Als die 18-jährige Manal auf der Suche nach ihren Wurzeln an die Elfenbeinküste reist, ändert sich ihr Leben auf einen Schlag: Hinter einem von Hunden bewachten Zaun steht Issa, mitten im Urwald. Und braucht ihre Hilfe. Er will seinen kleinen Bruder nach Hause holen, der, wie viele andere Kinder, zum Arbeiten auf die Kakaoplantage verschleppt wurde. Doch so einfach ist das nicht, denn in der Welt hinter dem Zaun herrschen eigene Regeln, und viele der Kinder haben Angst vor der Freiheit. Schließlich gelingt ihnen jedoch mit Manals Hilfe die Flucht. Und eine gnadenlose Verfolgungsjagd durch ein ausgetrocknetes Land beginnt ...
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Ich finde es sehr toll, dass man viel beim lesen lernt, es aber trotzdem noch eine Lovestory dazu gibt, auch wenn diese nicht notwendig gewesen wäre. Zudem ist die ...
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Ich finde es sehr toll, dass man viel beim lesen lernt, es aber trotzdem noch eine Lovestory dazu gibt, auch wenn diese nicht notwendig gewesen wäre. Zudem ist die Geschichte in der Vergangenheit auch mega. Ich finde s mega toll, dass so ein wichtiges und schlimmes Thema angesprochen wird.
Ein Cover, ein Titel; beides sprang mich in der Buchhandlung an. Die Widmung könnte an mich gerichtet sein. Homescooling; Homeoffice oder Arbeit / Schule allgemein ohne Schokolade, unmöglich. Ich bin die ...
Ein Cover, ein Titel; beides sprang mich in der Buchhandlung an. Die Widmung könnte an mich gerichtet sein. Homescooling; Homeoffice oder Arbeit / Schule allgemein ohne Schokolade, unmöglich. Ich bin die reinste Naschkatze und musste das Buch einfach haben und eintauchen. Bereits die ersten Seiten zeigen, dass es kein gewöhnliches Buch ist. Ein ernstes, trauriges, ein Thema, das Tabu ist.
Ein tiefgehender Schreibstil der zeigt, einen spüren lässt, der Autor weiss, über was er schreibt.
Es lässt einen Nachdenklich zurück. Jugendbuch, das nicht für die alle jugendlichen geeignet ist, einfach von der Thematik her. Der Hinweis wegen dem Trigger am Anfang finde ich sehr sinnvoll.
Lohnenswert, berührend, sprachlos machend.
Ein beeindruckendes Buch das zu tränen rührt, bei dem man lachen und weinen kann.
Ich werde Schokolade ganz anders sehen und wertschätzen. Geniessen, lesen und hoffen, dass die Label die Wahrheit sagen.
Gibt es die Sklaverei wirklich noch? Gibt es Situationen auf der Welt, die wir nicht kennen? Nicht sehen wollen? Lassen wir uns blenden?
Fazit: Ein Buch, dass nachdenklich macht. Ein Titel, der etwas “verspricht” und etwas ganz anderes beinhaltet. Atemlos, beängstigend. Anders, sprachlos. Sprachlos, ich kann es nicht oft genug betonen. Was für ein Buch. Bereichernd und Angst einflössend.
Peer Martin hat ein starkes Buch zum Thema moderne Sklaverei geschrieben, dessen Thema uns alle angeht, denn wer mag schon keine Schokolade? Er hat sehr anschaulich und eindrücklich die Geschichte von ...
Peer Martin hat ein starkes Buch zum Thema moderne Sklaverei geschrieben, dessen Thema uns alle angeht, denn wer mag schon keine Schokolade? Er hat sehr anschaulich und eindrücklich die Geschichte von Kindern in Cote d’Ivoire, der Elfenbeinküste, beschrieben, die unter schlimmsten Bedingungen auf einer Kakaoplantage schuften – noch dazu auf einer mit „Fair trade“-Siegel. Die dunkle Seite der Schokolade, von der wir oft nichts wissen oder die wir gerne vergessen.
Er schildert das Schicksal der Jungen und Mädchen im Alter von 4 bis 17 Jahren, die aus Not zu dieser „Arbeit“ kamen, sehr anschaulich und eindringlich bis hin zu ihrer Flucht und ihren damit verbundenen Hoffnungen. Auch die Freude an der Macht und die Grausamkeit der Besitzer der Plantage, vor allem der des Sohnes und Bruders des Eigentümers, beschreibt der Autor fesselnd genau. Der Leser wird von der Geschichte gefangen genommen und kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Manal dagegen lebt als Tochter einer „farbigen“ Mutter und eines „weißen“ Vaters in Berlin ein komplett anderes Leben. Als sie nach dem Abitur aufbricht, um ihren Onkel und ihre Tante an der Elfenbeinküste zu besuchen, kreuzen sich schon bald ihre Wege mit denen von Issa und den anderen Kindern der Kakaoplantage. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass es so ein Leben gibt, noch dazu, damit andere billige Schokolade essen können.
Zwischen den Kapiteln fügt Peer Martin geschickt eine andere Erzählung etwa zwei Jahrhunderte früher ein, indem er Manals Vater als Schriftsteller die Geschichte der Familie seiner Frau aufschreiben lässt – die Geschichte der Versklavung ihrer Vorfahren.
