Cover-Bild Bachelorette Party
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 16.04.2026
  • ISBN: 9783423264556
Camilla Sten

Bachelorette Party

Beste Freundinnen. Die letzte Chance auf Rache.
Melike Karamustafa (Übersetzer)

Eine schwedische Insel. Beste Freundinnen. Die letzte Chance auf Rache.

Laue Sommerabende, Yoga am Strand und Quality Time mit den besten Freundinnen: Annelieses Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen schwedischen Schäreninsel verspricht ein traumhaftes Wochenende. Nur Journalistin Tessa läuft schon bei der Ankunft eine Gänsehaut über den Rücken, denn die Insel erinnert sie an einen Cold Case: Vier Frauen verschwanden dort vor zehn Jahren spurlos. Als das zuvor sicher vertäute Boot im offenen Meer treibt und die Gruppe somit auf der Insel gefangen ist, suchen sich lang verborgene Geheimnisse und Feindseligkeiten ihren gefährlichen Weg ans Licht. Dann wird eine der Teilnehmerinnen tot aufgefunden, und Tessa weiß: Jemand ist hier, um Rache zu üben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2026

Locked-Room-Szenario nach bekanntem Schema mit wenig Spannung und nicht ganz runder Auflösung

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Vier Freundinnen, die sich seit ihrer Kindheit kennen, treffen sich seit elf Jahren im Mai auf der "Isle Blind" vor der schwedischen Küste um ihre Freundschaft zu feiern und die Last des Alltags hinter ...

Vier Freundinnen, die sich seit ihrer Kindheit kennen, treffen sich seit elf Jahren im Mai auf der "Isle Blind" vor der schwedischen Küste um ihre Freundschaft zu feiern und die Last des Alltags hinter sich zu lassen. 2012 kommen sie von ihrem Ausflug nicht zurück. Die Polizei geht von einem Unfall auf dem Meer aus, aber ihre Leichen werden nicht gefunden.
Der Cold Case lässt die True-Crime-Podcasterin Tessa nicht los. Zehn Jahre nach dem Unglück ist sie zu einem Junggesellinnenabschied in ein Yoga-Retreat auf einer abgelegenen Insel eingeladen, wobei es sich bei der Inhaberin um die ältere Schwester eines der vermissten Mädchen handelt. Tessa möchte die Chance nutzen, den Fall endlich zu lösen, obwohl sie mit ihrem Podcast gescheitert ist und den Shitstorm noch lange nicht verarbeitet hat.

Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen, wobei der Prolog vorwegnimmt, was sich im Mai 2012 auf Isle Blind ereignet hat und damit Ängste schürt, was dort zehn Jahre später passieren könnte. Der Fokus liegt jedoch auf der Gegenwart und die kurzen Kapitel tragen zur entsprechenden Dynamik bei.

Die einzelnen Charaktere bleiben blass und übernehmen lediglich Rollen als Freundin, Trauzeugin, Schwester, Gastgeberin. Nur Tessa, aus deren Ich-Perspektive die Geschehnisse in der Gegenwart erzählt werden, scheint nahbarer. Weshalb ihr Podcast negativ viral gegangen ist, bleibt hingegen lange im Dunkeln, belastet jedoch sie und die Beziehungen zu ihren Freundinnen. Von einem entspannten Junggesellinnenabschied kann keine Rede sein, auch da sich Tessa vorgenommen hat, den Fall um die verschwundenen Frauen zu lösen und Morde dahinter vermutet - eine Erklärung dafür gibt es jedoch nicht.

Als eine Freundin der Braut in der Gegenwart verschwindet und ihr Rettungsboot auf dem offenen Meer treibt, scheint das ungute Gefühl, das Tessa seit der Ankunft in dem Retreat verspürt, nicht unbegründet. Die anschließende Handlung ist mehr von Dramatik und Hysterie als echter Spannung geprägt.

