Cover-Bild Die Straße
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Claassen
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 30.04.2026
  • ISBN: 9783546100335
Robert Seethaler

Die Straße

Roman | Der neue Roman des Bestseller-Autors von "Das Café ohne Namen"

Ein Jahr, eine Straße, ihre Menschen: Robert Seethalers neuer Roman

Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in ihr alles, was Menschen passieren kann.

Ein Junge wird vom Jagdfieber gepackt. Ein anderer weiß nicht, wohin mit seiner Wut. Eine Blumenhändlerin lebt für einen Mann, der sie nicht einmal sieht. Eine Heimleiterin wacht über ihre Schützlinge und ist selbst die Einsamste von allen. Ein Geistlicher kommt seiner Gemeinde abhanden. Sorge rüttelt an den Bewohnern, Sehnsucht treibt sie nachts auf die Straße, die Liebe bringt sie um den Verstand. Sie haben Träume und Geheimnisse. Ihre Wege kreuzen sich täglich, doch was wissen sie voneinander? 

In seinem neuen Roman verknüpft Robert Seethaler ihre Geschichten zu einem Mosaik der Augenblicke – und damit des Lebens selbst.


»Der Gott des Gefühls kleiner Leute: Robert Seethaler hat das Talent, Charaktere und Landschaften ganz ohne Geschwätz und Schwerfälligkeit zu erzeugen in der für ihn so typisch entschlackten und schnörkellosen Sprache.« FAZ

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2026

Ein echter Seethaler

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Nach „Das Café ohne Namen“ legt Robert Seethaler mit „Die Straße“ einen neuen Roman vor. Irgendwann und irgendwo, zeit- und ortslos liegt die fiktive Heidestraße. Hier leben Menschen zusammen, einsam, ...

Nach „Das Café ohne Namen“ legt Robert Seethaler mit „Die Straße“ einen neuen Roman vor. Irgendwann und irgendwo, zeit- und ortslos liegt die fiktive Heidestraße. Hier leben Menschen zusammen, einsam, jeder für sich allein und doch sind alle irgendwie miteinander verbunden. Sie begegnen sich, grenzen sich ab, vereinsamen, finden und helfen einander, halten zusammen. Der Erzähler beobachtet jeden einzelnen von ihnen, nicht voyeuristisch, aber mit viel Empathie, offenen Augen und Ohren, offenem Herzen. In kurzen Sequenzen schiebt er einen Vorhang beiseite, gewährt dabei intensive Einblicke, geht von Nachbar zu Nachbar, wechselt immer wieder die Straßenseite, und als Leser begleitet man ihn gerne dabei, begegnet Menschen in der Fleischerei, der Gaststätte „Goldener Mond“, dem Pflegeheim „Haus Abendschein“, trifft auf den mutigen Mann, der es in diesen Zeiten riskiert, ein Antiquariat zu eröffnen. Jeder hat seine Wünsche und Sehnsüchte, seine Träume und Geheimnisse. Auch wenn es pathetisch klingt: „Die Straße“ ist der Schlüssel, mit dem Robert Seethaler die Herzen öffnet. Dabei ist die Straße längst zu einem Teil des städtebaulichen Plans geworden und man ahnt, dass einschneidende Veränderungen bevorstehen.
Der Autor trifft bei seinen Beobachtungen stets den richtigen Ton, findet immer die passenden Worte. Dazu beispielhaft zwei Zitate: „Die meisten Blumen sind für den Friedhof oder für das Haus Abendschein. Für Abschiede und gegen das schlechte Gewissen.“ „Meine Mutter verblutete an mir, mein Vater am Vaterland.“
Seethaler ist und bleibt der Garant für erzählerische und sprachliche Qualität.
Nach „Das Café ohne Namen“ legt Robert Seethaler mit „Die Straße“ einen neuen Roman vor. Irgendwann und irgendwo, zeit- und ortslos liegt die fiktive Heidestraße. Hier leben Menschen zusammen, einsam, jeder für sich allein und doch sind alle irgendwie miteinander verbunden. Sie begegnen sich, grenzen sich ab, vereinsamen, finden und helfen einander, halten zusammen. Der Erzähler beobachtet jeden einzelnen von ihnen, nicht voyeuristisch, aber mit viel Empathie, offenen Augen und Ohren, offenem Herzen. In kurzen Sequenzen schiebt er einen Vorhang beiseite, gewährt dabei intensive Einblicke, geht von Nachbar zu Nachbar, wechselt immer wieder die Straßenseite, und als Leser begleitet man ihn gerne dabei, begegnet Menschen in der Fleischerei, der Gaststätte „Goldener Mond“, dem Pflegeheim „Haus Abendschein“, trifft auf den mutigen Mann, der es in diesen Zeiten riskiert, ein Antiquariat zu eröffnen. Jeder hat seine Wünsche und Sehnsüchte, seine Träume und Geheimnisse. Auch wenn es pathetisch klingt: „Die Straße“ ist der Schlüssel, mit dem Robert Seethaler die Herzen öffnet. Dabei ist die Straße längst zu einem Teil des städtebaulichen Plans geworden und man ahnt, dass einschneidende Veränderungen bevorstehen.
Der Autor trifft bei seinen Beobachtungen stets den richtigen Ton, findet immer die passenden Worte. Dazu beispielhaft zwei Zitate: „Die meisten Blumen sind für den Friedhof oder für das Haus Abendschein. Für Abschiede und gegen das schlechte Gewissen.“ „Meine Mutter verblutete an mir, mein Vater am Vaterland.“
Seethaler ist und bleibt der Garant für erzählerische und sprachliche Qualität.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

