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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2025

schöne idee

Vorsehung
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Nach der Leseprobe war ich so gespannt, dass ich mir das Buch besorgt habe. Ich hatte von der Autorin noch nichts gelesen, dachte mir, jetzt wird es aber Zeit dazu.

Die Geschichte ist ein wenig märchenhaft. ...

Nach der Leseprobe war ich so gespannt, dass ich mir das Buch besorgt habe. Ich hatte von der Autorin noch nichts gelesen, dachte mir, jetzt wird es aber Zeit dazu.

Die Geschichte ist ein wenig märchenhaft. In einem ganz normalen Linienflug rennt eine Frau durch die Gänge und orakelt groß und klein, Mann und Frau, ungefragt, wie lange sie leben und woran sie sterben werden. Sie stellt sich nicht vor, gibt keine Begründung, sieht auch ganz normal aus. Was die meisten Fluggäste erst als das Tun einer Verwirrten einordnen setzt sich aber nach und nach bei allen im Kopf fest und die eingefahrenen Lebenswege beginnen sich zu ändern, die Menschen leben plötzlich bewusster, treffen Entscheidungen, die ihnen vorher nie in den Sinn gekommen werden, hinterfragen ihr Leben.

Eine schöne Idee, sprachlich durchaus ansprechend. Irgendwie hatte ich aber Probleme damit, weil ich es so viele Personen sind und so viele gelebte Leben, dass ich zu den meisten keine gefühlsmäßige Nähe aufbauen konnte, da sie schnell auftauchten und schnell wieder verschwanden. Mir wären weniger Darsteller lieber gewesen und dafür etwas mehr Tiefgang.

Veröffentlicht am 13.05.2025

perfekte Lektüre

Wie Risse in der Erde
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Warum greife ich zu einem Buch?
Da gibt es so einige Auslöser. Welche waren denn hier am Werk.
Das Cover. Genau mein Fall. Farblich wunderbar abgestimmt mit einem ganz ruhigen Blick auf eine Natur im Morgengrauen ...

Warum greife ich zu einem Buch?
Da gibt es so einige Auslöser. Welche waren denn hier am Werk.
Das Cover. Genau mein Fall. Farblich wunderbar abgestimmt mit einem ganz ruhigen Blick auf eine Natur im Morgengrauen oder Abendgold.
Der Titel. Wie Risse in der Erde, das klingt dramatisch und gleichzeitig literarisch anspruchsvoll. Und ein bisschen wie die guten alten amerikanischen Romane und Filme. Machtvoll.
Der Klappentext. Eine Liebe die nicht sein darf, Menschen zerrissen zwischen Gefühl und Verstand. Genau mein Beuteschema.
Und last but not least eine Empfehlung wie diese hier: „Mitreißend, poetisch und geheimnisvoll.“ Delia Owens, Autorin von „Der Gesang der Flusskrebse“

Okay das war's. Das Buch musste her und musste gelesen werden.

Und dann noch der glückliche Ausgang meiner Geschichte. Ich bin total begeistert. Was für ein wunderbares Buch. Meine Emotionen sind richtig hochgekocht, mein Sprachempfinden wurde vortrefflich angesprochen, mein Leseerlebnis war bis zum dramatischen Finale eines voller Überraschungen und zufriedener Gedanken. Perfekte Lektüre.

Veröffentlicht am 16.03.2025

besser geht nicht

Der Gott des Waldes
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Lange - fast zu lange - hat es gedauert, bis ein neuer Roman von Liz Moore erschienen ist. Aber das Warten hat sich absolut gelohnt. Man merkt, dass die Autorin sich die Zeit genommen hat die es eben ...


Lange - fast zu lange - hat es gedauert, bis ein neuer Roman von Liz Moore erschienen ist. Aber das Warten hat sich absolut gelohnt. Man merkt, dass die Autorin sich die Zeit genommen hat die es eben braucht, um einen großartigen spannenden Roman zu schreiben. Und herrlich umfangreich ist das Buch diesmal auch noch.

Das Buch spielt in den 70-ger Jahren. Ein Junge verschwindet und plötzlich stellt jederman sich die Frage, ob der Fall im Zusammenhang steht mit dem Vermisstenfall eines Mädchens vor 14 Jahren. Was ist damals passiert? Was ist heute passiert? Wer erkennt die Zusammenhänge? Wer war in beide Fälle involviert.

Ich möchte gar nicht zu viel erzählen, denn es war einfach ein so tolles Erlebnis, die ganzen Einzelheiten und Zusammenhänge zu erkennen, die Figuren so zu sehen, wie sie im inneren sind. Das gönne ich jedem Leser, jeder Leserin. Aber bitte, bald loslegen. Für mich ein Highlight.

Veröffentlicht am 16.03.2025

hervorragend gelungen

Ein ungezähmtes Tier
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Was mir schon immer an den Büchern von Joel Dicker gefallen hat ist, dass es zwar immer Gesellschaftsromane sind aber dass sehr oft eine Thriller- oder Krimihandlung in den Plot eingearbeitet ist. Also ...

Was mir schon immer an den Büchern von Joel Dicker gefallen hat ist, dass es zwar immer Gesellschaftsromane sind aber dass sehr oft eine Thriller- oder Krimihandlung in den Plot eingearbeitet ist. Also es geschieht ein Verbrechen und sowohl der Weg dorthin, als auch die Entlarvung des Täters werden beschrieben. Aber beides steht nur insoweit im Raum, wie es die Probleme der Protas erklärt und die Spannung des Lesers steigert. Denn meiner Meinung stehen andere Dinge im Mittelpunkt.

Hier ist es für mich die Frage, ob man sein Leben mit Geld wirklich verbessern kann, wie Armut und Neid einen Menschen in seinem Denken und tun beeinflussen, wie Menschen mit genug Geld aus den Augen verlieren, was um sie herum so wirklich wichtig und existenziell ist für andere.

Dicker versucht keine Partei zu ergreifen. Er ist ein begnadeter Erzähler. Das beweist er auch in diesem neuen Roman. Hervorragend gelungen.

Veröffentlicht am 16.03.2025

ein Lesegenuss

Die Melodie der Lagune
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Der Erstling von Harriet Constable "Die Melodie der Lagune" hat wirklich all meine Erwartungen erfüllt. Das wunderschöne Cover passt perfekt zum Inhalt der Geschichte.

Es geht um Musik und um ein Mädchen, ...

Der Erstling von Harriet Constable "Die Melodie der Lagune" hat wirklich all meine Erwartungen erfüllt. Das wunderschöne Cover passt perfekt zum Inhalt der Geschichte.

Es geht um Musik und um ein Mädchen, eine junge Frau, die Musik im Blut hat. Und obwohl im 18. Jahrhundert in Venedig die Frauen kaum Rechte haben und in der Gesellschaft immer den Männern gegenüber eine untergeordnete Rolle zu spielen haben, kann niemand übersehen, dass Anna Maria begnadet ist mit einem großten Talent. Sogar der große Vivaldi erkennt ihr Geigentalent und ihr Musikgenie. Aber wie alle Männer versucht er sie auszunutzen und ihre Schaffenswerke für seine auszugeben.

Das Buch ist ein realistischer Spiegel der damaligen Zeit und die Musik wird so beschrieben, dass selbst ich als Banause mit in der Welt der Klassik geborgen fühlte. Eine schöne ausfeilte Sprache und nahbare Figuren sind ebenfalls eine große Stärke der Geschichte. Ich konnte abtauchen und habe das Buch sehr genossen.