Cover-Bild Deine Zeit wird kommen
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 350
  • Ersterscheinung: 23.06.2026
  • ISBN: 9783518475515
Carl-Johan Vallgren

Deine Zeit wird kommen

Thriller | Eine Tote im Fluss. Eine verschwundene Tochter. Ein Vater am Abgrund | Schwedischer Krimipreis 2024
Hanna Granz (Übersetzer)

Schweden, 1993. In einem abgelegenen Waldstück treibt eine junge Frau tot im Fluss. Ihr Kopf ist rasiert, sie ist ausgezehrt, Hämatome an Armen und Beinen weisen darauf hin, dass sie gefangen gehalten wurde. Doch auf ihre Identität gibt es keinerlei Hinweise.

Kommissar Björling und seine Kollegin Johanna stehen vor der nahezu aussichtslosen Aufgabe, in dem schier endlosen Waldgebiet dem Mörder auf die Spur zu kommen. Dann verschwindet Björlings Tochter Malin während eines Campingausflugs spurlos. Sie ist alles, was Björling seit dem Tod seiner Frau am Leben hält, und sie ist im selben Alter wie die Tote im Fluss … Björling wird klar, dass das Verschwinden seiner Tochter und der Mord miteinander zusammenhängen. Doch Tag um Tag vergeht ohne eine Spur von Malin. Ein qualvoller Wettstreit mit der Zeit beginnt, der Björling weit in die Vergangenheit führt und ihn um den Verstand zu bringen droht.

Ein düsterer Pageturner in bester skandinavischer Tradition – atmosphärisch, beklemmend und von eisiger Spannung.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2026

Thriller mit Tiefgang

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Ein bewegender Thriller mit tollen Figuren, der durch die sehr eindringliche Erzählweise im Kopf bleibt. Im Mittelpunkt steht der Fund einer jungen Frau, kalhlgeschoren und vor ihrem Tod fast verhungert. ...

Ein bewegender Thriller mit tollen Figuren, der durch die sehr eindringliche Erzählweise im Kopf bleibt. Im Mittelpunkt steht der Fund einer jungen Frau, kalhlgeschoren und vor ihrem Tod fast verhungert. Während der Ermittlungen wird der leitende Kommissar immer wieder von Erscheinungen seiner verstorbenen Frau heimgesucht. So etwas mag ich eigentlich nicht, hier passt es und macht die Figur Björling sehr nahbar. Als dann auch seine Tochter Malin verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die verschiedenen Perspektiven - Vater, Ermittlerkollegin Johanna und Malin, hält nicht nur die Spannung hoch sondern setzt das Puzzle Stück für Stück zusammen. Malin wird monatelang verschwunden und die Verzweiflung des Vaters ist sehr gut eingefangen. Auch Johannas Figur ist sehr interessant und hat sicher noch Potential für mehr. Ein düsterer Skandinavien-Krimi, der sich aber sehr positiv abhebt.

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Die Zeit wird für jeden kommen

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Vallgrens mit dem schwedischen Krimipreis ausgezeichneter Roman spielt im Jahr 1993 im ländlichen Falkenberg. Ein junger Mann namens Ove findet die Leiche eines jungen Mädchens in einem Bach in einem Waldgebiet. ...

Vallgrens mit dem schwedischen Krimipreis ausgezeichneter Roman spielt im Jahr 1993 im ländlichen Falkenberg. Ein junger Mann namens Ove findet die Leiche eines jungen Mädchens in einem Bach in einem Waldgebiet. Das lange nicht zu identifizierende Opfer ist kahlgeschoren, stark unternährt und weist Spuren von Fesselungen auf. Kommissar Björling, sein Mitarbeiter Hakansson und seine Kollegin Johanna aus Stockholm brauchen lange, um die Identität des Mädchens zu klären. Dann verschwindet Björlings 17jährige Tochter Malin spurlos. Sie war alles, was Björling nach dem Tod seiner geliebten Frau Maria ein Jahr zuvor noch blieb. Nun muss er befürchten, dass auch sie ein Opfer des unbekannten Mörders wurde. Auch seine Kollegin ist durch ihr Leben mit einer alkoholabhängigen Mutter und eine Gewalterfahrung in der Jugend noch immer traumatisiert und hat Schuldgefühle, weil sie ihre jüngere Schwester Ellinor nicht wirksam beschützen konnte. Die Polizei folgt verschiedenen Spuren – lange ohne Ergebnis.
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, u.a. der Sicht des Opfers. Auf diese Weise erfährt der Leser mehr und früher, was dem Mädchen widerfährt, vor allem, dass sie noch lebt, als alle sie längst für tot halten. Das nimmt dem Thriller meiner Meinung nach etwas von der Spannung, macht aber auch das Leiden des Opfers stärker nachvollziehbar. Björlings Verlusterfahrungen führen zu seinem völligen Zusammenbruch und äußern sich auch darin, dass er immer wieder halluziniert und scheinbar Selbstgespräche führt, wenn er glaubt, seine verstorbene Frau vor sich zu sehen. Die intensive Beschäftigung mit dem Thema Trauer und Verlust ist in meinen Augen jedoch kein Nachteil, sondern der detaillierten Darstellung von exzessiver Gewalt allemal vorzuziehen. Vallgrens Roman hat die Auszeichnung meiner Ansicht nach auf jeden Fall verdient.