Die Ausgangslage der "Bachelorette Party" ist wenig originell: Ein Locked-Room-Szenario, eine abgelegene Insel, eine übersichtliche Anzahl von Personen, keine Möglichkeit, Hilfe zu holen und unter ihnen ein Mörder... Dennoch fiebert man einer Erklärung für die Ereignisse in der Vergangenheit und eine mögliche Wiederholung in der Gegenwart entgegen.
Die Auflösung kann allerdings auf beiden Zeitebenen aufgrund des unnötigen Gewaltexzesses nicht überzeugen. Die Motive und Verdächtigungen kommen im Vergleich zur Beschreibung von verletzten Körperteilen zu kurz. Zudem wirkt der Plot nicht ganz rund, wenn am Ende grundsätzliche Fragen übrig bleiben, wie warum die Polizei 2012 so stümperhaft ermittelt hat und was sich Tessa zehn Jahre später erhofft hat für Beweise zu finden.

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Veröffentlicht am 16.07.2026

Bekanntes Schema mit nettem Schreibstil

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Worum geht’s?
Eigentlich wollten Anneliese und ihre Freundinnen lediglich ihren Junggesellinnenabschied auf einer kleinen Schäreninsel feiern. Ihre Freundin Tessa ist jedoch nicht nur Journalistin, sondern ...

Worum geht’s?
Eigentlich wollten Anneliese und ihre Freundinnen lediglich ihren Junggesellinnenabschied auf einer kleinen Schäreninsel feiern. Ihre Freundin Tessa ist jedoch nicht nur Journalistin, sondern auch fest entschlossen, einen mysteriösen Vermisstenfall, der sich vor zehn Jahren auf der Insel ereignet hat, aufzuklären. Zwischen Yoga und Sektfrühstück tun sich plötzlich Abgründe auf – und die Freundinnen können sich nicht mehr sicher sein, wer nicht vielleicht doch ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt.


Meine Meinung
Das Szenario dieser Geschichte war für mich zwar ehrlicherweise nichts Neues mehr, bei spannenden Plottwists muss das Rad für mich aber tatsächlich auch gar nicht unbedingt neu erfunden werden, um beim Lesen richtig Spaß zu machen. Dieses Buch hat mich trotz der eigentlich sehr vielversprechenden Ansätze dann aber leider eher ein bisschen enttäuscht, auch wenn ich durchaus Potenzial für diese Autorin sehe.

Gut gefallen hat mir nämlich bis zum Schluss vor allem der Schreibstil, der die Defizite bei Handlungs- und Spannungsbogen für mich zumindest etwas ausgeglichen hat. Nichtsdestotrotz hat mich vor allem gestört, wie lange es insgesamt gedauert hat, bevor überhaupt wirklich etwas passiert.

Das Setting der Schäreninseln hat mir zwar gut gefallen, den insbesondere durch die sehr detaillierten Beschreibungen findet man sich sehr gut zurecht und kann sich sehr bildlich vorstellen, wo sich die Handlung eigentlich abspielen soll. Mit der Zeit wurden mir die Beschreibungen und relativ belanglosen Ereignisse aber leider etwas zu viel des Guten, denn wirkliche Beklemmung oder ein Gefühl von Bedrohung wollte sich bei mir dadurch überwiegend nicht einstellen.

Auch die Figuren waren meiner Meinung nach etwas zu viele, um mich wirklich emotional auf die unterschiedlichen Charaktere einlassen zu können. Besonders viel Raum konnten die einzelnen Figuren dabei ohnehin nicht einnehmen, mir persönlich fiel es so dann allerdings auch eher schwer, mich überhaupt näher mit ihnen beschäftigen zu wollen.

Somit stand ich schlussendlich vor dem Dilemma, dass ich zwar bis zur Auflösung durchhalten wollte und das Buch nicht in irgendeine Ecke gepfeffert habe, gleichzeitig aber nicht ganz so viel Freude beim Lesen hatte, wie ich es bei einer etwas anderen Umsetzung vielleicht hätte haben können. Für mich persönlich muss definitiv nicht das Rad neu erfunden werden, um eine unterhaltsame Zeit beim Lesen zu verbringen, diese Geschichte wurde mir aber ehrlicherweise zu vorhersehbar und mit zu wenig Spannung erzählt, um mein Interesse wirklich langfristig binden zu können.


