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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2022

gut gestartet, dann zunehmend surrealer geworden

Als das Böse kam
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Die Idee zur Geschichte finde ich kreativ und ungewöhnlich, sodass ich schon mit großer Freude und hohen Erwartungen zu lesen begonnen habe. Zu Beginn kommt man sehr leicht in die Geschichte hinein und ...


Die Idee zur Geschichte finde ich kreativ und ungewöhnlich, sodass ich schon mit großer Freude und hohen Erwartungen zu lesen begonnen habe. Zu Beginn kommt man sehr leicht in die Geschichte hinein und die Situation, in der sich die Familie befindet, wird auch realistisch und glaubwürdig beschrieben. Mit der Zeit bekommt man als Leser*in dann doch so seine Zweifel, vor allem auch, wenn man die Hintergründe aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert bekommt, z.B. gerade auch von den Kindern. Danach ist klar, hier läuft etwas gewaltig schief und ab diesem Zeitpunkt driftet leider auch die Geschichte etwas zu sehr ins Surreale ab, sodass sie mir nicht mehr ganz so gut gefallen hat, wie der erste Teil des Buches. Ich hätte mir als Auflösung mehr erwartet.

Veröffentlicht am 30.05.2022

die Gefahr lauert im engeren Umfeld

Betrug
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So hätte sich Ursula ihren Job als neue Innenministerin nicht vorgestellt und sie ist als Mitarbeiterin von diversen Hilfsorganisationen rund um die Welt nicht gerade zimperlich. Dass es gerade in der ...

So hätte sich Ursula ihren Job als neue Innenministerin nicht vorgestellt und sie ist als Mitarbeiterin von diversen Hilfsorganisationen rund um die Welt nicht gerade zimperlich. Dass es gerade in der Politik auch Intrigen gibt, war ihr bestimmt auch bewusst, aber wer so gezielt gegen sie interveniert und damit das Leben von ihr und ihrer Familie aufs Spiel setzt, war dann doch ein großer Schock.
Für mich lässt sich das Buch sehr gut lesen, da die Autorin sehr lebhaft, mitreißend und bildhaft beschreibt. Wer als potenzieller Täterin in Frage kommt, war aufgrund des Personenkreises relativ eingeschränkt und für mich keine Überraschung. Der Schluss war dann doch sehr turbulent und die Ereignisse haben sich in einem kurzen Zeitraum überschlagen. Sehr gut gefällt mir dabei, dass noch nicht alles restlos aufgeklärt und in Ordnung ist, sondern dass gewisse Themen noch in der Luft liegen und sich die Leser*innen damit beschäftigen können. Gefällt mir persönlich besser als happy End und wieder alles Bestens.

Veröffentlicht am 19.04.2022

interessante Charaktere

Schwarzlicht
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Der Krimi des Autorenduos ist eigentlich nach dem üblichen Schema gestrickt, trotzdem – vielleicht auch durch den besonderen Einblick des Co-Autoren Fexeus – magisch und spannend. Die Mordfälle werden ...

Der Krimi des Autorenduos ist eigentlich nach dem üblichen Schema gestrickt, trotzdem – vielleicht auch durch den besonderen Einblick des Co-Autoren Fexeus – magisch und spannend. Die Mordfälle werden gefährlichen Zaubertricks nachgestellt, allerdings geht es im Krimi für die beteiligten Akteure leider nicht gut aus. Die Aufklärung des Falles mit einem sehr unterschiedlichen Duo, einer Ermittlerin mit vielen persönlichen Einschränkungen und Zwangshandlungen und ein Magier, mit ebenso kompliziertem Charakter, Phobien und Zwangshandlungen – und trotzdem oder vor allem gerade deshalb verstehen sich die Beiden auf Anhieb sehr gut und können auch gut miteinander arbeiten. Wie bei Camilla Läckberg üblich runden noch die komplizierten Beziehungsgeschichten die Ermittlungen der Kriminalfälle auf und machen den Krimi menschlich und ansprechend für die Leser*innen. Ich finde, der Start ist dem Autorenduo sehr gut gelungen und ich bin gespannt, wie der zweite Teil fortgesetzt wird, auch wieder in der Welt der Magie oder komplett andere Fälle.

Veröffentlicht am 28.03.2022

manchmal bräuchten wir alle ein bisschen Niu

Niu
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Carmen und Thomas versuchen einen Neustart in New York. Beide wollen beruflich neu durchstarten und ihre Karriere vorantreiben, aber auch im Privatleben gibt es einige Baustellen, die sie sich zuerst eingestehen ...

Carmen und Thomas versuchen einen Neustart in New York. Beide wollen beruflich neu durchstarten und ihre Karriere vorantreiben, aber auch im Privatleben gibt es einige Baustellen, die sie sich zuerst eingestehen müssen, um dann mit der Bearbeitung zu beginnen. Eine zusätzliche interessante Komponente bringt Niu in den Roman. Niu erscheint plötzlich und unerwartet und verändert unabhängig voneinander das Leben und die Sichtweisen, aber auch die Wertigkeiten und Bedeutungen von Carmen und Thomas. Auch wenn Niu so unerwartet, wie sie aufgetaucht ist, auch wieder verschwindet, so hinterlässt sie dennoch tiefe Spuren im Leben der Beiden und setzt indirekt eine Auseinandersetzung und Änderung ihrer gesamten Lebenskonstellation in Gang.

Veröffentlicht am 28.03.2022

ein zeitloser Klassiker

Brief an ein nie geborenes Kind
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Ein nahezu zeitloser Klassiker der feministischen Literatur, der mühelos in die heutige Zeit umgelegt werden kann. Die Grundprobleme von alleinstehenden Frauen, die ein Kind erwarten – egal ob geplant ...

Ein nahezu zeitloser Klassiker der feministischen Literatur, der mühelos in die heutige Zeit umgelegt werden kann. Die Grundprobleme von alleinstehenden Frauen, die ein Kind erwarten – egal ob geplant oder ungeplant – sind auch heutzutage für viele Frauen, vor allem der jüngeren Generation noch gleich. Auch wenn sich gesellschaftlich sehr viel verändert hat, müssen sich junge Frauen häufig anderen Menschen gegenüber für ihre Entscheidung rechtfertigen, sich jedem gegenüber erklären, auch wenn sie selbst unentschlossen sind oder keine Antwort wissen – wie es der jungen Frau in diesem Buch ergeht. Ärzte, Arbeitgeber, Familie, Freunde, Partner – alle erlauben sich ein Mitspracherecht und mitunter mehr oder weniger Druckmittel. Vor allem für Frauen aus sozial benachteiligten Milieus ist es auch heutzutage noch schwierig, sich selbst zu entscheiden und zur Entscheidung zu stehen. Solange sich in dieser Hinsicht nichts ändert, bleibt der Klassiker weiterhin aktuell.