Veröffentlicht am 28.06.2026

sehr düster

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Eine junge Frau wird tot im Fluß aufgefunden. Die Haare rasiert, abgemagert, keinerlei Hinweis auf ihre Identität. Schnell wird klar, die Frau wurde gefangen gehalten. Mit bei den Ermittlungen, Kommissar ...

Eine junge Frau wird tot im Fluß aufgefunden. Die Haare rasiert, abgemagert, keinerlei Hinweis auf ihre Identität. Schnell wird klar, die Frau wurde gefangen gehalten. Mit bei den Ermittlungen, Kommissar Björling und seine Kollegin Johanna, die aus Stockholm in ihre alte Heimat zur Unterstützung gerufen wurde.

Björling leidet noch sehr unter dem Tod seiner Frau die den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Jetzt ist er mit seiner Teenager Tochter alleine. Diese verabschiedet sich für ein Wochenende bei einer Freundin. Er läßt sie ziehen ohne zu ahnen, dass sie nicht zurückkehren wird. Auch Johanna ist noch immer traumatisiert von ihrer schweren Kindheit mit einer alkohlabhängigen Mutter. Aufgerieben durch die Suche nach Malin, Björlings Tochter zerbricht dieser völlig und zieht sich zurück.

Der Schreibstil mit den klaren Sätzen und dem kontinuierlichen Spannungsaufbau läßt einem immer weiter lesen obwohl die Grundstimmung sehr düster und traurig ist. Kurz bevor man vollends depressiv wird, naht eine Aufklärung. Das Buch hat einige Längen und ist sehr stark von den persönlichen Schicksalen von Björling und Johanna geprägt.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Die Dämonen der Ermittöer

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Dies war das erste Buch des Autoren, das ich gelesen habe. Schon das Cover spielt die düstere Atmosphäre wieder, die in der gesamten Geschichte vorherrscht. Detaillierte Beschreibungen, zum Teil sehr ekelig ...

Dies war das erste Buch des Autoren, das ich gelesen habe. Schon das Cover spielt die düstere Atmosphäre wieder, die in der gesamten Geschichte vorherrscht. Detaillierte Beschreibungen, zum Teil sehr ekelig nehmen den Leser mit ins Jahr 1993 in ein kleines Dorf in Schweden. Das Buch wird aus zwei verschiedenen Perspektiven geschildert, auf der einen Seite die Ermittler, auf der Anderen die Gefangene, mit der ich förmlich mitgelitten habe.
Kommissar Björling, nach dem Tod seiner Frau noch gefangen in seiner Trauer, wird zur Leiche einer jungen Frau gerufen. Sie ist kahl geschoren und halb verhungert. Er bekommt Verstärkung von Johanna aus Stockholm, die früher einmal in dem Dorf gewohnt hat. Auch sie kämpft mit den Dämonen aus der Vergangenheit. Als dann auch noch Bjölinds 17 jährige Tochter Malin verschwindet, bricht der Kommissar zusammen.
Die Hälfte des Buches nimmt das persönliche Schicksal der Ermittler ein und lässt die Jagd nach dem Mörder etwas in den Hintergrund treten. Die Figusren sind authentisch und realistisch, der Spannungsbogen gleichbleibend hoch. Allerdings hätte ich gerne etwas mehr über das Motiv des Täters erfahren.
Ein nicht so blutiger Thriller mit Tiefgang, den ich gerne empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Schwermütig

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Um es vorweg zu nehmen: Definitiv nichts für diejenigen, die gerade jemanden verloren haben. Schwermütigkeit, Trauer, die nicht loslassen kann, diffuse Schuldgefühle, Lebensunfähigkeit durchziehen dieses ...

Um es vorweg zu nehmen: Definitiv nichts für diejenigen, die gerade jemanden verloren haben. Schwermütigkeit, Trauer, die nicht loslassen kann, diffuse Schuldgefühle, Lebensunfähigkeit durchziehen dieses Buch. Gefühlssituationen, die die diesem Buch zugrundeliegende Geschichte in den Hintergrund treten lassen. Und die am Ende auch nicht schlüssig beendet wurde. Der durch den Tod seiner Frau schwer angeschlagene Kommissar Björling wird mit der Leiche einer Frau konfrontiert, die offenbar über lange Zeit gefangen gehalten, völlig ausgehungert und dann erdrosselt wurde. Da man im Fall auch nach Wochen nicht weiter gekommen ist, wird Verstärkung aus Stockholm hinzugezogen. Die wiederum traumatische Erlebnisse mit dem Ort des Geschehens verbindet. Hinfort spielen diese traumatischen Erlebnisse der beiden Ermittler die Hauptrolle in diesen Geschehnissen. Insbesondere, als auch noch das Verschwinden der Tochter Björlings ins Kalkül kommt. Wochenlange Ermittlungen führen zu nichts. Björling nach einem Zusammenbruch vom Fall abgezogen, Kollegin Johanna nach einem unautorisierten Zutritt zu einer Wohnung suspendiert. Ein halbes Jahr später tut sich eine neue Spur auf. Die Auflösung aber mangelhaft. An keiner Stelle wird auch nur andeutungsweise erklärt, was die Täterschaft zu den Handlungen motiviert hat. Trauer ist gestreift, sagt der Kommissar. Was, wenn er die Leserschaft im dunklen Teil zurück gelassen hat? Die Lektüre ist atmosphärisch dicht gewebt, erhält ein wenig Spannung durch die eingestreuten Blickwinkel der Opfer. Macht aber definitiv schwermütig.

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