Cover-Bild Bestie
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6,99
inkl. MwSt
  • Verlag: pola
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 12.08.2025
  • ISBN: 9783759600394
Joana June

Bestie

Über eine Freundschaft zwischen Inszenierung und Selbstfindung – klug, modern und emotional

Als Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht die unscheinbare Delia darin die perfekte Gelegenheit für einen Neuanfang. Sie zieht als Lilly ein und will endlich die werden, die sie immer sein wollte: eine selbstbewusste Bühnenautorin. Anouk wiederum glaubt, Lilly für ihre eigenen Zwecke nutzen zu können, und lässt sie immer mehr in ihr Leben. Schnell entsteht zwischen den beiden eine Beziehung, die beide dazu bringt, ihre Vorstellungen von Erfolg und Selbstverwirklichung zu hinterfragen - und die vielleicht sogar zu einer echten Freundschaft werden kann.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2025

Unerwartet anders - aber besonders

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„Denn Mädchengedanken gehören in Schönschrift gepresst und hinter winzige Plastikschlösser gesperrt. Zwischen den Seiten sitzt das ganze Mädchen. Und neben ihnen die Scham.“ (Kapitel 2)



Worum geht’s?

Als ...

„Denn Mädchengedanken gehören in Schönschrift gepresst und hinter winzige Plastikschlösser gesperrt. Zwischen den Seiten sitzt das ganze Mädchen. Und neben ihnen die Scham.“ (Kapitel 2)



Worum geht’s?

Als Delia zufällig eine „Mitbewohnerin gesucht“-Anzeige ihrer liebsten Influencerin Anouk entdeckt, nutzt sie diese Chance für einen Neuanfang. Als Lilly zieht sie bei Anouk ein und versucht alles, um Anouk als Freundin zu gewinnen und ihren Traum Bühnenautorin zu werden umzusetzen. Gleichzeitig will Anouk auch von Lilly profitieren und lässt sie damit immer weiter in ihr Leben.



Wie war’s?

Auf dieses Buch habe ich mich lange gefreut und dann war es da. Und es war ganz anders, als erwartet. Joana June schreibt ganz einzigartig und geht geschickt mit Worten um. Sie baut stilistische Szenen ein, die das Buch mittendrin wild, anders und einzigartig machen. Ich habe anfangs meine Zeit gebraucht, um in das Buch zu finden, in die Handlung und die beiden Protagonistinnen. Und dann war ich mittendrin und bin durch die Seiten geflogen. Bestie zeigt, wie schwierig es sein kann Freundschaften zu schließen, wenn man älter wird und man selbst zu sein bzw. sich selbst zu finden. Insbesondere in Zeiten von Social Media, in denen eigentlich nichts so ist, wie es nach außen scheint.

Joana June zeichnet tiefgründige Charaktere mit Ecken und Kanten, die auch nicht immer sympathisch sind, aber dafür absolut authentisch. Immer wieder habe ich mich selbst dabei ertappt, mich in den Gedanken oder Handlungen wiederzuerkennen.

Ein großartiges Buch, das nicht immer Antworten gibt, aber dafür Fragen aufwirft, Gedankengänge anstößt und dazu anregt sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Starkes Debüt

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„Bestie“ ist der Debütroman von Joana June. Delia entdeckt eine Anzeige von ihrer geliebten Influencerin Anouk, in der diese eine Mitbewohnerin für ihre Wohnung in Hamburg sucht. Delia wird zu Lilly und ...

„Bestie“ ist der Debütroman von Joana June. Delia entdeckt eine Anzeige von ihrer geliebten Influencerin Anouk, in der diese eine Mitbewohnerin für ihre Wohnung in Hamburg sucht. Delia wird zu Lilly und sie gibt alles, um die Wohnung und Anouks Freundschaft zu bekommen. Doch auch Anouk hat ihre Gründe, Lilly auszuwählen…
Eine fesselnde, moderne Geschichte. Es geht um Themen wie Identität, Authentizität, Freundschaft, konstruierte Lügengeflechte, soziale Medien, Gesellschaftskritik und Neid. Es ist nicht das erste Buch, was ich über Themen wie den schönen Schein gelesen habe, doch es ist besonders. Beim Lesen bin ich oftmals zwischen Faszination, Irritation und Abneigung geschwankt. Nicht immer leicht zu lesen. Die Kapitel sind in dual POV verfasst. Der Schreibstil ist voller Feinheiten und kreiert rohe und intime Eindrücke. Ein Buch, das nachklingt. Wer noch ein facettenreiches und tiefgründiges Buch zum Lesen sucht, der könnte hier fündig werden.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Freundschaft und Erwachsen werden

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Das Cover von Joana Junes "Bestie" verspricht schon alles. Freundinnen die zusammen finden und auch jede für sich erwachsen werden muss. Wie viel Wahrheit steckt hinter ihrer Social Media Welt, wie viel ...

