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Veröffentlicht am 17.11.2021

Ein Leben für die Bücher

Eine Bibliothek in Paris
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„Eine Bibliothek in Paris“ von Janet Skeslien Charles handelt von Odile im Paris des 2. Weltkriegs und von Lily im Montana der 80er Jahre. Odile bekommt die Stelle als Bibliothekarin in der American Library ...

„Eine Bibliothek in Paris“ von Janet Skeslien Charles handelt von Odile im Paris des 2. Weltkriegs und von Lily im Montana der 80er Jahre. Odile bekommt die Stelle als Bibliothekarin in der American Library in Paris, bevor der Krieg ausbricht. Es geht um das Leben der Menschen in der Bibliothek und was sie alles getan haben, um die Bibliothek und deren Leser zu schützen und zu versorgen, aber auch um die harten Kriegsjahre außerhalb Deutschlands, von denen man viel zu wenig weiß. Dazwischen „springt“ man ins Montana der 80er Jahre, in denen Teenager Lily auf die „alte“ Odile trifft. Die beiden lernen sich kennen und profitieren im Laufe der Zeit voneinander.
Durch die Schlagwörter „Bibliothek“ und „Paris“ im Titel fühlte ich mich direkt angesprochen. Auch das Cover mit dem Eiffelturm im Hintergrund, Flugzeugen, die auf den Krieg hinweisen und einer Frau mit Hochsteckfrisur und einem Stapel Bücher im Arm ist sehr ansprechend gestaltet.
Anfangs hatte ich mit den „Dewey-Klassifikationen“ und den sperrig zu lesenden Fremdwörtern wie „Subskribenten“ oder „Kongestion“ zu kämpfen, kam nicht so richtig ins Buch. Ich frage mich, ob das der Übersetzung ins Deutsche geschuldet ist oder ob es die Absicht der Autorin ist, diese Fremdwörter zu benutzen? Denn eigentlich ist der Schreibstil klar und deutlich, so dass man alles Szenen vor sich sieht.
Insgesamt gefällt mir die Geschichte und die Personen, die real existiert haben wie Miss Reeder, sehr gut. Auch wenn das Buch, wie viele Kriegsgeschichten, an manchen Stellen verstörend und schwer zu verkraften ist. Was aber am an sich schweren Thema und den leider wirklich so passierten Ereignissen liegt.
Meine Lieblingsstelle ist eindeutig: „Ich lebe, um zu lesen.“ Das kann ich nur unterschreiben.
Im Nachwort schreibt die Autorin, dieses Buch soll ihre Liebeserklärung an Bibliotheken & Bibliothekare sein. Dieses Ziel hat sie für mich geschafft und mir einige neue Erkenntnisse und Eindrücke verschafft.
Merci beaucoup!

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Eine starke Frau

Schwarz auf weiß
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Nikeata Thompson ist eine leidenschaftliche, starke Frau. Wer hätte gedacht, "Vorsicht Spoiler!" dass auch sie Gewalt erfahren hat? Mit dem Rassismus hat man gerechnet, leider. Aber dass eine solch starke ...

Nikeata Thompson ist eine leidenschaftliche, starke Frau. Wer hätte gedacht, "Vorsicht Spoiler!" dass auch sie Gewalt erfahren hat? Mit dem Rassismus hat man gerechnet, leider. Aber dass eine solch starke Frau wie Nikeata Gewalt in der Beziehung erdulden musste, hätte ich niemals geglaubt. Wenn man sie im Fernsehen sieht, wirkt sie tough, on point, stark. Wie sie so geworden ist, erzählt sie ungeschönt in ihrem Buch „Schwarz auf Weiß: Trau dich zu träumen & schaff das Unmögliche“. Das ist nicht nur unterhaltsam geschrieben, es ist auch Motivation pur. Jeder kann es schaffen, egal, ob du eine „Person of Color“ bist, ob du in der Familie oder in der Beziehung Gewalt erlitten hast – befreie dich und gehe deinen eigenen Weg, bleib dir selbst treu. Eine tolle Botschaft, die Nikeata Thompson vorgelebt hat. Außerdem klärt Nikeata auch noch über Rassismus auf und gibt weiteren Stoff zum Nachdenken und besser machen.
Danke dafür!

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Wer war "Miss Hollywood"?

Miss Hollywood - Mary Pickford und das Jahr der Liebe
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In Emily Waltons Roman geht es um die Stummfilmdiva Mary Pickford. Zuerst lebt und arbeitet sie in New York, dann zieht sie nach Hollywood. Sie kommt Douglas Fairbanks, ebenfalls Schauspieler, viel näher ...

In Emily Waltons Roman geht es um die Stummfilmdiva Mary Pickford. Zuerst lebt und arbeitet sie in New York, dann zieht sie nach Hollywood. Sie kommt Douglas Fairbanks, ebenfalls Schauspieler, viel näher als geplant und muss sich entscheiden, wie ihr weiteres Leben aussehen soll. Dazu kommt der große Umbruch in Hollywood, der einiges dazu beiträgt, dass Mary ihr Leben selbst in die Hand nimmt.
Es handelt sich um einen fiktiven Roman, aber man kann sich gut vorstellen, dass sich Marys Leben so ähnlich wirklich zugetragen haben könnte. Trotzdem bleibt die Hauptfigur, Mary Pickford, seltsam farblos, man kommt nicht an sie heran, "spürt" sie nicht richtig. Ich konnte mich nicht wirklich in Mary hineinversetzen oder mich mit ihr identifizieren.
Der Schreibstil der Autorin ist gut und man kann sich auch die Szenarien gut vorstellen, sie sind gut beschrieben. Trotzdem bleibt die Distanz zur Hauptfigur. Wenn man das Buch gelesen hat, kann man sich die Filmindustrie und Hollywood in der Zeit rund um den 1. Weltkrieg gut vorstellen, aber es fehlt das Gefühl, der Hauptfigur nähergekommen zu sein, dass sie einem sympathisch oder unsympathisch ist. Deshalb gibt es von mir drei Sterne für das Buch. Das Cover ist schön gestaltet und passt sehr gut zu Titel und Inhalt.

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Auf in die Bretagne

Bretonischer Zitronenzauber
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Ein Buch, das einen in die Bretagne entführt und dazu einlädt, diese Gegend selbst kennen zu lernen.
Beim Aufräumen im Haus ihrer Oma findet Mona ein altes Kuchenrezept und zwischen weiteren alten Papieren ...

Ein Buch, das einen in die Bretagne entführt und dazu einlädt, diese Gegend selbst kennen zu lernen.
Beim Aufräumen im Haus ihrer Oma findet Mona ein altes Kuchenrezept und zwischen weiteren alten Papieren eine Liste mit Mädchennamen. Vielleicht endlich eine Spur in die Vergangenheit? Spontan fährt Mona in die Bretagne, um diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Dabei lernt sie nicht nur die Bretagne, sondern auch viele neue Leute kennen. Es ist eine Reise, bei der Mona auch sich selbst neu kennenlernt.
Der Anfang des Buches - Vorsicht Spoiler! - die Idee mit dem Bienenstich auf der Beerdigung fand ich super und hat mich sehr amüsiert. Danach war das Buch nicht mehr so ganz rund, meiner Meinung nach gab es zu viele Ideen, die Reise an sich, die Bretagne, die verschiedenen Geschichten der Leute, die aufeinandertreffen, das ergab kein rundes Bild mehr. Aber bei den Landschaftsbeschreibungen und den regionalen Leckereien hatte mich die Autorin wieder.
Ich wäre sehr enttäuscht gewesen, wenn am Schluss des Buches die Rezepte gefehlt hätten und freue mich schon darauf, sie auszuprobieren.
Insgesamt gut zu lesen, man sieht die beschriebenen Landschaften und das Essen vor sich. Deshalb würde ich das Buch vor allem Frankreichliebhabern und Hobbybäckern empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Die doppelte Eileen

Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe
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Leena, eigentlich Eileen, lebt und arbeitet in London und wird wegen einer vermasselten Präsentation zwei Monate vom Job freigestellt. So viel freie Zeit, obwohl Leena doch eigentlich soviel arbeitet, ...

Leena, eigentlich Eileen, lebt und arbeitet in London und wird wegen einer vermasselten Präsentation zwei Monate vom Job freigestellt. So viel freie Zeit, obwohl Leena doch eigentlich soviel arbeitet, um nicht über den Tod ihrer Schwester Clara nachdenken zu müssen! Gleichzeitig fällt ihrer Großmutter Eileen in Yorkshire die Decke auf den Kopf, beide sind nicht zufrieden mit ihrem Leben. Also entsteht die spontane Idee, einfach die Leben zu tauschen: Leena fährt aufs Land und übernimmt dort Eileens Aufgaben, Eileen zieht in die WG in London, erlebt viel Neues und findet dort einiges zu tun…
Eine tolle Grundidee, einfach mal mit jemandem das Leben zu tauschen! Das Buch ist warmherzig geschrieben, man lässt sich gerne vom Buch „mitnehmen“. Obwohl es auch um den Tod der Schwester geht, rutscht das Buch nie ins Kitschige ab oder wirkt seltsam. Auch wenn man gegen Ende schon ahnt, in welche Richtung es geht, stört es den Unterhaltungswert nicht. Der Schreibstil von Beth O`Leary hat mich gut unterhalten, das Cover macht neugierig und lädt dazu ein, das Buch in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen.
Bei „Time to love“ von Beth O`Leary handelt es sich um eines der Bücher, das einem ein gutes Gefühl gibt. Deshalb eine klare Leseempfehlung!

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