Tobender Gefühlssturm
Leo Brandt legt nach seinen Brandenburg-Kriminalromanen, die er unter seinem Namen Richard Brandes veröffentlichte, mit ‘Das Gehöft‘ seinen ersten Thriller vor. Die Geschichte baut sich nach einem Prolog ...
Leo Brandt legt nach seinen Brandenburg-Kriminalromanen, die er unter seinem Namen Richard Brandes veröffentlichte, mit ‘Das Gehöft‘ seinen ersten Thriller vor. Die Geschichte baut sich nach einem Prolog mit Gänsehautfeeling nach und nach auf und verstrickt sich mehr und mehr in psychologischen Elementen und einer gewaltigen, beängstigenden Naturgewalt, einem tobenden Sturm über der Nordsee. Die bildhafte Sprache erweckt das gewählte Setting ebenso wie seine Protagonisten zum Leben. Bis zum Schluss bleibt eine fesselnde Spannung erhalten, die vermeintliche Spuren zu Tatvorgängen und zur Tätersuche immer wieder in die falsche Richtung lenken.
Lara ist Biologin und glaubt sich mit dem Kauf der Jensenwarft auf der Hallig Westeroog am Ziel ihrer ambitionierten Wünsche, genau hier im Einklang mit der Natur zu leben und zu forschen. Ihre Begeisterung wird noch größer, als auch ihr Freund Henry und das befreundete Paar Silke und Kenan gemeinsam mit ihr auf die Hallig übersiedeln. Doch als Laras autistischer Bruder Malte nach einem heftigen Streit spurlos verschwindet, beginnt der Frieden unter den Freunden zu bröckeln. Angst kommt auf, weil offensichtlich ein Unbekannter, den man in der Ferne nur erahnen kann, sein Unwesen treibt. Die wütende Sturmflut macht es unmöglich die Hallig zu verlassen und so nimmt die Geschichte ihren unheilvollen, grausamen Verlauf.