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Veröffentlicht am 26.03.2017

ereignisreiche, süße Fortsetzung

Alea Aquarius. Die Farben des Meeres
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„Die Farben des Meeres“ ist die Fortsetzung von „Der Ruf des Wassers“, daher kann meine Rezension Spoiler in Bezug auf den ersten Band enthalten. Man sollte die Reihe auch von Beginn an lesen, da die Handlung ...

„Die Farben des Meeres“ ist die Fortsetzung von „Der Ruf des Wassers“, daher kann meine Rezension Spoiler in Bezug auf den ersten Band enthalten. Man sollte die Reihe auch von Beginn an lesen, da die Handlung weitergeht und einem einige schöne Details der Geschichte entgehen, wenn man mitten drin einsteigt.

Die Abenteuer der Alpha Cru gehen in die nächste Runde. Alea hat mit ihren neuen Freunden bereits viel erlebt, doch sie sind noch lange nicht am Ziel ihrer Reise und werden noch weitere, schwierige Aufgaben zu meistern haben. Während die Jugendlichen neue Gebiete entdecken, erfahren wir auch immer mehr über die Welt der Magischen und Meermenschen. Eine spannende und abwechslungsreiche Zeit mit vielen Überraschungen steht den Lesern und der Cru bevor.

Die Figuren habe ich bereits im ersten Buch total in mein Herz geschlossen. Es macht einfach Spaß sie zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich immer besser kennen lernen. Dabei sind sie sehr offen und akzeptieren die anderen mit all den Ecken und Kanten. Weder die Herkunft noch das Aussehen spielen wirklich eine Rolle. Jeder hat auf dem Schiff seine Aufgabe und gemeinsam können sie jede Herausforderung meistern.
Besonders niedlich finde ich Sammy, den Jüngsten in der Runde. Er ist einfach total goldig und man möchte ihn am liebsten die ganze Zeit knuddeln. Er hat berechtigterweise noch sehr kindliche Ansichten und hat mich damit oft zum Schmunzeln gebracht.

Der Schreibstil von Tanya Stewner ist flüssig, angenehm und für die Zielgruppe angemessen. Die Sprache ist leicht verständlich, auf komplizierte Ausdrücke oder zu verschachtelte Satzbildung wird verzichtet, so dass es auch für Kinder und Jugendliche leicht sein sollte, in die Geschichte einzutauchen und sich treiben zu lassen. Sehr schön sind auch die kleinen Exkurse in die englische Sprache. Alea ist dabei Englisch zu lernen und da sie sich zeitweise in einem englischsprachigen Gebiet aufhalten, gibt es immer wieder Gelegenheit, die neuen Worte anzuwenden. Die Übersetzungen machen es dann möglich, das Gesagte zu verstehen und gleich ein wenig mit zu lernen.

Besonders faszinierend finde ich die bildhaften Beschreibungen. Die Farben des Meeres werden immer wieder aufgegriffen und so detailliert dargestellt, dass man es sich gut vorstellen kann. Auch Personen und Orte werden sehr anschaulich eingebunden. Manchmal fühlt man sich fast als Teil der Cru, weil man alles hautnah miterleben darf.
Neben den spannenden Abenteuern, die die Cru bestehen muss, werden auch immer wieder ernste Dinge thematisiert, wie zum Beispiel Umweltverschmutzung. Die Welt wird nicht beschönigt, auch die Schattenseiten werden integriert und so wird man auch als junger Leser für solche Sachen sensibilisiert.

Im Verlauf der Handlung erfahren wir zahlreiche, neue Details über die Meerwelt und die magischen Wesen, die es gibt. Das ist total spannend, da im ersten Band noch viel offen geblieben ist. Auch jetzt sind noch längst nicht alle Geheimnisse gelüftet, aber man bekommt einen intensiveren Einblick und kann sich einige Dinge besser vorstellen.
Am Ende des Buches bleiben weiterhin Fragen offen, die einen neugierig machen, wie es weitergehen wird und was Alea noch alles erlebt in diesem aufregenden Sommer.

Eine total süße, teils ernste, teils witzige Geschichte, die die kleinen und auch die schon etwas größeren Leser begeistern wird. Super Charaktere, zahlreiche Abenteuer und ein mitreißender Schreibstil sorgen für schöne Lesestunden.

Vielen Dank an Lovelybooks und den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar im Rahmen der Leserunde.

Veröffentlicht am 26.03.2017

süße, abenteuerliche Geschichte mit viel Magie

Alea Aquarius. Das Geheimnis der Ozeane
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Das Geheimnis der Ozeane ist bereits der dritte Band rund um Alea und ihre Freunde, daher kann meine Rezension Spoiler in Bezug auf die anderen Bücher enthalten. Ich würde Vorwissen auf jeden Fall empfehlen, ...