EIn Jahr in der HEidestraße

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Ein Jahr in der Heidestraße
Hmm, irgendwie hat das Buch ja was, aber auf der anderen Seite habe ich mich echt schwer getan damit. Seethaler wirft dem Leser Fragmente hin, die nichts miteinander zu tun ...

Ein Jahr in der Heidestraße
Hmm, irgendwie hat das Buch ja was, aber auf der anderen Seite habe ich mich echt schwer getan damit. Seethaler wirft dem Leser Fragmente hin, die nichts miteinander zu tun haben und bei denen man auch nicht weiß, was dahintersteckt. Eigentlich eine ganz normale Straße in einer ganz normalen Stadt. Die Einwohner sind normale Menschen, wie du und ich und doch, wenn man, wie Seethalter, etwas in die Tiefe schaut, bedeckt mit ihren ganz eigenen Sorgen und Problemen. Da gibt es den Antiquitätenhändler, dessen Geschäft nicht läuft, die unglücklich verliebte Blumenhändlerin, den Jungen, der keine Tauben mag und die Wohnungsgesellschaft, die ein Geschäft in der Heidestraße wittert.
So weit habe ich die Handlung auch verstanden. Aber es gibt noch viele kleine Abschnitte zwischendrin, die scheinbar aus dem Zusammenhang gerissen sind und die ich nicht zuordnen konnte. Man muss sich also einlassen auf das neue Buch von Seethaler. Es ist kein Roman, es ist eher eine Aneinanderreihung kleiner Geschichten, die zusammen – vielleicht – etwas Ganzes ergeben. Mir hat es sich allerdings nicht komplett erschlossen.
Fazit: Mal etwas anderes, aber gefällt sicher nicht jedem.

Veröffentlicht am 30.07.2026

Eine Straße voller Leben

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In "Die Straße" erzählt Robert Seethaler episodenhaft von den Lebensgeschichten derjenigen Menschen, die in der Heidestraße wohnen und zusammen dort leben.
Die Bewohnerinnen treten überwiegend kurz auf, ...

In "Die Straße" erzählt Robert Seethaler episodenhaft von den Lebensgeschichten derjenigen Menschen, die in der Heidestraße wohnen und zusammen dort leben.
Die Bewohnerinnen treten überwiegend kurz auf, werden eingeführt, haben ihren kleinen Raum und geben Einblicke über Träume, Sehnsüchte und Erinnerungen.
Die Leser
innen werden in den einzelnen Episoden mit verschiedenen Lebensrealitäten und -entwürfen konfrontiert.
Der Schreibstil ist gemächlich, die Figuren werden eingeführt und die Straße als solches beschrieben. In den Erzählungen kreuzen sich die Wege der Figuren immer wieder, sodass wir auch aus anderen Perspektiven von ihnen lesen und mehr über sie erfahren.
Wer Episodenromane mag und gern von unterschiedlichen Eindrücken umgeben ist, kommt auf seine*ihre Kosten, da Robert Seethaler eine Reihe Momentaufnahmen aneinanderreiht und sie miteinander verbindet.

Veröffentlicht am 27.06.2026

Seethalers Sprache begeistert, die Handlung weniger

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Robert Seethaler gehört für mich zu den Autoren, deren Bücher ich immer wieder gern lese. Ich schätze seine unaufgeregte, klare Sprache und die besondere Fähigkeit, den Alltag und seine kleinen Momente ...

Robert Seethaler gehört für mich zu den Autoren, deren Bücher ich immer wieder gern lese. Ich schätze seine unaufgeregte, klare Sprache und die besondere Fähigkeit, den Alltag und seine kleinen Momente so eindringlich zu beschreiben. Auch "Die Straße" überzeugt stilistisch auf ganzer Linie – die ruhige Erzählweise und die präzisen Beobachtungen machen das Lesen sehr angenehm.

Inhaltlich konnte mich der Roman allerdings nicht ganz überzeugen. Zwar begleitet Seethaler verschiedene Menschen, die in derselben Straße leben, doch bleiben ihre Geschichten für mich zu lose miteinander verbunden. Einen wirklichen roten Faden oder ein übergeordnetes Ganzes habe ich vermisst. Die Figuren wirken eher schematisch und bleiben trotz der Einblicke in ihren Alltag auf Distanz.

Gerade im Vergleich zu "Das Café ohne Namen" fällt mir dieser Unterschied auf. Dort mochte ich ebenfalls die ruhigen Alltagsbeobachtungen und die unterschiedlichen Lebensgeschichten, hatte aber zugleich das Gefühl, dass sich daraus ein stimmiges Gesamtbild entwickelte. In "Die Straße" hingegen passiert über weite Strecken so wenig, dass die Episoden stellenweise etwas bruchstückhaft wirken und es mir schwerfiel, den einzelnen Figuren dauerhaft zu folgen.

Trotz dieser Kritik bleibt "Die Straße" ein sprachlich sehr schöner Roman. Wer Seethalers ruhigen Stil und seine feinen Beobachtungen liebt, wird auch hier vieles entdecken. Für mich gehört das Buch jedoch nicht zu seinen stärksten Werken, weil mir neben der Atmosphäre vor allem eine stärkere Verbindung der Figuren und ein klarerer erzählerischer Zusammenhalt gefehlt haben.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Mosaik

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„Die Straße“ von Robert Seethaler unterscheidet sich stilistisch deutlich von seinen bisherigen Romanen. Statt einer klaren, durchgehenden Handlung entsteht hier ein Mosaik aus vielen kleinen Szenen, Begegnungen ...

„Die Straße“ von Robert Seethaler unterscheidet sich stilistisch deutlich von seinen bisherigen Romanen. Statt einer klaren, durchgehenden Handlung entsteht hier ein Mosaik aus vielen kleinen Szenen, Begegnungen und Schicksalen. Unterschiedliche Bewohner der Heidestraße treten kurz ins Zentrum, verschwinden wieder und werden später vielleicht noch einmal gestreift. Diese Struktur fand ich anfangs sehr spannend und kunstvoll umgesetzt.

Sprachlich bleibt Robert Seethaler dabei unverkennbar: reduziert, poetisch und mit einem Gespür für die stillen Momente des Lebens. Viele Beobachtungen über Einsamkeit, Sehnsucht und menschliche Verletzlichkeit haben mir gut gefallen. Allerdings hatte ich im Verlauf der Lektüre zunehmend das Gefühl, dass sich die einzelnen Episoden eher zufällig aneinanderreihen. Teilweise bleibt lange unklar, von wem gerade erzählt wird, und nicht jede Figur oder Szene entwickelt genügend Tiefe, um wirklich etwas auszusagen. Was zunächst wie ein interessantes literarisches Mosaik wirkte, verlor für mich dadurch nach und nach an Spannung.

So blieb am Ende vor allem die Bewunderung für die Sprache und die Idee des Romans, während mich die eigentliche Lektüre irgendwann nicht mehr vollständig fesseln konnte. „Die Straße“ ist sicherlich ein interessantes literarisches Experiment und ein atmosphärischer Blick auf die kleinen Dramen des Alltags, ist für mich aber nicht einer der stärksten Romane von Robert Seethaler.

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