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Veröffentlicht am 31.01.2022

Wer soll ins Heim?

Heimvorteil
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Jutta ist 68, seit zehn Jahren verwitwet und sperrt sich in letzter Zeit öfter mal aus. Das finden ihre Kinder bedenklich, außerdem haben sie ein Auge auf Juttas Eigenheim geworfen. Als sie Jutta gegenüber ...

Jutta ist 68, seit zehn Jahren verwitwet und sperrt sich in letzter Zeit öfter mal aus. Das finden ihre Kinder bedenklich, außerdem haben sie ein Auge auf Juttas Eigenheim geworfen. Als sie Jutta gegenüber Andeutungen machen von wegen mal Heime in Tschechien anschauen, reicht es Jutta. Sie geht trotzig auf "Heimtour", besichtigt eines in ihrer Nähe, eines in Tschechien und schaut sich auch eine Alters-WG in Rostock an. Dabei erlebt sie Dinge, die sie sich niemals vorgestellt hätte... Was macht Jutta daraus?
"Heimvorteil" ist ein Roman von Susanne Fröhlich, der nicht zu einer Reihe gehört, sondern alleine steht. Durch das Cover wurde ich an die "Andrea-Schnidt"-Romane der Autorin erinnert, weil diese vom Stil her sehr ähnlich sind.
Auch wenn ich noch lange nicht 68 werde, konnte ich mich dank Susanne Fröhlichs tollem Schreibstil gut in Jutta hineinversetzen und hatte viel Spaß beim Lesen.
Es schadet mit Sicherheit nicht, sich Gedanken übers Wohnen im Alter zu machen, bevor man "tüdelig" wird. Dazu lädt die Autorin mit ihrem warmen Humor ein und unterhält dabei. Danke, Susanne Fröhlich!

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Veröffentlicht am 29.01.2022

Frankfurt und Tee im 19. Jahrhundert

Die Teehändlerin
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Friederike Ronnefeldt hält im Teeladen ihres Mannes die Stellung, während er über ein Jahr in China verbringt, um nach Teesorten und deren Anbau zu "forschen". Außerdem bekommt sie in dieser Zeit auch ...

Friederike Ronnefeldt hält im Teeladen ihres Mannes die Stellung, während er über ein Jahr in China verbringt, um nach Teesorten und deren Anbau zu "forschen". Außerdem bekommt sie in dieser Zeit auch noch ihr 5. Kind und muss sich gegen die Schatten aus ihrer Vergangenheit wehren. Das Buch beginnt im Jahr 1838 und endet im Jahr 1840. Es ist der erste Band einer Saga.
"Die Teehändlerin" handelt von einer Frau, die bereits im 19. Jahrhundert viel emanzipierter ist als ihre Mitmenschen und dementsprechend mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Das ist grundsätzlich ein interessantes Thema, genau wie Tee. Wenn man Frankfurt und die Firma Ronnefeldt "kennt", greift man gerne zum Buch. Das Cover ist sehr passend. Trotzdem hatte das Buch für mich Längen und es hat sich sehr gezogen, es waren für mich manchmal zu viele Geschichten auf einmal. Ichkonnte allem folgen und kam bei den Personen auch mit, aber es hat mich nicht so fasziniert, wie ich es erwartet hätte. Insgesamt hätte ich mir noch mehr zum Thema Tee gewünscht.

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Veröffentlicht am 23.01.2022

Spannend

Vierundzwanzig Stunden
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Arthur Costello erbt von seinem Vater einen alten Leuchtturm, der ein Geheimnis birgt, das laut seinem Vater nicht gelüftet werden darf. Natürlich setzt Arthur alles daran, um zu verstehen, warum nicht ...

