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Veröffentlicht am 16.01.2020

Wunderbar fantastische Geschichte

Die Spiegelreisende
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Wie auch schon bei den ersten beiden Teilen liebe ich das Cover des Buches. Die detaillierten Zeichnungen stehen in einem scharfen Kontrast zu den bunten Farben und lassen das Buch einmal mehr aus der ...

Wie auch schon bei den ersten beiden Teilen liebe ich das Cover des Buches. Die detaillierten Zeichnungen stehen in einem scharfen Kontrast zu den bunten Farben und lassen das Buch einmal mehr aus der Masse hervorstechen.

Auch die Geschichte bleibt einem im Gedächtnis: Es ist fast drei Jahre her, seit Ophelia Pol verlassen hat und wieder auf ihre Heimatarche Anima zurückgekehrt ist und genauso lange ist es auch her, seit sie Thorn das letzte Mal gesehen hat. Sie hat allerdings in diesen Jahren versucht Nachforschungen über dessen Verbleib anzustellen und macht sich nun auf den Weg zur Arche Babel, weil sie dort Antworten auf ihre Fragen vermutet. Dazu muss sich in die Ausbildung zu einer Auserwählten begeben und erkennt bald, wie gefährlich die Welt ist, in die sie sich begeben hat.

Ich mochte bereits die ersten Teile der Reihe auch wenn sie manchmal ein zu komplexes Gebilde aufbauten und man am Ende mit mehr Fragen als Antworten dastand. Dennoch habe ich mich schon auf diesen dritten Teil der Reihe gefreut. Mir gefällt hier besonders gut, dass man durch Ophelias Sicht eine neue Arche kennenlernt und die Sicht auf die Welt ein wenig vergrößern. Ich bin auch bei diesem dritten Teil wieder fasziniert von der Vielfältigkeit und der Komplexität der Welt, auch wenn sie mich manchmal überfordert. Ich muss bei jedem Band wieder lernen, nicht alles zu hinterfragen, sondern gewisse Sachen auch ohne detaillierte Erklärung als gegeben ansehen.

Mich hat Ophelia in diesem Buch wie auch schon im ersten Teil ein wenig genervt. Vielleicht weil man es einfach gewohnt ist, mittlerweile zumeist auf sehr selbstbewusste und starke Charaktere zu treffen und sie eben das auf eine sehr leise, zurückhaltende Art ist. Mir gefiel, dass sie im zweiten Teil vermehrt selbstbestimmter und mutiger aufgetreten ist und dies jetzt irgendwie einen Rückschritt darstellt. Sie hat es einfach immer noch nicht so richtig geschafft, mich zu überzeugen und mitzureißen. Auch dass sie ihre ganzen Freunde mehr oder weniger zurücklassen muss, hat mich geschmerzt, weil ich die im Gegensatz zu Ophelia selbst so richtig ins Herz geschlossen habe und ohne sie mir auch ein Teil der Geschichte fehlt. Die neuen Charaktere schaffen es (noch) nicht diese Lücke so richtig zu füllen und man vermisst besonders Reineke und Gwenael haben mir gefehlt. Ich mochte die beiden ab den ersten Seiten, auf denen sie auftraten und in diesem Buch kam mir ihre Geschichte ein wenig zu kurz. Faszinierend fand ich allerdings Viktorias Sichtweise auf Pol. Dadurch dass sie noch so klein ist, ist diese zwar ein wenig kindlich gehalten, es verschafft einem aber auch einen anderen Einblick in diese Arche.

Ich fand den Alltag auf Babel relativ spannend, weil die Arche nun einmal so ganz anders ist als die, die man zuvor schon kennengelernt hat. Auch dass Ophelia im Prinzip eine Art Schulalltag hat, in der sie unter falschen Namen lernt, ihre Fähigkeiten besser einzusetzen, gefiel mir. Allerdings hat es, vielleicht weil man dieses Schulthema schon so gut kennt und es, trotz des hier wieder wunderbar fantastischen Schreibstils, somit ein wenig redundant ist und für mich teilweise einige Längen hatte.

Alles in allem mag die unglaublich faszinierende Welt, die Christelle Dabos erschaffen hat, unglaublich gerne und konnte durch den leichten, fantastischen Schreibstil das Buch in einem Zug lesen. Obwohl es aber endlich ein paar Antworten auf die vielen Fragen dieser Welt gab, fiel es mir dennoch noch immer schwer, so richtig mit Ophelia warm zu werden, vielleicht weil ich ihre Handlungsweisen nicht immer nachvollziehen und verstehen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.01.2020

Ganz okay, aber nichts Besonderes

Boston Nights - Wahres Verlangen
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Das Cover gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und war einer der Hauptgründe, warum ich das Buch gerne lesen wollte.

Die Geschichte überzeugt mich leider nicht vollständig: Ava ist auf dem Rückflug ...

Das Cover gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und war einer der Hauptgründe, warum ich das Buch gerne lesen wollte.

Die Geschichte überzeugt mich leider nicht vollständig: Ava ist auf dem Rückflug aus ihrer Heimat zurück nach Boston, als sie am Gate erst umgerannt wird und der Kerl sich in der Schlange dann auch noch vordrängelt. Natürlich sitzt sie auch im Flugzeug neben dem arroganten Schotten Caleb. Als sie erkennt, dass er wahnsinnige Flugangst hat, versucht sie ihn abzulenken, auch wenn dieser dies scheinbar eher wenig zu schätzen weiß. Auch wenn Ava seine unhöfliche Art mit jeder Minute mehr auf die Nerven geht, verbringt sie im Hotel eine heiße Nacht mit ihm, seine Anfrage, eine Affäre mit ihm zu beginnen, lehnt sie allerdings empört ab. Doch als sie sich in Boston immer wieder über den Weg laufen, können beide die Chemie nicht ignorieren und beginnen eine zwanglose Affäre, schließlich besteht ja keine Gefahr, sich zu verlieben oder?

Ich finde den Schreibstil ganz okay, er ist jetzt nichts Besonderes, sondern wirkt manchmal sogar ein wenig ungelenk und holprig, was allerdings auch an der Übersetzung liegen könnte. Einen Großteil des Buches kann man allerdings sehr flüssig und leicht lesen.

Das Problem des gesamten Buches war für mich vor allem, dass eine richtige Storyline fehlt. Natürlich war klar, worauf die Geschichte hinausläuft und natürlich wusste man auch in etwa, wie das Buch enden wird, aber mir fehlte einfach etwas, was das Buch spannend gemacht hätte. Die Geschichte plätscherte ein bisschen dahin und am Anfang stehen vor allem die sexuellen Begegnungen der beiden im Vordergrund und es gibt ansonsten sehr wenig Handlung. Das hat mich zu Beginn des Buches ziemlich genervt, weil ich auch die Protagonisten nicht sehr sympathisch fand. Ava ist mir zu steif, zu perfektionistisch veranlagt, während Caleb echt ein Arsch ist. Das sorgt zu Anfang des Buches dafür, dass ich schnell von der Geschichte genervt war und ich sie auch nicht unbedingt weiterlesen wollte. Ich bereue allerdings nicht, dass ich es dennoch gemacht habe, weil das Buch ab der Hälfte ungefähr dann doch besser wird. Dann endlich bekommt man ein wenig mehr Infos über die Personen und versteht, warum sie so handeln wie sie es tun. Ich finde zwar viele Entscheidungen, die sie im Bezug auf ihre Beziehung treffen nicht so ganz nachvollziehbar, aber man fiebert zumindest ein wenig mehr mit ihnen mit. Was mich allerdings extrem gestört hat, war zum einen, dass Calebs Ex-Freundin als das ultimativ Böse dargestellt wird. Ich verstehe seinen Schmerz, aber dies ist einfach eine Entscheidung, die sie treffen musste und für die sie vielleicht auch Gründe hatte. Zum anderen ärgert mich, dass Ava nach der ‚Trennung‘ von Caleb so zusammenbricht und scheinbar ohne ihn nicht mehr lebensfähig zu sein scheint. Sie ist die ganze Zeit eine starke Frau und verlernt dann zu leben? Das musste nicht sein, man hätte den Schmerz auch anders darstellen können ohne ihre Stärke in Frage zu stellen. Spannender fand ich tatsächlich die Geschichte der Nebencharaktere. Ich würde schon gerne noch erfahren, was Harper in der Vergangenheit passiert ist und ob sie es auch jetzt wieder schafft, auf die Beine zu kommen. Auch Jamies Geschichte finde ich interessant, vielleicht kommt ja nochmal ein Buch mit den beiden.

Alles in allem fand ich das Buch okay, aber auch nicht mehr. Die Story wird zwar ab dem Mittelteil besser, schafft es aber auch dann noch nicht mich vollkommen zu fesseln und abzuholen, auch wenn die Nebencharaktere durchaus interessant gestaltet waren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2019

Ganz nettes Buch für Zwischendurch, aber leider nicht mehr

Flirting with Fire
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Das Cover finde ich nicht besonders gelungen, zwar passt das Feuerthema sehr gut dazu, dass der männliche Protagonist Feuerwehrmann ist und ich bin schon froh, dass kein Mann mit freiem Oberkörper zu sehen ...

Das Cover finde ich nicht besonders gelungen, zwar passt das Feuerthema sehr gut dazu, dass der männliche Protagonist Feuerwehrmann ist und ich bin schon froh, dass kein Mann mit freiem Oberkörper zu sehen ist, aber es ist trotzdem sehr typisch für einen Liebesroman.
Auch die Geschichte nicht sehr außergewöhnlich: Maddison kann es nicht fassen, dass ihre beste Freundin Lauren bei einer Junggesellen-Auktion ihre Jugendliebe Mauro Bianco ersteigert. Mauro, der jetzt Feuerwehrmann ist, sie ihn der Highschool nie bemerkt hat, aber dennoch ihr erster Kuss war. Obwohl Maddie nicht länger ein Mauerblümchen ist, hat sie noch immer das Gefühl, auf keinen Fall gut genug für ihn zu sein und verhält sie auch bei ihrem ersten Date wie ein verängstigtes Schulmädchen. Als er ihr dies knallhart ins Gesucht sagt, reagiert sie wütend und schwört sich ihn nie wieder sehen zu wollen, doch dann ersteigern sie gemeinsam ein Haus, das sie renovieren wollen und müssen nun zusammenarbeiten. Dabei fliegen immer mehr die Funken, auch wenn sie beiden versuchen, das zu ignorieren.
Ich habe bereits die San-Francisco-Reihe von Piper Rayne gelesen und fand sie ziemlich gut, aus diesem Grund stand für mich außer Frage auch diese zu lesen. Doch der Auftakt zu der neuen Reihe vermag es nicht, mich vollständig zu überzeugen. Zwar mag ich auch hier den Schreibstil, der gewohnt locker leicht erzählt, aber die Geschichte reißt mich nicht gerade vom Hocker.
Ich mochte Maddison am Anfang so überhaupt nicht. Welche Frau lässt denn bitte den Typen bei einem Gesellschaftsspiel gewinnen, nur um sich bei ihm einzuschmeicheln? Wenn einem schon egal ist, dass man sich damit selbst nicht treu bleibt, sollte man sich doch wenigstens daran erinnern, dass es den ‚richtigen‘ Typen auch nicht gefällt, wenn man das tut. Deswegen fand ich Mauros Reaktion auch vollkommen gerechtfertigt, ich hätte ihr auch die Meinung gesagt und er hat sie ja auch nicht beleidigt, sondern ihr nur sehr deutlich die Fakten vorgehalten. Da fand ich es dann schon etwas dämlich, dass er als das Arschloch dargestellt wird, obwohl er ihr verdeutlicht, dass sie sich so nicht verhalten kann. Mir gefiel, dass die beiden sich aber relativ schnell aussprechen und diese Probleme klären, auch wenn sie mir danach zu zahm werden. Es gibt eigentlich keinerlei Probleme in der Beziehung und die, die auftreten sind mir viel zu konstruiert. Ich könnte Maddies Unsicherheit vollkommen nachvollziehen, besonders wenn es um den Umgang mit Menschen geht, die man noch aus der Schule kennt, aber es kommt mir alles dann wieder zu plötzlich und zu gezwungen. Genauso wie Mauros Probleme.
Alles in allem ist das Buch als Lektüre für zwischendurch sehr angenehm, allerdings ist es mir zum Ende hin viel zu kitschig und die Geschichte wird mir trotz eines leichten Schreibstils nicht im Gedächtnis bleiben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2019

Das Buch scheitert vor allem den hohen Erwartungen

180 Seconds - Und meine Welt ist deine
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Das Cover finde ich wirklich schön. Es sticht zwar nicht auf den ersten Blick aus der Masse heraus, ist aber definitiv einen zweiten Blick wert, weil ich die Farbkombination wirklich wunderbar stimmig ...

Das Cover finde ich wirklich schön. Es sticht zwar nicht auf den ersten Blick aus der Masse heraus, ist aber definitiv einen zweiten Blick wert, weil ich die Farbkombination wirklich wunderbar stimmig finde. Was mir allerdings nicht so gut gefällt, ist der Titel des Buches. Die Mischung aus Englisch und Deutsch finde ich in diesem Fall nicht so gut gelungen, auch wenn mich das ansonsten nicht so sehr stört. Hier ist mein Problem aber, dass ich die Zahl deutsch aussprechen würde, während dann Seconds englisch ist. Dann hätte man zumindest den Untertitel weglassen oder die Zahl ausschreiben können. Dies ist allerdings noch der kleinste Kritikpunkt an dem Buch.
Die Geschichte an sich klingt erstmal vielversprechend: Allison hatte es in ihrem Leben nicht leicht, jahrelang wurde sie von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschoben ohne die Chance auf eine Adoption bis Simon sie bei sich aufnimmt. Doch auch nach der endgültigen Adoption fällt es ihr schwer zu Menschen Vertrauen aufzubauen, dabei bildet ihre beste Freundin Steffi die einzige Ausnahme. Doch erst einmal muss Allison das Unileben ohne sie zu bewältigen und versucht dabei möglichst den Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden. Doch dann trifft sie bei einem Sozialexperiment auf Esben, einen Social-Media-Star, trifft und durch seine Einfühlsamkeit immer mehr Mauern einreißt…
Ich habe mich eigentlich wirklich auf das Buch gefreut, weil ich eine unglaublich emotionale und nervenaufreibende Geschichte erwartet habe, doch ich wurde leider enttäuscht. Zwar ist der Schreibstil durchaus angenehm und recht leicht zu lesen, das rettet aber die Geschichte nicht wirklich, weil die Geschichte viel zu schnell ins Kitschige abdriftet. Das erste Drittel gefiel mir noch ziemlich gut, weil es glaubhaft wirkte. Zwar war mir Allison nicht wirklich sympathisch, aber ihr Verhalten war nachvollziehbar. Sie hatte durch ihre Vergangenheit nie wirkliche Unterstützung und Liebe erfahren, sodass er ihr einfach schwerfällt, Menschen zu vertrauen und sie nah an sich heranzulassen. Eine etwas andere Allison lernt man dann erstmals bei den 180 Sekunden kennen. Dort soll sie für ein Social-Media-Experiment Esben 180 Sekunden in die Augen schauen und dies wird aufgezeichnet. Ich fand die Schilderung dieser Zeitspanne unglaublich intensiv und durch die Länge auch so eindringlich, dass man das Gefühl hatte, die Zeit in Realgeschwindigkeit mit zu erleben und jede ihrer Emotionen aus erster Hand nachzuempfinden.
Nach diesem Highlight flacht das Buch leider extrem ab und schafft es zu keinem Moment mehr, mich in seinen Bann zu ziehen. Das liegt vor allem an dem radikalem Wandel von Allison, aber auch an der viel zu perfekten Gestaltung des Charakters von Esben. Klar, ist ein netter Typ mal eine Abwechslung zu den ganzen Bad Boys, das heißt aber nicht, dass man ihn zu einem Typ machen muss, der keinerlei Fehler hat, sondern vielmehr einfach in allem perfekt ist. Das hat mich mit zunehmendem Verlauf des Buches immer mehr genervt. Ich habe auf jeder Seite damit gerechnet, dass nun endlich mal etwas kommt, das erklärt, warum er sich so verhält wie er es nun einmal tut, aber selbst diese Lösung ist für mich zu glatt und auch viel zu unemotional. Es hat mich null berührt, auch wenn dies durchaus die Chance dazu gegeben hätte. Dies ist ein weiteres Problem des Buches. Am Anfang habe ich, vor allem nach dem Klappentext und der Leseprobe mit einer hochemotionalen Geschichte gerechnet, die mich berührt und mitnimmt, doch das trat nicht ein. Selbst bei Szenen, die mir in anderen Büchern die Tränen in die Augen getrieben hätten, habe ich nichts empfunden, es war mir schlicht und einfach egal. Das liegt gar nicht so sehr daran, dass der Schreibstil das nicht hergeben würde oder die Geschichte an sich schlecht wäre, sondern daran, dass man das Gefühl hat, dass die Autorin eine Idee hatte, deren Eckpunkte sie abharken wollte, ob sie jetzt perfekt in die Geschichte passen oder nicht, dann streut sie noch eine ordentliche Portion Puderzucker drüber und fertig ist eine kitschige Weihnachtsgeschichte.
Alles in allem hätte ich die Geschichte durchaus genießen können, wenn ich sie unter anderen Vorraussetzungen gelesen hätte, aber so habe ich anstatt einer ernsten, emotionalen Story eine zuckersüße, viel zu kitschige Liebesgeschichte mit einem viel zu perfektem männlichem Charakter bekommen, deren Kennlerngeschichte zwar originell ist, aber das Buch leider nicht retten kann.

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2019

Nicht ganz so gut wie anderen Teile, aber dennoch ein wunderbares Buch für Zwischendurch

One More Time
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Das Cover finde ich auch hier so mittel. Es ist einfach so unglaublich typisch für das Young Adult Genre, ein Typ mit Anzug, der viel zu gut aussieht. Ich finde ehrlich gesagt, dass die Cover den wunderbaren ...

Das Cover finde ich auch hier so mittel. Es ist einfach so unglaublich typisch für das Young Adult Genre, ein Typ mit Anzug, der viel zu gut aussieht. Ich finde ehrlich gesagt, dass die Cover den wunderbaren Geschichten der Reihe in keiner Weise gerecht werden.
Die Geschichte gefällt mir aber auch recht gut: Bianca George ist auf dem Weg zu einem Interview mit dem CEO Dexter Truitt, als der Aufzug plötzlich steckenbleibt. Um sich von ihrer aufkommenden Panik abzulenken, erzählt sie dem attraktiven Mann, mit dem sie zusammen eingesperrt ist, wie sehr sie Menschen, wie den jungen CEO hasst, ohne zu wissen, dass es sich bei dem vermeintlichen Fahrradkurier um ebenjenen handelt. Dex sagt das Interview kurzerhand ab und datet Bianca fortan als Jay. Das Interview führt er online mit ihr und sie verliebt sich immer mehr in beide Männer, ohne zu wissen, dass es sich um ein und die gleiche Person handelt.
Ich habe auch alle anderen Teile dieser Reihe gelesen und kann selbst nach dem letzten nicht erklären, wie die Bücher es jedes Mal auf Neue wieder schaffen, dass ich sie innerhalb einer sehr, sehr kurzen Zeit durchlesen konnte. Vielleicht liegt es an dem unglaublich angenehmen Schreibstil, der auch hier dafür sorgt, dass die Seiten nur so dahin fliegen und dem leichten Humor, der immer wieder in den Vordergrund tritt. Ich musste während des Lesens immer wieder schmunzeln und manchmal sogar laut lachen, weswegen es mir tatsächlich schwerfiel, das Buch auch nur für ein paar Minuten aus der Hand zu legen.
Auch die Figuren tragen einen gehörigen Teil zum Gelingen der Geschichte bei. Dadurch dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Bianca als auch aus der von Dex erzählt wird, lernt man auch beide deutlich besser kennen. Ich musste bei Dex‘ Unterhaltungen mit seinem Hund Bandit immer wieder grinsen, weil es ihn so herrlich authentisch macht, er wirkt dadurch vielleicht ein wenig verschroben, aber auch sympathisch und spätestens ab diesem Zeitpunkt war einer meiner Lieblingsprotagonisten. Er ist wirklich kein typischer, eiskalter CEO oder Bad Boy, sondern vielmehr ein Mann, der versucht, eine Frau zu beeindrucken, die ihn nur aufgrund seines Standes und seines Namens ablehnt. Ich konnte sogar verstehen, warum er ihr etwas vorgemacht hat, auch wenn er es vielleicht eine Spur zu weit getrieben hat. Mir hätte genau diese Geschichte eigentlich schon gereicht und meinetwegen hätte man nicht noch einen Konflikt in dem gemeinsamen Leben schaffen müssen. Genau aus diesem Grund ist das auch mein einzig wirklicher Minuspunkt. Mir ist die Geschichte ein wenig zu dramatisch. Man hat schon recht früh geahnt, was das Problem zwischen den beiden werden konnte und dass es am Ende dann doch ein Happy End geben würde. Das war mir ein wenig zu klischeehaft und zu typisch für einen Liebesroman, sodass ich zwischendurch ein bisschen die Augen verdreht habe.
Alles in allem habe ich das Buch dennoch, wie auch die anderen Teile, wirklich gerne gelesen, was in erster Linie an den wunderbar gestalteten Figuren und dem herrlich leichten, witzigem Schreibstil, der es einem leicht macht, das Buch innerhalb kürzester Zeit durchzulesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere