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Veröffentlicht am 14.03.2022

Zauberhafte Liebesgeschichte

Leo und Dora
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Zuerst hat mich das schön gezeichnete Cover begeistert und dann die ganze Geschichte.
Es ist das Jahr 1948, in dem Leo Perlmann in die USA reist, um dort den Sommer im Haus seiner Literaturagentin zu verbringen. ...

Zuerst hat mich das schön gezeichnete Cover begeistert und dann die ganze Geschichte.
Es ist das Jahr 1948, in dem Leo Perlmann in die USA reist, um dort den Sommer im Haus seiner Literaturagentin zu verbringen. Er hat in Wien erfolgreiche Bücher veröffentlicht, doch nach seiner Flucht vor den Nazis nach Tel Aviv leidet er unter einer Schreibblockade und schlägt sich als Versicherungsagent durch. Doch das Pech bleibt ihm treu, denn das Haus der Agentin ist am Tag vor seiner Ankunft abgebrannt und er wird in einem etwas heruntergekommenen Hotel, dem Roxy, einquartiert. Die Besitzerin Dora ist eine resolute Frau, ganz anders als der sensible Schriftsteller. Trotzdem nähern sie sich langsam einander an, besonders das Tarock-Spiel hat es beiden angetan.
Agnes Krup ist ein wundervoller, feiner Liebesroman gelungen. Es ist wunderbar zu lesen, wie sich die beiden nicht mehr jungen Menschen annähern, wie sie die ganz andere Welt des Gegenübers kennenlernen und sich dabei langsam tastend ineinander verlieben. Krup schreibt mit Humor, manche Szenen sind sehr skurril, aber auch mit viel Sensibilität und vollkommen kitschfrei. Die Lebensgeschichten der beiden Hauptfiguren könnten kaum unterschiedlicher sein, trotzdem gehen sie respektvoll und feinfühlig miteinander um. Die Einbindung von Leos Fluchtgeschichte ist sehr gelungen und wirkt nie aufgesetzt.
Ein unbedingt lesenswertes Buch!

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Veröffentlicht am 12.03.2022

Erst zäh, dann richtig spannend

DIE LÜGEN
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Bisher hatte ich noch kein Buch von Lesley Kara gelesen und war sehr gespannt auf die Leserunde.

Hauptfigur und Ich-Erzählerin ist Lizzie, eine junge Frau, die an Epilepsie leidet. Nun ist sie endlich ...

Bisher hatte ich noch kein Buch von Lesley Kara gelesen und war sehr gespannt auf die Leserunde.

Hauptfigur und Ich-Erzählerin ist Lizzie, eine junge Frau, die an Epilepsie leidet. Nun ist sie endlich glücklich, denn sie ist auf die richtigen Medikamente eingestellt und liebt ihren Verlobten Ross über alles. Dreizehn Jahre zuvor starb ihre beste Freundin Alice bei einem Zugunfall und Lizzie kann sich nicht daran erinnern, was damals geschah. Sie gibt sich immer noch die Schuld am Tod ihrer Freundin. Dann taucht plötzlich Alices Schwester Catherine auf, sie hat Lizzie damals gemobbt, doch nun scheint sie sich geändert zu haben. Doch es geschehen seltsame Dinge...

Das Buch ist in drei Teile eingeteilt, wobei der erste sehr ruhig und manchmal auch langatmig ist. Erst gegen Ende des ersten und besonders in den beiden anderen Teilen wird das Buch richtig spannend. Als Leser kann man das Geschehen nicht richtig einordnen und fragt sich immer wieder, ob Catherine wirklich ein so schlechter Mensch sein kann, wie man irgendwann vermutet. Ich habe fast atemlos bis zum Ende gelesen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Dazu kommt, dass Karas Schreibstil sehr flüssig und gut lesbar ist.

Ein wirklich guter Krimi, den ich gern weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Überfrachtet

Im Schatten der Wende
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Zuerst dachte ich, dass dieses Buch das erste von Frank Goldammer sei, denn er macht so einige typische Anfängerfehler. Aber dann sah ich, dass er schon mehrere Bücher geschrieben hat.
Dieses Buch ist ...

Zuerst dachte ich, dass dieses Buch das erste von Frank Goldammer sei, denn er macht so einige typische Anfängerfehler. Aber dann sah ich, dass er schon mehrere Bücher geschrieben hat.
Dieses Buch ist das erste einer neuen Reihe rund um den jungen Polizisten Tobias Falck und seine Kollegen vom KDD in Dresden.
Zuerst erfährt man aber einige Dinge über die Vorgeschichte vor dem Fall der Mauer. Schon da ist Tobias ehrgeizig und gewitzt, er macht sich Gedanken über die Fälle, die er bearbeiten muss. Doch dann fällt die Mauer und alles wird anders. Zusammen mit seinem Vorgesetzten Schmidt und der Kollegin Bach bekommt er zuerst die Fälle von Kriminalität auf den Tisch, die in der "neuen Zeit" passieren. Es drängen Drogenbosse, dubiose Autohändler und flüchtige Verbrecher in den Osten, um das Revier unter sich aufzuteilen. Auch verschwinden immer wieder Leichen. Nicht einfach für die Polizei, denn viele der kriminellen Delikte waren bisher in der DDR unbekannt. Dann taucht auch noch die Hauptkommissarin Sybille Suderberg aus Frankfurt/Main auf und will Hilfe bei der Suche nach einem Mörder.
Das Buch ist überfrachtet mit vielen unterschiedlichen Erzählsträngen, da wäre weniger sicher mehr gewesen. Auch werden nicht alle Fälle logisch aufgelöst und es bleibt ein schales Gefühl. Mich störten auch die zahlreichen Satzfehler, da müsste bei der nächsten Auflage nachgebessert werden. Die Personen bleiben blass.
Was ich allerdings sehr interessant fand, war der geschichtliche Hintergrund rund um die Wende. Da kennt Goldammer sich aus, erzählt atmosphärisch dicht und sehr authentisch. Ich kenne Dresden gut und auch die Gegend um die Lutherkirche ist sehr glaubwürdig geschildert.
Fazit: Es ist noch Luft nach oben, aber den nächsten Band werde ich auf jeden Fall lesen, um zu sehen, ob es eine positive Entwicklung gibt.

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Veröffentlicht am 12.01.2022

Ungewöhnlicher Krimi

Das Loft
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Linus Geschke hat schon viele interessante Krimis geschrieben, aber dies ist sein erster, der nicht zu einer Reihe gehört.
In einem schicken Loft leben Sarah und Marc zusammen, ein Zimmer bewohnt Marcs ...

Linus Geschke hat schon viele interessante Krimis geschrieben, aber dies ist sein erster, der nicht zu einer Reihe gehört.
In einem schicken Loft leben Sarah und Marc zusammen, ein Zimmer bewohnt Marcs Freund aus Kindertagen Henning. Doch eines Tages findet die Putzfrau eine große Menge Blut in der Küche, Henning ist verschwunden. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und bald fällt der Verdacht auf Sarah und Marc, zumal Marc und Henning ihren luxuriösen Lebensstil durch den Verkauf von Drogen finanzieren. Oder hat Hanning seinen Tod nur inszeniert, um eine Gang in die Irre zu führen, die ihm sein Geschäft kaputtmachen will?
Das Buch ist formal ungewöhnlich geschrieben, abwechselnd erzählen Sarah und Marc aus ihrer Perspektive und dazwischen wird über die Ermittlungen der Polizei berichtet. Dabei bekommt man Einblick in die Weltsicht der beiden, Sarahs Naivität und Marcs Coolness. Ist ihre große Liebe zueinander krisenfest und übersteht die schlimme Phase oder hauen sie sich gegenseitig in die Pfanne, um ihren eigenen Kopf zu retten? Das psychologische Spiel ist sehr geschickt inszeniert und man ahnt lange nicht die Wahrheit. Der Schluss hat noch eine Überraschung bereit, aber die wird nicht verraten.
Das Buch liest sich leicht und schnell, zumal es sehr großzügig gesetzt ist. Aber auch die Spannung bleibt insgesamt hoch.
Ein guter Krimi mit einem ungewöhnlichen Plot!

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Veröffentlicht am 27.12.2021

Manchmal langatmig

Die falsche Zeugin
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Der Name Karen Slaughter bürgt für Qualität im Krimisektor, jedoch fiel dieses Buch gegenüber ihre anderen Krimis etwas ab.
Das Buch gehört zu keiner Reihe, wir viele andere Werke der Autorin, sondern ...

Der Name Karen Slaughter bürgt für Qualität im Krimisektor, jedoch fiel dieses Buch gegenüber ihre anderen Krimis etwas ab.
Das Buch gehört zu keiner Reihe, wir viele andere Werke der Autorin, sondern ist eine abgeschlossene Geschichte. Die Schwestern Leigh und Callie sind unter schwierigsten Verhältnissen aufgewachsen und mussten schlimme Erfahrungen machen. Leigh hat sich aus dem Schlamassel herausgekämpft und ist eine erfolgreiche Anwältin geworden, während Callie drogensüchtig ist und ein Leben am Rande der Gesellschaft führt.
Eines Tages soll Leigh einen Mann verteidigen, der der Vergewaltigung angeklagt ist, ein sehr aufsehenerregender Fall. Doch sie kennt den Mann aus ihrer Kindheit, damals waren die Schwestern sein Babysitter. Viele schlimme Erinnerungen werden bei beiden geweckt und jede versucht auf ihre Art damit klarzukommen. Doch sie sind in großer Gefahr.
Das Buch ist wie nicht anders zu erwarten routiniert und gut lesbar geschrieben und auch besonders am Ende sehr spannend. Jedoch hat es auch einige Längen, die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven geschildert und dadurch wiederholt sich vieles. Es erreicht nicht ganz das Niveau der anderen Slaughter-Krimis, ist aber trotzdem gut zu lesen und durchaus empfehlenswert.

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