Profilbild von Feliz

Feliz

Lesejury Star
offline

Feliz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Feliz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2019

Leider nicht das beste Buch von Brittainy C. Cherry

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
0

Zunächst einmal liebe ich auch das Cover von Cherrys neuem Buch. Durch die zarten Blau- und Grüntöne passt es wunderbar zum ersten Teil der Reihe, grenzt sich aber gleichzeitig auch so deutlich davon ab, ...

Zunächst einmal liebe ich auch das Cover von Cherrys neuem Buch. Durch die zarten Blau- und Grüntöne passt es wunderbar zum ersten Teil der Reihe, grenzt sich aber gleichzeitig auch so deutlich davon ab, dass man zwar deutlich erkennt, dass es sich um verschiedene Geschichten handelt, diese aber dennoch auf eine gewisse Weise zusammengehören.

Die Geschichte hat mich leider nicht ganz so mitgerissen: Jackson Emery und Gracelyn Braun, ehemals Harris könnten unterschiedlicher nicht sein. Während die brave Pfarrerstochter Grace immer versucht, es recht zu machen, gilt Jackson als das „Monster“ des kleinen Ortes Chester. Er lebt nach dem Tod seiner Mutter vor vielen Jahren zurückgezogen mit seinem alkoholabhängigen Vater und seinem alten Hund Tucker zusammen. Er kümmert sich auch um die Autowerkstatt, für die sein Vater kein Interesse mehr zeigt. Grace‘ Mann Finn hat sich gerade von ihr getrennt, sodass sie erst einmal zu ihrer Schwester in ihren Heimatort zieht, bevor sie sich dann ihre eigene Wohnung nimmt. In Chester angekommen, trifft sie auf Jackson, der ihr das Leben rettet, als die Bremsen ihres alten Autos versagen und er es zum Anhalten bringt. Doch als sie sich dafür bedankt, reagiert er abweisend und fast schon aggressiv. Grace ist entsetzt und kann nicht verstehen, warum der junge Mann sie so zu hassen scheint. Allerdings treffen sie in dem kleinen Ort immer wieder aufeinander und mit jedem Treffen scheinen sie sich näher zu kommen…

Ich liebe (fast) alle Bücher von Brittainy C. Cherry und habe sie jedes Mal unter Tränen verschlungen. Dies ist bei diesem Buch leider anders gewesen. Zwar gefällt mir auch hier der Schreibstil unglaublich gut, weil sie es mal wieder schafft, einen wunderbar leicht und gleichzeitig emotional zu schreiben, allerdings hat mich das Buch deutlich weniger mitgerissen.

Ich mochte zwar Grace und Jackson unglaublich gerne, aber ich konnte keine starke emotionale Bindung zu ihnen aufbauen. Das lag nicht so sehr daran, dass ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnten, denn mir gefiel gerade die Entwicklung der Protagonisten sehr gut. Grace wird auch durch den Einfluss von Jackson zu einer viel stärkeren, selbstbewussten Frau, die es endlich schafft, auch einmal eigene Entscheidungen zu treffen und sich dabei selbst mehr und mehr findet. Ich konnte am Anfang gar nicht so richtig greifen, was mich an Grace gestört hat, das wird erst deutlich, als sie sich schließlich verändert. Sie ist nach den Fehlgeburten, die sie in den Jahren ihrer Ehe erlebt hat, einfach nur unsicher und spätestens nach dem Ende der Ehe auch gebrochen. Sie war mir einfach zu angepasst und immer viel zu lieb anderen gegenüber. Das ändert sich aber als sie auf Jackson trifft. Dadurch dass er immer abweisend und grob ist, fordert er sie so heraus, dass sie sich einmal wehrt. Das waren die Momente, die in denen ich sowohl Jackson als auch Grace am liebsten mochte. Diese kleinen Auseinandersetzungen und später Neckereien haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und machen das Buch zu etwas Besonderem.

Unglaublich gut hat mir auch in diesem Buch wieder gefallen, wie bildhaft Brittainy C. Cherry Figuren und Orte beschreibt. Das trifft nicht nur auf die Protagonisten, sondern auch und vor allem auf die Nebencharaktere zu. Vor allem Loretta Harris, Grace‘ Mutter, wird mir vermutlich im Gedächtnis bleiben. Sie ist so unglaublich scheinheilig und unfair gegenüber anderen Menschen, obwohl sie sich als Vorbild des Ortes sieht. Ich habe sie im Buch zeitweilig wirklich gehasst, weil sie mit ihrem Verhalten so viele Menschen unglücklich macht und sogar zu den Umständen des Lebens, das Jackson nun führen muss, beigetragen hat.

Es gab auch in dem Buch zwar immer wieder emotionale Momente, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben. Dennoch bin ich es von anderen Bücher immer gewohnt gewesen, dass ich an einem Punkt einmal kurz durchatmen musste, um alle Emotionen des Buches verarbeiten zu können. Dieser Punkt kam in diesem Buch einfach nie und vermutlich war es das, was mich am meisten enttäuscht hat. Ich mochte zwar den wunderbaren Schreibstil auch in diesem Buch ebenso wie die beiden Protagonisten, aber zum einen fehlt mir das Bittersüße ihrer Liebesgeschichte und zum anderen ist mir das Ende dann ein wenig zu perfekt, was so gar nicht zu Cherrys anderen Büchern passt.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Meerjungfrauen-Geschichte, die erst nach der Hälfte an Fahrt gewinnt

Stranded - Im Bann des Sees
0

Mellie ist eine Wandlerin, das bedeutet sie lebt einen Großteil ihrer Zeit in einer Stadt im See und ist so etwas wie eine Meerjungfrau, doch wenn sie an Land geht, wird sie fast zu einem normalen Menschen ...

Mellie ist eine Wandlerin, das bedeutet sie lebt einen Großteil ihrer Zeit in einer Stadt im See und ist so etwas wie eine Meerjungfrau, doch wenn sie an Land geht, wird sie fast zu einem normalen Menschen mit Beinen und Lungen. Die eiserne Regel für Wandler, die für den Schutz der Stadt zuständig ist, niemals nach Sonnenuntergang zum Wasser zurückzukehren. Doch genau das passiert Mellie, nachdem sie von drei Männern angegriffen wird. Voller Angst vor Bären, die angeblich im Wald rund um den See lauern, akzeptiert sie die Nacht bei ihrem Retter Caleb zu verbringen, obwohl allen Wandlern von Kindheit an, eingebläut wurden, diese zu meiden. Der junge Mann erscheint auch so ganz anders als sie jemals gedacht hätte und sie beginnt zu hinterfragen, ob alles, was ihr beigebracht wurde, so stimmen kann.
Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut, weil ich schon lange kein Fantasy-Buch gelesen hatte und mich vor allem das Meerjungfrauen-Thema gereizt hat. Im ersten Drittel fiel es mir aber dennoch ziemlich schwer, mich in die Handlung einzufinden. Die Unterwasserstadt, die mich stark an Atlantis erinnert hat, konnte ich mir einfach nicht so richtig vorstellen. Das liegt vor allem daran, dass immer wieder Begriffe und Beschreibungen auftauchen, die erst deutlich später erklärt werden, sodass es mir schwerfiel, vollständig in die Welt einzutauchen. In diesem ersten Teil habe ich ehrlich gesagt, überlegt, das Buch abzubrechen. Ich bin letztlich aber dennoch froh, dass ich es nicht getan habe, weil es spätestens in dem Moment, als Mellie strandet, doch spannend wird. Diese Welt ist einem einfach viel bekannter war und es endlich sowas wie eine Spannung in der Geschichte gab. Ab diesem Zeitpunkt war ich dann wirklich gefesselt vom Buch, auch wenn mir der Verlauf der Handlung in groben Zügen schon klar war. Dennoch mochte ich die Art, wie Mellie sich in der realen Welt verhält, weil sie dort sehr viel witziger und nicht ganz so eingeschränkt ist wie in der unter Wasser. Außerdem ist Caleb mein Highlight des Buches. Ich mag seine ein wenig verschrobene Art, weil er sich bewusst von seiner Familie distanziert und viel lieber alleine mit seinem Hund in einer Hütte im Wald lebt. Auch die Suche des Mädchens nach der Wahrheit und ihre langsame Erkenntnis, dass vielleicht nicht alles, das ihr erzählt wurde, der Wahrheit entspricht, hat mich schließlich so sehr gefesselt, dass ich im Endeffekt dann gerne weitergelesen habe.
Alles in allem mag ich das Buch vor allem wegen eines angenehmen Schreibstils sehr gerne. Auch wenn die Spannung erst im letzten Teil noch sehr zu wünschen lässt und ich nicht so richtig mit Mellies Welt warm wurde, fand ich den zweiten Teil dann doch recht spannend. Ob ich den zweiten Teil lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht, weil ich die Handlung recht vorhersehbar fand und ein Großteil der Figuren oberflächlich bleibt.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Besser als der erste Teil, aber noch nicht so richtig mitreißend

Die Prinzessinnen von New York - Rumors
0

Auch das Cover des zweiten Teils gefällt mir außerordentlich gut. Es passt perfekt zu dem des ersten Teils, man kann sie aber dennoch auf den ersten Blick unterscheiden. Allerdings finde ich auch das Cover ...

Auch das Cover des zweiten Teils gefällt mir außerordentlich gut. Es passt perfekt zu dem des ersten Teils, man kann sie aber dennoch auf den ersten Blick unterscheiden. Allerdings finde ich auch das Cover dieses Bandes deutlich zu modern für einen Roman, der um die Jahrhundertwende spielt.
Nachdem Elizabeth Holland beerdigt wurde, liegt nun alle Last, das Ansehen der Familie zu erhalten, bei ihrer jüngeren Schwester Diana. Während Elizabeth sich also in Kalifornien auf die Suche nach Will macht, um mit diesem ein neues Leben anzufangen, muss auch Diana für ihre große Liebe kämpfen. Henry Schoonmaker wäre zwar eine perfekte Partie, war aber auch der Verlobte ihrer Schwester und weiß nichts davon, dass diese noch am Leben ist. Aus diesem Grund zieht er sich immer mehr von Diana zurück und das sieht Penelope Hayes als ihre große Chance, Henry endlich für sich zu gewinnen und somit endgültig in den Kreis der Elite New Yorks aufzusteigen.
So richtig weiß ich nicht, warum ich den zweiten Teil der Reihe auch noch lesen wollte, obwohl ich den ersten gar nicht so gut fand. Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass ich den Schreibstil sehr angenehm und leicht lesbar fand, auch wenn mich die Geschichte an sich auch hier nicht vollkommen überzeugt hat. Allerdings konnte ich mich hier deutlich besser mit den Figuren anfreunden, weil ich sowohl Diana als auch Henry deutlich lieber mochte als noch im ersten Band. Elizabeth nervt mich allerdings noch immer. Sie ist so unglaublich naiv und kommt damit auch immer durch. Da täuscht sie ihren Tod vor, um mit ihrer großen Liebe zusammen zu sein und dann kommt sie wegen ihrer Mutter direkt wieder zurück. Gut und schön, aber wie kommt sie denn auf die glorreiche Idee, dass sie unverkleidet von niemandem erkannt wird? Das fand ich so dämlich, dass es mir fast schon weh tat, sie hätte zumindest ihre Haare färben können und sich bewusst als Dienstmagd verkleiden können und nicht in der ersten Klasse mit dem Zug zurück nach New York zu fahren. Das hat mich so genervt, dass ich die Folgen dafür fast (fast!) schon gerechtfertigt fand. Aber darauf werde ich aus Spoilergründen nicht weiter eingehen. Auch in diesem Teil hat es mich wirklich gestört, dass sich nicht an die Rahmenbedingungen der Zeit gehalten wird. Warum müssen die Menschen in diesem Buch dauernd miteinander schlafen ohne dass das jemals Folgen zu haben scheint? Das ist einfach nicht glaubwürdig, wenn man den historischen Background mit einbezieht. Ich erwarte gar keinen historischen Roman, der sich perfekt auf alle Begebenheiten der Zeit bezieht, aber wenn man einen Roman schreibt, der nicht in der Moderne spielt, muss man diesen Kontext eben einfach beachten.
Alles in allem mag ich auch hier den Schreibstil sehr gerne, der es einem einfach macht, das Buch trotz gewisser störender Elemente in einem Zug durchzulesen. Dennoch bin ich mir noch nicht sicher, ob ich den nächsten Teil lesen will, zwar will ich schon wissen, wie es weitergeht, aber andererseits ärgere ich mich bei jedem Teil wieder darüber, wie unpassend der Roman für die Zeit ist, in der er spielt.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Leider nicht so richtig überzeugend

Dieser eine Augenblick
0

Das Cover des Buches mag ich wirklich gerne, es ist schön gestaltet und sticht so aus der Masse heraus.
Das tut auch die Geschichte in gewisser Weise: Charlotte lebt mit ihrer besten Freundin zusammen ...

Das Cover des Buches mag ich wirklich gerne, es ist schön gestaltet und sticht so aus der Masse heraus.
Das tut auch die Geschichte in gewisser Weise: Charlotte lebt mit ihrer besten Freundin zusammen in einer WG und in den Tag hinein. Sie arbeiten als Kellnerinnen in einem heruntergekommenen Laden, wo sie den Chef hassen. Sie hat keinerlei Plan für ihr Leben, was erst ändert, als sie Adam trifft. Mit diesem verbringt sie einen wundervollen Abend und eine spektakuläre Nacht. Doch am nächsten Morgen ist der Künstler wie ausgewechselt und wirft sie aus seiner Wohnung. Charlie ist am Boden zerstört, kann sie den Mann doch einfach nicht vergessen. Auch nicht als sie Seth kennenlernt, einen unglaublich süßen Baseballspieler, der mehr will, als nur eine nette Affäre zwischendurch. Sie macht sich also auf die Suche nach Adam, um ihn endlich aus seinen Gedanken zu vertreiben, nicht ahnend, dass er ein Geheimnis hat, das sie und ihre Beziehung zu ihm für immer verändern wird…
Ich habe von dem Buch eigentlich eine nette Liebesgeschichte ohne viele Emotionen erwartet mit einem Typen, der sich nicht festbinden will, es sich dann bei Charlie im Endeffekt aber doch anders überlegt. Ich habe ehrlich gesagt auch nach Adams sprunghaften, recht seltsamen Verhalten nicht unbedingt vermutet, dass er krank ist, sondern habe es mir erst gedacht, nachdem seine Nachbarin so komisch reagiert hat. Das Problem war aber, dass ich trotzdem nicht emotional gefesselt wurde. Es ist jetzt nicht so, dass es mir egal ist, wie schlecht es Adam geht, aber ich habe auch nicht mitgelitten. Das liegt auch und vor allem daran, dass ich die Obsession von Charlie was Adam angeht so gar nicht nachvollziehen konnte. Sie hat eine Nacht mit ihm verbracht, die gelinde gesagt, ein wenig seltsam war und liebt ihn plötzlich über alles? Das habe ich einfach nicht verstehen können und deswegen fiel es mir auch schwer, Charlie zu mögen. Sie war mir zu sprunghaft, zu unentschlossen und einfach zu lebensunfähig. Das hat mich mit zunehmendem Verlauf des Buches immer mehr genervt. Klar kann es passieren, dass man sich direkt in jemanden verliebt, aber dass man eine solche Obsession entwickelt war mir dann echt zu viel. Außerdem mochte ich Seth von Anfang an richtig gerne. Er war ein unglaublich netter Kerl und für Charlie eigentlich in jeder Hinsicht perfekt. Aber sie heult immer noch Adam hinterher und kann gar nicht erkennen, dass eigentlich Seth der Richtige ist. Vielleicht auch deswegen konnte ich nicht mit ihr mitfiebern, ich wollte einfach gar nicht, dass sie Adam näher kommt, weil ich ein viel größerer Fan von Seth war.
Alles in allem habe ich das Buch trotz einer Hauptperson durchgelesen, die ich nicht wirklich mochte. Das lag vor allem daran, dass ich schließlich doch wissen wollte, wie das Buch endet und ob es ein Happy End geben wird. Auch der Schreibstil und gut ausgearbeitete Nebencharaktere sorgen dafür, dass ich das Buch ganz angenehm zu lesen fand.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Irgendetwas fehlt

Kein Jahr ohne dich
0

Das Cover mochte ich auf den ersten Blick richtig gerne und das war es auch ehrlich gesagt, was mich am meisten an dem Buch gereizt hat. Leider gefällt es mir in natura nicht ganz so gut, weil es ganz ...

Das Cover mochte ich auf den ersten Blick richtig gerne und das war es auch ehrlich gesagt, was mich am meisten an dem Buch gereizt hat. Leider gefällt es mir in natura nicht ganz so gut, weil es ganz einfach überladen wirkt.
Auch die Geschichte vermochte mich nicht so wirklich zu fesseln: Stephanie hat eine schwierige Phase nach dem Tod ihrer Mutter hinter sich, in der sie ihr Freund Matt immer unterstützt hat, schon alleine deswegen erscheint es ihr als der nächste logische Schritt ihn auch zu heiraten, obwohl sie ihm keine leidenschaftlichen Gefühle gegenüberbringt. Diese empfindet sie erst, als sie auf einem Künstlerwochenende Jamie trifft. Plötzlich hat sie Herzklopfen und kann nicht ignorieren, was sie ihm gegenüber empfindet, obwohl er bereits mit seiner Traumfrau verheiratet ist. Von nun an treffen sie sich einmal im Jahr für ein gemeinsames Wochenende, auch wenn in ihrem alltäglichen Leben kein Platz für den anderen ist…
Der Schreibstil des Buches hat mir wirklich gut gefallen, er war leicht und locker, sodass man das Buch theoretisch wirklich gut hätte durchlesen können, doch leider fehlt mir einfach das gewisse Extra, das, was ein Buch besonders macht. Ich konnte ab den ersten Seiten einfach nicht wirklich mit den Personen mitempfinden. Sie waren mir einfach zu entfernt irgendwie, ich habe sie einfach als vielleicht sogar interessierter Beobachter wahrgenommen, aber zumindest im Dreiviertel des Buches nicht mit ihnen gelitten. Das hat sich auf jeden Fall am Ende geändert, aber normalerweise hätte ich das Buch abgebrochen, wenn es der Schreibstil nicht geschafft hätte, dass ich doch noch weiterlesen wollte. Mein Problem war auch gar nicht so sehr, dass sie ihre Partner betrügen (auf welche Art auch immer), sondern vielmehr, dass man immer nur einen sehr kurzen Einblick in ihr Leben erhält und der nächste dann ein Jahr später stattfindet. So hatte ich einfach das Gefühl man besucht einmal im Jahr eine Person, die einem dann schildert, wie das vergangene Jahr eines Freundes verlief. Zudem hat es mich sehr an zwei an einem Tag erinnert und war mir zu wenig bittersüß. Ich konnte das Dilemma der beiden zu wenig verstehen, als dass ich auch ihre Entscheidungen nachvollziehen konnte.
Alles in allem ist es vor allem der Schreibstil, der dafür gesorgt hat, dass ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. Die Geschichte war nett, aber eben auch nicht mehr und ich bin mir sehr sicher, dass sie mir einzige deswegen im Gedächtnis bleiben wird, weil ich mich so über das Ende geärgert habe.