Absurdes Agententheater
Die Reise ans Ende der GeschichteSpionageromane sind eigentlich nicht mein Lieblingsgenre, aber dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn es führt genau dieses Genre ad absurdum mit einer wirren Geschichte, die oft zum Lachen ...
Spionageromane sind eigentlich nicht mein Lieblingsgenre, aber dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn es führt genau dieses Genre ad absurdum mit einer wirren Geschichte, die oft zum Lachen ist, manchmal aber auch tragisch und traurig. Eine gute Mischung!
Zu Anfang der 1990er Jahre ist alles im Umbruch, der Ostblock zusammengebrochen, der Eiserne Vorhang Geschichte und die Agenten beider Seiten müssen sich neu orientieren. Dieter Germeshausen war sogar als Doppelagent für beide Seiten im Dienst, nun ist er heimatlos und will mit einem letzten Coup seine Schäfchen ins Trockene bringen. Dafür rekrutiert er den eloquenten Dichter Jakob Dreiser, der ihm helfen soll Hubschrauber aus Kasachstan zu exportieren. Das kann nur schiefgehen!
Magnusson erzählt die Geschichte mit viel positiver Energie und sehr liebevoll gegenüber seinen Figuren. Das Buch hat alles, was ein guter Agententhriller braucht; Spannung, plötzliche Wendungen, ein paar absurde Ideen, ist aber nicht ohne Tiefgang. Besonders die Figur des Dieter Germeshausen hat mir in ihrer Vielschichtigkeit gut gefallen.
Leider gibt es am Ende einen heftigen Cliffhanger, der mich geärgert und zum Punktabzug geführt hat. Da muss doch noch ein zweiter Band folgen!