Das Geheimnis der Ozeane ist bereits der dritte Band rund um Alea und ihre Freunde, daher kann meine Rezension Spoiler in Bezug auf die anderen Bücher enthalten. Ich würde Vorwissen auf jeden Fall empfehlen, da es dabei hilft, die Zusammenhänge richtig verstehen zu können. Vermutlich hat man aber auch ohne die gesamte Vorgeschichte Spaß daran, die quirlige Alea zu begleiten.

Nachdem Alea und ihre Cru in Schottland ihr letztes Abenteuer bestanden haben, geht es nun auf nach Island. Auf der abgelegenen Insel erhofft sich das junge Meermädchen mehr Antworten auf ihre brennenden Fragen und vielleicht sogar Kontakt zu weiteren Meermenschen. Doch ihr Weg dorthin ist steinig und auch auf Island warten neue, unerwartete Gefahren auf die jungen Abenteurer, die ihren Zusammenhalt und ihre Kräfte auf eine harte Probe stellen.

Obwohl Band zwei schon fast ein Jahr zurück liegt, war ich bereits nach wenigen Seiten wieder in der Geschichte drin. Kleine Hinweise auf die vorangegangene Handlung erleichtern es, sich die Zusammenhänge ins Gedächtnis zu rufen und in Schubladen verpackte Erinnerungen wieder ans Tageslicht zu befördern. Selbst wenn man nicht jedes Detail im Kopf hat, kann man der Geschichte gut folgen und weiß mit den Rückblicken wieder grob, was passiert ist. Kleine Erinnerungslücken mindern aber das Lesevergnügen nicht.
Der Schreibstil von Tanya Stewner ist flüssig, angenehm und leicht verständlich. Abgesehen von ganz vereinzelten Worten sollten also auch die jungen Leser mit der Geschichte problemlos klar kommen. Sollte doch mal ein Wort dabei sein, was nicht bekannt ist, gibt es ja immer noch die Eltern die man fragen kann, oder moderne Suchmaschinen.
Viele detaillierte Beschreibungen der Umgebung und der Figuren ermöglichen es, sich die Handlung bildlich vorstellen zu können. Die schönen Illustrationen zu Beginn der Kapitel unterstreichen zusätzlich, worum es im nächsten Abschnitt gehen wird.
Besonders faszinierend finde ich die magische Welt, die zum Teil unter Wasser spielt. Die Dinge, die Alea dort entdeckt, müssen einfach unglaublich sein. Bei mir entstehen da immer Bilder von verlassenen Schiffen, versunkenen Schätzen und solchen Dingen im Kopf, wie man sie teilweise aus Dokumentationen kennt. Nur das in diesem Fall noch die kleinen Magiewesen dazu kommen und Aleas Welt damit viel bunter machen. In jedem Band hat man das Gefühl, noch tiefer in die magische Welt einzutauchen und immer wieder neue Dinge entdecken zu können. Ich bin schon ganz gespannt, was uns im nächsten Buch eventuell noch unbekanntes erwarten wird.

Viele der Figuren sind bereits bekannt aus den ersten zwei Bänden, es gibt aber auch einige neue Charaktere, die wir im Verlauf der Geschichte kennen lernen. Auf einige freut man sich schon lange, da ihr Erscheinen angekündigt wurde, andere treten eher überraschend auf und insgesamt kann man wohl sagen, nicht alle sind der Cru wohlgesonnen.
Auch die bereits liebgewonnene Crue Mitglieder lernt man im Verlauf des Buches noch etwas besser kennen. Sie erzählen aus ihrem Leben, erinnern sich an Erlebnisse und zeigen noch mehr Facetten ihres Charakters. Die fünf wachsen immer mehr zusammen, verstehen sich manchmal blind und müssen doch immer wieder beweisen, wie stark sie sind. Ihr Zusammenhalt wird auf harte Proben gestellt. Enttäuschungen, Ängste und Verwirrung stehen zwischen der Freundschaft und machen es nicht immer leicht, einen klaren Blick auf die Ereignisse zu haben.
Wie auch in den anderen Büchern, erleben wir die Geschichte wieder aus der Ich-Perspektive von Alea. Dadurch lernt man besonders die junge Protagonistin sehr intensiv kennen. Zwischendurch steckt sie in einem wahren Gefühlschaos und wirkt, ihrem Alter entsprechend, überfordert mit der Situation. Ich war ganz froh, dass sie nicht immer überlegt und abgebrüht handelt, sondern für viele der brenzligen Lagen Hilfe durch Magie oder ihre Freunde benötigt, um zu bestehen. Das macht sie noch sympathischer und die gesamte Geschichte in sich stimmiger, in meinen Augen.
Besonders lieb gewonnen habe ich Sammy. Nicht erst jetzt, sondern bereits in den anderen Bänden der Reihe. Er ist einfach goldig, manchmal vielleicht zu neugierig, aber einfach ein herzensguter, kleiner Junge, der auf seine kindliche Art weiß, wie man andere wieder aufmuntert.