Da es ein Jugendbuch ist, geht die Geschichte von Issa und Manal nach vielem Leid und Sterben gut aus und auch die ältere Erzählung endet mit Hoffnung. Aber das ungute Gefühl, dass auch wir an dieser modernen Sklaverei durch unsere Wirtschaft, unser Einkaufsverhalten mitbeteiligt sind, bleibt, und das ist gut so, denn es muss sich etwas ändern.
Leider ist das Werk zu umfangreich, um als Klassenlektüre eingesetzt werden zu können, aber um das Thema einer fairen Weltwirtschaft mit Jugendlichen zu thematisieren, wäre es hervorragend geeignet.
Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt da es sehr detailreich und interessant gestaltet ist. Auch die Inhaltsangabe verspricht eine tolle Geschichte, die ich einfach lesen musste. Der Schreibstil ist ...
Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt da es sehr detailreich und interessant gestaltet ist. Auch die Inhaltsangabe verspricht eine tolle Geschichte, die ich einfach lesen musste. Der Schreibstil ist fehlerfrei, flüssig und bildhaft, so dass es sich angefühlt hat als wäre man dabei. Durch den lebhaften Schreibstil taucht man in jede Szene ein und fühlt sich als wäre man dabei. Manchmal ist das gut und manchmal nicht ganz so, denn es passieren ganz schön grausame Dinge. Die Story an sich ist wirklich toll durchdacht und vermittelt eine gute Message an den Leser, die auch im Kopf hängen bleibt. Die Story ist packend und man will gar nicht mehr aufhören zu lesen. Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen. Eine wirklich spannende Geschichte, die ich allen Freunden und Bekannten weiterempfehlen kann. Absolute Kaufempfehlung!
Weißt du, ob für deine Schokolade Menschen, gar Kinder, ausgebeutet wurden? Diese Frage beginnt man sich zu stellen, während man die 18-jährige Manal an die Elfenbeinküste begleitet. Dort besucht sie entfernte ...
Weißt du, ob für deine Schokolade Menschen, gar Kinder, ausgebeutet wurden? Diese Frage beginnt man sich zu stellen, während man die 18-jährige Manal an die Elfenbeinküste begleitet. Dort besucht sie entfernte Verwandte mütterlicherseits. Galt sie in Deutschland bereits wegen ihrer dunklen Haut als Exotin, die im Alltag mit vielen Vorurteilen konfrontiert wurde, ist sie bei ihren Verwandten nun die Exotin mit der hellen Haut. Neben dieser nicht unwichtigen Thematisierung kommt jedoch schnell ein viel gravierenderes Thema zur Sprache: Auf der benachbarten Kakaoplantage werden Kinder zu Erntearbeiten gezwungen, gegen ihren Willen. Zufällig begegnet Manal dem Teenager Issa, der versucht, seinen Bruder aus dieser modernen Form der Sklaverei zu befreien und Manal um Hilfe bittet. Gegen den Willen ihres Onkels will Manal ihm helfen - und setzt eine Kette dramatischer Ereignisse in Gang.
Dieses Buch bedient ein wichtiges Thema über ein Produkt, welches manche fast schon wie täglich Brot verzehren, während andernorts Menschen dafür ausgebeutet werden: Kakao bzw. Schokolade. Aufgebaut ist das Buch in drei bzw. vier Erzählstränge, welche sich gekonnt ergänzen. Zum Einen ist da die junge Manal, welche nach ihrem Schulabschluss etwas ziellos ist und der Einladung ihres Onkels folgt, an die Elfenbeinküste zu reisen. Dann gibt es Issa, der nach langer Suche seinen jüngeren Bruder als eine Art Kindersklave auf einer Kakaoplantage endeckt und dort anheuert, um ihn - und die anderen Kinder - zu befreien. Manals Vater wäre der dritte Erzählstrang, der sich als Autor vorgenommen hat, die Familiengeschichte seiner Frau zu Papier zu bringen, beginnend mit der Versklavung ihrer Vorfahren über die Verschleppung nach Amerika mit anschließenden Freiheitskämpfen bis in die Gegenwart. Tatsächlich ergänzen sich die Handlungsstränge mit der Zeit immer mehr, zeigen hier und da Parallelen, bis sie am Schluss zusammengeführt werden. Gemeinsam mit Manal stellt man als Leser fest, dass die Sklaverei, welche Manal für längst abgeschafft hielt, in der Gegenwart noch immer in gewisser Form präsent ist. Ebenso wird die fortschreitende, teils illegale Zerstörung der Natur kritisiert. Und noch immer sind es reiche Weiße, die letztendlich die Nutznießer des Ganzen sind. Nur der Profit zählt für sie.
Das Buch ist in vielfacher Hinsicht sehr bewegend und übt gekonnt Kritik zu mehreren Themen. Stilistisch ist die Erzählung angenehm fokussiert, es gibt keine unnötigen Ausschweifungen, so dass mir beim Lesen schnell klar wurde, dass mich sehr viel Handlung erwarten wird. Und tatsächlich wird es sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart recht abenteuerlich, menschliche Abgründe zeigen sich ebenso auf wie der Wille, dem ein Ende zu bereiten. Und auch wenn die Handlung - hoffentlich - nur fiktiv ist bleibt nach dem Lesen dennoch ein gewisses Gefühl zurück, dass vielleicht doch das ein oder andere Erzählte sich grad irgendwo auf ähnliche Weise ereignen könnte.
Definitiv ein bewegendes Buch, welches primär den Wert von Kakao und Schokolade sowie die Gefahr der Ausbeutung zum Wohle des Profits auf wichtige Art beleuchtet.