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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2025

Es hätte ein rundum gelungener Thriller werden können

The Business Trip
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Bei der Bewertung dieses Thrilllers bin ich tatsächlich sehr zwiegespalten! Der Klappentext und auch die Leseprobe hatten mir ausgesprochen neugierig gemacht, und ich hatte mich sehr auf die Lektüre des ...

Bei der Bewertung dieses Thrilllers bin ich tatsächlich sehr zwiegespalten! Der Klappentext und auch die Leseprobe hatten mir ausgesprochen neugierig gemacht, und ich hatte mich sehr auf die Lektüre des Buches gefreut! Auch des Cover fand ich gelungen und gut zum Inhalt passend! Aufgrund des sehr flüssigen Schreibstils konnte ich sofort in die Handlung eintauchen! Zwei sich sehr ähnlich sehende Frauen steigen in den selben Flieger: Stephanie, erfolgreiche Nachrichtenchefin eines Senders, Single, fliegt zu einer Konferenz. Jasmine hingegen, erfolglos, ohne Ausbildung, im Leben gescheitert, befindet sich auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund. Kurze Zeit später verschwinden beide Frauen quasi von der Bildfläche. Ihre Freunde und Angehörigen erhalten über ihre Handys kuriose beängstigende Textnachrichten offenbar ein und desselben Mannes. Was steckt dahinter, und wie hängt alles zusammen? Die ersten zwei Drittel des Buches fand ich absolut gelungen und so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen mochte. Doch dann entwickelte sich alles extrem seltsam und in meinen Augen absolut unglaubwürdig und an den Haaren herbei gezogen, dass ich stellenweise tatsächlich mit dem Kopf schütteln musste. Die Protagonistin war zum Schluss dermaßen unsympathisch und abstoßend, dass es mich wirklich geärgert hat. Schade! Hier wurde viel von dem anfänglichen Potential verschenkt!

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Netter Cosycrime mit Luft nach oben

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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In ihrem neu erschienenen „Cosycrime“ Krimi „Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste“ nimmt die Autorin Kelly Mullen uns mit auf ein einsames Herrenhaus. Die dort lebende Gastgeberin Jane, die pikanterweise ...

In ihrem neu erschienenen „Cosycrime“ Krimi „Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste“ nimmt die Autorin Kelly Mullen uns mit auf ein einsames Herrenhaus. Die dort lebende Gastgeberin Jane, die pikanterweise ein Techtelmechtel mit ihrem eigenen Schwiegersohn hat, hat eine illustre Runde aus Bekannten, Freunden und Nachbarn zu einer Dinnerparty eingeladen. Wie wir aus der Einladung an Protagonistin Rosemary, kurz Mimi genannt, erfahren, beinhaltet diese Einladung ganz nebenbei auch eine Art Erpressung, bei der es um eine Menge Geld geht. Die Gäste teilen dieses Schicksal, können sich dem Ganzen aber alle schwer entziehen. Kurz nach Beginn der Feier passiert der erste Mord! Was steckt dahinter? Durch einen plötzlich auftretenden Schneesturm sind die Geladenen am Veranstaltungsort eingeschlossen. Dieses Setting ist natürlich nicht neu, aber immer wieder irgendwie gelungen! Mimi, die als Begleitung Enkelin Addie mitgenommen hat, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, was hinter dem Verbrechen steckt und wie alles zusammenhängt. Anfangs wird ein gelungener Spannungsbogen aufgebaut, der sich aber leider nicht durchgängig halten kann, so dass stellenweise immer wieder gewisse Längen auftreten. Die einzelnen Charaktere der Partygäste fand ich fast alle authentisch skizziert. Insgesamt ist dieses Buch ein leichter unblutiger Krimi mit nicht allzu viel Tiefgang, der leichte Unterhaltung für ein gemütliches Wochenende auf der Couch bietet.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Leise und doch sehr bewegende Familiengeschichte

Das Flüstern der Marsch
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Katja Keweritschs Familiengeschichte „Das Flüstern der Marsch“ ist ein stiller und doch dabei so intensiver Roman, der mich mit seinen leisen Zwischentönen sehr bewegt hat! Mona reist zu ihrem Großvater ...

Katja Keweritschs Familiengeschichte „Das Flüstern der Marsch“ ist ein stiller und doch dabei so intensiver Roman, der mich mit seinen leisen Zwischentönen sehr bewegt hat! Mona reist zu ihrem Großvater Karl zu dessen 80. Geburtstag, doch plötzlich ist Großmutter Annemie verschwunden. Karl scheint dies nicht wirklich zu beunruhigen, „sie wird schon wiederkommen“, doch Mona macht sich auf die Suche nach ihr. Nach und nach erfahren wir in Rückblicken auf Annemies Leben, wie alles zusammenhängt, und was für Familiengeheimnisse sich dahinter verbergen. In den Schilderungen der Landschaft der Marsch spiegeln sich für mich die inneren Konflikte der Charaktere, was mich sehr beeindruckt hat, und ich ungeheuer gelungen fand! Der eingängige wenn auch sehr ruhige Schreibstil hat mir hierbei sehr gut gefallen. Auch die Gestaltung des Covers fand ich überaus passend und ansprechend! Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die es nicht unbedingt reißerisch und atemlos brauchen!

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Hatte hier deutlich mehr erwartet

Die Bibliothek meines Großvaters
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Unter „Die Bibliothek meines Großvaters“ hatte ich mir zugegebenermaßen etwas komplett Anderes vorgestellt ! Die namensgebende Bibliothek war leider nur eine Randnotiz und nie wirklich im Mittelpunkt. ...

Unter „Die Bibliothek meines Großvaters“ hatte ich mir zugegebenermaßen etwas komplett Anderes vorgestellt ! Die namensgebende Bibliothek war leider nur eine Randnotiz und nie wirklich im Mittelpunkt. Kaede, eine junge Frau kümmert sich um ihren an einer besonderen Form der Demenz erkrankten Großvater. Beide vereint die Leidenschaft für das Lesen und Bücher, insbesondere aber für Kriminalliteratur. Und so stehen mehrere kleine Krimis im Mittelpunkt, so eine Art „Escaperoom-Stories“, die ich leider allesamt anstrengend konstruiert fand. Sowohl über die Bibliothek als auch die Demenz erfährt man viel zu wenig. Der Schreibstil ist Gottseidank ein sehr angenehmer, feiner, leiser, sonst wäre ich insgesamt vom Buch noch mehr genervt gewesen! Es kommen wahnsinnig viele japanische Begriffe und Namen vor, die mich stellenweise sehr verwirrt haben, hier hätte ich mir eine Art Glossar o.ä. gewünscht. Alles in allem hat mich das Buch nicht abholen können, sehr schade, ich hatte mehr erwartet!

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Extrem gelungene Leseunterhaltung

Die Verlorene
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Zu Miriam Georgs neuem Roman "Die Verlorene" hatte mir bereits die Leseprobe extrem gut gefallen, deshalb wollte ich ihn unbedingt in Gänze lesen! Sowohl Cover als auch Schreibstil haben mich in ihren ...

Zu Miriam Georgs neuem Roman "Die Verlorene" hatte mir bereits die Leseprobe extrem gut gefallen, deshalb wollte ich ihn unbedingt in Gänze lesen! Sowohl Cover als auch Schreibstil haben mich in ihren Bann gezogen, ich konnte das Buch so gut wie nicht aus der Hand legen und fühlte mich großartig unterhalten! Vor allem die Schilderung der Handlung auf zwei verschiedenen Zeitebenen, Vergangenheit in den letzten Kriegstagen um 1943 und Gegenwart haben das Ganze sehr sehr spannend gestaltet. In Schlesien lernen wir die Schwestern Änne und Luise kennen, die eine Mutter bzw. Großmutter der beiden Protagonistinnen, Mutter und Tochter, die uns den Handlungsstrang der Gegenwart berichten. Die Autorin nimmt sich dabei auf abwechslungsreiche Art und Weise einem sehr wichtigen Kapitel der Geschichte unseres eigenen Vaterlandes an und bringt es uns nahe. Für mich war es auf jeden Fall eins der Highlights meines bisherigen Lesejahres, und ich kann eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!

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