Das Cover von Joana Junes "Bestie" verspricht schon alles. Freundinnen die zusammen finden und auch jede für sich erwachsen werden muss. Wie viel Wahrheit steckt hinter ihrer Social Media Welt, wie viel Neid entsteht dadurch und leben wir wirklich unsere eigenen Träume oder fliehen wir manchmal auch vor dem Leben, dass wir eigentlich gerne für uns selbst hätten. Das sind alles Fragen die sich die beiden Protagonistinnen in Bestie stellen müssen. Sie treffen aufeinander und werden langsam zu Freundinnen und doch haben beide Geheimnisse die die jeweils andere verletzten kann. Eine Sozial Media Welt in der nicht alles so ist wie es scheint und zwei junge Frauen ihren Weg zu sich selbst und dem Leben dass sie selbst gerne leben würden erst finden müssen ohne sich durch die online präsentierte Welt zu sehr beeinflussen lassen zu lassen.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Wunderbarer Debütroman

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Als die Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht Delia darin die Chance für einen radikalen Neuanfang und zieht unter dem Namen Lilly bei ihr ein. Während Delia versucht, sich als selbstbewusste ...

Als die Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht Delia darin die Chance für einen radikalen Neuanfang und zieht unter dem Namen Lilly bei ihr ein. Während Delia versucht, sich als selbstbewusste Bühnenautorin neu zu erfinden, glaubt Anouk, Lilly für ihre eigenen Zwecke nutzen zu können. Zwischen den beiden entsteht eine intensive Beziehung, die ihre Vorstellungen von Erfolg, Identität und Freundschaft zunehmend ins Wanken bringt.

Ich verfolge Joana June schon lange auf Youtube und habe mich riesig auf ihren ersten Roman gefreut. Die Art wie sie spricht und was sie selbst gerne liest spiegeln sich meiner Meinung nach in diesem Roman wieder. Daher wusste ich eigentlich vorher schon, dass er mir gefallen wird.

Die Geschichte war unterhaltsam, ließ sich sehr flüssig lesen und ist ingesamt ein wirklich gelungenes Debüt.
Besonders spannend fand ich, dass die beiden Hauptcharaktere extrem unsympathisch sind. Sie lügen, belügen sich selbst und machen sich gegenseitig etwas vor . Genau das hat mich beim Lesen gefesselt. Es war erfrischend, einmal Figuren zu begleiten, die man nicht mögen muss, um sie interessant zu finden.

Die Dynamik zwischen den beiden fand ich sehr stark, vor allem wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass sie gerade deshalb so gut zusammenpassen, weil sie sich beide permanent etwas vormachen und in ihren eigenen Konstruktionen leben.
Der Theaterbezug hat mir ebenfalls gut gefallen. Obwohl das eigentlich gar nicht meine Welt ist, wirkte nichts zu abgehoben oder unverständlich. Auch die ans Theater angelehnte Struktur der Geschichte fand ich sehr passend und atmosphärisch.

Das Ende war für mich persönlich nicht ganz befriedigend, aber trotzdem stimmig. Es passt zu der Tonalität des Romans und zu seinem realistischen Blick auf die Figuren. Insgesamt zeichnet das Buch ein glaubwürdiges Bild von zwei sehr unterschiedlichen Frauen in der heutigen Welt.

Ich kann „Bestie“ definitiv empfehlen. Wie viele Bücher aus dem Pola-Verlag ist es keine klassische Happy-End-Geschichte, sondern eine intensive, manchmal unbequeme Erzählung über zwei starke weibliche Charaktere. Gerade diese Unbequemlichkeit macht das Buch spannend und lesenswert.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Identität im Spiegel der Zeit

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Bestie hat mich von Beginn an mit seinem modernen Thema und seinem sprachlich starken Stil überzeugt. Besonders das erste Drittel ist sehr realistisch geschrieben – atmosphärisch dicht, präzise beobachtet ...

Bestie hat mich von Beginn an mit seinem modernen Thema und seinem sprachlich starken Stil überzeugt. Besonders das erste Drittel ist sehr realistisch geschrieben – atmosphärisch dicht, präzise beobachtet und mit einem guten Gespür für die Zwischentöne menschlicher Beziehungen. Der Roman ist insgesamt sehr metaphernreich, was der Erzählung Tiefe und eine gewisse poetische Note verleiht.

Die Protagonistinnen fand ich besonders interessant, vor allem, wie sie sich nach außen anders darstellen, als sie wirklich sind. Dieses Spiel mit Identität und Selbstinszenierung erinnert stark an die Mechanismen sozialer Medien und wirkt dadurch sehr zeitgemäß und authentisch.

Nach etwa zwei Dritteln der Geschichte hätte ich mir jedoch eine stärkere Wendung oder Entwicklung gewünscht. Mir fehlte ein klarer Höhepunkt, ein Moment, der die bisher aufgebaute Spannung wirklich auflöst oder auf eine neue Ebene hebt. Die Spannungslinien hätten etwas gezielter und konsequenter aufgebaut sein können, um den Lesefluss stärker zu tragen.

Trotzdem hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es behandelt wichtige Themen wie Identität, Selbstverwirklichung und den Einfluss sozialer Medien – und das auf eine ehrliche, teils schonungslos rohe Art. Auch wenn nicht alle dramaturgischen Elemente für mich ganz aufgegangen sind, bleibt Bestie ein sprachlich beeindruckendes und inhaltlich relevantes Werk, das nachhallt und zum Nachdenken über unser eigenes Selbstbild anregt.

Fazit:
Bestie ist ein zeitgemäßer, stilistisch überzeugender Roman über Identität, Selbstinszenierung und gesellschaftliche Mechanismen. Trotz kleinerer dramaturgischer Schwächen hinterlässt er einen bleibenden Eindruck und regt zum Reflektieren über die eigene Rolle in der digitalen und realen Welt an.

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