Sinne des Wortes wirklich von Herzen gut!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Interessantes Sachbuch

Beklaute Frauen
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Gute Vorsätze - ich lese mal meinen SUB runter - und auf Beklaute Frauen habe ich mich sehr gefreut. Leonie Schölers Buch rückt Frauen in den Fokus, die in Vergessenheit geraten sind und deckt Strukturen ...

Gute Vorsätze - ich lese mal meinen SUB runter - und auf Beklaute Frauen habe ich mich sehr gefreut. Leonie Schölers Buch rückt Frauen in den Fokus, die in Vergessenheit geraten sind und deckt Strukturen auf, die daran Schuld sind.

Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt und sehr gut lesbar. Die Beispiele, die die Autorin gut recherchiert und sehr lesbar beschreibt und die Verknüpfung damit, dass es oft an den patriarchalen Strukturen liegt und wie tief verwurzelt diese sind, haben mir sehr gefallen.

Einiges kannte ich, manches war - erwartungsgemäß - politisch bzw. neigungsgemäß gefärbt, aber doch neutraler formuliert als andere Autor*innen das bei ähnlichen Büchern tun. Mich haben nur 2 Kleinigkeiten gestört - das viele Gendern (ich empfinde es einfach als ausgrenzend für Menschen, die Probleme mit der deutschen Sprache haben) und die vielen Ausrufezeichen, die teilweise zu kindlich - naiv rüberkamen und einfach nicht nötig waren. Alles in allem ist das Buch aber wirklich lesbar und sehr interessant gewesen für mich. Und ich habe ein paar Dinge erfahren und von Personen gelesen, die ich noch nicht kannte.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Absolut herzergreifend!

The way I used to be
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Eden ist 14 Jahre alt, als der beste Freund ihres Bruder, der in ihrer Familie quasi ein Familienmitglied ist, sie nachts vergewaltigt und ihr danach erklärt, dass ihr niemals jemand glauben wird, wenn ...

Eden ist 14 Jahre alt, als der beste Freund ihres Bruder, der in ihrer Familie quasi ein Familienmitglied ist, sie nachts vergewaltigt und ihr danach erklärt, dass ihr niemals jemand glauben wird, wenn sie sagt, was er getan hat. Also schweigt sie. Und verändert sich.
Die schreckliche Tat und das Trauma, unter dem sie leidet, versteckt sie ganz tief in ihrem Inneren und baut eine Mauer um ihr Herz, die niemand durchbrechen kann. Bis auf Josh. Doch sie kann und will ihr Schweigen nicht brechen.
The Way I Used To Be hat mich absolut umgehauen. Optisch reiht sich das Buch mit dem wunderschönen Pusteblumen Farbschnitt (Gott sei Dank hat das Bezug zum Inhalt des Buches!) perfekt in typischen YA Literatur ein und ist auch ein Jugendbuch. Der Inhalt ist aber wirklich heftig - und hat mich tief berührt. Die Geschichte ist ausschließlich aus Edens Sicht erzählt und am Ende musste ich wirklich weinen. Eine wirklich gut geschriebene und sehr wichtige Geschichte, die mich noch lange verfolgen wird. Auch, weil ich Mutter von 3 Töchtern bin, die Jüngste genau in dem Alter, in dem Eden das angetan wird, was keine Frau, kein Mädchen jemals erdulden sollte!
Ich empfehle das Buch uneingeschränkt für junge Lesende, aber auch für ältere Lesende wie mich.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Spannender Cold Case Thriller

Fünf Fremde
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Im Herbst 2025 erreichen 5 Passagiere die Insel Neuwerk, kurz bevor ein heftiger Herbststurm diese erreichen wird. Mitten im Unwetter wird es für die 5 Menschen aber nicht nur wegen des Unwetters brandgefährlich ...

Im Herbst 2025 erreichen 5 Passagiere die Insel Neuwerk, kurz bevor ein heftiger Herbststurm diese erreichen wird. Mitten im Unwetter wird es für die 5 Menschen aber nicht nur wegen des Unwetters brandgefährlich und es stellt sich heraus, wie diese Menschen miteinander verbunden sind durch den Sommer 1995...

Der Thriller entwickelt sich sehr atmosphärisch und die Figuren und einzelnen Stränge werden immer greifbarer. Vor allem der Mittelteil ist wirklich sehr spannend geschrieben. Welche Geheimnisse jede/r Einzelne hat und wie die Vorfälle im Sommer 1995 noch auf das JETZT einwirken, wird alles aufgelöst, was ich immer sehr schätze. Das Ende war mir dann ein bisschen zu vorhersehbar und die Spannung blieb leider ein bisschen hinter dem zurück, was ich im Mittelteil so mochte. Aber alles in allem auf jeden Fall ein gut geschriebener Cold Case Thriller mit 2 Zeitebenen und plastischen Figuren und einem wirklich beeindruckenden Setting! Klare Leseempfehlung!

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