Lehrreicher Auftakt einer großartigen Familiensaga
SchwesternlandIn Katharina Fuchs‘ neuem Roman „Schwesternland“ steht zunächst Antonia, eine von vier Schwestern im Mittelpunkt. Anlässlich des 100. Geburtstag der Großmutter der Familie rückt das Augenmerk auf ein Ahnengutachten. ...
In Katharina Fuchs‘ neuem Roman „Schwesternland“ steht zunächst Antonia, eine von vier Schwestern im Mittelpunkt. Anlässlich des 100. Geburtstag der Großmutter der Familie rückt das Augenmerk auf ein Ahnengutachten. Die Protagonistin nimmt es zum Anlass, um nach Frankreich zu reisen und sich auf die Spuren ihrer Vorfahrin Jeanne Beauvais zu begeben, die im 17. Jahrhundert im Rahmen der Hugenotten-Verfolgung auf der Flucht war und sich schließlich im Brandenburgischen Havelland ansiedelte. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, zum einen in der Gegenwart, wo wir Antonia begleiten, die ihre Masterarbeit schreibt und sich diesbezüglich mit der zweiten Perspektive des Romans, aus der Sicht ihrer Ahnin Jeanne beschäftigt, die als Hugenottin zwangsweise ihr Heimatland verlassen musste. Der häufige Wechsel zwischen den Zeitebenen macht das Buch extrem abwechslungsreich und die Lektüre sehr kurzweilig! Katharina Fuchs hat einen sehr flüssigen Schreibstil und eine packende Art zu erzählen. Außerdem war Ihre Recherchearbeit grandios, so dass ich als Leser vieles aus: der Historie gelernt habe, was das Lesen um so wertvoller gemacht hat! Ihre Protagonistinnen sind selbstbewusste starke Frauenfiguren, die wenn auch mit Umwegen ihren Lebensweg zielstrebig verfolgen und sich auch von Hindernissen und Widrigkeiten nicht abhalten lassen! Hieran lassen sie uns Leser teilhaben, was sich unglaublich spannend gestaltet, so dass man das Buch kaum zur Seite legen kann! Von mir gibt es auf jeden Fall die Höchstzahl an Punkten und eine absolute Leseempfehlung! Da es den Eindruck macht, als wäre dies ein Auftaktband, freue ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung!