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Feliz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2018

Leider viel zu viele unglaubwürdige Wendungen

Still Broken
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Das Cover finde ich wunderschön und es war der Hauptgrund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Leider wurde ich von der Geschichte ziemlich enttäuscht.
Norah will nichts anders als an der Brown ...

Das Cover finde ich wunderschön und es war der Hauptgrund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Leider wurde ich von der Geschichte ziemlich enttäuscht.
Norah will nichts anders als an der Brown zusammen mit ihren besten Freundinnen Brooke und Lydia studieren und über die unschöne Trennung von ihrem Ex Aaron hinwegkommen. Doch als sie auf den abweisenden Max trifft, ist sie sofort fasziniert. Ihm scheint es nicht anders zu gehen, obwohl er sie anfangs immer von sich stößt. Doch je näher sie ihm kommt, desto deutlicher wird, dass er etwas vor Norah verbirgt, das auch sie in Gefahr bringt.

Den Schreibstil von April Dawson gefällt mir eigentlich ganz gut, er ist flüssig und zu Beginn des Buches fliegen die Seiten auch nur so dahin. Zu Beginn wird die Geschichte auch einzig aus Norahs Sicht erzählt, doch nach 2/3 des Buches kommen andere Perspektiven hinzu. Diese führen zusammen mit einigen sehr plötzlichen Zeitsprüngen dazu, dass mir die Lust am Lesen zunehmend vergangen ist. Auch die Entwicklung der Geschichte wurde immer mehr absurd. Es gab einfach viel zu viele Wendungen, von denen eine gereicht hätte, um die Spannung des Buches zu erhalten. So aber musste ich mehrmals den Kopf schütteln und habe mich schon gefragt, was noch alles passieren soll.

Ach die Hauptpersonen fand ich nicht so besonders überzeugend. Norah hat eine schwierige Beziehung hinter sich, in der sie ihr Exfreund nur betrogen hat und sucht gar nicht nach jemand anderem, trotzdem verliebt sie sich im ersten Augenblick in Max. Alles schön und gut, aber Max verhält sich einfach wie ein kompletter Idiot und Norah rennt ihm trotzdem noch hinterher. Wenn er am Anfang wenigstens ein bisschen nett zu ihr gewesen wäre, hätte ich sie ja noch verstanden, aber so war ich von Norahs Anhimmelei einfach nur genervt. Auch dass sie Rachel schon nach gefühlten zwei Tagen als ihre beste Freundin bezeichnet. Klar kann man sich gut verstehen, aber zu einer Freundschaft gehört dann doch noch ein bisschen mehr.

Alles in allem gefällt mir zwar der Schreibstil, aber das Buch wird nach und nach durch absurde Wendungen und durch die nicht besonders sympathische Hauptfiguren uninteressant. Auch die Emotionen des Buches, von denen es durchaus einige gibt, kommen für nicht gut rüber. Man kann es zwar lesen, sollte aber nicht zu viel erwarten.

Veröffentlicht am 07.11.2018

Ungewöhnliche Bad Boy-Story

Trust
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Das Cover finde ich für die Geschichte nicht besonders passend. Es vermittelt, dass es sich vielleicht um weiteres Rockstar-Buch von Kylie Scott oder eine typische Young-Adult-Story handelt. Hier spielen ...

Das Cover finde ich für die Geschichte nicht besonders passend. Es vermittelt, dass es sich vielleicht um weiteres Rockstar-Buch von Kylie Scott oder eine typische Young-Adult-Story handelt. Hier spielen aber Teenager die Hauptrolle, die sich auch nicht das Klischee stecken lassen, das das Buch vermittelt.

Edi Millen ist bis zu dem einen Abend ein ganz normales Mädchen. Sie findet sich ein bisschen zu dick und verbringt ihre Abende am liebsten mit ihrer besten Freundin Georgia. Für einen entspannten Abend fehlen den beiden aber noch ein paar Snacks, sodass Edi noch schnell in den Drop Stop geht, um diese zu besorgen, während ihre Freundin vor der Tür wartet. Doch dort ändert sich ihr Leben schlagartig, denn sie gerät in einen Überfall. Der Täter nimmt sie und zwei andere als Geiseln. Nur durch den Einsatz von John Cole kann die Geiselnahme beendet werden. Doch Edis Albtraum endet nicht, ihre beste Freunde geht ohne ihr Wissen an die Presse und in der Schule wird sie wieder und wieder mit dem Überfall konfrontiert. Als Edi schließlich die Schule wechselt, steht sie plötzlich John gegenüber. Er ist der einzige, der sie versteht, doch nicht alle heißen die aufkeimende Liebe gut.

Der Schreibstil von Kylie Scott ist auch in diesem Buch wieder herausragend und man kann das Buch in einem durchlesen. Dennoch wurde ich mit dem Buch nicht so richtig warm. Das lag zum großen Teil an Edi als Hauptperson. Ich fand sie jetzt nicht direkt unsmypathisch, aber verhält sich einen großen Teil des Buches über wie ein bockiger Teenager. Das ist sie mit ihren 17 Jahren zwar auch, aber ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl sie ist höchstens 14 und nicht schon fast erwachsen. Hier fehlt mir ein bisschen die Geschichte, wie Edi vor dem Überfall war, weil es immer wieder Anspielungen darauf gab, man aber keinen richtigen Eindruck davon hatte. Dennoch gefällt mir, dass sie nicht die perfekt, wunderschöne Hauptperson ist, die man aus vielen anderen Büchern kennt, sondern ein bisschen pummelig, aufbrausend und manchmal auch ein bisschen irrational. Das ist eine schöne Abwechslung zu anderen Büchern.
John gefiel mir trotz seines typischen Bad Boy Hintergrunds ziemlich gut.. Er hat in der Vergangenheit Fehler gemacht, die man aber seiner Geschichte durchaus nachvollziehen kann, dennoch werden sie nicht beschönigt. Er ist immer für Edi da und ist die größte Stütze für sie, damit sie wieder zurück ins Leben findet. Dennoch lässt er sich nicht alles von ihr gefallen, sondern wäscht ihr auch mal den Kopf, wenn sie zu weit geht.

Im Großen und Ganzen ist das Buch besonders durch den Schreibstil lesenswert, dennoch hat es einige Länge und ich wurde mit Edi als Hauptperson nicht unbedingt warm, sodass ich das Buch zwar okay fand, es mich aber nicht restlos überzeugt hat.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Gewöhnungsbedürftiger Aufbau

Die Elemente des Todes
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Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, man weiß direkt, um welches Genre es sich bei diesem Buch handelt und es macht neugierig auf den weiteren Inhalt.
Dieser ist allerdings relativ gewöhnungsbedürftig: ...

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, man weiß direkt, um welches Genre es sich bei diesem Buch handelt und es macht neugierig auf den weiteren Inhalt.
Dieser ist allerdings relativ gewöhnungsbedürftig: In Norddeutschland geht ein Killer um, da ist sich der Hauptkommissar Larsen sicher. Zwar starben die Ermordeten nicht auf die gleiche Weise, doch sie alle stehen in Verbindung zu einem Mann. Die Story lässt sich gar nicht so einfach zusammenfassen, denn sie wird nicht chronologisch, sondern immer wieder in Rückblicken erzählt. Genau das ist tatsächlich das größte Problem des Buches. Das Buch beginnt im Prinzip mit dem letzten Mord des Täters und der Ankunft der Kommissare. Dann wird erstmal die Zeit vor diesem Mord vor anderthalb Jahren erzählt und erst nach einiger Zeit findet man wieder in die jetzt-Zeit zurück, die aber auch 1996 spielt. Diese verschiedenen Zeiten, die manchmal nur mit zwei Monate später angeben sind, verwirrte mich während des Lesens zunehmend. Immer wieder musste ich zurückblättern, um zu verstehen, an welchem Zeitpunkt ich mich befinde. Das macht den ganzen Lesefluss kaputt und ich hatte nach ungefähr der Hälfte des Buches keine Lust, weiterzulesen. Das ist eigentlich sehr schade, da ich die Idee einen wahren Fall als Krimi aufzuarbeiten sehr gut finde. Zudem gefällt mir der Schreibstil im Großen und Ganzen sehr gut. Dass man aber von Anfang an, den Täter kennt und sich schon recht genau vorstellen kann, wie sich die Geschichte weiterentwickelt, zerstörte für mich ein bisschen die Spannung.
Abschließend kann man sagen, dass ich die Idee und den Schreibstil eigentlich ganz gut finde, die Umsetzung und insbesondere die vielen Zeitsprünge mein Interesse an dem Buch merklich abkühlten und letztlich dafür sorgten, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe.

Veröffentlicht am 16.10.2018

Unglaubwürdige Lovestory ohne jegliche Spannung

My Image of You - Weil ich dich liebe
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Das Cover gefällt mir ausnehmend gut, es zeigt zwei Personen, die ohne Zweifel die Charaktere des Buches sein könnten. Auch die Gestaltung des Buches als ein bearbeitetes Foto passt so hervorragend zum ...

