Cover-Bild Strandopfer
Band 1 der Reihe "Die Grenzfall Ostsee-Reihe"
(62)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 15.05.2026
  • ISBN: 9783499019173
Frank Goldammer

Strandopfer

Grenzfall Ostsee | Packende Spannung an der deutsch-polnischen Grenze

Ein Toter im Sand, ein rätselhafter Bernstein in seinem Mund. Und ein deutsch-polnisches Ermittlerduo, das fest entschlossen ist, den Fall zu lösen: Der hochspannende Kriminalroman von SPIEGEL-Bestsellerautor Frank Goldammer.

Die Ermittlerin Lena Schulte wird an die Ostseeküste beordert – ein deutscher Tourist liegt tot am Strand bei Swinemünde. Vermutet wird ein Badeunfall, doch im Mund des Toten steckt ein großer Bernstein. Kurz darauf wird die zehnjährige Luisa als vermisst gemeldet, die Tochter einer Freundin des Toten. Gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk befragt sie die Freunde und Angehörigen, die in einer Villa Urlaub machen. Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen. Als eine weitere Leiche auftaucht – wieder mit Bernstein im Rachen – beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Ein Grenzfall der besonderen Art: Frank Goldammer verbindet düstere Atmosphäre mit packender Spannung. 

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2026

Komplexer Fall zum deutsch-polnischen Serienauftakt

0

Kriminalhauptkommissarin Lena Schuldt vom BKA wird an die polnische Ostseeküste geschickt, um den Todesfall eines deutschen Touristen zu begutachten. Mit gemischten Gefühlen und einer gehörigen Portion ...

Kriminalhauptkommissarin Lena Schuldt vom BKA wird an die polnische Ostseeküste geschickt, um den Todesfall eines deutschen Touristen zu begutachten. Mit gemischten Gefühlen und einer gehörigen Portion Vorurteilen im Gepäck trifft sie dort auf den deutsch sprechenden polnischen Kollegen Adam Krawczyk. Die Annahme eines Badeunfalls entpuppt sich jedoch bald als unhaltbar, da der Tote einen geschliffenen Bernstein im Rachen hat und sich herausstellt, dass die Tochter einer Bekannten zur gleichen Zeit verschwunden zu sein scheint! Plötzlich steht die Suche nach dem 10-jährigen Mädchen im Vordergrund.

Der neue Krimiserien-Auftakt von Autor Frank Goldammer, mit dem Titel „Strandopfer“, ist der erste Fall für das deutsch-polnische Ermittler-Duo Lena Schuldt und Adam Krawczyk. Zunächst müssen sich die beiden Kriminaler zusammenraufen, gegenseitige Vorurteile bekämpfen und einige Missverständnisse aus dem Weg räumen. Da Lena nicht viel Polnisch versteht, fühlt sie sich leider permanent angefeindet und auch Adam ist kein leicht zugänglicher Charakter. Beide haben dunkle Flecken in ihrer Vergangenheit. Der Fall hat es in sich und entwickelt sich recht rasant. Es wird ein Kampf gegen die Zeit und die Todesfälle häufen sich äußerst schnell. Das Tempo und die Entwicklung sind wirklich sehr spannend angelegt, doch leider wirkt mir der ganze Fall dann zum Showdown hin ein wenig zu übertrieben und wenig glaubwürdig. Das hätte ich mir irgendwie anders gewünscht. Cover und Titelgestaltung finde ich passend aber auch nicht sonderlich spektakulär.

Mein Fazit:
Sehr komplexer und absolut fesselnder Kriminalroman, der mich gut unterhalten hat, den ich aber auch ein bisschen over the top fand.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2026

Bernstein-Opfer

0

Lena Schuldt wird an die polnische Ostseeküste geschickt, weil ein deutscher Urlauber tot am Strand liegt. Was wie ein Unfall aussieht, wird sofort rätselhaft, als man einen großen Bernstein im Mund des ...

Lena Schuldt wird an die polnische Ostseeküste geschickt, weil ein deutscher Urlauber tot am Strand liegt. Was wie ein Unfall aussieht, wird sofort rätselhaft, als man einen großen Bernstein im Mund des Toten findet. Nur kurze Zeit später wird die zehnjährige Luisa, die Tochter einer Bekannten des Verstorbenen, als vermisst gemeldet. Gemeinsam mit dem polnischen Ermittler Adam Krawczyk nimmt Lena die Urlaubergruppe in einer Villa ins Visier. Alle wirken nervös, jeder hat Geheimnisse, und niemand sagt die ganze Wahrheit. Als ein zweiter Mensch unter denselben mysteriösen Umständen stirbt, wird klar, dass ein Täter gezielt zuschlägt und dass die Zeit knapp wird, um Luisa zu finden.