Arthur Costello erbt von seinem Vater einen alten Leuchtturm, der ein Geheimnis birgt, das laut seinem Vater nicht gelüftet werden darf. Natürlich setzt Arthur alles daran, um zu verstehen, warum nicht und was passiert, wenn man es trotzdem tut! Das setzt eine Spirale in Gang, die nicht mehr kontrollierbar ist. Arthur lernt Lisa kennen, findet seinen verschollenen Großvater wieder und erlebt sehr ungewöhnliche Dinge...
"Vierundzwanzig Stunden" ist ein typischer Guillaume-Musso-Roman, bei dem nichts ist, wie es anfänglich scheint. Musso versteht es, mich als Leserin zu fesseln und das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Mir gefallen die Anspielungen zu Ereignissen, Songs und Kinofilmen aus den einzelnen Jahren, besonders aus dem Jahr 2001! Der Autor schafft es, dass man bei keinem seiner Bücher vorhersehen kann, wie es endet, der Überrraschungseffekt ist immer wieder riesig. Trotzdem ist dieses Buch meiner Meinung nach eines der schwächeren Musso-Romane, den Schluss fand ich nicht nur unvorhersehbar, sondern nicht so stimmig und "merkwürdig".

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Mal was anderes

Der Zauber eines Wintertages
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Lee lebt mit ihrem Sohn Jasper in Amsterdam und betreibt ein eigenes Fotostudio. Eigentlich war sie Fotografin in Krisengebieten und hat bei ihrem letzten Einsatz sogar den Pulitzer-Preis bekommen. Die ...

Lee lebt mit ihrem Sohn Jasper in Amsterdam und betreibt ein eigenes Fotostudio. Eigentlich war sie Fotografin in Krisengebieten und hat bei ihrem letzten Einsatz sogar den Pulitzer-Preis bekommen. Die Albträume verfolgen sie noch immer, aber sie macht mit ihrem Sohn das Beste draus. Als sie Sam kennenlernt, der ihr näher kommt als sie seit Jaspers Geburt einem Mann erlaubt hat, gerät ihr gemeinsames Leben aus den Fugen und nichts ist mehr, wie es vorher war.
"Der Zauber eines Wintertages" ist mehr als nur ein romantisches Weihnachtsbuch, wie man es von Karen Swan kennt. Manchmal verstörend durch die Flashbacks, manchmal einfach nur schön wie die Vorweihnachszeit in Amsterdam. Man muss sich darauf einlassen, es ist trotz des oft schweren und traurigen Themas eine zauberhafte Geschichte.
Der Handlungsstrang mit den Untermietern von Lees Nachbarn Pabe ist meiner Meinung nach unnötig und lenkt etwas vom eigentlichen Thema ab. Aber ansonsten ein gelungenes Buch mit mehr Tiefgang als man vermutet, wenn man nur das tolle, stimmige Cover sieht und den Klappentext liest.

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Veröffentlicht am 16.01.2022

Vergangenheitsbewältigung

Das Fest der Weihnachtsschwestern
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Samantha und Ella haben ein tolles Schwesternverhältnis, aber keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Bis ihre Mutter nach einem Unfall darum bittet, sie zu sehen. Das löst eine Kettenreaktion aus, die keiner ...

Samantha und Ella haben ein tolles Schwesternverhältnis, aber keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Bis ihre Mutter nach einem Unfall darum bittet, sie zu sehen. Das löst eine Kettenreaktion aus, die keiner vorhersehen kann. Schließlich finden sich alle über die Weihnachtstage in Schottland wieder, wo endlich die Wahrheiten ausgesprochen werden, die alle belastet haben. Das ist nicht einfach, aber es tut dann doch gut.
"Das Fest der Weihnachtsschwestern" ist ein Weihnachtsroman, der nicht ins Kitschige verfällt, sondern sich mit den Themen Vergangenheitsbewältigung und den Fehlern, die wir alle machen, beschäftigt. Das ist tiefgründig und veranlasst zum Nachdenken. Trotzdem unterhält das Buch und versetzt in Weihnachtsstimmung.

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