Zu Beginn der Geschichte stehen eher die Beziehungen zwischen den Figuren im Vordergrund. Die jungen Abenteurer entwickeln sich weiter, lernen sich besser kennen und da kommen manchmal auch Gefühle auf, die nicht von allen so leicht weggesteckt werden. Diese Passagen sind insgesamt etwas ruhiger angelegt, aber dennoch sehr interessant zu lesen. Im Verlauf des Buches wird es dann aber auch wieder richtig turbulent, spannend und dramatisch. Die Ereignisse überschlagen sich und Alea und ihre Freunde wissen gar nicht, wo ihnen der Kopf steht.
Am Ende des Buches ist wieder eine kleine Teilgeschichte abgeschlossen, doch es bleiben noch viele Fragen offen und es wurde schon der Grundstein gelegt, um neugierig zu sein auf die Fortsetzung.

Eine tolle, spannende Fortsetzung von Aleas Abenteuern. Süße, kindliche Momente mischen sich mit turbulenten, actionreichen Szenen und reichlich Magie. Langweilig wird es mit der Cru auf jeden Fall nicht.

Vielen Dank an den Verlag für das in der Leserunde bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 26.03.2017

schöner Reihenauftakt - Magie und Meer

Alea Aquarius. Der Ruf des Wassers
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Alea fällt schon allein durch ihren ausgefallenen Kleidungsstil ziemlich auf. Ungewöhnliche Kombinationen und Handschuhe, selbst im Sommer. Doch ihre Aufmachung dient eigentlich zum Verbergen – eine Tarnung ...

Alea fällt schon allein durch ihren ausgefallenen Kleidungsstil ziemlich auf. Ungewöhnliche Kombinationen und Handschuhe, selbst im Sommer. Doch ihre Aufmachung dient eigentlich zum Verbergen – eine Tarnung von etwas, das in ihr schlummert, ohne dass sie davon weiß.
Für Alea ist Wasser nicht nur ein lebenswichtiges, sondern auch ein tödliches Element. Obwohl sie den Ruf des Meeres spürt, muss sie sich aufgrund einer seltenen Krankheit davon fern halten. Als sie zur Alpha Cru aufs Schiff steigt, ist der Grundstein gelegt, der ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen wird.

Der Schreibstil von Tanya Stewner ist angenehm und flüssig. Die Geschichte lässt sich sehr leicht lesen, ist gut verständlich und damit der Altersangabe entsprechend für Kids ab 10 Jahren auf jeden Fall geeignet. Es macht aber auch viel Freude das Buch zu lesen, wenn man dieses Alter schon eine Weile hinter sich gelassen hat. Die jungen Protagonisten müssen einige Herausforderungen meistern und erleben so immer wieder neue Abenteuer, die die Geschichte sehr abwechslungsreich machen. Mut, Zusammenhalt und Kreativität ist immer wieder gefragt, um die neuen Situationen zu meistern und aufkommende Probleme schnell zu lösen.

Tess, Ben, Sammy und Alea sind von ihrem Charakter alle sehr verschieden. Jeder hat so seine Eigenheiten, die von den anderen akzeptiert werden. Man muss eben nur wissen, wie man mit dem anderen umgehen muss, dann spielt es keine so große Rolle, woher man kommt und was man besonders gut kann. Jeder von ihnen hat schon einige unschöne Dinge erlebt, die ihn verändert haben oder beschäftigen. Nach und nach öffnen sie sich einander und bekommen so Rückhalt und Aufmunterung. Die Freundschaft und Abenteuerlust steht bei den Vieren im Vordergrund und das ist deutlich spürbar.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich Sammy. Er ist ein goldiger, kleiner Junge, der einige Momente ganz herzlich, erfrischend und mit einer ehrlich-direkten Art auflockert. So einen kleinen Bruder hätte wohl jeder gern.

Obwohl es keine Ich-Perspektive gibt, ist man als Leser sehr nah bei Alea und erlebt mit, wie sie in der veränderten Umgebung, mit all den neuen Eindrücken zurecht kommt. Die Reise mit dem Schiff an sich ist schon eine ziemlich Herausforderung, was sie dann aber erlebt, übertrifft alles, was sie für möglich gehalten hätte. Alea taucht in eine magische, geheimnisvolle Welt ein, in der es noch viel zu entdecken geben wird.
Neben den abenteuerlichen Entwicklungen und den spannenden Momenten gibt es auch sehr lehrreiche Aspekte in der Geschichte. Es wird immer wieder gezeigt, dass man gemeinsam viel erreichen kann, es sich lohnt, sich erst mal richtig kennen zu lernen, auch mal geduldig zu sein und sich neue Dinge zu trauen.
Ein paar Ideen haben sich beim Lesen in meinem Kopf schon entwickelt. Ich bin sehr neugierig, ob es in die Richtung weiter gehen wird, die ich im Moment erwarte.

