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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2026

3,5 Sterne

Heaven's Gate
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Ich gebe zu, dass ich Bücher vom Diogenes-Verlag meistens eine Chance gebe, da ich hier immer wieder auf qualitativ hochwertige Krimis stoße. Und das Cover ist einfach mega-schön. Auch dass etwas, was ...

Ich gebe zu, dass ich Bücher vom Diogenes-Verlag meistens eine Chance gebe, da ich hier immer wieder auf qualitativ hochwertige Krimis stoße. Und das Cover ist einfach mega-schön. Auch dass etwas, was mich zum Kauf verführen kann.

Die Handlung spielt auf einer malerischen Insel und der Detektiv ist ein ehemaliger Profisurfer. Das erinnnerte etwas an eine Don-Winslwo-Krimireihe. Allerdings ist diese hier nicht ganz so temporeich und fast ein wenig humorig erzählt. Und es ist tatsächlich eine Detektivgeschichte und nur in zweiter Linie spielt der Thrill eine Rolle.

Das Buch liest sich flott und hat tatsächlich ein, zwei Überraschungen für den Leser parat. Es wird logisch erzählt und am Ende bleiben keine Fragen offen. Das Drogenmillieu hätte für mich gerne noch etwas bedrohlicher dargestellt werde können. 3,5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 18.01.2026

nicht mein Geschmack

Kleopatra
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Ich hatte mir von dem Buch "Kleopatra" etwas anderes erwartet. Und zwar genauer gesagt einen historischen Roman. Aber ich denke, die Autorin hatte da etwas anderes im Sinn. Es ist ein Frauenroman, ein ...

Ich hatte mir von dem Buch "Kleopatra" etwas anderes erwartet. Und zwar genauer gesagt einen historischen Roman. Aber ich denke, die Autorin hatte da etwas anderes im Sinn. Es ist ein Frauenroman, ein bisschen im New-Adult-Timbre verfasst und da hatte ich von Anfang an Probleme damit.

Die Autorin hat sich durch ihre Eingangserklärungen, dass man von der realen Kleopatra sehr sehr wenig handfeste Zeitzeugnisse und Erzählungne hat, einen Freifahrtsschein für die Geschichte gegeben. Das ist natürlich vollkommen legitim aber irgendwie fehlte mir ein wenig das historische Flair. Kleopatra wirkte nicht wie eine Frau aus der Vergangenheit. Ihr Denken und Handeln waren eher dass einer Frau der Gegenwart. Ich stolperte auch immer wieder über Dialoge, die so ähnlich auch in der Gegenwart hätten stattfinden können.

Ich kann es nicht besser erklären. Ich wurde nicht abgeholt und habe das Buch am Ende nur noch quer gelesen.

Veröffentlicht am 18.01.2026

solide

The Ordeals
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Ich würde sagen, The Ordeals ist ein typischer Fantasyroman für junge Erwachsene. Woran mache ich das vor allem fest?

Zum einen ist es der Erzählstil, der eher einfach und geradlinig ist. Das sehe ich ...

Ich würde sagen, The Ordeals ist ein typischer Fantasyroman für junge Erwachsene. Woran mache ich das vor allem fest?

Zum einen ist es der Erzählstil, der eher einfach und geradlinig ist. Das sehe ich gar nicht unbedingt von Nachteil, da man das Buch wirklich gut hören oder lesen kann. Aber da auch der Plot eher einfach gehalten ist und es wenig Charaktere gibt -außer den beiden Hauptdarstellern - die ausgearbeitet und facettenreich sind, wirkt die ganze Geschichte doch etwas dünn und vorhersehbar.

Die Idee an sich ist gut. Ich mochte Sophia durchaus und ihre Bedrängnis und ihre Energie sind spürbar. Die Lovestory ist angenehm im HIntergrund und hätte es für mich eigentlich so gar nicht gebraucht. Das Worldbuilding hat noch einiges Luft nach oben, da hätte die Autorin in den ersten Teil gerne etwas mehr investieren dürfen. Also solide, liest und hört sich schnell und ja, ich werde mir den zweiten Band sicher auch genehmigen.