Das Cover gefällt mir ausnehmend gut, es zeigt zwei Personen, die ohne Zweifel die Charaktere des Buches sein könnten. Auch die Gestaltung des Buches als ein bearbeitetes Foto passt so hervorragend zum Inhalt wie kaum ein anderes Buch.
Der Inhalt hält leider überhaupt nicht, was das Cover verspricht. Adam landet nach einem Sturz in der Notaufnahme, wo sich die Krankenschwester Alexandra (von Adam danach nur noch Ally genannt) um ihn kümmert. Adam ist von Anfang an von ihr begeistert und versucht alles, um mit ihr ausgehen zu können. Nach anfänglichem Zögern stimmt sie zu, doch ihre Familie versucht alles, um die beiden auseinander zubringen.
Der Beginn des Buches war noch sehr vielversprechend. Ich fand es sehr erfrischend einen Liebesroman einmal vollständig aus der Sicht eines Mannes zu lesen und Adam war mir da auch noch sehr sympathisch. Auch Ally, die man so ja nur durch Adams Augen wahrnimmt, mochte ich gern. Das ändert sich aber schon nach wenigen Seiten. Die beiden lernen sich in so rasender Geschwindigkeit kennen und lieben, dass es einfach unglaubwürdig ist. Ja, man kann sich auf den ersten Blick verlieben und ja, es kann auch sein, dass man sich dann dauernd trifft, aber dass Ally ihm direkt ihr schlimmstes Geheimnis anvertraut und Adam sein Leben nach ihr ausrichtet, war mir echt zu viel. Zudem ist Allys Verhalten ihrer Familie gegenüber nicht nachvollziehbar. Sie ist dann gar nicht die Frau, die man im restlichen Buch kennen lernt. Außerdem zerstört die Tatsache, dass man schon den Hintergrund zu Allys Verhalten kennt, die komplette Spannung des Buches. Ich habe es nicht zu Ende gelesen und bereue es auch nicht.
Man kann sagen, dass man überhaupt nichts verpasst, wenn man das Buch nicht gelesen hat und man seine Zeit lieber anders nutzen sollte. Pluspunkte gibt es einzig für das echt gut gewählte Cover und den annehmbaren Schreibstil.

Veröffentlicht am 21.09.2018

Solider Auftakt mit viel Luft nach oben

The Lost Prophecy - Vom Sturm erweckt
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Das Cover gefällt mir außerordentlich gut. Es ist sehr schlicht gestaltet, passt aber durch die Verwendung des Luftsymbols perfekt zum Titel und der Thematik des Buches.
Die Geschichte schafft es aber ...

Das Cover gefällt mir außerordentlich gut. Es ist sehr schlicht gestaltet, passt aber durch die Verwendung des Luftsymbols perfekt zum Titel und der Thematik des Buches.
Die Geschichte schafft es aber leider nicht wirklich die Erwartungen zu erfüllen. Lorena wächst beim Wasservolk in Wellenbruch auf. Wie jedes Volk Andurions ist auch sie mit den Eigenschaften ihres Volkes ausgestattet. So kann sie durch Kiemen unterwasser atmen und fühlt sich im Wasser am wohlsten. Als das Wasservolk dann ein Hilferuf aus dem Königreich der Luft erhält, wird Lorena zusammen mit dem Botschafter des Wassers auf die Reise zu ihnen geschickt. Dort muss sie mit Entsetzen feststellen, dass sich ihr eigenes Element gegen sie gewendet hat. Ein furchtbarer Sturm hat die Hauptstdt des Königreiches zerstört und ein Teil der Menschen scheint sich einfach aufzulösen. Um dieser Bedrohung Herr zu werden, müssen alle Nationen zusammenarbeiten, auch wenn sie noch so unterschiedlich zu sein scheinen.
Der Inhalt der Geschichte ist gar nicht so einfach zusammenzufassen ohne auf irgendeine Art und Weise zu spoilern, weil das Buch erst einmal eine ganze Zeit braucht, um so richtig Fahrt aufzunehmen. Das ist eigentlich nichts Schlechtes, weil der Schreibstil einen trotz allem zum Weiterlesen animiert. Dennoch ist es schade, dass in einem großen Teil des Buches noch nicht wirklich etwas und dann zum Schluss alles auf einmal passiert. Hier hätte es mir deutlich besser gefallen, wenn man vielleicht die ersten beiden Bücher zusammengelegt hätte. 200 Seiten sind für den Auftakt einer Fantasy-Reihe schon arg wenig und sie reichen einfach nicht, um so richtig in die Geschichte einzutauchen.
Die Charaktere hingegen sind besonders durch die verschiedenen Perspektiven sehr schön ausgestaltet. Es ist natürlich immer etwas schwierig, den verschieden Strängen zu folgen, weil man mit jedem Kapitel einen neuen dazubekommt. Andererseits ermöglicht es, dass man verschiedene Personen kennen lernt und auch einen besseren Einblick in die diversen Völker erhält. Lorena war mir direkt sympathisch und ich konnte mich hervorragend mit ihr identifizieren, doch Vela war mir als Charakter beispielsweise zu viel. Sie ist auch sympathisch, es gibt aber gefühlt nur zwei Kapitel aus ihrer Sicht, sodass man sie gar nicht so richtig kennen lernen kann. Hier kommt man wieder auf die Länge des Buches zurück, denn dies wäre bei einem längeren Buch vermutlich nicht so ein großes Problem, wie man zum Beispiel an den Game of Thrones Büchern sehen kann.

Abschließend kann man sagen, dass ich die Idee der Geschichte echt gut finde, es aber an der Umsetzung ein wenig hapert. Das hat weniger mit dem Schreibstil zu tun, denn der ist wirklich gut, sondern vielmehr damit, dass das Buch am Anfang nicht so richtig Fahrt aufnimmt und wenn man sich dann gerade für die Geschichte zu interessieren beginnt, ist sie einfach zu Ende. Ob ich den zweiten Band noch lesen werde, weiß ich noch nicht genau.