"Strandopfer" ist der Auftakt in eine neue Krimi-Reihe mit dem deutsch-polnischen Ermittler-Duo.

Die Grundidee mit dem deutsch-polnischen Ermittler-Duo, kulturellen Reibungspunkten und der Ostsee-Atmosphäre ist sehr interessant, doch leider war die Handlung selbst etwas durchwachsen und Potenzial ging verloren.

Ansich lässt sich der Schreibstil ganz gut und flüssig lesen. Da die Handlung sich an der polnischen Ostseeküste abspielt, werden auch polnische Ausdrücke und Sätze eingebaut, die aber leicht zum Stolperstein werden und dadurch den Lesefluss hemmen.

Die Handlung wird hauptsächlich aus der Perspektive von Lena erzählt. Es plätschert eher vor sich hin, als dass wirklich ermittelt wird. Viele Szenen verlieren sich in Nebensächlichkeiten, Wiederholungen ziehen sich durch das Buch, und die Entscheidung, ausschließlich aus Lenas Perspektive zu erzählen, nimmt der Geschichte auf Dauer die nötige Spannung. Ein Perspektivwechsel hätte hier viel Dynamik bringen können.

Sehr geprägt wurde die Handlung von Vorurteilen gegenüber Polen. Sie nahmen etwas überhand und irgendwann haben sie nur noch genervt.

Über die Hauptprotagonistin Lena erfährt man in diesem Band schon sehr viel. Ihre schwierige Kindheit macht sie greifbar, aber ihre Vergangenheit wird so ausführlich und so oft wiederholt erzählt, dass der eigentliche Fall immer wieder in den Hintergrund rückt. Adam dagegen bleibt noch sehr blass. Man erfährt kaum etwas Privates über ihn, was die Dynamik des Duos unausgewogen wirken lässt.

Mein Fazit:
Ein Krimi mit interessanter Grundidee und atmosphärischem Stil, der sich aber zu sehr in Vorurteilen, Wiederholungen und Lenas Vergangenheit verliert. Die Spannung bleibt auf der Strecke, was sehr schade ist, denn das Ermittler-Duo hätte viel Potenzial.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2026

Solider Krimi mit Luft nach oben

0

In Międzyzdroje wird am Strand ein Toter gefunden. Oberkommissarin Lena Schuldt vom Bundeskriminalamt soll sich das vor Ort ansehen und ermittelt gemeinsam mit dem Kommissar Adam Krawczyk in diesem Fall. ...

In Międzyzdroje wird am Strand ein Toter gefunden. Oberkommissarin Lena Schuldt vom Bundeskriminalamt soll sich das vor Ort ansehen und ermittelt gemeinsam mit dem Kommissar Adam Krawczyk in diesem Fall. Bei der näheren Betrachtung der Leiche findet man im Mund des Opfers einen Bernstein. Was hat das zu bedeuten?

Dies ist der Reihenauftakt zu einer neuen Krimireihe von Frank Goldammer rund um die beiden Kommissare Lena Schuldt und Adam Krawczyk, die im Grenzgebiet an der Ostsee ermitteln.

Mit "Strandopfer" schickt Frank Goldammer seine Ermittler in einen interessanten Fall, der vor allem durch das deutsch-polnische Setting und die Bedeutung des Bernsteins innerhalb der Handlung überzeugen kann. Gerade dieser Aspekt machte den Fall für mich besonders spannend und sorgte für interessante Wendungen.

Kommissar Adam Krawczyk war für mich die stärkste Figur des Kriminalromans. Seine Art hat mir sehr gut gefallen, insbesondere sein leicht zynischer Umgang mit Lena Schuldt. Dadurch wirkte er sympathisch, authentisch und brachte etwas Lockerheit in die Handlung. Mit Lena Schuldt hingegen wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Die Oberkommissarin des Bundeskriminalamts hat zwar eine persönliche Vergangenheit mit Polen, die für die Geschichte relevant ist, dennoch empfand ich ihr Verhalten von Beginn an als anstrengend, naiv und teilweise wenig nachvollziehbar. Mehr als einmal habe ich beim Lesen die Augen verdreht.

