Interessante Themenmischung, aber trotzdem kein Highlight
Worum geht’s?
Ryle hat sicherlich keinen guten Ruf an seiner Schule, dass man ihn für einen Waffendealer hält, überrascht ihn allerdings schon. Als dann ausgerechnet die ärgste Konkurrentin seiner Mitschülerin ...
Worum geht’s?
Ryle hat sicherlich keinen guten Ruf an seiner Schule, dass man ihn für einen Waffendealer hält, überrascht ihn allerdings schon. Als dann ausgerechnet die ärgste Konkurrentin seiner Mitschülerin Avery erschossen aufgefunden wird, schwant ihm Böses – doch Avery beteuert ihre Unschuld und setzt alles daran, um auch Ryle davon zu überzeugen.
Meine Meinung
Die Mischung aus Jugendbuch und Thriller hat mich tatsächlich sehr interessiert, auch wenn ich mittlerweile eigentlich so ein wenig aus der Zielgruppe herausgewachsen und bei Krimis und Thrillern eine gewisse Härte gewohnt bin. Nichtsdestotrotz wollte ich der Geschichte eine Chance geben, was sich im Großen und Ganzen auch gelohnt, meine Erwartungen jedoch nicht übertroffen hat.
Ein Kleinstadt-Setting, jede Menge Geheimnisse und ein Mord klingen auf jeden Fall nach einer spannenden Mischung, beim Lesen ist diese Spannung jedoch kaum bei mir angekommen. Obwohl die Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten für eine gewisse Dynamik gesorgt haben, hat mir irgendwie die Stimmung gefehlt, die mich zum miträtseln hätte einladen sollen.
Auch die Ermittlungen selbst waren mir nicht authentisch genug beim Lesen, dafür fielen sie für meinen Geschmack etwas zu sehr hinten über. Das Hauptaugenmerk lag eher auf den Figuren, was ich grundsätzlich nicht schlecht fand, wirkliche Spannung oder ein konkreter und begründeter Verdacht kamen bei mir so aber eher nicht auf.
Die beiden Protagonisten Ryle und Avery fand ich grundsätzlich interessant, ehrlicherweise aber gleichzeitig nicht interessant genug, um wirklich mit ihnen mitzufiebern. Die Frage nach Schuld und Unschuld an der Situation und dem Mord hatte dabei zwar Potenzial, mir persönlich wurden aber viel zu schnell Verdächtige ausgeschlossen, um durch eine länger andauernde Ungewissheit wirkliche Spannung aufzubauen.
Für einen Jugendthriller ist das sicherlich ein sehr solider Aufbau, wenn man allerdings schon einen Augenblick in diesem Genre unterwegs ist, löst die Umsetzung leider keine Begeisterungsstürme mehr aus. Nichtsdestotrotz mochte ich die Idee und bin recht gut durch das Buch gekommen, von daher kann ich mit diesem Umstand gut leben.
Fazit
Hochspannung hat sich bei mir beim Lesen dieses Buches zwar nicht eingestellt, ganz gut gemacht fand ich die Geschichte aber trotzdem. Für Genre-Einsteiger und Leserattten, die weniger Spannung und mehr Figurendynamik suchen, dürfte dieses Buch daher die richtige Wahl sein, mich hat es allerdings nicht in Begeisterung ausbrechen lassen.
Dafür gibt es solide drei Bücherstapel.