Erschütternd und emotional!
. Wie wäre es mit einer Hexengeschichte, die Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise miteinander verwebt?
„The Book of Witching“ gelingt genau das…
auf erschreckend realistische Art und Weise. ...
. Wie wäre es mit einer Hexengeschichte, die Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise miteinander verwebt?
„The Book of Witching“ gelingt genau das…
auf erschreckend realistische Art und Weise. Zwischen düsterer Atmosphäre, alten Legenden und unterschwelliger Bedrohung stellt der Roman immer wieder dieselbe Frage:
Sind Hexen vielleicht noch immer unter uns? 😏
4,5/5 ⭐️
. Aber worum geht es genau…
Alison Balfour wird 1594 der Hexerei beschuldigt und soll verbrannt werden…
400 Jahre später besucht ein Mädchen namens Erin, die Orkney- Inseln und wird mit schweren Verbrennungen gefunden, ihr Freund verbrannt und ihre beste Freundin verschwunden.
Nun macht sich die Erins Mutter Clem auf die Suche nach der Wahrheit darüber,
was wirklich passiert ist…
. In „The Book of Witching“ begleiten wir Alison Balfour im Jahr 1594 während ihrer letzten Lebenstage sowie Clem in der Gegenwart…
beide erzählen ihre Geschichte aus ihrer Perspektive, wobei auch andere Charaktere zu Wort kommen.
Dadurch entsteht eine besondere Nähe zu den beiden Frauen, ihren Gedanken, Ängsten und Hoffnungen.
Ich habe sowohl Alison als auch Clem schnell ins Herz geschlossen. Beide wirken warmherzig, mutig und auf ihre ganz eigene Weise inspirierend!
Frauen, die man gerne an seiner Seite hätte.
. Auch die Nebenfiguren, allen voran Erin, sind eindrucksvoll ausgearbeitet.
Jede Figur fühlt sich lebendig und greifbar an, als wäre sie direkt dem echten Leben entnommen. Gerade diese Authentizität verleiht der Geschichte eine bemerkenswerte Tiefe und emotionale Wucht.
. Besonders erschütternd ist dabei die Tatsache, dass Alison Balfour tatsächlich existierte. Sie war die erste als Hexe verurteilte Frau der Orkney-Inseln und wurde dort verbrannt. Dieses Wissen legt sich wie ein schwerer Schatten über ihren Handlungsstrang und macht ihre Geschichte umso beklemmender. Cooke erzählt ihre letzten Tage mit erzählerischer Freiheit nach, doch die Grausamkeiten, die Alison und zahllose andere Frauen erleiden mussten, waren bittere Realität.
. Auch die Darstellung der Hexerei hebt sich wohltuend von klassischen Klischees ab.
Die Magie wirkt hier nicht überladen oder spektakulär, sondern still, naturverbunden und mystisch. Es geht um Wissen über Heilpflanzen, den menschlichen Körper und Medizin…
um Fähigkeiten, die einst Angst auslösten, obwohl sie eigentlich helfen sollten.
. Dem gegenüber steht Clems Leben in der Gegenwart. Trotz moderner Probleme und eines völlig anderen Alltags spiegeln sich in beiden Frauen dieselben Kämpfe und dieselbe innere Stärke wider. Zwei Mütter, getrennt durch Jahrhunderte und doch verbunden durch den unerschütterlichen Wunsch, ihre Familie zu beschützen.
. Zwischen all dem durchzieht die Geschichte immer wieder ein feiner Schleier aus Mystik und Magie. Besonders gelungen ist die Art, wie Cooke das Übernatürliche beinahe unmerklich in den Alltag einfließen lässt, bis am Ende etwas Dunkles, Rätselhaftes und kaum Greifbares zurückbleibt.
. „The Book of Witching“ ist eine moderne Hexensage voller Liebe, Familiendrama, Intrigen, Brutalität sowie Licht und Dunkelheit verwoben mit historischen Fakten und fiktionalen Elementen.
Ein atmosphärischer Roman, der das Potenzial besitzt, seine Leser*innen in eine verborgene, geheimnisvolle Welt zu entführen.
Ich kann euch dieses Buch wirklich sehr ans Herz legen!