Nimmt nach und nach Fahrt auf
Untergang - Jensen und Sander ermittelnEs begann ein wenig zäh. Las sich eher wie ein Protokoll, beleuchtet einmal mehr die Estonia-Katastrophe. Nach dem ersten Leseabschnitt überdenkt man, ob man das Weiterlesen dran geben soll. Aber das ist ...
Es begann ein wenig zäh. Las sich eher wie ein Protokoll, beleuchtet einmal mehr die Estonia-Katastrophe. Nach dem ersten Leseabschnitt überdenkt man, ob man das Weiterlesen dran geben soll. Aber das ist keine Option und man würde der Lektüre und dem Autor auch Unrecht tun. Denn die Schreibe an sich ist gut, flüssig, baut durch sehr schnelle Szenenwechsel Spannung und zunehmend Drive auf. Die Fülle der Handlungen und Handlungsstränge stellt eine Herausforderung an das Lesevolk dar. Hier wird eine abenteuerliche Geschichte um den Untergang der Estonia gestrickt, die durchaus glaubhaft verwoben wird, gerade weil sie so unerhört wirkt. Das, was vor 28 Jahren geschah, wurde akribisch vom FSB in Russland dokumentiert und soll später bei Bedarf eingesetzt werden. Würde da nicht ein im Zuge des Russland-Ukraine-Krieges geplantes Attentat schiefgegangen sein und einen damit Beauftragten auf die Abschussliste gesetzt haben. Hinfort sind diese Daten und alle die davon Kenntnis haben, zum Spielball der Geheimdienste geworden und ihres Lebens nicht mehr sicher. Außer dem ersten Abschnitt rasant und wendungsreich geschrieben. Reißt die Leserschaft mit. Der Schluss allerdings nicht nachvollziehbar, fast lieblos.