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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2026

Zwischen Leidenschaft, Luxus und Intrigen

King of Pride
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King of Pride erzählt die Geschichte des kontrollierten und zurückhaltenden Kai Young und der lebensfrohen Isabella Valencia, die unterschiedlicher kaum sein könnten und sich dennoch unwiderstehlich zueinander ...


King of Pride erzählt die Geschichte des kontrollierten und zurückhaltenden Kai Young und der lebensfrohen Isabella Valencia, die unterschiedlicher kaum sein könnten und sich dennoch unwiderstehlich zueinander hingezogen fühlen. Während Kai als Erbe eines mächtigen Imperiums stets auf Perfektion bedacht ist, bringt Isabella mit ihrer offenen und temperamentvollen Art seine geordnete Welt vollkommen durcheinander.

Nachdem mir schon der erste Teil der Reihe unglaublich gut gefallen hat, konnte King of Pride das für mich sogar noch toppen. Kai und Isabella harmonieren einfach perfekt miteinander und ich habe ihre Dynamik von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Besonders dieses luxuriöse Society Setting mit all den Geheimnissen, Machtspielen und familiären Intrigen hat mich komplett in die Geschichte gezogen.

Der Schreibstil von Ana Huang war wieder einmal unglaublich angenehm zu lesen, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Ich liebe es einfach, wie sie emotionale, romantische und gleichzeitig spannende Momente miteinander verbindet. Mittlerweile weiß ich eigentlich schon vor jedem ihrer Bücher, dass es mir gefallen wird und auch dieses hier hat mich absolut nicht enttäuscht.

Insgesamt war es für mich eine starke, fesselnde und sehr emotionale Romance Geschichte mit großartigen Charakteren und viel Chemie. Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, die restlichen Teile der Reihe zu lesen.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Nicht meine Erwartungen erfüllt

Indigosommer
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Indigosommer stand bei mir tatsächlich schon seit bestimmt neun Jahren im Regal. Ich habe es damals nie gelesen und jetzt endlich zur Hand genommen. Vielleicht lag genau darin schon ein Teil des Problems, ...

Indigosommer stand bei mir tatsächlich schon seit bestimmt neun Jahren im Regal. Ich habe es damals nie gelesen und jetzt endlich zur Hand genommen. Vielleicht lag genau darin schon ein Teil des Problems, denn ich habe beim Lesen gemerkt, dass ich vermutlich nicht mehr ganz die Zielgruppe bin.

Ich war trotzdem sehr gespannt, weil mir eine gute Freundin das Buch empfohlen hat und ich auch sonst viel Positives darüber gehört habe. Umso enttäuschender war es für mich, dass es mich nicht wirklich abgeholt hat. Dabei ist die Geschichte an sich schön und auch durchaus berührend. Gerade für jüngere Leserinnen und Leser, so im Alter von etwa 13 bis 15 Jahren, kann sie bestimmt eine große Wirkung entfalten.

Besonders interessant fand ich, dass man Einblicke in die Kultur der indigenen Bevölkerung Amerikas bekommt. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Man kommt leicht in die Geschichte hinein und kann dem Geschehen gut folgen.

Trotzdem hat mir irgendwie die emotionale Verbindung gefehlt. Ich kann gar nicht genau festmachen, woran es lag. Die Handlung ist eigentlich stimmig und die Themen sind relevant, aber es hat mich einfach nicht richtig erreicht. Es blieb für mich alles ein bisschen auf Distanz, ohne dass ich wirklich mitgefiebert habe.

Insgesamt würde ich sagen, dass Indigosommer ein solides und schön geschriebenes Jugendbuch ist, das für eine jüngere Zielgruppe sicher sehr gut funktioniert. Für mich persönlich kam es jedoch zu spät und konnte mich deshalb leider nicht mehr wirklich begeistern.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Nahbar, ehrlich, berührend

Pause
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Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht die 36-jährige Hanna zurück zu ihren Eltern und muss sich nicht nur dem ungewohnten Familienalltag stellen, sondern auch den tief sitzenden Ursachen ihres Zusammenbruchs. ...

Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht die 36-jährige Hanna zurück zu ihren Eltern und muss sich nicht nur dem ungewohnten Familienalltag stellen, sondern auch den tief sitzenden Ursachen ihres Zusammenbruchs. Zwischen alten Konflikten und neuen Einsichten beginnt sie, Hilfe anzunehmen und ihre Beziehungen neu zu betrachten. Der Roman erzählt einfühlsam und mit feinem Humor von Selbstfindung, familiären Dynamiken und davon, wie Liebe oft gerade in den schwierigsten Momenten entsteht.

Ich kenne Lena Kupke mittlerweile, seit über einem Jahr als Comedian und liebe ihren Humor, daher war ich sehr gespannt auf diesen Roman. Aber wer hier ein leichtes, lustiges Buch erwartet sollte definitiv nochmal den Klappentext lesen und seine Erwartungen anpassen.

Mich hat dieses Buch wirklich überrascht. Und zwar nicht durch große Dramatik, sondern durch seine leise, ehrliche Art. Der Schreibstil ist auffallend nüchtern und gleichzeitig unglaublich nahbar, fast so, als würde einem eine gute Freundin ganz ruhig ihre Geschichte erzählen. Genau das macht „Pause“ so besonders: Es fühlt sich nie künstlich oder überladen an, sondern durchgehend authentisch.

Besonders stark fand ich, wie realistisch und fein die Figuren gezeichnet sind. Die Charaktere wirken nicht wie typische Romanfiguren, sondern wie echte Menschen mit Ecken, Zweifeln und Entwicklung. Dadurch konnte ich mich sehr leicht in sie hineinversetzen und habe mich an vielen Stellen selbst wiedererkannt.

Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung eher leise, aber dafür nachhaltig. Es ist kein Buch, das man einfach „durchliest und vergisst“. Vielmehr bleibt ein Gefühl zurück, das einen noch eine Weile begleitet

Eine klare Empfehlung für alle, die keine übertrieben dramatischen Geschichten suchen, sondern ehrliche, berührende Einblicke ins echte Leben.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Eine berührende Reise in eine vergangene Welt

Judith und Hamnet
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Im England des sechzehnten Jahrhunderts wächst ein außergewöhnliches Mädchen zu einer ebenso ungewöhnlichen Frau heran. Agnes ist bekannt für ihre besondere Verbindung zur Natur und ihr feines Gespür für ...

Im England des sechzehnten Jahrhunderts wächst ein außergewöhnliches Mädchen zu einer ebenso ungewöhnlichen Frau heran. Agnes ist bekannt für ihre besondere Verbindung zur Natur und ihr feines Gespür für Menschen. Als sie den jungen Lateinlehrer heiratet, beginnt eine intensive Liebesgeschichte, aus der drei Kinder hervorgehen. Doch das Leben der Familie wird von einem schweren Verlust erschüttert, der alles verändert.

Ich fand das Buch wirklich richtig gut. Ehrlich gesagt war mein Interesse ursprünglich dadurch geweckt, dass die Geschichte rund um Hamnet bei den Oscars so präsent war das hat mich neugierig gemacht und ich wollte unbedingt die Vorlage lesen. Und ich wurde absolut nicht enttäuscht.

Besonders begeistert hat mich die Sprache. Sie ist unglaublich schön und detailreich so beschreibend dass man sich komplett in diese Zeit und Welt hineinversetzen kann. Obwohl das Buch erst vor ein paar Jahren erschienen ist fühlt sich die Sprache irgendwie älter an aber genau das passt perfekt zur Epoche und wirkt überhaupt nicht künstlich sondern sehr stimmig.

Auch emotional hat mich das Buch total gepackt. Die Darstellung von Trauer, Familie und Verlust ist so feinfühlig dass ich mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen konnte. Es war wirklich berührend und intensiv zu lesen.

Trotz der Länge wurde es nie langweilig im Gegenteil ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen durchgelesen weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es ist eines dieser Bücher die einen komplett einnehmen.

Ich bin wirklich begeistert und freue mich jetzt schon darauf noch ein weiteres Buch von Maggie O Farrell zu lesen. Und natürlich möchte ich nach dieser Lektüre auch unbedingt die Verfilmung sehen.

Für mich war Hamnet ein richtig richtig gutes Buch.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwischen Stärke und Verletzlichkeit: Eine Stimme, die unter die Haut geht

Papa weg. Mama müde. Ich laut.
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Das Buch Papa weg, Mama müde, ich laut von Parshad Esmaeili erzählt sehr persönlich von ihrer Kindheit, ihrer Familie und dem Aufwachsen zwischen Herausforderungen, Unsicherheiten und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. ...

Das Buch Papa weg, Mama müde, ich laut von Parshad Esmaeili erzählt sehr persönlich von ihrer Kindheit, ihrer Familie und dem Aufwachsen zwischen Herausforderungen, Unsicherheiten und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Es ist eine ehrliche und emotionale Reise durch prägende Lebensphasen, die einen tiefen Einblick in ihre Vergangenheit gibt.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und es hat mich wirklich komplett abgeholt. Es gehört zu den wenigen Hörbüchern, die mich nachhaltig beeindruckt haben. Besonders hervorheben muss ich, dass Parshad ihre Geschichte selbst eingesprochen hat. Normalerweise bin ich kein großer Fan davon, wenn Autoren ihre eigenen Bücher lesen, weil professionelle Sprecher oft noch einmal eine andere Ebene reinbringen. Aber hier war es genau richtig so. Ich könnte mir ehrlich gesagt niemand anderen vorstellen, der dieses Buch liest.

Man merkt einfach, wie unfassbar persönlich diese Geschichte ist. Ihre Stimme transportiert Emotionen, die wahrscheinlich sonst verloren gegangen wären. Es fühlt sich nicht wie ein vorgelesenes Buch an, sondern eher wie ein direktes Gespräch mit ihr.

Was mich besonders berührt hat, ist die neue Seite, die man von ihr kennenlernt. Wenn man sie kennt oder verfolgt, nimmt man sie oft als sehr starke, witzige und schlagfertige Person wahr. In diesem Buch zeigt sie jedoch eine viel verletzlichere, tiefere Seite. Sie erzählt offen von ihrer Kindheit, von familiären Strukturen und von Erfahrungen, die sie geprägt haben. Diese Entwicklung über einen längeren Zeitraum mitzuerleben, war intensiv und emotional.

Ich finde es unglaublich stark, dass sie sich entschieden hat, ihre Geschichte zu teilen. Das erfordert Mut. Gerade weil es kein leichter Stoff ist, hat es für mich eine große Bedeutung. Es zeigt, dass man mit schwierigen Erfahrungen nicht allein ist. Auch wenn ich persönlich nicht nachempfinden kann, wie es ist, so aufzuwachsen, war es trotzdem wichtig und wertvoll, diese Perspektive kennenzulernen.

Insgesamt hat mich das Hörbuch sehr bewegt und nachhaltig beeindruckt. Es ist ehrlich, nahbar und geht unter die Haut. Für mich ein wirklich starkes und empfehlenswertes Hörerlebnis.

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