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Veröffentlicht am 22.06.2026

Schwermütig

Deine Zeit wird kommen
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Um es vorweg zu nehmen: Definitiv nichts für diejenigen, die gerade jemanden verloren haben. Schwermütigkeit, Trauer, die nicht loslassen kann, diffuse Schuldgefühle, Lebensunfähigkeit durchziehen dieses ...

Um es vorweg zu nehmen: Definitiv nichts für diejenigen, die gerade jemanden verloren haben. Schwermütigkeit, Trauer, die nicht loslassen kann, diffuse Schuldgefühle, Lebensunfähigkeit durchziehen dieses Buch. Gefühlssituationen, die die diesem Buch zugrundeliegende Geschichte in den Hintergrund treten lassen. Und die am Ende auch nicht schlüssig beendet wurde. Der durch den Tod seiner Frau schwer angeschlagene Kommissar Björling wird mit der Leiche einer Frau konfrontiert, die offenbar über lange Zeit gefangen gehalten, völlig ausgehungert und dann erdrosselt wurde. Da man im Fall auch nach Wochen nicht weiter gekommen ist, wird Verstärkung aus Stockholm hinzugezogen. Die wiederum traumatische Erlebnisse mit dem Ort des Geschehens verbindet. Hinfort spielen diese traumatischen Erlebnisse der beiden Ermittler die Hauptrolle in diesen Geschehnissen. Insbesondere, als auch noch das Verschwinden der Tochter Björlings ins Kalkül kommt. Wochenlange Ermittlungen führen zu nichts. Björling nach einem Zusammenbruch vom Fall abgezogen, Kollegin Johanna nach einem unautorisierten Zutritt zu einer Wohnung suspendiert. Ein halbes Jahr später tut sich eine neue Spur auf. Die Auflösung aber mangelhaft. An keiner Stelle wird auch nur andeutungsweise erklärt, was die Täterschaft zu den Handlungen motiviert hat. Trauer ist gestreift, sagt der Kommissar. Was, wenn er die Leserschaft im dunklen Teil zurück gelassen hat? Die Lektüre ist atmosphärisch dicht gewebt, erhält ein wenig Spannung durch die eingestreuten Blickwinkel der Opfer. Macht aber definitiv schwermütig.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Humorvoll

Mord mit Schwips
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Romy, früher Investigativjournalistin in München, nun Keramikkünstlerin im heimischen Bayerischen Wald, erhält einen panischen Anruf von ihrer Großtante, die in einem feudalen Alterswohnsitz lebt. Dort ...

Romy, früher Investigativjournalistin in München, nun Keramikkünstlerin im heimischen Bayerischen Wald, erhält einen panischen Anruf von ihrer Großtante, die in einem feudalen Alterswohnsitz lebt. Dort wurde in der zum Gut gehörenden Destillerie der Brennmeister tot aufgefunden, offenbar im Waldmeisterlikör ertrunken. Eine Kopfwunde lässt vermuten, dass er zunächst bewusstlos geschlagen wurde und dann kopfüber in den Destillationstank mit besagtem Likör fiel. Die Großtante steht nun unter Verdacht, weil sie zuvor mit dem Brennmeister gestritten hatte, wie Zeugen angeben. Romy eilt ihrer Verwandten zu Hilfe, muss aber feststellen, dass auch sie verdächtigt wird, denn ihre Telefonnummer ist im Handy des Toten gespeichert und eine SMS mit einer Einladung an sie. Nicht genug damit, ermittelt ausgerechnet ihr Ex in diesem Fall, offenbar strafversetzt in die bayerische Provinz. Das ruft die Schnüfflerin in ihr wach und so ermittelt sie teils an der Seite ihres Ex, teilweise hinter seinem Rücken für sich hin, nicht ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Flott erzählt, mit Wärme, Humor und Spannung, wie auch der Klappentext suggeriert. Und irgendwie auch eine Hommage an den Bayerischen Wald.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Bedrohlich

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Sehr bedrohliche Szenarien breiten sich in diesem Thriller aus, die aufzeigen, dass KI nicht die Bedrohung ist, sondern diejenigen, die diese Instrumente für sich, gegen alle anderen, einsetzen und in ...

Sehr bedrohliche Szenarien breiten sich in diesem Thriller aus, die aufzeigen, dass KI nicht die Bedrohung ist, sondern diejenigen, die diese Instrumente für sich, gegen alle anderen, einsetzen und in verbrecherischer Weise nutzen. Hochintelligente, selbstgefällige, ichbezogene, brandgefährliche Individuen, die hochentwickelte Systeme beherrschen, um alle anderen zu beherrschen. So die Situation, der die EU-Kommission und die mit der Lösung beauftragten Mitarbeiter der relativ neu gegründeten CSA5 gegenüberstehen. Ein relativ harmlos wirkender Vorfall beim Berlin Marathon, bei dem ein Autofahrer von seinem Navi mitten auf die Marathon-Strecke geleitet wurde, was zum Glück ohne Folgen für die Läufer blieb, offenbart sich als Cyberangriff auf das Galileo-System. Nur wenige Sekunden haben gereicht, um die Navis in Berlin verrückt spielen zu lassen. Eine Demonstration, Warnung und Erpressung, wie ein Erpresserbrief an die EU-Kommissionsvorsitzende aufzeigt, der auch eine Forderung von 1 Milliarde Euro beinhaltete. Ansonsten würde man demonstrieren, wozu Timeout, so der Name der Terroristen, noch in der Lage sei. Mit gravierenden Folgen für Berlin, Deutschland, Europa, die ganze Welt. Ein Wettlauf um die knapp bemessene Zeit beginnt für Lukas Philips und die hinzugezogene, „freie“ Hackerin Charlie, sowie die von ihr kreierte KI Kim. Flott und eindringlich geschrieben. Wechselnde Perspektiven erhalten die Spannung. Der Strippenzieher ein wenig arg übermächtig. Die KI Kim zu menschelnd. Manche Situationen nicht logisch und die Komplizen des Strippenziehers zu früh entlarvt. Dennoch ein brisanter und rasanter Thriller mit sympathischen Ermittlern, der die Fährte zum nächsten bereits gelegt hat.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Perfekte Sommer-Terrassen-Lektüre

