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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Schwächer

Im Château
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In Sarlat finden im Sommer Aufführungen statt, die eine wichtige Schlacht um den Kampf um die Stadt im Mittelalter zwischen den Engländern und den Franzosen nachstellen. Der Anführer auf französischer ...

In Sarlat finden im Sommer Aufführungen statt, die eine wichtige Schlacht um den Kampf um die Stadt im Mittelalter zwischen den Engländern und den Franzosen nachstellen. Der Anführer auf französischer Seite wird mitten in der Aufführung niedergestochen und schwebt in Lebensgefahr. Bruno erhält weitreichende Vollmachten, um alles aufzuklären. Doch nach und nach findet er heraus, dass vieles ganz anders ist und er in großen Teilen hinters Licht geführt wird

Eigentlich mag ich die Reihe. Bruno ist ein sehr sympathischer Mensch und über ihn erfährt man viel über das Leben, die Sitten und das Essen im Perigord. Anfangs waren es auch richtige Kriminalfälle, die er zu lösen hatte. Doch nach und nach ändert sich die Reihe und wird immer mehr zu einer Art Treffen verschiedener Geheimdienste. Es gibt so gut wie gar keine Spannung mehr und die Geschichten werden zwar inhaltlich immer aktueller, allerdings für meine Begriffe auch etwas unwahrscheinlicher, was die Örtlichkeiten und die handelnden Personen angeht. Ich finde das ein wenig schade, mir haben die früheren Geschichten besser gefallen.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Mehr erwartet

Das gute Leben
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Anni flieht aus einem kleinen rumänischen Dorf nach Deutschland. Sie ist schwanger und kommt erst mal bei ihrem Bruder unter. Die anderen Verwandten unterstützen sie nicht. Nach der Geburt des Kindes beginnt ...

Anni flieht aus einem kleinen rumänischen Dorf nach Deutschland. Sie ist schwanger und kommt erst mal bei ihrem Bruder unter. Die anderen Verwandten unterstützen sie nicht. Nach der Geburt des Kindes beginnt sie, bei Quelle zu arbeiten und zieht auf ein Dorf in die Nähe von Nürnberg. Ihre Tochter geht nach Amerika und lässt die Enkelin bei Anni.

Das Buch lässt mich etwas traurig zurück. Weil ich finde, dass man aus der Geschichte viel mehr hätte machen können. Keine der Figuren war mir wirklich sympathisch. Anfangs tat mir Anni noch leid. Sie kämpft sich allein durch, bekommt wenig Unterstützung. Allerdings finde ich ihr Verhalten gegenüber ihrer Tochter oft grenzwertig. Diese wiederum flieht ebenfalls und lässt ihre eigene Tochter zurück und holt sie auch nicht nach. Ebenfalls grenzwertig für mich. Die Enkelin ist mich sich und der Welt auch nicht wirklich zufrieden und das Ausräumen (oder eher Nicht-Ausräumen) wird zwar zu einer Reise in die Vergangenheit, aber sie wirkt auf mich einfach nur lethargisch. Annis Hauptleben spielt sich in der Quelle ab – doch selbst da bekommt sie einen Tritt in den A…llerwertesten und wird 2 Jahre vor der Rente entlassen. Alles zusammen bekommt für mich keine der Figuren irgendwie eine Tiefe und die Geschichte ist zwar in weiten Teilen gut lesbar, aber bleibt bei mir nicht richtig hängen. Es läuft so vor sich hin, aber leider nicht mehr.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Herrlich unterhaltsam

DUMONTs Unnützes Reisewissen England
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Die Bücher aus dieser Dumont-Reihe haben alle eines gemeinsam: sie sind herrlich unterhaltsam. Auch wenn sie mit eigentlich unnützem Reisewissen punkten, lernt man trotzdem immer etwas dazu. Wie wichtig ...

Die Bücher aus dieser Dumont-Reihe haben alle eines gemeinsam: sie sind herrlich unterhaltsam. Auch wenn sie mit eigentlich unnützem Reisewissen punkten, lernt man trotzdem immer etwas dazu. Wie wichtig das ist, kann man wahrscheinlich nur selbst einschätzen. Aber auf jeden Fall amüsiert man sich bei vielen Sachen einfach köstlich.

