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Veröffentlicht am 01.04.2026

Besondere Geschichte zweier Außenseiter und ihr Weg aus der Isolation - intensiv und hoffnungsvoll

Der andere Arthur
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Der ehemalige Literaturprofessor Dr. Arthur Opp führt ein sehr zurückgezogenes Leben in seinem Haus in Brooklyn. Da er extrem adipös ist, verlässt er das Haus so gut wie gar nicht mehr und bringt nur den ...

Der ehemalige Literaturprofessor Dr. Arthur Opp führt ein sehr zurückgezogenes Leben in seinem Haus in Brooklyn. Da er extrem adipös ist, verlässt er das Haus so gut wie gar nicht mehr und bringt nur den Müll nach draußen. Als ihn seine ehemalige Studentin Charlene kontaktiert, mit der er lange Zeit in engem Briefkontakt stand, eröffnet sie ihm, dass sie einen 17-jährigen Sohn, Kel, hat. Kel selbst träumt von einer Sportlerkarriere und tut alles dafür, ein Sportstipendium zu bekommen. Aber Charlene ist krank und bittet Arthur deshalb, Kel zu helfen. Arthur selbst schämt sich wegen seiner Erscheinung und beginnt, sein Leben Stück für Stück umzukrempeln.

Von Liz Moore hatte ich bereits "Der Gott des Waldes" gelesen und war restlos begeistert. Und auch "Der andere Arthur" kann durchaus mithalten und hat mich begeistert.
Die Geschichte wird abwechselnd in längeren Kapiteln aus Arthurs und Kels Ich-Perspektive geschrieben. Beide sind Außenseiter, zwar in unterschiedlichen Lebenssituationen, aber sie eint, dass sie einsam und isoliert leben. Während Arthur ein gutes Leben genießt, ein Haus und genügend Geld zur Verfügung hat, lebt Kel am Existenzminimum. Arthur sucht sich eine Putzhilfe nach Charlenes Anruf und Yolanda kommt nun regelmäßig und bringt sowohl im Haus als auch in Arthurs Leben Ordnung hinein. Sie ist ein wunderbar gezeichneter Charakter, der zwar eine Nebenrolle hat, aber unglaublich einfühlend und authentisch dargestellt wird. Generell sind alle Figuren detailreich und ehrlich beschrieben, jede und jeder hat sein Päckchen zu tragen und auch die jeweiligen Lebenssituationen sind tragisch, aber auch authentisch beschrieben.

Der Schreibstil passt zu den jeweils erzählenden Charakteren und ist lebendig und bildhaft. Die Tragik und Reichweite der Situationen und Figuren kommen hervorragend rüber und auch wenn man die Richtung des Romans ahnt, entwickelt er sich doch anders, als ich es eingeschätzt hatte. Der Roman zeigt sehr gut, wie schnell eine Person in Einsamkeit und gesellschaftliche Isolation rutschen kann, aber auch Wege, wie man sich langsam wieder einem zufriedeneren Leben nähern kann und mithilfe von anderen einen Weg zurück ins Leben findet. Zu keiner Zeit ist der Roman zu deprimierend, vielmehr zeigt er die Lichtblicke und Hilfsangebote auf, die man sich nur trauen muss anzunehmen. Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die Längen, die es vor allem in Kels Kapitel gab und das Ende, bei dem es für mich noch offene Fragen gab.

"Der andere Arthur" ist eine besondere Geschichte, die mich hoffnungsvoll zurückgelassen hat und durchaus mit dem Bestseller "Der Gott des Waldes" mithalten kann. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Spannend und unglaublich gut konstruiert - ein Lesehighlight mit absoluter Leseempfehlung!

Missing Page - Tödliche Worte
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Worum es geht:
Toni hat es geschafft und darf gemeinsam mit einigen anderen Jugendlichen an einem exklusiven Schreibworkshop des Autors Richard Giffard in Schottland auf dessen Anwesen teilnehmen. Als ...

Worum es geht:
Toni hat es geschafft und darf gemeinsam mit einigen anderen Jugendlichen an einem exklusiven Schreibworkshop des Autors Richard Giffard in Schottland auf dessen Anwesen teilnehmen. Als Giffard ihnen dann noch eröffnet, dass er dem talentiertesten Jugendlichen sein gesamtes Vermögen, Anwesen und seine Werke vererben möchte, gibt es kein Halten mehr. Doch ein Sturm schneidet das Anwesen von der Außenwelt ab. Die Angestellten benehmen sich reichlich merkwürdig und als ein Einbruch folgt, fühlt sich niemand mehr sicher. Toni ist Schlafwandlerin und als noch mehr schreckliche Dinge passieren, ist sich irgendwann selbst nicht mehr sicher, was Traum und was Realität ist...

Meine Meinung:
Erstmal möchte ich die wunderschöne Gestaltung des Buchs hervorheben: der Farbschnitt ist schon sehr schön und detailliert gestaltet, aber das aufklappbare Fenster und das Pageoverlay, mit dem man noch ein Rätsel im Buch lösen kann, sind wirklich der Hammer, großes Lob an Verlag und Autorin!
Von Katie Kento hatte ich bereits "Hotel Ambrosia" gelesen und war bereits begeistert - ihr neuestes Werk konnte das sogar noch überbieten und ist ein neues Lesehighlight in diesem Jahr.

Toni erzählt aus Ihrer Ich-Perspektive und man ist direkt mitten im Geschehen als sie verspätet zum Schreibworkshop eintrifft. Sie erzählt lebendig und detailreich, sodass man sich zu jeder Zeit vorstellen kann, wie das Anwesen aussieht oder die anderen Teilnehmer und Angestellten reagieren. Generell wird eine dichte und unterschwellig unheimliche Atmosphäre erzeugt, die einen gebannt weiterlesen lässt und sich mehr und mehr verdichtet. Schnell wird auch klar, dass Toni selbst Geheimnisse hat, die sie uns als Leser noch verschweigt und was das Ganze nochmal mehr spannender gestaltet.
Die Nebenfiguren sind allesamt wunderbar und detailliert gestaltet: sowohl die Angestellten als auch die anderen Jugendlichen werden so hervorragend beschrieben, dass man beim Lesen stets das Gefühl hat, man sei live dabei. Es zeigt sich ebenso schnell, dass man niemandem vertrauen kann, denn in diesem Anwesen möchte jeder seine Geheimnisse unter Verschluss halten.
Aufgelockert wird die Erzählung durch abgedruckte Schreibaufgaben der Jugendlichen, Tagebucheinträge Tonis und ihre Bewerbung für den Schreibworkshop. Das hat mir sehr gut gefallen, denn es macht die Handlung nochmal mehr realistischer und greifbarer. Da Toni selbst schlafwandelt und schon in der Vergangenheit allerlei seltsame Dinge in diesem Zustand getan hat, traut sie sich irgendwann selbst nicht mehr über den Weg. Was wie ein Albtraum klingt, ist leider Realität und als Leser wird man immer tiefer in die Geschichte hineingesogen. Die Hinweise werden nur häppchenweise eingestreut und immer wenn ich dachte, jetzt habe ich es durchschaut, war es nur eine falsche Fährte. Die Autorin baut gekonnt einen so wahnsinnig guten Spannungsbogen auf, dass man bis zur letzten Seite gebannt weiter liest und Katie Kento hat meinen größten Respekt für diese Leistung, die Handlung bis ins letzte Detail durchdacht zu haben. Scheinbar unwichtige Dinge ergeben hinterher Sinn und alles greift so ineinander wie Zahnräder, dass eine große Maschinerie, der Handlung, in Bewegung kommt und an Fahrt aufnimmt. Auch die Auflösung hat mich restlos begeistert.

Mein Fazit:
"Missing Page" ist ein unglaublich spannender Roman, der sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene sehr gut zu lesen ist und keine Wünsche offen lässt. Die Spannung wird immer weiter gesteigert, man darf niemandem trauen und die Charaktere sind allesamt toll beschrieben. Mit großem Talent beschreibt die Autorin eine kaum greifbare und düstere Atmosphäre, die auf den Leser eine Sogwirkung hat, sodass man immer weiter lesen möchte. Ein neues Jahreshighlight und eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Spannend, packend und temporeich - absolute Leseempfehlung für diesen großartigen Thriller!

Firewatch
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Seit Aaron vor fast einem Jahr während seines Ferienjobs in der Firewatch eines kalifornischen Nationalparks spurlos verschwunden ist, gibt sein bester Freund Robin die Hoffnung nicht auf, ihn doch noch ...

Seit Aaron vor fast einem Jahr während seines Ferienjobs in der Firewatch eines kalifornischen Nationalparks spurlos verschwunden ist, gibt sein bester Freund Robin die Hoffnung nicht auf, ihn doch noch zu finden. Bekannt ist, dass Aaron mit einem anderen Mann, Kian, bei der Firewatch in einem entfernteren Tower kommuniziert hat - er ist der letzte, der ihn lebend gesehen hat als Aaron heimlich seinen Tower für ihn verlassen hat. Robin fast einen riskanten Plan: er will Kian daten und ihm näher kommen um sein Vertrauen zu gewinnen und Aaron zu rächen. Dabei begibt er sich in große Gefahr, denn nicht nur Kian verbirgt ein Geheimnis.

Erstmal kann ich nur sagen: wow! Was für ein grandioser Roman! Nachdem ich bereits begeistert "Seven Ways to Tell a Lie" vom Autor weg inhaliert habe, habe ich mich schon sehr auf seinen neuen Thriller gefreut. Und ich wurde auch nicht enttäuscht!
Die Handlung spielt auf mehreren Zeitebenen und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Durch die Kapitel aus der Vergangenheit bekommt man immer wieder kleine Puzzleteile, die das große Rätsel trotzdem bis ganz zum Schluss spannend lassen. Die Charaktere und Nebenfiguren sind allesamt toll und detailliert gezeichnet. Vor allem Robin wirkt ehrlich und authentisch, aber auch introvertiert und vorsichtig. Er versinkt beinahe in der Trauer um seinen besten Freund und sieht nur den Ausweg, selbst aktiv zu werden und den einzigen Verdächtigen, Kian, selbst zu überführen.

Die Handlung wird von Beginn an auf einem konstant hohen spannenden Level gehalten. Dazu trägt auch der Erzählstil bei, der sowohl emotional als auch detailreich ist. Auch die abwechselnden Kapitel aus Gegenwart, Vergangenheit und einigen besondere Seiten geben der Handlung eine unglaublich gute Dynamik. Zu jeder Zeit fiebert man gespannt mit und begleitet Robin bei seinem waghalsigen Plan. Mit dem Plottwist am Ende habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet - ihr werdet wahrscheinlich wie ich aus allen Wolken fallen :D Die Auflösung ist schlüssig und bietet nochmal eine extra Portion Spannung.

"Firewatch" ist ein unglaublich spannender und temporeicher Thriller, der die Spannung konstant oben hält. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Spannende Ermittlungsarbeit in der Steiermark - packend und realitätsnah

Steirerzwist
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Im ihrem fünfzehnten Fall ermitteln erneut Sandra Mohr und Sascha Bergmann in der Steiermark. Als Sandra aus dem Urlaub wieder kommt, wird eine Joggerin tot in der Mur gefunden - ihr wurde die Kehle durchtrennt. ...

Im ihrem fünfzehnten Fall ermitteln erneut Sandra Mohr und Sascha Bergmann in der Steiermark. Als Sandra aus dem Urlaub wieder kommt, wird eine Joggerin tot in der Mur gefunden - ihr wurde die Kehle durchtrennt. Kurz darauf wird ein Obdachloser nicht weit vom ersten Fundort ebenfalls tot aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass die Tote keine Unbekannte ist: sie ist Direktorin eines 5-Sterne-Hotels im Ort. Wie und was haben die beiden Toten miteinander zu tun? Die beiden Ermittler haben alle Hände voll zu tun mit den Ermittlungen, denn der oder die TäterIn ist immer noch auf freiem Fuß...

Ich hatte zuvor noch nichts von Claudia Rossbacher gelesen und hatte zunächst Sorge, ob ich schnell in den fünfzehnten und damit erstmal letzten Krimiroman rund um Sandra Mohr hinein finde. Aber auch ohne Vorkenntnis aus den vorigen Bänden ist man schnell in der Handlung.
Die Kapitel sind meist aus der Sicht Sandras geschrieben, die auch im Mittelpunkt der Ermittlungen steht. Neben der Mammutaufgabe, den oder die TäterIn so schnell es geht zu finden, kommen familiäre Probleme, die sehr gut und detailliert dargestellt sind, hinzu. An ein paar Stellen wurde mir persönlich Sandras Privatleben etwas zu detailliert geschildert, was der Handlung und Spannung aber keinen Abbruch tut. Sandra und Sascha sind ein tolles Team, wenn sie auch sehr unterschiedlich sind und gelegentlich mal die Fetzen fliegen. Auch die Ermittlungen sind sehr genau und präzise beschrieben, man merkt beim Lesen schnell, dass die Autorin sehr viel Mühe, Zeit und Recherche investiert hat um die Ermittlungen so realitätsnah zu beschreiben, wie es geht.

Das Motiv hinter den Taten wird im Laufe der Handlung immer klarer und am Ende kam die Auflösung nicht mit einem großen Knall. Den kleinen Plottwist ganz am Ende, der nochmal Spannung schaffen sollte, hätte es für mich nicht gebraucht. "Steirerzwist" ist ein sehr guter, spannender und kurzweiliger Krimi, der sich schnell und angenehm lesen lässt. Nebenbei lernt man auch die Steiermark kennen, die mir bislang noch nicht wirklich bekannt war.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Gute und spannende Fortsetzung - erneut darf Lo Blacklock keinem trauen

The Woman in Suite 11
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Zehn Jahre sind vergangen seit Lo Blacklock auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff einen Mord aufgedeckt hat und gerade so mit ihrem Leben davon gekommen ist. Heute ist sie glücklich verheiratet und hat zwei ...

Zehn Jahre sind vergangen seit Lo Blacklock auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff einen Mord aufgedeckt hat und gerade so mit ihrem Leben davon gekommen ist. Heute ist sie glücklich verheiratet und hat zwei Söhne. Als sie die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz erhält, ist sie fest entschlossen, nach jahrelanger Pause als Journalistin damit wieder voll durchzustarten. Doch die Reise dorthin wird sich schnell als Alptraum entpuppen, denn die Geister der Vergangenheit holen sie ein und erneut schwebt sie in tödlicher Gefahr...

Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung von "The Woman in Cabin 10" und sie hat mir noch etwas besser gefallen als der erste Band. Die Geschichte wird erneut in übersichtlich langen Kapiteln aus der Sicht Los erzählt. Sie ist zwar älter geworden und nun Mutter, aber schnell merkt man beim Lesen, dass sie immer noch die gleiche Naivität besitzt wie zehn Jahre zuvor. Auch wenn sie eigentlich weiß, dass sie, gerade wegen der Vorgeschichte, niemandem trauen kann und sollte, konnte ich beim Lesen oftmals nur den Kopf schütteln, wie blauäugig sie handelt. Sie erzählt wie immer chronologisch und lebendig und flüssig.
Die Nebenfiguren sind ebenfalls toll gezeichnet, gerade weil man sie nur aus Los Perspektive kennenlernt, wirken sie geheimnisvoll und schwer durchschaubar. Die Handlung orientiert sich stark am ersten Band, auch einige Charaktere kommen erneut vor und man ist sofort wieder in der Handlung drin. Auch das Setting ist hier wieder toll gewählt, wenngleich es "einfacher" ist, aus einem Hotel zu entkommen als von einem Kreuzfahrtschiff.
Ein Kritikpunkt ist für mich die zweite Hälfte, die für mich an Spannung verloren hat im Gegensatz zur ersten Hälfte. Irgendwann im letzten Drittel hatte ich das Gefühl, dass die Handlung sich im Kreis dreht und die Auflösung kam dann nicht mehr so überraschend, wie ich es erwartet hätte.

"The Woman in Suite 11" ist eine gute Fortsetzung, die man sicherlich ohne den ersten Band lesen kann, aber vieles erschließt sich besser mit dem Vorwissen aus dem ersten Band. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit ein paar kleinen Abzügen.

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