Fazit
Auch unabhängig von der Verwandtschaft der Autorin halte ich sie durchaus für talentiert, dieses Buch war für mich aber leider nicht ganz so überzeugend, wie ich es mir gewünscht hätte. Das volle Potenzial der Geschichte sehe ich daher ehrlicherweise nicht ausgeschöpft, anderen Büchern der Autorin würde ich aber trotzdem noch eine Chance geben wollen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 11.07.2026

nichts besonderes

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Worum geht es?
Ein Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen Schäreninsel mit Luxus-Resort. Sie sind nahezu allein, weil die Eröffnung erst noch folgen wird. Doch ausgerechnet diese Insel steht im ...

Worum geht es?
Ein Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen Schäreninsel mit Luxus-Resort. Sie sind nahezu allein, weil die Eröffnung erst noch folgen wird. Doch ausgerechnet diese Insel steht im Zusammenhang mit verschwundenen Frauen vor einem Jahrzehnt. Jemand beginnt zu bohren.

Worum geht es wirklich?
Suche, Ruhe und Schuld.

Lesenswert?
Nein, leider nicht das, was ich mir erhofft habe. Das Buch ist zwar grundsätzlich okay und eine nette Lektüre für zwischendurch. Aber im Vergleich zu anderen Büchern halt nichts besonderes.
Die CHARAKTERE sind okay, teilweise nett, aber auch hier ist nichts außergewöhnlich.
Bei der ATMOSPHÄRE hingegen war ich sogar eher enttäuscht, denn die Stimmung auf der Insel und in der Unterkunft kam für mein Empfinden kaum auf. Es wirkte austauschbar und beliebig, ich konnte mich nicht in die Stimmung reinfühlen. Finde ich schade, wenn man einen eher besonderen Ort wählt.
Das Buch konnte ich schnell lesen, was vermutlich auch an dem angenehmen SCHREIBSTIL (Übersetzung Melike Karamustafa) lag.
Auch bei der HANDLUNG kann ich das ganze wieder nur mittelmäßig beurteilen: Keine richtigen Überraschungen, nichts raffiniertes. Sie war solide und in Ordnung, aber mehr nicht. Die Auflösung gefiel mir weniger, das eigentliche Ende hingegen aber wieder gut.
Es war ausreichend SPANNUNG vorhanden, damit man weiter lesen und endlich hinter das Geheimnis kommen wollte. Wäre die Lektüre schwieriger zu lesen gewesen, hätte mir die Spannung vermutlich aber nicht ausgereicht um dranzubleiben.
Die LOGIK fand ich wieder eher enttäuschend, da alles sehr konstruiert wirkte und künstlich erzeugt.
Trotz der Kritik würde ich den LESESPASS, den ich empfunden habe, schon mit okay bis gut bewerten, da mich das Buch kurzweilig unterhalten konnte. Es wird mir jedoch nicht in Erinnerung bleiben und mehr in einem Einheitsbrei von ähnlichen Büchern verschwimmen.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 4,86 Bewertungspunkten eher knappe 3 Sterne für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Gute Idee, nicht so gute Umsetzung

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Das Buch dreht sich um einen Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel. Dort, wo vor einem Jahrzehnt schon einmal 4 Frauen verschwunden sind. Wir folgen der Protagonistin Tessa, die an dem ...

Das Buch dreht sich um einen Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel. Dort, wo vor einem Jahrzehnt schon einmal 4 Frauen verschwunden sind. Wir folgen der Protagonistin Tessa, die an dem JGA nur teilnimmt, weil sie herausfinden möchte, was damals wirklich passiert ist. Sie merkt schnell, dass auch dieses Mal etwas nicht stimmt und sie alle in Gefahr sind...

Den Schreibstil von Camilla Sten fand ich gut, ich könnte recht gut in die Story reinfinden und Tessa irgendwie kennenlernen. Auch das Setting fand ich sehr gelungen, eine einsame Insel und ein begrenzter Personenkreis eignen sich hervorragend für Spannung und Angst. Das Setting wurde gut beschrieben und man konnte sich die Location und die Atmosphäre gut vorstellen. Zusätzlich wird zwischen zwei Perspektiven geswitcht: vor 10 Jahren und aktuell. Schritt für Schritt lernt man mehr über die jeweiligen Frauengruppen und die Abläufe.

