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Veröffentlicht am 02.02.2026

Spannende Dystopie mi mitreißenden Charakteren

To Cage a Wild Bird
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Die Gestaltung des Buches gefällt mir zwar recht gut, weil sie in sich sehr stimmig ist, aber ich finde das Cover relativ wenig aussagekräftig, hätte ich nicht mitbekommen, wie gut die Bewertung ausgefallen ...

Die Gestaltung des Buches gefällt mir zwar recht gut, weil sie in sich sehr stimmig ist, aber ich finde das Cover relativ wenig aussagekräftig, hätte ich nicht mitbekommen, wie gut die Bewertung ausgefallen wäre, bin ich mir nicht sicher, ob ich es gelesen hätte.

Das wäre allerdings wirklich schade gewesen, weil die Story wirklich vielversprechend ist: In Dividium herrschen klare Regeln: Entweder man hält sich an die Gesetze oder man stirbt. Denn für jedes Verbrechen kommt man in das berüchtigte Gefängnis Endlock, in dem Bürger der Oberschicht die Chance bekommen, die Gefangenen zu jagen und zu töten. Als der jüngere Bruder der 23-jährigen Kopfgeldjägerin Raven Thorne verhaftet wird, lässt sich absichtlich verhaften, um ihn befreien. Doch dort müssen beide erst einmal die tödlichen Jagden überleben. Wider Erwarten findet Raven sowohl in den anderen Gefangenen als auch in dem Gefängniswärter Vale Verbündete. Doch es gibt genug Menschen, die alles dafür tun, dass die Regeln in Dividium auf jeden Fall eingehalten werden, egal wer dafür geopfert werden muss.
Ich war mir nicht so ganz sicher, was ich von dem Buch erwarten sollte, aber ich hatte schon viel Positives gehört, sodass ich es unbedingt lesen wollte. Zum Glück habe ich auf die Bewertungen gehört, weil das Buch mich wirklich begeistern konnte. Das liegt auch an dem wirklich mitreißenden Schreibstil. Als ich erst einmal angefangen hatte, konnte ich kaum noch aufhören, es zu lesen. Der Schreibstil ist dabei einfach, leicht und mitreißend, aber nicht flach, sodass man wirklich in die Geschichte eintauchen kann.

Das Setting fand ich ebenfalls sehr vielversprechend. Ich habe etwas gebraucht, um Dividium richtig erfassen zu können, aber das ist zum einen sehr nachvollziehbar und zum anderen anders auch nicht möglich, weil die durchaus komplexen Gegebenheiten Zeit brauchen, um erklärt zu werden. Die wichtigsten Regeln erfährt man aber direkt und hat dadurch einen roten Faden, an dem man sich als Leser gut orientieren kann. Außerdem mochte ich einfach die Idee und deren Umsetzung. Natürlich möchte ich auf keinen Fall in Dividium leben und es ist unglaublich grausam, dass man für jedes noch so kleine Verbrechen in das Gefängnis kommen kann und dort dann auch noch von Menschen mit dem nötigen Kleingeld gejagt und getötet werden kann. Aber genau das hat die Story wirklich spannend gemacht, weil man nie wusste, wer von den Gefangenen zur Jagd ausgewählt wird und ob alle wieder zurückkommen.

Die Charaktere waren das Highlight des Buches. Ich hätte zu Beginn nicht gedacht, dass es so viele Personen geben würde, die ich in mein Herz schließen würde und deren Schicksal mich so mitnehmen würde. Raven mochte ich schon zu Beginn richtig gerne, ich konnte ihre Entscheidung, Kopfgeldjägerin zu werden, um sich besser um ihren Bruder kümmern zu können, sehr nachvollziehbar, auch wenn sie dadurch die Menschen in ihrem Viertel gegen sich aufbringt. Es wird aber schnell deutlich, dass sie sehr deutlich entscheidet, wen sie der Wache meldet und wen nicht. Dadurch schützt sie immer wieder Personen, die es nicht verdient haben, ins Gefängnis zu kommen. Mir war spätestens zu diesem Zeitpunkt klar, dass ich sie wirklich gerne mögen wurde und das wurde im Verlaufe des Buches immer deutlicher. Obwohl sie sehr zurückhaltend anderen Personen gegenüber ist, setzt sie sich immer wieder für andere ein, selbst wenn sie sich einredet, es sei nur, um sich selbst oder ihren Bruder zu schützen. Aber nicht nur Raven habe ich schnell in mein Herz geschlossen, auch die anderen Insassen, mit denen sie sich zusammentut, mochte ich sehr schnell. Ich war mir nie ganz sicher, ob ich ihnen allen vertrauen konnte, besonders bei Vale, der als Wärter arbeitet, hatte ich meine Bedenken, aber ich wollte unbedingt wissen, wie ihre Geschichte weitergeht.

Alles in allem habe ich trotz der positiven Bewertungen gar nicht so viel von der Story erwartet und wurde vielleicht auch deswegen absolut positiv überrascht. Ich habe kaum Zeit gebraucht, um richtig in die Geschichte einzutauchen und habe die Charaktere nahezu direkt in mein Herz geschlossen. Die Story trägt außerdem dazu bei, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe. Ich will jetzt unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht und kann es kaum erwarten, wenn der nächste Band rauskommt.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Spannendes Akademie-Setting mi tödlichen Prüfungen

The Ordeals
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich wunderschön. Ich liebe die Kombination aus Gold und Schwarz, die das Buch zu etwas Besonderem macht. Außerdem liebe ich, dass die wichtigsten Magiebegabungen auf ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich wunderschön. Ich liebe die Kombination aus Gold und Schwarz, die das Buch zu etwas Besonderem macht. Außerdem liebe ich, dass die wichtigsten Magiebegabungen auf der Innenseite der Buchdeckeln vorgestellt werden, sodass man einen guten Überblick hat, ohne zu viel zu erfahren.

Die Story war ebenfalls extrem vielversprechend: Sophia deWinter muss seit sie klein ist, Aufträge für ihren Onkel, den sogenannten Sammler, erledigen. Sie ist durch einen starken Blutschwur an ihn gebunden, der sie davon abhält, seine Befehle zu verweigern. Die einzige Möglichkeit, sich von ihm zu befreien, ist die Aufnahme in Killmarth, der Elite-Akademie für Magiebegabte. Dort ist sie außerhalb seiner Reichweite und die Akademie ist dafür bekannt, durch ihre Schutzrunen Schwüre und Flüche abwehren zu können. Doch schon bei ihrer Aufnahmeprüfung merkt Sophia, dass ihre Illusionsmagie nicht stark genug sein wird, um ein komplettes Semester voller gefährlicher Prüfungen und hinterhältiger Mitanwärter zu überleben. Etwas widerwillig schließt sie eine Allianz mit dem mächtigen Botaniker Alden Locke, um endlich zu lernen, ihre Magie besser zu kontrollieren. Doch dann sterben immer mehr Anwärter auf mysteriöse Art und Sophia weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann.

Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch, weil ich die Kombination aus tödlichen Prüfungen und einer Akademie für Magiebegabte wirklich spannend fand. Außerdem fand ich die Gestaltung des Buches so schön, dass ich wirklich nicht daran vorbeigehen konnte. Zum Glück hat das Buch meine Erwartungen größtenteils erfüllen können. Das liegt auch daran, dass der Schreibstil wirklich gut war. Ich habe ein bisschen gebraucht, um wirklich in die Geschichte zu finden, weil sie zu Beginn einem anderen Buch sehr ähnelte, das ich vor kurzem gelesen hatte, aber das ändert sich zum Glück spätestens mit dem Start der Ordeals. Als ich dann erstmal richtig in der Geschichte war, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht.

Ich hatte anfangs ein bisschen Probleme, die Charaktere kennenzulernen. Sophia ist lange Zeit sehr zurückhaltend, was andere Personen angeht und ich hatte dadurch das Gefühl, ebenfalls einen gewissen Abstand zu ihnen und zu ihr zu haben. Dazu kommt noch, dass gefühlt alle Charaktere ihre eigene Agenda haben und keiner komplett offen ist. Das alles ist sehr nachvollziehbar, weil sie versuchen, die begrenzten Plätze als Studenten der Killmarth Academy zu bekommen und die Ordeals, die sie durchlaufen müssen, um dorthin zu gelangen, sind teilweise extrem gefährlich. Dadurch dass alles, was Sophia über sich weiß, vom Sammler kommt und schnell deutlich wird, dass er nicht immer ehrlich zu ihr war, hatte ich oft das Gefühl, dass sie selbst einfach noch nicht weiß, wer sie ist und dadurch fällt es auch als Leser ein bisschen schwer, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sie in bestimmten Situationen handelt. Ähnliches gilt aber für so gut wie alle Charaktere, sodass ich das Gefühl hatte, sie erst zum Ende hin wirklich kennenlernen zu können.

Alles in allem habe ich das Buch vor allem wegen des Settings wirklich genossen und bin nur so durch die Seiten geflogen, allerdings habe ich sehr lange gebraucht, um die Charaktere kennenzulernen und zum Ende haben sich die Ereignisse so überschlagen, dass ich nicht mehr genau wusste, wie ich alle neuen Erkenntnisse verarbeiten sollte. Ich will nach dem krassen Cliffhanger aber unbedingt direkt den zweiten Teil lesen und freue mich schon richtig darauf.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Gelungener Abschluss der Reihe

Between Fading Stars
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Spoiler für alle, die die ersten beiden Teile der Reihe nicht gelesen haben

Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe unglaublich gerne und dieser abschließende Band stellt keine Ausnahme dar. Ich mag, ...

Spoiler für alle, die die ersten beiden Teile der Reihe nicht gelesen haben

Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe unglaublich gerne und dieser abschließende Band stellt keine Ausnahme dar. Ich mag, wie die Gestaltung über alle drei Bücher beibehalten wird, man aber klar unterscheiden kann, welches Buch man gerade vor sich hat. Sie machen sich zudem hervorragend als Hingucker im Regal.

Die Geschichte geht genau da weiter, wo der zweite Teil aufgehört hat: Wes hat sich nach seinem Unfall damit abgefunden, dass Maddie und Adam wieder zueinander gefunden haben und sein Bruder auch endlich die Stelle als Geschäftsführer von Prince Publishing angenommen hat. Als Adam ihm anbietet, Andy und Martha im Veranstaltungsbereich des Verlags zu unterstützen, nimmt er, weil er eh keine anderen Pläne hat, diese Stelle ein bisschen widerwillig an. Die erste Autorin, die er in seinem Job bereut, ist ausgerechnet seine Jugendliebe Hailey, die ihm das Herz gebrochen hat, als sie ihn damals verlassen hat. Weil seine Kolleginnen ausfallen, muss er sie zudem auf ihre Lesereise begleiten und je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie einander. Doch die Verletzungen von damals sind noch nicht verheilt und Hailey war nicht ganz ehrlich zu Wes.

Ich habe im ersten Buch der Reihe die Beziehung von Wes und Maddie geliebt und habe es gehasst zu sehen, wie es kaputt gegangen ist. ich habe verstanden, dass Adam und sie schon immer füreinander bestimmt waren und natürlich sind sie viel besser kompatibel miteinander. Ich habe Wes aber so sehr ins Herz geschlossen, dass ich es nicht mitansehen konnte, wie schlecht er nach dem Unfall zurecht kam und wie sehr alles für ihn auseinander gebrochen ist. Deswegen habe ich mich extrem darüber gefreut, dass er seine eigene Geschichte und die Chance auf ein Happy End bekommt.

Der Schreibstil von Anna Savas ist auch in diesem Buch wieder richtig gelungen. Ich brauche nahezu keinerlei Anlaufzeit, um in das Buch zu finden und bin dann durch die Seiten geflogen. Sie hat einfach eine besondere Art, leicht und gleichzeitig emotional zu schreiben, sodass man komplett in die Geschichte eintauchen kann.

Die Charaktere mochte ich ebenfalls richtig gerne. Wes habe ich schon im ersten Teil der Reihe fest ins Herz geschlossen, sodass es mir jetzt schwer fiel, zu sehen, wie verloren er zum Teil wirkte. Es wird deutlich, dass, obwohl er Maddie noch gerne mag, sie nicht mehr liebt, aber er durch die Rückkehr von Adam ein bisschen seinen Platz in der Familie und im Verlag verloren hat. Deswegen mochte ich auch zu sehen, wie er mit seinen direkten Kolleginnen Andy und Martha umgeht, weil sie ihn einfach wie einen Kollegen behandeln, mit dem sie sich gut verstehen und er diese Beziehung unabhängig von seinem alten Job als Geschäftsführer aufgebaut hat. Bei Hailey war ich mir zuerst unsicher, weil ich ja wusste, wie sehr sie Wes verletzt hat, aber ich habe sie trotzdem sehr schnell ins Herz geschlossen. Es wird sehr früh deutlich, dass mehr dahintersteckt und dass sie ihn wirklich aufrichtig geliebt hat, sodass ich ihr schon verziehen habe, bevor ich die ganze Geschichte kannte. Ich fand es außerdem super spannend zu sehen, wie sie nach und nach als Autorin erfolgreich wird, obwohl sie so große Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein hat.

Alles in allem fand ich, dass dieses Buch ein perfekten Abschluss darstellt. Der Schreibstil ist einfach grandios und ich habe mich so sehr gefreut zu sehen, dass Wes und Hailey noch einmal eine zweite Chance darauf bekommen, endlich glücklich zu werden.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Romy Fölcks schwächstes Buch bisher

Fünf Fremde
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Ich mag, dass die dunklen Wolken und Wellen perfekt die Bedrohlichkeit des Sturms und des Geheimnisses auf Neuwerk ausdrücken, dabei aber nur die Stimmung ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Ich mag, dass die dunklen Wolken und Wellen perfekt die Bedrohlichkeit des Sturms und des Geheimnisses auf Neuwerk ausdrücken, dabei aber nur die Stimmung des Buches und nicht den Inhalt verraten.

Die Geschichte klang ebenfalls sehr vielversprechend: An einem stürmischen Oktobertag reisen verschiedene Leute nach Neuwerk, die vor vielen Jahren ihren Sommer auf der kleinen Insel verbracht haben. Annika arbeitet eigentlich bei Mordkommission in Hamburg und kehrt auf ihre Heimatinsel zurück, um sich um ihre zunehmend verwirrtere Mutter Hedda zu kümmern, Michelle will ab nächstem Jahr als Vogelwartin auf der Nachbarinsel arbeiten, Mats arbeitet beim Deutschen Wetterdienst und will sich unbedingt den aufkommenden Herbststurm ansehen, die Nonne Charlotte will ihre Freundin Hedda besuchen und Sinje ein Buch über die Ereignisse in dem Sommer schreiben, der sie alle verbindet. Als der Sturm an Intensität gewinnt und Geheimnisse offenbart werden, wird deutlich, dass sie alle in Gefahr schweben und sich nur mit der Wahrheit daraus befreien können.

Ich fand die belletristischen Romane von Romy Fölck immer angenehm zu lesen, besonders ihre Krimis konnten mich aber komplett begeistern, deswegen habe ich mich auch sehr auf diesen Thriller gefreut. Leider konnte er mich so gar nicht überzeugen. Das liegt auch am Schreibstil. Gerade dieser war es in den letzten Büchern, der mich immer wieder komplett in die Geschichte ziehen konnte, selbst wenn diese mich komplett fesseln konnte. Hier wirkte er aber oft irgendwie unfertig und umständlich. Teilweise haben sich Satzstrukturen stark wiederholt oder die Namen von Figuren wurden vertauscht. Das hätte mich vermutlich nicht gestört, eventuell wäre es mir nicht einmal aufgefallen, wenn mich wenigstens die Story hätte fesseln können.

Leider konnte mich auch diese nicht so richtig überzeugen. Das liegt auch daran, dass es keine direkte Hauptfigur gibt, sondern abwechselnd aus der Sicht von sechs Personen erzählt wird, von der eine ein Rückblick ist. Das hat bei mir dafür gesorgt, dass ich meine Schwierigkeiten hatte, die Charaktere wirklich kennenlernen zu können. Natürlich wusste ich nach einer gewissen Zeit, wer wer war und was sie beruflich machen, aber ich hatte trotzdem sehr lange das Gefühl, sie als Personen überhaupt nicht greifen zu können. Das fand ich extrem frustrierend, weil ich dadurch auch wenig Anteilnahme an dem Leben der Menschen hatte. Ich hatte nie das Gefühl wirklich zu wissen, was hinter ihnen steckt und konnte deswegen auch ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. Ich hätte es hier vermutlich bevorzugt, wenn man Annika mehr in den Mittelpunkt gerückt hätte, dann hätte ich wenigstens ihrer Geschichte so richtig folgen können. Die Charaktere hätte dabei sogar spannende Anlagen und Voraussetzungen, aber sie wirkten nicht komplett ausgearbeitet.

So ging es mir leider auch bei der gesamten Geschichte. Dabei fand ich das Setting toll, ich war wie die Charaktere auch als Kind auf der Insel (wenn auch nur für einen Tag vor vielen Jahren) und fand es super spannend, mehr darüber zu erfahren. Man hat auch durchaus ein gutes Gefühl für die Insel bekommen, auch wenn mir manchmal eine Karte im eBook geholfen hätte, die verschiedenen Orte und deren Positionierung auf der Insel besser verstehen zu können. Neben dem gelungenen Setting wirkte aber auch die Story ein bisschen unfertig und lieblos. Ich konnte mir recht früh einen Großteil der Ereignisse zusammenreimen, was ein Zufall gewesen sein mag, aber es hat leider nicht dafür gesorgt, mich die ganze Zeit zu fesseln. Zumal viele der Auflösungen am Ende für mich keinen richtigen Sinn ergaben, ebenso wenig wie das Verhalten der Charaktere in vielen Situationen.

Alles in allem hatte ich während des Lesens irgendwie das Gefühl zusammen mit den Charakteren in einem heftigen Sturm durch die Geschichte zu irren und den roten Faden dabei immer wieder aus den Augen zu verlieren. Dabei waren das Setting und die grundlegende Idee der Story gut, es wirkte aber alles unrund und unfertig. Ich konnte mich weder mit den Charakteren anfreunden, noch fand ich die Geschichte so fesselnd, dass ich sie unbedingt weiterlesen musste. Eigentlich mag ich die Bücher von Romy Fölck wirklich gerne, doch dieses konnte mich leider so gar nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Starker Auftakt der Reihe

Royal Heist
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Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Ich mag, dass es vergleichsweise schlicht ist, aber durch die Kombination aus hellem Lila und weiß wirkt es sehr edel. Außerdem mag ich die Darstellung der ...

Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Ich mag, dass es vergleichsweise schlicht ist, aber durch die Kombination aus hellem Lila und weiß wirkt es sehr edel. Außerdem mag ich die Darstellung der Krone, die langsam zerfällt, weil es nahezu perfekt zum Inhalt passt.

Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Darcy ist eine brillante Trickbetrügerin, die zusammen mit ihrem Bruder und den anderen Mitgliedern der Bande Robbin‘ Hood in den vergangenen Wochen auf der ganzen Welt erfolgreiche Coups verübt haben. Dabei nehmen sie reichen Personen, die für Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft verantwortlich sind und spenden einen Teil ihrer Beute. Ihr nächstes Ziel ist für Darcy und Linus persönlich. Sie machen die königliche Familie dafür verantwortlich, dass vom einen auf den anderen Tag ihre ganze Familie zerbrach und wollen Rache. Dafür soll Darcy sich unter falschem Namen dem Kronprinzen Spencer annähern und gibt sich ihm gegenüber als perfekte Heiratskandidatin aus, schließlich muss sie in den engeren Kreis aufgenommen werden, um dem Zielobjekt, einer sagenumwobenen Krone, nahezukommen. Doch ausgerechnet Tristan, Spencers jüngerer Bruder, bedroht Darcys Pläne. Schon als Kinder standen sie sich nahe und auch jetzt scheinen sie sich zueinander hingezogen zu fühlen, doch er darf auf keinen Fall erfahren, wer sie wirklich ist, denn das könnte alles zerstören.

Ich liebe zum einen die Bücher von Lena Kiefer und zum anderen Royal Romance, deswegen habe ich mich riesig auf dieses Buch gefreut und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Das liegt auch am Schreibstil. Dieser ist wirklich mitreißend und fesselnd, dabei aber auch an den richtigen Stellen tiefgründig. Er hat mich vollkommen in die Geschichte gezogen und ich bin wirklich durch die Seiten geflogen.
Ich habe zu Beginn des Buches ein wenig gebraucht, um wirklich in die Geschichte zu finden. Das liegt allerdings auch daran, dass man erst einmal alle Charaktere kennenlernen und ihre Hintergrundgeschichten verstehen muss, was seine Zeit dauert. Anschließend bin ich aber nur so durch die Geschichte geflogen. Ich wollte unbedingt wissen, was die Royals damals getan haben, wofür sich Linus und Darcy nun rächen wollen. Man merkt einfach, wie stark es ihre beiden Leben beeinflusst hat und wie wenig sie darüber hinweg sind.

Es waren auch vor allem die Charaktere, die mich für die Geschichte begeistert haben. Ich mochte sowohl Darcy als auch Tristan direkt richtig gerne. Es wird schnell deutlich, dass hinter beiden mehr steckt, als man zunächst vermutet. Ich war widerwillig sehr beeindruckt davon, wie gut Darcy als Trickbetrügerin ist. Ich fand es super spannend zu sehen, wie extrem vorbereitet sie und ihr Team sind. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich neben den Hauptcharakteren auch Darcys Team so lieb gewinne, aber ich konnte ihre Motive, den Robbin’ Hood beizutreten sehr gut verstehen und mochte, wie sehr sie alle füreinander da sind. Dadurch konnte man auch die wirkliche Darcy recht gut kennenlernen, obwohl sie ja die meiste Zeit eine Rolle spielt. Bei Tristan habe ich ein bisschen länger gebraucht als bei Darcy, wahrscheinlich weil sehr klar war, dass er noch etwas verbirgt. Dennoch mochte ich, wie sehr er immer für seine Familie da ist, wie wenig ihn das royale interessiert und dass er es auf seine Weise schafft, seinen Träumen zu folgen.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich geliebt. Ich bin, nachdem ich erst einmal die Geschichte gefunden hatte, nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Ich hätte am liebsten direkt weitergelesen, weil ich die Charaktere so sehr in mein Herz geschlossen habe und unbedingt wissen möchte, wie es mit ihnen weitergeht.

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