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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2026

Kurzweiliger Thriller mit Luft nach oben

Bachelorette Party
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Ein Junggesellinnenabschied auf einer einsamen schwedischen Schäreninsel soll DAS Highlight vor Annelieses Hochzeit werden. Auch Tessa ist dabei, sie ist Journalistin und schon länger an einem Cold Case ...

Ein Junggesellinnenabschied auf einer einsamen schwedischen Schäreninsel soll DAS Highlight vor Annelieses Hochzeit werden. Auch Tessa ist dabei, sie ist Journalistin und schon länger an einem Cold Case dran, der sich vor genau zehn Jahren auf dieser Insel abspielte. Damals verschwanden vier Frauen bei einem Junggesellinnenabschied, Tessa geht aber aufgrund der Umstände nicht von einem tragischen Unfall aus. Mit einem mulmigen Gefühl startet der Junggesellinnenabschied. Als dann aber das einzige Boot der Insel offen auf dem Meer treibt und eine der Teilnehmerinnen tot aufgefunden wird, ist schnell klar: jemand ist hier, um Rache zu üben.

Ich war aufgrund des Covers und Klappentextes sehr gespannt und hatte hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden. Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt: der gegenwärtige Junggesellinnenabschied und der tödlich endende vor zehn Jahren, was eine gute Dynamik in die Geschichte bringt und für Abwechslung sorgt. Am Anfang musste ich mich in die Geschichte hineinfinden, weil es einige Figuren gibt, die man auseinander halten muss. Es passiert zunächst gar nicht viel und die Handlung läuft schleppend an. Einige Passagen werden zu detailliert beschrieben, der Spannungsbogen baut sich nur langsam auf. Ab ungefähr der Mitte des Buchs nimmt die Handlung an Fahrt auf und ich habe besser in die Geschichte gefunden.
Tessa erzählt in dem Gegenwartsstrang aus ihrer Ich-Perspektive, was einen guten Überblick bietet, aber auch sehr subjektiv bleibt. Der Erzählstil ist dabei angenehm zu lesen und Tessa agiert als gute Beobachterin. Die anderen Figuren sind gut gezeichnet, hätten aber für mich etwas mehr Tiefe vertragen können. Zum Schluss auf den letzten knapp einhundert Seiten ging es dann schnell und die Situation auf der Insel hat sich immer weiter zugespitzt. Das Ende war mir dann etwas zu viel und zu schnell abgehandelt, der Epilog hat mich versöhnlicher gestimmt.

Alles in allem ist "Bachelorette Party" ein kurzweiliger Thriller, dessen Idee nicht neu ist, der sich aber gut lesen lässt und einige spannende Stellen bietet.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Hohe Erwartungen und viel Potenzial - konnte mich nicht ganz überzeugen

Bis zum Mond
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Drei Freundinnen stecken in Seoul in ihren Bürojobs bei einem Snackhersteller fest: die Arbeit ist mittelmäßig, die Bezahlung schlecht und die Wohnungen winzig klein. Als eine der drei Kryptowährung für ...

Drei Freundinnen stecken in Seoul in ihren Bürojobs bei einem Snackhersteller fest: die Arbeit ist mittelmäßig, die Bezahlung schlecht und die Wohnungen winzig klein. Als eine der drei Kryptowährung für sich entdeckt, investiert sie - und gelangt zu nicht gerade wenig Geld. Eine der beiden Freundinnen kann sie überzeugen, mitzumachen und ebenfalls zu investieren, die dritte wehrt sich vehement. Beide Frauen kommen zu immer mehr Geld, leben aber auch in ständiger Angst, dass der Kurs in den Keller rutschen kann und das Geld weg ist. Werden sie am Ende glücklich und können ihre öden Bürojobs verlassen?

Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil der Klappentext eine spannende Geschichte rund um ein wahrscheinlich vielen eher abstraktes Thema verspricht. Das Cover ist bunt gestaltet und passt zur Handlung, wirkt comichaft, aber dennoch passend.
Die Geschichte umspannt einen Zeitraum von knapp einem Jahr und wird aus der Ich-Perspektive der Freundin erzählt, die als Zweites mit einsteigt und investiert. Der Erzählstil ist oft sachlich und neutral, passt aber damit auch zur südkoreanischen Literatur. Das Leben als junge Frau in Seoul wird sehr gut beschrieben, angefangen vom Bürojob, in dem man einfach nicht aufsteigen kann, der beengten Wohnsituation in der Großstadt bis zum potenziellen Eheleben, das dort einen großen Stellenwert hat. Diese Dinge sind mitunter auch lustig und unterhaltsam, ebenso die Freundschaft der drei jungen Frauen liest sich gut und realitätsnah. Als "Leidensgenossinnen" erzählen sie von ihrem Alltag und es liest sich meist herrlich erfrischend.
Ich habe die ganze Zeit auf den großen Plottwist hingefiebert, auf eine Wendung in dem ganzen Kryptothema, aber wurde dahingehend enttäuscht. Wer eine dramatische und spannende Handlung erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht, eher ist "Bis zum Mond" ein guter Unterhaltungsroman, der vor sich hin plätschert und sich "weg lesen" lässt. Mir hat beim Lesen die Spannung gefehlt, es geht zwar tief in die Materie der Kryptowährungen und -investitionen, aber ich hätte mir mehr Spannung als die Kursschwankungen gewünscht.

"Bis zum Mond" hat, auch aufgrund der Betitelung "Bestseller" und "literarischer Hype", bei mir hohe Erwartungen geweckt, die nicht ganz bedient werden konnten. Es ist ein Buch für zwischendurch und gibt (tiefe) Einblicke in die Welt der Kryptowährungen und Female Finance, lässt aber die Handlung schleifen.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Spannendes Thriller-Debüt - wenn ein Augenblick alles entscheidet und verändert

15 Sekunden
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Farah Rosendahl ist in ihrem Auto auf dem Nachhauseweg in einem undurchsichtigen Waldstück. Aus dem Nichts läuft ein Mann auf die Straße, Farah kann nicht mehr ausweichen und erfasst den Mann. Doch er ...

Farah Rosendahl ist in ihrem Auto auf dem Nachhauseweg in einem undurchsichtigen Waldstück. Aus dem Nichts läuft ein Mann auf die Straße, Farah kann nicht mehr ausweichen und erfasst den Mann. Doch er steht auf und läuft zurück in den Wald. Farah ist geschockt, rennt ihm nach und versucht alles, um ihn am Leben zu erhalten. In ihrer Not ruft sie Wase Rahimi an, ein Freund, der bei der Kripo arbeitet. Mit dieser Entscheidung setzt sie folgenschwere Dinge in Bewegung, denn sie und der angefahrene Mann sind in dem Moment nicht die Einzigen in dem Wald...

Ich war sehr gespannt auf das Debüt von Chris Warnat, bei Instagram wurde das Buch sehr positiv besprochen. Mich konnte die Geschichte nicht komplett überzeugen, aber das Debüt ist spannend zu lesen.
Mit insgesamt 58 Kapiteln haben die einzelnen Kapitel eine gute Länge. Direkt zu Beginn im Prolog geht es spannend los und man ist mitten in der Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm und zugleich spannend, es wird eine kaum greifbare und bedrohliche Atmosphäre aufgebaut. Die immense Angst der Protagonistin ist zu jeder Zeit spürbar, sowohl sie als auch die anderen Charaktere werden detailliert und mit genügend Tiefe beschrieben. Die Ich-Perspektive von Farah steigert diese Darstellung der Panik und Verzweiflung nochmal mehr und passt hervorragend. Was mich irritiert hat, sind die Perspektivwechsel in einigen Kapiteln, die nicht gekennzeichnet sind. Oft musste ich nochmal zurück blättern, weil es eine Menge Figuren gibt und ich diese erstmal einordnen musste. Ebenso gibt es einige rote Fäden, denen ich nicht mehr perfekt folgen konnte. Die Handlung hat ein paar Längen, aber die Spannung wird konstant oben gehalten. Das Ende konnte mich nicht komplett überzeugen, aber da es der Auftakt einer Thriller-Reihe ist, bin ich gespannt auf den zweiten Band.

Für Thriller-Fans ist das Debüt der Autorin auf jeden Fall zu empfehlen, es kann mit einer spannenden Handlung und toll ausgearbeiteten Protagonisten punkten.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Einblicke in die Ermittlungsarbeit mit Cold Cases - spannend, respektvoll und menschlich

Cold Cases
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Helmut Eigner war über dreißig Jahre lang in der "Cold Case-Abteilung" der Münchener Mordkommission als Leiter und Ermittler tätig. Seine hohe Aufklärungsquote der Cold Cases, die bis in die 1960er-Jahre ...

Helmut Eigner war über dreißig Jahre lang in der "Cold Case-Abteilung" der Münchener Mordkommission als Leiter und Ermittler tätig. Seine hohe Aufklärungsquote der Cold Cases, die bis in die 1960er-Jahre reichen, hat ihm den Beinamen "Mister Cold Case" eingebracht. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2025 hat er seine Erfahrungen und einige Fälle in einem Buch festgehalten.

Ich selbst beschäftige mich gerne mit Cold Cases in Podcasts oder im Fernsehen, deshalb war ich sehr gespannt, von dem Thema aus der Sicht eines Ermittlers zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, das Buch bietet mehr als nur Einblicke in die Arbeit der Mordkommission.
Grob wechseln sich die Kapitel ab mit einem Cold Case, den der Autor bearbeitet hat und näher beschreibt und einem Aspekt aus der Arbeit mit Cold Cases. Diese Erzählweise bringt eine sehr gute Dynamik in die Geschichte und dem Leser dieses große und abstrakte Thema näher. Generell fällt schon auf den ersten Seiten der unglaublich wertschätzende Erzählstil auf. Der Autor legt Wert darauf, den Blick darauf zu lenken, den oft vergessenen Opfern und Angehörigen eine Stimme zu geben. Denn gerade die weiter zurück liegenden Cold Cases können mit der Technik, die heute zur Verfügung steht, nochmal ganz anders und detaillierter angegangen werden. Auch die Hürden, die dem Autor als Ermittler begegnet sind, werden toll beschrieben, beispielsweise, wenn Spuren nicht ausreichend vorhanden sind oder Zeugen bereits verstorben sind. Auch die oft geringe Zeit, die einem neben der Arbeit an aktuellen Fällen zur Verfügung steht, ist ein Thema, genauso wie die sich immer weiter und besser entwickelten Möglichkeiten der Aufklärung und der Umgang mit Angehörigen, die das Trauma und den Verlust erneut durchleben müssen. Helmut Eigner beschreibt hervorragend und sowohl sachlich als auch menschlich, wie er mit Cold Cases umgeht, die nicht mehr gelöst werden können. Er begegnet jedem Fall, jedem Opfer und jedem Angehörigen mit Respekt und auch wenn er ein Buch über seine Arbeit und Fälle veröffentlicht und damit Geld verdient, merkt man direkt, dass er das Thema sensibel angeht und es nicht ausschlachtet.

Das Buch hat mir nochmal eine andere Seite von Cold Cases gezeigt, die Arbeit und die Menschen dahinter. Sehr spannend zu lesen und nicht nur für Fans von Cold Cases gibt es von mir eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Das Leben lieben und neu gestalten - toller und nahbarer Ratgeber über Manifestation

Switch Code
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Katrin Lassen beschreibt mithilfe des "Switch Codes", wie man sein Leben kraftvoll und nachhaltig verändern kann. Mit dieser Methode, die auf einer Nahtoderfahrung der Autorin beruht, bringt die Autorin ...

Katrin Lassen beschreibt mithilfe des "Switch Codes", wie man sein Leben kraftvoll und nachhaltig verändern kann. Mit dieser Methode, die auf einer Nahtoderfahrung der Autorin beruht, bringt die Autorin dem Leser näher, sein Leben klarer und bewusster zu gestalten und dies in den Alltag zu integrieren.

In vier Teilen beschreibt sie diese Manifestation und alles, was dazu gehört. Von Neurowissenschaft und eigenen Erfahrungen bis zu praktischen Übungen legt die Autorin hier mehr als einen Ratgeber vor. Schritt für Schritt wird man beim Lesen "an der Hand geführt" und bekommt hilfreiche und nachhaltige Tipps, sein Denken nach und nach zu switchen. Gut gefallen haben mir auch die persönlichen Erfahrungen und Erklärungen, die eingebunden werden und das Ganze greifbarer machen. Mir persönlich ist es an manchen Stellen zu viel Text und es haben mir mehr praktische Übungen gefehlt, die vor allem erst gegen Ende des Buchs vorkommen. Die Tipps und Übungen sind einfach und klar formuliert, auch auf mögliche Rückschläge wird eingegangen und Lösungsvorschläge angeboten. Der Schreibstil ist dabei herzlich und nahbar, meist so als würde man sich mit einer Freundin unterhalten, in den theoretischen und wissenschaftlichen Teilen aber entsprechend fundiert und sachlich.

Aus dem "Switch Code" kann mit Sicherheit jeder etwas für sich mitnehmen, das Thema der Manifestation wird gut und klar umgesetzt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diesen tollen Ratgeber, der mit Persönlichkeit und einfacher Handhabung punkten kann.

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