Weniger überzeugend fand ich die Charaktere und den Plot. Tessa ist keine Sympathieträgerin und fühlt sich wegen einem beruflichen Fehltritt schuldig. Gerade am Anfang wird man damit angefixt, dann aber sehr lange hingehalten, was mich irgendwann genervt hat. Generell ist lange nicht viel passiert und während die Atmosphäre davon gut untermalt wurde, kam beim Lesen dann doch irgendwann leichte Langeweile auf. Die restlichen Charaktere sind blass und so wenig lebendig, dass man sie leicht verwechseln kann. Ich habe für die Gruppe kein wirkliches Gefühl bekommen. Auch bei der Geschichte vor 10 Jahren kam bei mir kein richtiges Gefühl für die Frauengruppe an. Die Charaktere der aktuellen Erzählung haben sich meiner Meinung nach alle seltsam verhalten und auch irgendwie klischeehaft oder eben wenig durchdacht...

Die Handlung war am Anfang zu seicht und am Ende irgendwie etwas übertrieben. Ich hab mir auch generell spannender Motive vorgestellt und einen logischeren Showdown gewünscht.

Alles in allem eine super Idee, die Umsetzung war aber leider blass und am Ende etwas platt. Ich nach dem Lesen etwas enttäuscht vom Plot, dabei ist das Buch noch Recht spannend gestartet.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Viele Frauen, eine Insel

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Ein Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel vor Stockholm bringt eine Gruppe von Freundinnen zusammen. Doch bei True-Crime-Podcasterin Tessa spült dies entsetzliche Assoziationen empor, ...

Ein Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel vor Stockholm bringt eine Gruppe von Freundinnen zusammen. Doch bei True-Crime-Podcasterin Tessa spült dies entsetzliche Assoziationen empor, denn zehn Jahre zuvor waren an dieser Stelle schon einmal vier junge Frauen spurlos verschwunden. Bis heute wurden sie nie gefunden und die Polizei geht offiziell von einem Unglück aus, doch Tessas Instinkt verrät ihr etwas anderes.

Das war ja schon eine mutige Idee, gleich zwei Freundinnengruppen auf zwei Zeitebenen parallel einzuführen. Ich muss gestehen, in den ersten paar Kapiteln herrschte in meinem Kopf heilloser Namensalat. Dann jedoch beginnt sich die Geschichte zu entfalten. Wir lernen sämtliche Frauen und deren vielschichtiges Beziehungsgeflecht untereinander kennen. Protagonistin Tessa, aus deren Perspektive der Roman erzählt wird, ist dabei besonders interessant, da wir nach vielen Andeutungen erst nach und nach von einem belastenden Vorfall erfahren, der ihr Leben völlig aus den Angeln gehoben hat. Die Story auf der einsamen Schäreninsel soll für ihre Rehabilitierung sorgen.

Ein Thriller mit einer Frauengruppe ohne Netzempfang, isoliert an einem einsamen Ort? Wahrlich nicht neu. Zudem war mir bereits direkt nach Ankunft auf der Insel klar, wer der Täter ist und grob aus welchem Motiv. Das fand ich schon recht offensichtlich eingestreut, und an meinem Verdacht konnten auch verschiedene Finten nichts ändern. Dafür gab es am Ende ordentlich Tempo und dazu auch jede Menge brutaler Szenen. Mit einer solch expliziten Brutalität und Härte hätte ich nach der eher gemächlichen Einführung in die Story überhaupt nicht gerechnet und hätte sie ehrlicherweise auch nicht gebraucht. Ich hätte eine sich stetig aufbauende Hochspannung reizvoller empfunden, aber das ist mein persönliches Empfinden.

Mich konnte dieser Thriller leider nicht komplett überzeugen, was letztendlich auch an einigen Lücken in der Auflösung lag.

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