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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwischen Stärke und Verletzlichkeit: Eine Stimme, die unter die Haut geht

Papa weg. Mama müde. Ich laut.
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Das Buch Papa weg, Mama müde, ich laut von Parshad Esmaeili erzählt sehr persönlich von ihrer Kindheit, ihrer Familie und dem Aufwachsen zwischen Herausforderungen, Unsicherheiten und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. ...

Das Buch Papa weg, Mama müde, ich laut von Parshad Esmaeili erzählt sehr persönlich von ihrer Kindheit, ihrer Familie und dem Aufwachsen zwischen Herausforderungen, Unsicherheiten und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Es ist eine ehrliche und emotionale Reise durch prägende Lebensphasen, die einen tiefen Einblick in ihre Vergangenheit gibt.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und es hat mich wirklich komplett abgeholt. Es gehört zu den wenigen Hörbüchern, die mich nachhaltig beeindruckt haben. Besonders hervorheben muss ich, dass Parshad ihre Geschichte selbst eingesprochen hat. Normalerweise bin ich kein großer Fan davon, wenn Autoren ihre eigenen Bücher lesen, weil professionelle Sprecher oft noch einmal eine andere Ebene reinbringen. Aber hier war es genau richtig so. Ich könnte mir ehrlich gesagt niemand anderen vorstellen, der dieses Buch liest.

Man merkt einfach, wie unfassbar persönlich diese Geschichte ist. Ihre Stimme transportiert Emotionen, die wahrscheinlich sonst verloren gegangen wären. Es fühlt sich nicht wie ein vorgelesenes Buch an, sondern eher wie ein direktes Gespräch mit ihr.

Was mich besonders berührt hat, ist die neue Seite, die man von ihr kennenlernt. Wenn man sie kennt oder verfolgt, nimmt man sie oft als sehr starke, witzige und schlagfertige Person wahr. In diesem Buch zeigt sie jedoch eine viel verletzlichere, tiefere Seite. Sie erzählt offen von ihrer Kindheit, von familiären Strukturen und von Erfahrungen, die sie geprägt haben. Diese Entwicklung über einen längeren Zeitraum mitzuerleben, war intensiv und emotional.

Ich finde es unglaublich stark, dass sie sich entschieden hat, ihre Geschichte zu teilen. Das erfordert Mut. Gerade weil es kein leichter Stoff ist, hat es für mich eine große Bedeutung. Es zeigt, dass man mit schwierigen Erfahrungen nicht allein ist. Auch wenn ich persönlich nicht nachempfinden kann, wie es ist, so aufzuwachsen, war es trotzdem wichtig und wertvoll, diese Perspektive kennenzulernen.

Insgesamt hat mich das Hörbuch sehr bewegt und nachhaltig beeindruckt. Es ist ehrlich, nahbar und geht unter die Haut. Für mich ein wirklich starkes und empfehlenswertes Hörerlebnis.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Ein Thriller, den man nicht aus der Hand legen kann

Die Einladung
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Marla erhält eine mysteriöse Einladung zu einem Klassentreffen in den Alpen. Doch schnell wird klar, dass dort etwas ganz und gar nicht stimmt und sie in ein gefährliches Spiel gerät, bei dem sie niemandem ...

Marla erhält eine mysteriöse Einladung zu einem Klassentreffen in den Alpen. Doch schnell wird klar, dass dort etwas ganz und gar nicht stimmt und sie in ein gefährliches Spiel gerät, bei dem sie niemandem trauen kann, nicht einmal sich selbst.

Die Einladung war jetzt mein vierter Thriller von Sebastian Fitzek und hat mich wie jedes Mal total gefesselt. Ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen und habe es, glaube ich, innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, weil ich einfach immer wissen wollte, wie es weitergeht.

Was mich besonders beeindruckt hat, war, dass die Handlung absolut nicht vorhersehbar war. Immer wieder gab es neue Plottwists, die ich überhaupt nicht habe kommen sehen. Ich glaube sogar, dass mich dieses Buch von allen, die ich bisher von ihm gelesen habe, am meisten gepackt hat. Gerade wenn man denkt, man hat jetzt verstanden, was passiert, kommt direkt die nächste Wendung. Teilweise musste ich kurze Pausen einlegen um überhaupt hinterher zu kommen.

Auch der Schreibstil war wieder richtig stark. Die Wechsel zwischen Orten, Zeiten und Perspektiven haben das Ganze noch spannender gemacht. Ich hatte bis zum Ende keine Ahnung, worauf alles hinausläuft, und genau das macht für mich einen richtig guten Thriller aus. Es passieren ständig unerwartete Dinge, die einen komplett überraschen.

Wie so oft bei Fitzek war die Geschichte auch wieder ziemlich verstörend. Man fragt sich wirklich manchmal, wie man auf solche Ideen kommt, aber genau das macht den Reiz aus.

Für mich steht auf jeden Fall fest, das wird nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein. Ich freue mich jetzt schon darauf, den nächsten Thriller von ihm zu lesen.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Eine sommerliche Reise zu sich selbst

Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pizza und Aperol
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Wiedersehen mit mir selbst von Melanie Pignitter erzählt die Geschichte einer Frau, die sich auf eine Reise nach Italien begibt und dabei nicht nur ein neues Umfeld, sondern auch sich selbst besser kennenlernt. ...

Wiedersehen mit mir selbst von Melanie Pignitter erzählt die Geschichte einer Frau, die sich auf eine Reise nach Italien begibt und dabei nicht nur ein neues Umfeld, sondern auch sich selbst besser kennenlernt. In dieser sommerlichen Kulisse wird sie mit alten Mustern konfrontiert und findet Schritt für Schritt zurück zu ihrer eigenen Stärke.

Als Hörbuch hat mir dieses Werk besonders gut gefallen, weil es eine angenehme Länge hat und sich sehr leicht und flüssig hören lässt. Die Geschichte ist ruhig erzählt, aber dennoch fesselnd, sodass man gerne dranbleibt und immer weiter zuhören möchte.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie wichtige Botschaften vermittelt werden. Es wirkt zu keiner Zeit belehrend, sondern vielmehr wie eine sanfte Begleitung durch eine warme, sommerliche Geschichte. Die vielen Ratschläge und Weisheiten sind so natürlich eingebunden, dass sie sich fast nebenbei entfalten und lange nachwirken.

Ich habe mich in vielen Gedanken und Gefühlen selbst wiedererkannt, was das Hörerlebnis noch intensiver gemacht hat. Das Buch schafft es, einen dazu zu ermutigen, mehr auf sich selbst zu hören, für sich einzustehen und auch einmal Nein zu sagen, ohne dabei Schuldgefühle zu haben.

Besonders schön fand ich die zentrale Botschaft, dass Mut und Selbstvertrauen in jedem von uns stecken und dass man lernen kann, sich selbst zu vertrauen. Es zeigt auf eine sehr einfühlsame Weise, dass man seinen eigenen Weg gehen darf, ohne Angst vor der Bewertung anderer.

Insgesamt ist es eine sehr berührende und inspirierende Geschichte, die sich perfekt für entspannte Stunden eignet und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Ein Hörbuch, das nicht nur unterhält, sondern auch stärkt und lange im Kopf bleibt.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Ein herrlich schräger Klassiker

Per Anhalter durch die Galaxis
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Arthur Dent führt ein ganz normales Leben, bis eines Tages nicht nur sein Haus, sondern gleich die ganze Erde zerstört wird. In letzter Sekunde wird er von seinem Freund Ford Prefect gerettet, der sich ...

Arthur Dent führt ein ganz normales Leben, bis eines Tages nicht nur sein Haus, sondern gleich die ganze Erde zerstört wird. In letzter Sekunde wird er von seinem Freund Ford Prefect gerettet, der sich als Außerirdischer entpuppt. Gemeinsam reisen sie per Anhalter durch das Weltall und begegnen dabei den absurdesten Figuren und Situationen.
Ich fand es ziemlich cool, endlich mal diesen Klassiker gelesen zu haben. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und lässt sich wirklich schnell lesen, ich war überrascht, wie zügig ich damit durch war. Gerade weil ich eigentlich gar kein großer Science Fiction Fan bin, hat es mich positiv überrascht, wie gut es mir gefallen hat.
Was ich ein bisschen anstrengend fand, waren die vielen Charaktere und vor allem die oft sehr ungewöhnlichen Namen. Da musste ich mich teilweise konzentrieren, um den Überblick zu behalten. Trotzdem überwiegt ganz klar der positive Eindruck. Die Geschichte ist witzig, herrlich schräg und stellenweise ziemlich wirr, aber auf eine charmante Art, die einfach Spaß macht.
Insgesamt hat mich das Buch definitiv gut unterhalten und ich kann verstehen, warum es als Kultklassiker gilt.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Spannender Büro-Thriller

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Die Kollegin von Frieda McFadden spielt in einem Büro, in dem zwei sehr unterschiedliche Kolleginnen arbeiten. Natalie ist offen, beliebt und selbstbewusst, während Dawn eher zurückgezogen wirkt und von ...

Die Kollegin von Frieda McFadden spielt in einem Büro, in dem zwei sehr unterschiedliche Kolleginnen arbeiten. Natalie ist offen, beliebt und selbstbewusst, während Dawn eher zurückgezogen wirkt und von ihren Kollegen als etwas seltsam wahrgenommen wird. Als Dawn eines Tages plötzlich nicht zur Arbeit erscheint, obwohl sie sonst immer extrem zuverlässig ist, kommen Fragen auf. Nach und nach wird klar, dass hinter dem scheinbar normalen Büroalltag mehr Geheimnisse stecken, als man zunächst vermutet.

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders das Büro-Setting fand ich spannend, weil es eine sehr alltägliche Umgebung ist und dadurch eine interessante Atmosphäre entsteht. Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Die Dynamik zwischen den Figuren sorgt dafür, dass man als Leser ständig überlegt, wem man eigentlich glauben kann.

Der Schreibstil von Frieda McFadden ist wie gewohnt sehr angenehm und flüssig. Das Buch lässt sich unglaublich schnell lesen und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Ich habe allerdings gemerkt, dass ich einige der Plottwists relativ früh geahnt habe. Ungefähr die Hälfte der Wendungen konnte ich kommen sehen. Ich weiß nicht genau, ob das am Buch selbst liegt oder daran, dass es inzwischen mein viertes Buch der Autorin ist und ich ihr typisches Muster langsam erkenne.

Trotzdem hat mich die Geschichte wieder sehr gut unterhalten. Die Handlung hat diese leicht verstörende und manchmal etwas verrückte Stimmung, die ihre Thriller so besonders macht. Insgesamt also ein spannendes und sehr gut lesbares Buch, das mich trotz vorhersehbarer Momente wieder überzeugt hat. Ich werde definitiv noch weitere Bücher der Autorin lesen

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