Der Fall selbst war interessant aufgebaut, auch wenn die Handlung stellenweise etwas langatmig und unglaubwürdig wirkte, dazu nicht immer an Klischees vorbeikam. Dadurch verlor die Geschichte für mich gelegentlich an Glaubwürdigkeit. Das Setting und die Atmosphäre konnten mich ebenfalls nicht vollständig überzeugen. Sie waren keineswegs schlecht, aber auch nicht so stimmungsvoll, dass sie nachhaltig in Erinnerung bleiben.

Goldammers Schreibstil ist wie gewohnt leicht verständlich und sehr flüssig zu lesen. Allerdings wirkt er auf mich erneut recht emotionslos, was ich von seinen Büchern inzwischen kenne und daher auch erwartet habe.

Fazit: Insgesamt ist "Strandopfer" ein solider Krimi mit einem interessanten Fall und einem sympathischen Ermittler, der mich gut unterhalten hat. Für mehr als 3 von 5 Sternen reichten die Schwächen bei Figurenzeichnung, Atmosphäre und Glaubwürdigkeit jedoch nicht aus. Ich bin noch unsicher, ob ich diese Reihe weiterverfolgen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2026

Grenzfall

0

Das Wort „Grenzfall“ beschreibt dieses Buch in mehrfacher Hinsicht: Zum einen mit Bezug auf die Handlung, das Ganze spielt an der deutsch-polnischen Grenze, und das Ermittlerduo besteht aus einer deutschen ...

Das Wort „Grenzfall“ beschreibt dieses Buch in mehrfacher Hinsicht: Zum einen mit Bezug auf die Handlung, das Ganze spielt an der deutsch-polnischen Grenze, und das Ermittlerduo besteht aus einer deutschen Kriminalbeamtin und einem polnischen Kriminalbeamten. Zum anderen konnte sich der Autor offensichtlich nicht wirklich entscheiden, was denn nun das eigentliche Thema des Buches sein sollte: Ein Mordfall und damit eine Kriminalgeschichte, die diesen Fall klassisch auflöst, ein Geschichtsbuch, dass die deutsch-polnische Geschichte aufarbeiten möchte oder ein Psychodrama, das Kindheitstraumata beschreibt und aufarbeitet. Letztlich ist es von allem ein bisschen, aber nichts so richtig, zumindest einer dieser drei Aspekte ist zu viel. Und obwohl ich der Story bis zum Schluss gefolgt bin, richtig überzeugt war und bin ich nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2026

Ein verworrener Krimi, mit mancher Wiederholung

0

Warum hat der Tote, das erste „Strandopfer“, einen Bernstein im Mund? Eine Frage, die sich von Lena und Adam, dem deutsch-polnischen Ermittlerduo, nicht so einfach beantworten lässt. Dazu kommen ein verschwundenes ...

Warum hat der Tote, das erste „Strandopfer“, einen Bernstein im Mund? Eine Frage, die sich von Lena und Adam, dem deutsch-polnischen Ermittlerduo, nicht so einfach beantworten lässt. Dazu kommen ein verschwundenes Kind und weitere Tote mit Bernstein im Mund.
Gefühlt wird der Krimi mit jeder Seite verworrener. Grundsätzlich nicht schlecht, nur hier wusste man schon bald nicht mehr, wem man was zutrauen sollte. Warum Lena überhaupt nach Polen geschickt wurde, fand ich unzureichend erklärt. Manche Ermittlungsergebnisse waren irgendwie plötzlich da. Dafür haben die wirklichen Arbeiten von Lena und Adam gefehlt. Die Haupttätigkeit von Lena war über ihre Vergangenheit und die Vorurteile hinwegzukommen, immer wieder. Die Zusammenarbeit gestaltet sich nicht nur dadurch schwierig, beide sind nicht wirklich zugänglich. Zumindest fand ich keine griffige Basis.
Für den Krimi spricht, dass er sich wirklich gut lesen lässt. Frank Goldammer schreibt flüssig, auch lebendig, nur die Spannung fehlt etwas. Auch war zwischendurch nicht alles ganz glaubwürdig. Motiv und Täter konnte ich nach der Lösung des Falles nachvollziehen. Aber zum Beispiel sind eine Ablenkungstaktik des Mörders, oder ein relativ schnelles Verlassen des Krankenhauses nach einer schweren Verletzung, oder die Rolle des Politikers nicht ganz schlüssig für mich gewesen.
Das Buch liest sich gut, wenngleich auch nicht einfach zwischendurch, da man sonst den Faden verlieren könnte. Hier gibt es sicher noch Potential für die nächsten Bände.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere