Cover-Bild Waraka
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 24.03.2023
  • ISBN: 9783522202794
  • Empfohlenes Alter: bis 18 Jahre
Tobias Goldfarb

Waraka

Fantasyabenteuer über die ungewöhnliche Freundschaft zweier Königskinder
Lev Kaplan (Illustrator)

Ein großartiges Epos über die Macht der Angst, ein virtuos erzählter Fantasyroman des preisgekrönten Autors.

In Waraka herrscht die Angst: Furcht vor der gottgleichen Großen Schlange, Furcht vor Skarf, ihrem Hüter, Furcht vor den Bestien außerhalb der Stadt. Auch Prinz Arkyn soll lernen, Angst zu verbreiten. Denn die Angst der anderen ist seine Macht. Doch Arkyn rebelliert. Gemeinsam mit seinem Seelentier, einem Säbelzahnjaguar, flieht er aus dem goldenen Käfig. Er trifft auf Saga, die von den windumtosten Inseln der Wulfen aufgebrochen ist, um das legendäre Waraka zu finden. Unzählige gefährliche Abenteuer warten auf die beiden ungleichen Freunde. Gelingt es ihnen, die Herrschaft der Angst zu brechen und die Menschen von Waraka zu befreien? 

Zwei Jugendliche aus völlig unterschiedlichen Kulturen kämpfen gemeinsam für Freiheit und Gerechtigkeit. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2023

fantasievolle Geschichte, besondere Stimmung

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In Waraka ist der Schlüssel der Herrschaft die Angst. Die Bevölkerung lebt in ständiger Furcht vor der Großen Schlange, einer Gottheit, die die Stadt in Schutt und Asche legen könnte. Ihren Hüter Skarf ...

In Waraka ist der Schlüssel der Herrschaft die Angst. Die Bevölkerung lebt in ständiger Furcht vor der Großen Schlange, einer Gottheit, die die Stadt in Schutt und Asche legen könnte. Ihren Hüter Skarf fürchten sie ebenfalls, schließlich hat auch er Einfluss darauf, ob sie alle in Sicherheit sind. Außerhalb der sicheren Stadtmauern lauern weitere Gefahren und Bestien, eine angsteinflößender als die andere. Auch Prinz Arkyn soll lernen, sich die Angst der Menschen zu nutze zu machen. Solange sie ihn fürchten, werden sie sich nicht gegen ihn auflehnen. Eine wichtige Tat auf seinem Weg zum König ist es, sein Seelentier zu töten, während die Einwohner seiner Stadt ihm dabei zuschauen. Doch der Prinz rebelliert, obwohl er sich der möglichen Konsequenzen bewusst ist. Mit Glück gelingt es dem Jugendlichen mit seinem Seelentier, einem Smilo, zu fliehen, nur um sich außerhalb der Mauern weiteren Gefahren ausgesetzt zu sehen und in eine Welt einzutauchen, die ihm fremd ist und in der er sich allein niemals durchschlagen können wird. Gemeinsam mit Saga, auf die er am Meer zufällig stößt, und dem Smilo beginnt für Arkyn eine aufregende Zeit voller Fragen, Gedanken und einer ungewissen Zukunft.