In England kommt sicherlich noch dazu, dass dort viele Sitten mehr als nur bierernst genommen werden und man so als Leser des Buches vor manchem Fauxpas bewahrt wird. Schließlich ist es „lebenswichtig“ zu wissen, warum man auf der Straße keine Teppiche klopfen darf, und noch wichtiger, dass man im Pub nicht betrunken werden sollte. Mich hat es zum Beispiel unheimlich getröstet, dass ein berühmter Marineadmiral immer seekrank wurde. Und jetzt weiß ich endlich, dass ich mich in der U-Bahn vor den nur dort vorkommenden speziellen Mücken schützen muss. Man glaubt mir nicht? Dann unbedingt das Buch lesen und überrascht werden. Und hinterher nicht sagen, dass ich nicht vor einigem gewarnt hätte!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Realistisches Jugendbuch mit Fantasie

Die verborgenen Bilder
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Frieke ist 12 und todunglücklich. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Vater lebt jetzt mit einem Mann zusammen. Und Frieke muss mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auch noch umziehen. Die Wohnung findet ...

Frieke ist 12 und todunglücklich. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Vater lebt jetzt mit einem Mann zusammen. Und Frieke muss mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auch noch umziehen. Die Wohnung findet sie anfangs nur furchtbar, bis sie in einem Zimmer Zeichnungen an der Wand entdeckt. Und sie stellt fest, dass sie 1 x am Tag beim Berühren der Zeichnungen in die Vergangenheit reisen kann. Sie landet in der gleichen Wohnung im Jahr 1928 bei einer Familie Vosser. Mit deren Tochter freundet sie sich bald an und fühlt sich mehr und mehr in der Familie heimisch und geborgen. Dort gibt es scheinbar keine Probleme wie in ihrer eigenen Familie. Bis sich die Familie für die Nazis begeistert …

Das Buch ist absolut gelungen und wunderbar geschrieben. Vor allem die Beschreibungen der Gefühle und Zwiespälte von Frieke mit ihrer eigenen Familie und der aktuellen Situation sind sehr gut nachvollziehbar und kommen authentisch rüber. Man möchte Frieke einfach nur in den Arm nehmen und trösten und ihre teilweise heftigen Reaktionen sind komplett verständlich. Auch, dass sie sich in der Vergangenheit erst mal sehr wohlfühlt und viel neues entdeckt, ist eine Mischung aus Abenteuerlust und Kompensation. Immer wieder wird die Vergangenheit mit der Gegenwart verglichen und das ohne pädagogischen Zeigefinger, sondern auf sehr subtile Art. Die Gefahren werden aufgezeigt und der Leser kann sich ein eigenes Urteil bilden. Das finde ich sehr gut. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Schrecklich schräg

Der Nachbar
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Sarah lebt mit ihrer Tochter Ruby noch nicht sehr lange wieder in Berlin. Mit Glück hat sie kleines Haus zur Miete bekommen und versucht, sich von ihren diversen Ängsten zu lösen. Einer der schlimmsten ...

Sarah lebt mit ihrer Tochter Ruby noch nicht sehr lange wieder in Berlin. Mit Glück hat sie kleines Haus zur Miete bekommen und versucht, sich von ihren diversen Ängsten zu lösen. Einer der schlimmsten ist, dass sie ungern allein ist. Deswegen gerät sie auch immer an die falschen Männer und plötzlich erlebt sie Dinge, wie verschwundene Sachen oder vollgestellte Kühlschränke, die ihr so niemand glaubt. Als sie eines Nachts von einem Einbrecher überrascht wird und diesen die Treppe hinunterstürzt, ist die Leiche beim Eintreffen der Polizei weg und wiederum glaubt ihr niemand. Die Situation eskaliert mehr und mehr

Das Buch ist ein ganz typischer Fitzek. Teilweise skurrile Einfälle, schräge Begebenheiten, aber auch ein Höchstmaß an Spannung schaffen es, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann und weiterlesen will. Zumal es auch wieder eine Menge Wendungen gibt, die man so nicht unbedingt erwartet hat. Und auch eine Auflösung, die ebenfalls vieles noch einmal dreht. Von daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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