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Veröffentlicht am 16.01.2026

Spannender und fesselnder Thriller über Vertrauen und Traumata mit ein paar Abzügen

Das Paket
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Dr. Emma Stein ist Psychiaterin und zu Beginn der Geschichte auf einer Tagung in einem Hotel, wo sie selbst einen Vortrag hält. In ihrem Hotelzimmer wird sie vergewaltigt, sie sieht den Täter nicht, lediglich ...

Dr. Emma Stein ist Psychiaterin und zu Beginn der Geschichte auf einer Tagung in einem Hotel, wo sie selbst einen Vortrag hält. In ihrem Hotelzimmer wird sie vergewaltigt, sie sieht den Täter nicht, lediglich ihre Haare rasiert er vom Kopf. Seitdem verlässt sie ihr Haus im Grunewald nicht mehr, wo sie mit ihrem Mann lebt. Der Täter ist als "Friseur" bekannt, denn er rasiert seinen Opfern den Kopf und tötet sie danach. Emma blieb als Einzige am Leben. Eines Tages bittet sie der Postbote, ein Paket für einen ihr unbekannten Nachbarn anzunehmen. Sie ahnt nicht, dass das eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt, die sie in große Gefahr bringen werden.

"Das Paket" ist mein zweiter Thriller des Autors. Das Cover ist natürlich ein Hingucker und vor allem die Thematik der Psychiatrie und Psychologie und ihre Kehrseiten hat mich interessiert. Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt, was dem Aufbau auch zugute kommt. Die Kapitel sind recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger und als Leser liest man so natürlich gespannt weiter. Der Schreibstil ist erneut einlänglich und einfach, aber er lässt einen ebenso durch die Seiten fliegen.

Emma als Protagonistin ist eine vielschichtige Figur: man lernt sie als erfolgreiche Psychiaterin kennen, erlebt ihren Bruch, aber auch ihren Kämpfergeist, sie meistert den Alltag zu Hause irgendwie und auf ihre Weise - wie es mit Angststörungen, Depressionen und Medikamenten eben möglich ist. Zu Beginn der Geschichte wird klar, dass sie keine einfache Kindheit hatte, was sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht. Etwas blass blieben für mich die Nebencharaktere, ich hätte mir da tiefere Einblicke gewünscht.
Die erste Hälfte war unglaublich spannend und fesselnd geschrieben, in der zweiten Hälfte wurden jedoch einige Details vorweg genommen. Ich habe an jeder Stelle mitgefiebert, aber die große Enthüllung am Schluss war nicht so erschreckend und überrumpelnd, wie ich es erwartet hätte. Es hätte noch spannender sein dürfen.

Die Thematik von Psychiatrie und Psychologie hat mir gut gefallen, es ist spannend zu lesen, wie schnell ein traumatisches Erlebnis das Leben von einer Sekunde auf die andere verändern - und was für Konsequenzen hat, egal wie erfolgreich und gestärkt man zuvor war. Emmas Alltag, ihre Angststörungen und Depressionen werden toll geschildert. "Das Paket" ist ein spannender und fesselnder Thriller mit ein paar Abzügen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2026

Spannender Pageturner über Geheimnisse, Deepfakes und ein ungeklärtes Verschwinden

Seven Ways to Tell a Lie
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In der idyllischen Kleinstadt Wane läuft alles seiner Wege. Bis ein Video die Stadt erschüttert, das sich schnell viral verbreitet: ein Schulbus stürzt in eine Schlucht, niemand überlebt. Unter den Personen ...

In der idyllischen Kleinstadt Wane läuft alles seiner Wege. Bis ein Video die Stadt erschüttert, das sich schnell viral verbreitet: ein Schulbus stürzt in eine Schlucht, niemand überlebt. Unter den Personen im Video ist auch Jonah und schnell wird klar, dass es sich um ein Deepfake handelt. Die anderen Personen im Video gehören alle zu seiner zerbrochenen Clique. Ein dunkles Geheimnis vor genau einem Jahr ließ die Clique damals auseinander brechen. Als noch mehr Videos auftauchen, wird Jonah und den anderen klar, dass sie nur gemeinsam diesen Wahnsinn beenden können. Dabei begeben sie sich in große Gefahr.

Ich kann erstmal nur sagen: wow, was für eine Geschichte! Das Cover sticht zwar ins Auge, aber lässt nicht vermuten, welche gewaltige Geschichte sich im Buch verbirgt. Ich habe das Buch an wenigen Abenden verschlungen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Von Anfang an herrscht eine nicht greifbare und geheimnisvolle Atmosphäre. Die Hauptfigur Jonah erzählt aus der Ich-Perspektive, was eine toll gewählte Erzählsperspektive ist, denn man erfährt alles aus seiner subjektiven Sichtweise und weiß auch nicht mehr vom Geschehen als er. Schnell merkt man, dass man keinem trauen kann, jeder scheint ein falsches Spiel zu spielen und Geheimnisse zu haben. Auch Jonah verrät dem Leser nicht alles, was er weiß. In Rückblenden erzählt er vom Ereignis vor einem Jahr, das zum Bruch der Clique geführt hat. Aber auch hier fragt man sich, ob das die komplette und wahre Geschichte ist. Die anderen Charaktere der Clique, die ebenso wichtig für die Handlung sind, werden auch detailreich und gut gezeichnet.
Die Lage in Wane spitzt sich immer weiter zu, nachdem nicht nur ein sondern immer mehr Deepfakes auftauchen und scheinbar jeder in Wane scheint mindestens ein Geheimnis zu haben und es vertuschen zu wollen.
Die Stimmung, die der Autor hierbei erzeugt, ist ebenso geheimnisvoll wie düster, man fiebert wie gebannt auf den großen Knall hin. Bis zum Schluss durchblickt man das Geschehen und die Beziehungen nicht wirklich, durch geschickte Plottwists und nur sich stückchenweise enthüllende Details bleibt die Spannung auf einem konstant hohen Level und wird gerade zum Ende hin noch gesteigert. Auch das aktuelle Thema von Deepfakes wird toll in die Geschichte eingebunden und zeigt, wie gut sie mittlerweile an die Realität heranreichen und sich leider auch viel zu schnell verbreiten können.

Einzig die Empfehlung als Jugendbuch kann ich nicht wirklich unterschreiben, ich würde es eher ab 16 Jahren empfehlen, da es doch an einigen Stellen makaber und intensiv wird.
Dieser Thriller ist für mich ein Highlight, ich habe länger keinen Thriller gelesen, der mich so sehr gefesselt hat und mich nicht losgelassen hat. Eine Empfehlung für ältere Jugendliche wie auch Erwachsene!

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Gelungener Auftakt einer Young-Adult-Mystery-Reihe - geheimnisvoll, spannungsgeladen und mitreißend

Maskenmeer
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Lucy, Richard, Marco und Marlene gehen im fiktiven Königreich von Wellenland auf ein Elite-Internat und sind beste Freunde. Das normale Leben der Jugendlichen wird allerdings durcheinander geworfen ls ...

Lucy, Richard, Marco und Marlene gehen im fiktiven Königreich von Wellenland auf ein Elite-Internat und sind beste Freunde. Das normale Leben der Jugendlichen wird allerdings durcheinander geworfen ls unbekannte und maskierte Männer Angst und Schrecken verbreiten und immer mehr Angestellte aus dem Schloss entführen. Bald sind sie selbst Zielscheibe der maskierten Männer, die stets mit einer unheimlichen weißen Maske auftreten. Doch was wollen die Männer von den Freunden? Und was haben die Zeichen damit zu tun, die eine verstorbene Person schickt und die eigentlich nichts den Freunden zu tun hat?

"Maskenmeer" ist ein toller Auftakt der "Wellenland"-Reihe und auch ich als weniger eingefleischte Mystery- und Fantasy-Leserin bin hier auf meine Kosten gekommen!
Die Geschichte ist mit knapp 640 Seiten ziemlich umfangreich - nach ein paar Startschwierigkeiten nimmt die Handlung aber immer mehr an Fahrt auf. Die Kapitel sind recht lang und aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, wobei die Ich-Perspektiven von Lucy und Richard den größten Teil einnehmen. Man ist auch sofort mitten im Geschehen und lernt die vier Freunde mit ihren Charaktereigenschaften besser kennen. Vor allem Lucy und Richard sind dabei stets präsent und man fühlt sich sofort mit einer oder mehrerer Personen verbunden. Oft dachte ich beim Lesen, dass ich mich in meiner Jugend auch direkt mit der Clique verstanden hätte.
Die vielen Namen zu Beginn der Handlung waren für mich ziemlich verwirrend, auch die Beziehungen zueinander konnte ich zunächst nicht einordnen. Vielleicht wäre hier ein Personenverzeichnis oder -diagramm hilfreich gewesen. Auch eine Karte mit wichtigen Punkten und Orten von Wellenland könnte ich mir gut vorstellen. Die Geschichte hat generell ihre Längen und einige Situationen und Beschreibungen ziehen sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge, dadurch wurde der Lesefluss, gerade am Anfang, etwas gebremst.
Nicht nur die Charaktere sondern vor allem Wellenland an sich, Wellenstadt und das Internat werden toll und detailreich beschrieben. Gerade das altehrwürdige Internatsgebäude konnte ich mir beim Lesen sofort vorstellen, es hat mich in seinen Bann gezogen und auch die Lehrer dort runden das Bild eines prächtigen Internats in dem Königreich ab. Ebenso detailreich wird beispielsweise auch das Schloss samt Königspaar beschrieben.
Von Beginn an herrscht eine bedrohliche, nicht ganz greifbare Atmosphäre, die sich durch die gesamte Handlung zieht. Immer weiter baut sich die Spannung auf, die dritte Erzählperspektive trägt dazu bei. Beim Lesen merkt man schnell, dass man niemandem so wirklich trauen kann - wer spielt ein falsches Spiel und wer hängt in den Entführungen mit drin? Die Lage in Wellenland spitzt sich immer weiter zu und die Entführungen finden bald nicht mehr nur im Schloss statt. Niemand ist mehr sicher. Über allem steht stets die Frage: wer sind die Maskierten und welche Rolle hat dabei die Clique? Nur häppchenweise setzt sich das Puzzle zusammen, die Hinweise werden nur nach und nach gestreut. Bis zum Schluss wartet man auf den großen Knall, der sich im Laufe der Handlung immer weiter abzeichnet. Der Knall kommt dann auch - aber in Form eines großen, bitterbösen Cliffhangers, der mich fast verzweifeln lässt, weil ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

"Maskenmeer" ist ein gelungener Auftakt einer Young Adult-Mystery-Fantasy-Reihe, der nicht nur Jugendliche in seinen Bann zieht. Mit ein paar kleinen Kritikpunkten kann ich das Buch jedem empfehlen. Auf jeden Fall verdient das Buch mehr Aufmerksamkeit und Beachtung!

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Packender und spannender Thriller, der einen selbst am eigenen Verstand zweifeln lässt

Der Nachbar
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Die Strafverteidigerin Sarah Wolff hat vor elf Jahren eine traumatische Erfahrung gemacht und zieht zum Beginn der eigentlichen Handlung mit ihrer Tochter an den Stadtrand von Berlin. Sie scheint nun endlich ...

Die Strafverteidigerin Sarah Wolff hat vor elf Jahren eine traumatische Erfahrung gemacht und zieht zum Beginn der eigentlichen Handlung mit ihrer Tochter an den Stadtrand von Berlin. Sie scheint nun endlich angekommen zu sein, auch wenn ihr ihre Monophobie (die Angst, alleine zu sein) immer noch zu schaffen macht. Sie und ihre Tochter leben sich gut ein, bis immer mehr seltsame Dinge im Haus passieren. Was sie nicht ahnt: sie hat einen Nachbarn, durch den ihr Leben bald komplett aus den Fugen geraten wird...

Mein allererster Fitzek - und ich bin überrascht, aber auch zwiegespalten.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und spielt auf mehreren Zeitebenen. Die Kapitel sind meist recht kurz, was den Lesefluss erleichtert, die meisten Kapitel enden auch mit einem Cliffhanger, was einen sofort weiter lesen lässt. Beim Lesen ist man schnell in einem Sog und gleichzeitig Albtraum gefangen, aus dem man selbst kaum entkommen kann. Immer tiefer taucht man ein in die manchmal verwirrende, aber immer spannende Handlung.
Mal wollte ich das Buch aus dem Fenster werfen, dann wieder bis spät abends weiter lesen - Sebastian Fitzek gelingt es auf eine ganz eigene Art, den Leser immer wieder zu ködern. Nur häppchenweise werden Hinweise enthüllt bzw. dachte ich beim Lesen, jetzt durchzublicken, bis die nächste Sackgasse kam. Der Erzählstil ist sachlich und manchmal fast nüchtern, gerade in Sarahs Perspektive. Dennoch schafft es vor allem die Handlung, mich immer wieder selbst an meinem Verstand und meiner Wahrnehmung zweifeln zu lassen.
Die Vorkommnisse in Sarahs Haus beginnen harmlos, steigern sich jedoch schnell in einen echten Albtraum. Stets ist die unterschwellige, düstere Stimmung spürbar, die sich durch das ganze Buch zieht.

Die Handlung an sich ist sehr spannend, an einigen Stellen jedoch für mich auch etwas unrealistisch und weit hergeholt. Gerade das Ende ist in sich schlüssig, aber konnte mich nicht vollkommen überzeugen.
Ich werde mir noch weitere Fitzek-Bücher vornehmen, "Der Nachbar" war schon mal ein guter Auftakt für mich.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Gute Fortsetzung der "Housemaid"-Reihe, reicht für mich nicht ganz an den Vorgängerband heran

Sie kann dich hören
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Millie Calloway hat angefangen, zu studieren und arbeitet nebenbei im Haushalt der Garricks um ihr Studium zu finanzieren. Ihr Ziel ist es, einen Abschluss zu bekommen und sich mit ihrem neuen Partner ...

Millie Calloway hat angefangen, zu studieren und arbeitet nebenbei im Haushalt der Garricks um ihr Studium zu finanzieren. Ihr Ziel ist es, einen Abschluss zu bekommen und sich mit ihrem neuen Partner Brock ein gutes Leben aufzubauen. Douglas Garrick ist freundlich, doch seine Frau Wendy lebt im Gästezimmer des Penthouses und Millie hat die Anweisung, das Zimmer nicht zu betreten und nicht mit ihr zu sprechen. Doch Millie wäre nicht Millie, wenn sie nicht alles tun würde, um Wendy zu helfen, denn Douglas scheint nicht der fürsorgliche Ehemann zu sein, als der er sich ausgibt. Millie gerät immer tiefer in die Probleme der Garricks hinein und ist bald selbst in Gefahr.

Auch Band 2 der "Housemaid"-Reihe ist erneut spannend geschrieben, kommt für mich aber nicht an den ersten Band heran.
Von Anfang an herrscht eine bedrückende und düstere Grundstimmung, man ahnt, dass im Haus der Garricks ein Geheimnis wartet. Die Geschichte ist wie der erste Band überwiegend aus Millies Ich-Perspektive geschrieben, der Erzählstil eher sachlich. Die Kapitel sind eher kurz, was einen beim Lesen durch die Seiten fliegen lässt, Millies Gedanken, die für mich manchmal nicht ganz nachvollziehbar sind, bremsen für mich ein wenig den Lesefluss.
Die ganze Zeit fiebert man beim Lesen dem Plottwist, den die Autorin stets geschickt einbaut, entgegen, ich war überrascht, wie falsch von den Charakteren am Ende gespielt wurde. Die zweite Perspektive in der zweiten Hälfte des Buches hat einiges aufgeklärt, war aber nicht mehr ganz so überzeugend und überraschend, weil vieles bereits von Millie aufgedeckt wurde oder man als Leser bereits eine Ahnung hatte, wie sich alles aufklärt.
Band 2 hat den gleichen Aufbau wie der erste Band und spielt erneut mit dem Gegensatz der reichen und nach außen hin perfekt wirkenden Familie und der mittellosen Millie. Wahrscheinlich auch deshalb war die Geschichte nicht mehr ganz so verblüffend und mit Aha-Momenten gespickt wie der erste Band.

"Sie kann dich hören" ist eine gute Fortsetzung der Reihe, kann jedoch nicht ganz mit dem Vorgängerband mithalten.

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