Die Geschichte rund um Prinz Arkyn geht direkt spannend los. Man erlebt den Jugendlichen kurz vor dem „Hier und Jetzt“ einer Art Prüfung, in der er sich als zukünftiger König als würdig erweisen muss, indem er sein Seelentier, einen Säbelzahnjagur (Smilo), umbringt. Arkyn will das allerdings auf keinen Fall tun, obwohl er die Konsequenzen auf verschiedene Weise durchgespielt hat. In dieser ersten Phase erlebt man auch den Hüter der Schlange, Skarf, und bekommt einen Eindruck davon, mit welch harter Hand er die Menschen führt und wie unerbittlich er ist, aber eher auf eine unterschwellige Art. Für Arkyn gab es bisher nichts anderes, als das Leben in seinem goldenen, privilegierten Käfig und doch steht seine Entscheidung fest. So wird es gleich zu Beginn des Buches recht turbulent mit der Flucht des Prinzen und den Gefahren, die direkt danach im Wald rund um die Stadtmauern auf ihn warten. Schließlich kennt Arkyn die Welt „draußen“ höchstens aus Erzählungen, wenn überhaupt. Für ihn gibt es viel zu entdecken, zu hinterfragen und zu lernen.
Im Verlauf bleibt das Tempo innerhalb der Geschichte nicht dauerhaft so hoch. Es gibt immer wieder Passagen, in denen es etwas ruhiger ist, in denen die Charaktere sich viele Gedanken machen, Lösungen suchen oder auf der Reise von einem Ort zum nächsten sind. Auf sie lauern unterwegs weitere Gefahren, Turbulenzen und Auseinandersetzungen, aber auch sehr schöne, fast magische Momente. Die Mischung hat mir insgesamt gut gefallen, der Schreibstil ist mitnehmend, bildgewaltig und zwischendurch auch ein wenig philosophisch. Nach und nach lernt man mehr über die Welt kennen, mit all den besonderen, vielseitigen Kreaturen und den facettenreichen Gegenden. All die kreativen Ideen, die in diesem Buch stecken, haben mich sehr fasziniert und angesprochen. Waraka hat einiges zu bieten und durch den bildhaften Stil und die detaillierten Formulierungen ist es gut möglich, sich die Wesen und Orte gut vorzustellen und sich einen Eindruck von all dem zu verschaffen, was da auf Arkyn und Saga zukommt.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Arkyn, so erlebt man ihn intensiver als Saga, die in manchen Situationen eher etwas rätselhaft bleibt, auch weil sie sich nicht so sehr offenbart, teilweise recht schweigsam und nachdenklich ist. Mit der Zeit erfährt man aber auch über sie und ihre Herkunft etwas mehr. Die Art, wie das in die Handlung eingeflochten ist, hat mir gut gefallen, weil es sich nicht nur auf die Dialoge beschränkt. Bei den Gesprächen hätte ich mir manchmal noch etwas mehr gewünscht, auch wenn nachvollziehbar ist, dass die Jugendlichen teilweise überfordert und ratlos sind, weil sie Entscheidungen treffen müssen, die weitreichende Folgen haben können und teilweise nicht klar ist, ob es erfolgreich sein kann, was sie sich vorgenommen haben. Trotzdem war es mir manchmal einfach etwas zu wenig, was dabei bei mir ankam. Auch war die freundschaftliche Verbindung zwischen Saga und Arkyn für mich nicht immer so klar greifbar. Schöner zu verfolgen war da für mich die Bindung, die nach und nach zwischen dem Prinzen und seinem Smilo entstanden ist. Geholfen hat dabei auch die Gabe, die Arkyn in sich trägt.

Die Entwicklungen in der Handlung sind relativ klar ersichtlich und waren größtenteils für mich nicht besonders überraschend. Dennoch hat es Spaß gemacht, die Geschichte zu verfolgen und für jüngere Lesende sind manche Sachen vielleicht auch nicht ganz so offensichtlich, wie sie für mich waren. Für mich war die Handlung eher geprägt durch die besondere Stimmung, die teilweise herrschte, die facettenreichen Wesen, die vielen wundervollen Ideen und den Mut des Protagonisten, sich gegen das System aufzulehnen und dabei seinen ganz eigenen Weg zu finden, mit dem er hofft zu verhindern, dass zu viel Schaden angerichtet wird. Immer wieder fließt auch das Thema Angst in die Handlung mit ein, denn das ist ja etwas, worauf die Herrschaft in Waraka bisher basierte.

Fazit

Ein schönes Jugendbuch, in dem facettenreiche Ideen stecken, die durch den bildgewaltigen Stil gut vorstellbar rübergebracht werden. Die Stimmung innerhalb der Geschichte habe ich als besonders empfunden. Zeitweise ist es eher ruhiger, nachdenklicher und durch die Art, wie die Dinge offenbart werden fast etwas philosophisch, ohne dabei unverständlich zu werden. Dann gibt es aber auch wieder turbulentere Momente, schwerwiegende Entscheidungen, bei denen die Unsicherheit bleibt, ob das Vorhaben von Erfolg gekrönt sein kann. Das Buch lebt durch die starke Bindung zwischen den Protagonisten, die für mich aber nicht in jeder Facette greifbar war, dem Mut des Prinzen und dem Wunsch, etwas zu verändern und nicht weiter mit der Macht der Angst zu herrschen.

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Eintauchen in eine andere Welt

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In Waraka herrscht die Angst: Furcht vor der gottgleichen Großen Schlange, Furcht vor Skarf, ihrem Hüter, Furcht vor den Bestien außerhalb der Stadt. Auch Prinz Arkyn soll lernen, Angst zu verbreiten. ...

In Waraka herrscht die Angst: Furcht vor der gottgleichen Großen Schlange, Furcht vor Skarf, ihrem Hüter, Furcht vor den Bestien außerhalb der Stadt. Auch Prinz Arkyn soll lernen, Angst zu verbreiten. Denn die Angst der anderen ist seine Macht. Doch Arkyn rebelliert. Gemeinsam mit seinem Seelentier, einem Säbelzahnjaguar, flieht er aus dem goldenen Käfig. Er trifft auf Saga, die von den windumtosten Inseln der Wulfen aufgebrochen ist, um das legendäre Waraka zu finden. Unzählige gefährliche Abenteuer warten auf die beiden ungleichen Freunde. Gelingt es ihnen, die Herrschaft der Angst zu brechen und die Menschen von Waraka zu befreien?
Zwei Jugendliche aus völlig unterschiedlichen Kulturen kämpfen gemeinsam für Freiheit und Gerechtigkeit. (Klappentext)

Dieses sehr spannende Buch vermittelt viele Botschaften, obwohl es in einer sehr mystischen und teils düsteren Welt spielt. Die verschiedenartigen Charaktere, egal ob sympathisch oder nicht, sind wunderbar getroffen und beschrieben. Die Handlung ist gut nachvollziehbar und vor allem auch verständlich aufgebaut. Die verschiedenen Emotionen kommen gut beim Leser an. Schon nach wenigen Seiten war ich in der Handlung mitten dabei und durch den bildgewaltigen und leicht verständlichen Sprachstil auch fasziniert und gefesselt. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie sich alles weiterentwickelt und vor allen wie es endet. Ich wurde nicht enttäuscht. Es entstand eine wunderbare Leseatmosphäre. Das Buch wird sicherlich jungen Lesern genauso gefallen die auch älteren Lesern.

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Veröffentlicht am 02.01.2024

Jenseits der Angst

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Ich muss zugeben, dass ich mehrere Anläufe gebraucht habe, um mit dem Buch warm zu werden und mich in der fiktiven Welt wohl zu fühlen. Erst beim dritten Anlauf hat scheinbar "alles gepasst" und ich habe ...

Ich muss zugeben, dass ich mehrere Anläufe gebraucht habe, um mit dem Buch warm zu werden und mich in der fiktiven Welt wohl zu fühlen. Erst beim dritten Anlauf hat scheinbar "alles gepasst" und ich habe das Lesen dann so richtig genossen.

Vor dem jungen Protagonisten liegt eine wichtige Aufgabe: nämlich jene, das eigene Seelentier im Kampf zu besiegen und zu töten. Um es der großen Schlange zu opfern, der sonst die gesamte Gesellschaft zum Opfer fällt.

Doch er entscheidet sich anders, und befreit das Seelentier nicht nur, sondern läuft mit ihm gemeinsam weg. Nicht nur aus seiner gewohnten Umgebung, der gesellschaftlichen Ordnung, sondern auch vor seiner Angst.

Und das hat mich zum Nachdenken gebracht, und ich hoffe, dass auch junge Leser:innen diese zentralen Fragen finden, wenn sie das Buch lesen.
Was tue ich, wenn ich gesellschaftlichen Erwartungen nicht entsprechen möchte, weil ich diese für falsch halte?
Wovor habe ich Angst, und wie schaffe ich es, diese Furcht zu meinem Freund statt zu meinem Feind zu machen?
Was ist vielleicht gar nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint?

Und neben großer philosophischer Fragen gibt es eine actiongeladene rasante Geschichte.

Fazit: Ein Buch, das zum Nachdenken anregt - wenn bei mir auch nicht im ersten Anlauf.

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Veröffentlicht am 06.11.2023

3,5 Sterne, ein interessantes Jugendbuch

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Waraka: der Titel sowie das Cover sind mir sofort ins Auge gesprungen und der Klappentext hörte sich auch mega interessant an. Die fantastische Welt von Waraka ist sehr interessant. Beim Lesen hatte ich ...

Waraka: der Titel sowie das Cover sind mir sofort ins Auge gesprungen und der Klappentext hörte sich auch mega interessant an. Die fantastische Welt von Waraka ist sehr interessant. Beim Lesen hatte ich öfters eine Welt im Kopf die dem antiken Rom oder den Azteken ähnelt. Man braucht ein zwei Kapitel um sich in dieser bisher unbekannten Welt zurechtzufinden, aber wenn man einmal drinnen ist fließt die Handlung förmlich.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Prinz Arkyn. Arkyn ist ein interessanter Charakter, denn obwohl er abgeschottet aufgewachsen ist er doch zielstrebig und öfters sympathisch. An seiner Seite ist Hurakan, sein Seelentier. Die Idee der Verbundenheit mit Tieren kennt man schon aber sie wurde hier wirklich gut umgesetzt und die Dialoge zwischen Hurakan und Arkyn sind interessant zu lesen. Außerdem gibt es noch Saga von der ich persönlich nicht wirklich weiß was ich von ihr halten soll. Es ist klar in welche Richtung sie gehen sollte, und dass sie eine Art badass character ist aber an manchen Stellen macht sie Sachen die eben nicht zu ihrem bisher vorgestellten Charakter passen und manchmal wirkt sie etwas oberflächlich. In Waraka gibt es eine Vielzahl an Wesen welche ich sehr interessant fand und sogar gerne noch mehr von ihnen gelesen hätte. Aber es gab auch einige Stellen die etwas verwirrend waren und zu philosophisch und exzentrisch wirkten. Dennoch handelt es sich bei Waraka um ein interessantes und spannendes Fantasy Jugendbuch.

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Veröffentlicht am 23.04.2023

Waraka

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Waraka ist eine abenteuerliche Geschichte für Leser:innen ab 12 Jahren, in der es darum geht, sich nicht von seiner Angst lähmen zu lassen. In Waraka herrscht die Angst, diese wird dort als Mittel zur ...

Waraka ist eine abenteuerliche Geschichte für Leser:innen ab 12 Jahren, in der es darum geht, sich nicht von seiner Angst lähmen zu lassen. In Waraka herrscht die Angst, diese wird dort als Mittel zur Macht missbraucht. So wird das Volk klein gehalten, in dem es Angst vor einer riesigen Schlange hat und anderen Dingen. Prinz Arkyn soll diese Angstkultur weiter führen, rebelliert aber dagegen und flieht mit seinem Seelentier, einem Säbelzahnjaguar, mit dem er auch kommunizieren kann.

So trifft er auf Saga, die sehr viel von einer Wikingerin hat. Sie ist sehr mutig, stark und abenteuerlustig und gibt dem Prinzen so Rückendeckung. Beide werden zu einem tollen Team, trotz ihrer Unterschiede. Doch werden sie es schaffen, Waraka von der Angst zu befreien?

Ich mochte schon Niemandsstadt von Tobias Goldfarb sehr gerne und so war für mich klar, auch sein neues Buch muss ich lesen. Wir bekommen hier ein tiefgründiges und zum Teil poetisches Jugendfantasy Buch geliefert, welches von Mut und Hoffnung erzählt. Mit einem starken weiblichen Charakter und einem sehr interessanten Setting. Noch erwähnen muss ich den Humor, der hin und wieder durchblickt. Die Wesen, die die zwei auf ihrem Weg treffen, sind fantasievoll gezeichnet und ich habe gerne über sie gelesen. Allen voran mochte ich den Säbelzahnjaguar Hurakan.

Wer hier eine locker flockige abenteuerliche Geschichte erwartet, könnte etwas vor den Kopf gestoßen werden. Da es zum Teil schon sehr nachdenklich und philosophisch wird. Inwieweit dieser Input wirklich bei Leser:innen die 12 Jahre alt sind abkommt, kann ich nicht beurteilen.
3,5 Sterne

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