Veröffentlicht am 18.01.2026

erstes Jahreshighlight

Hazel sagt Nein
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"Hazel sagt nein" hat mich nach der Leseprobe sofort gefesselt. Ich war gespannt, ob das Buch dann die hohen Erwartungen erfüllen kann. Und was soll ich sagen, es konnte. Aber der Reihe nach.

Es geht ...

"Hazel sagt nein" hat mich nach der Leseprobe sofort gefesselt. Ich war gespannt, ob das Buch dann die hohen Erwartungen erfüllen kann. Und was soll ich sagen, es konnte. Aber der Reihe nach.

Es geht um Hazel, gerade mit Familie aus New York in die Kleinstadt gezogen an ihrem ersten Tag auf der Highschool. Ihr letztes Jahr. Wichtig für die Bewerbungen an den guten Unis. Sie wird während des Unterrichts zum Direktor gerufen und der macht ihr ein deutlich unmoralisches Angebot. Ein Jahr lang seine Geliebte. Das würde er jedes Jahr so machen. Und Hazel sagt bekanntlich nein.

Das bringt mehrere Steine ins Rollen und erst wird die Familie mal komplett überrollt. Positiv fand ich, dass die Eltern und der Bruder immer zu ihr halten. Aber ihnen war anfangs auch nicht klar, dass jeder auf seine Weise nun mit den Folgen zu kämpfen haben wird. Denn schnell wird die Sache publik und während ihnen Steine und Schlimmeres in den Vorgarten geschmissen werden und der jüngere Bruder sich ausgegrenzt und überfordert fühlt sucht jeder nach einem Weg heraus aus diesem Fiasko. Allen voran Hazel, die nicht weißt, wie sie das Geschehene für sich einordnen soll, da so viel von außen auf sie einprasselt.

Toll fand ich, dass die Figuren an der Krise wachsen. Dass die Krise viele verschiedenen Seiten hat und sich anders entwickelt, als man im ersten Augenblick glaubt.

Für mich ein Jahreshighlight gleich im Januar. Das Buch solllte man lesen.

Veröffentlicht am 18.01.2026

Volltreffer wie erwartet

Minnesota
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Warum sollte man das Hörbuch "Minnesota" von Jo Nesbo anhören?

Die Frage lässt sich wirklich einfach beantworten.
Zum einen ist da mal wieder mein Lieblingsvorleser. David Nathan mit seiner sonoren Stimme ...

Warum sollte man das Hörbuch "Minnesota" von Jo Nesbo anhören?

Die Frage lässt sich wirklich einfach beantworten.
Zum einen ist da mal wieder mein Lieblingsvorleser. David Nathan mit seiner sonoren Stimme ist ein Garant für hervorragend vorgetragene Krimikost. Da kann das Buch gerne auch mal etwas langatmiger sein, das macht gar nichts. Ich höre dem Mann einfach gerne zu.

Aber keine Angst. MInnesota ist ja ein Nesbo-Thriller. Also nix mit langatmig und nix mit langweilig. Sondern hervorragende Spannungslektüre. Bob Oz ist mal wieder ein Ermittler, den man nicht so schnell vergisst. Kein Sympathieträger im eigentlichen Sinne. Dafür ist er zu Frauen einfach zu ungehobelt. Aber einer, der durch herausstechende andere Fähigkeiten überzeugt. Solche, die man braucht um besonders perfide Mörder zu überführen. Und dann wird der Leser auch noch in die Predullie gebracht, dass er überlegen muss, ob die Morde nicht irgendwie sogar gerechtfertigt sind. Da es ja keine netten Bürger trifft. Also noch bisserl was zum Nachdenken und Nachspüren.

Volltreffer. Wie erwartet.