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 9: Der letzte Ausritt
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Leicht und locker geschrieben, mit Herz und Humor. Die perfekte Lektüre für einen sonnigen Nachmittag auf der Terrasse. Man wähnt sich fast in Bella Italia. Anna will mit Tameo den Reiterhof besichtigen, ...

Leicht und locker geschrieben, mit Herz und Humor. Die perfekte Lektüre für einen sonnigen Nachmittag auf der Terrasse. Man wähnt sich fast in Bella Italia. Anna will mit Tameo den Reiterhof besichtigen, der gerade eine neue Besitzerin bekommen hat. Sie bewundern gerade einen wunderschönen Hengst, als es zu einer unschönen Szene mit dessem arroganten Besitzer kommt, der sich sowohl gegenüber einer Aushilfe, als auch der Besitzerin mehr als befremdlich verhält. Das war allerdings auch die einzige Begegnung mit dem Unsympathen, denn wenig später galoppiert das Pferd panisch auf den Hof zurück, ohne den Reiter. Der wird wenig später tot aufgefunden. Schon steckt Anna im nächsten Fall. Und dass obwohl doch Freund Malte zu Besuch kommt und eigentlich La Dolce Vita angesagt ist. Zügig erzählt, diese Geschichte in der es an Verdächtigen wahrlich nicht mangelt und in der alle Ermittler wieder kräftig mitmischen. Der Commissario mit Marco und Flavia, Anna mit Tameo und Peppo - und sogar Malte. Zum Schluss noch einmal eine überraschende Wendung und die Grundlagen für die nächsten Verwicklungen in Annas Leben sind auch schon gelegt. Der Vino steht schon bereit. Der nächste Mord kann kommen.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Wirr

Strandopfer
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Ein tot am Strand von Misdroy nahe Swinemünde aufgefundener Tourist ruft das BKA auf den Plan, obwohl man zunächst von einem Badeunfall ausgeht, denn der Tote war mit einer Gruppe zusammen, zu denen auch ...

Ein tot am Strand von Misdroy nahe Swinemünde aufgefundener Tourist ruft das BKA auf den Plan, obwohl man zunächst von einem Badeunfall ausgeht, denn der Tote war mit einer Gruppe zusammen, zu denen auch ein Bekannter des Innenministers gehörte. Also reist Ermittlerin Lena Schuldt an die polnische Ostseeküste. Sie selbst ist dort – auf der deutschen Seite – aufgewachsen und wollte nie mehr dahin zurückkehren. Zusammen mit Kollege Adam Krawczyk soll sie sich en Bild von der Lage vor Ort machen. Der Leichnam wurde nicht mal obduziert, wie sie feststellt, da man nicht davon ausging, dass es sich um etwas anderes als einen Badeunfall gehandelt haben könnte. Sie selbst nimmt die Leiche in Augenschein und entdeckt einen Bernstein im Hals des Toten. Das sieht nun doch nach einem sehr bizarren Mord aus. Zugleich muss man die 10jährige Luisa suchen, die - so hat es den Anschein - mit dem Toten unterwegs war und nun verschwunden ist. Die Befragungen vor Ort verlaufen schleppend. Insbesondre die Gruppe von Freunden, die zusammen mit dem Toten in einem Ferienhaus gewohnt haben, schweigen eisern, scheinen dabei etwas zu verbergen zu haben. Während Lena sich auf die Bernsteinspur begibt, versteift sich Adam auf die Gruppe. Zugleich haben sie, Lena und Adam, mit ihren eigenen Vorurteilen und Vergangenheitsbewältigungen zu kämpfen, was die Arbeit erheblich erschwert. Und weitere Tote mit sich bringt. An sich zügig erzählt, mit guter Spannung, zunächst, die aber durch die vielen Grübeleien, Wankelmütigkeiten, kruden Theorien, Vorurteile und deren Bekämpfung arg strapaziert wird. Sie beiden rennen reichlich kopflos durch die Gegend, machen einen Ermittlungsfehler nach dem nächsten, versteigern sich in die wildesten Theorien und gehen sich gegenseitig gehörig auf den Senkel. Leider dem Leser aber auch. Die ganze Geschichte it äußerst abenteuerlich und der tatsächliche Tathergang erscheint viel zu aufwändig und wenig logisch. Gut, es ist halt eine Geschichte und dichterische Freiheit muss erlaubt sein. Aber diese muss die Leser auch mitreißen und das geschieht hier nur teilweise.

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