Ein süßer, abwechslungsreicher Reihen-Auftakt, mit interessanten, jungen Charakteren und einer tollen Mischung aus realer Welt und Fantasy-Elementen. Ein Buch, das auch für ältere Jugendliche und junge Erwachsene gut geeignet ist.

Veröffentlicht am 26.03.2017

emotionale Achterbahnfahrt auf dem Weg zur Liebe

True - Wenn ich mich verliere
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In einer Mädels-WG wird reichlich gequatscht und gelästert, die neusten Shoppinghighlights vorgeführt, über die besten Flirts gesprochen, über den verflossenen Ex getratscht oder einfach mal nur gemütlich ...

In einer Mädels-WG wird reichlich gequatscht und gelästert, die neusten Shoppinghighlights vorgeführt, über die besten Flirts gesprochen, über den verflossenen Ex getratscht oder einfach mal nur gemütlich zusammen gesessen. Jessica, Kylie und Rory haben durch ihr Studium zusammengefunden und verstehen sich super, auch wenn sie sehr verschieden sind. Als die Freundinnen rausfinden, dass Rory bisher noch gar keine Erfahrungen mit Männern hat, machen sie einen Deal mit Tyler, der Rory die Welt der Leidenschaft ein wenig näher bringen soll. Doch was als organisiertes Abkommen beginnt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Intensiverem.

Rory gefällt mir als Protagonistin super und sie ist sehr sympathisch. Durch ihre sarkastische und ehrliche Art, hat sie mich häufig zum Schmunzeln gebracht. Rory ist anders, als die Mädels um sie herum und auch als viele andere Hauptfiguren aus anderen Büchern. Sie ist häufig sehr zurückgezogen, lässt andere nicht so leicht an sich ran, schottet sich emotional ab und ist sehr ehrgeizig und fokussiert auf ihre schulischen Leistungen. Als sie dann jedoch mehr Zeit mit Tyler verbringt, entdeckt sie völlig neue Seiten an sich, beginnt sich zu öffnen und lässt sich auf kleine und größere Abenteuer ein, die ihr die Welt ein Stück weit öffnen und ihren Blickwinkel verändern.
Tyler konnte ich zunächst nicht wirklich einschätzen, seine Absichten sind nicht sofort zu durchschauen. Umso schöner fand ich es, wie er sich im Verlauf des Buches entwickelt hat. Auch wenn es nicht immer alles so glatt lief und dadurch Probleme und Streit vorprogrammiert sind, ist er ein beeindruckender Charakter, der viele Ecken und Kanten und dennoch ein extrem großes Herz hat.

Der Schreibstil von Erin McCarthy ist sehr angenehm, ich habe mich sofort wohl gefühlt in der Geschichte. Besonders leicht wird das Lesen durch die Ich-Perspektive von Rory. Sie nimmt den Leser mit auf eine sehr emotionale Reise durch ihr Leben und ist dabei einfach authentisch und liebenswert. Es gibt im Buch Passagen zum Lachen, zum Freuen, zum Weinen und auch einige Stellen, bei denen es einfach warm ums Herz wird. Mich hat die Geschichte sehr berührt und ich habe gegen Ende des Buches dann zur Taschentuchpackung greifen müssen. Kleine Überraschungen und schockierende Wendungen erhalten die Spannung im Buch und sorgen für einen wahren Sog, der einen dazu bringt, einfach weiter lesen zu wollen. Schön finde ich auch, dass der Buchtitel in der Handlung aufgegriffen wird und eine besondere Bedeutung hat.

„True – Wenn ich mich verliere“ ist eine sehr berührende Geschichte, in der die Gefühle Achterbahn fahren, bevor sie sich entscheiden, wohin sie gehören.

Veröffentlicht am 22.03.2017

inhaltlich schön, Gestaltung hat mich etwas raus gebracht

The Sun is also a Star.
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Natashas gesamte Gedanken drehen sich um die drohende Abschiebung in ihr Heimatland Jamaika. Als sie noch einmal alles versucht, um diesen Prozess zu stoppen, trifft sie zufällig auf Daniel und die beiden ...

Natashas gesamte Gedanken drehen sich um die drohende Abschiebung in ihr Heimatland Jamaika. Als sie noch einmal alles versucht, um diesen Prozess zu stoppen, trifft sie zufällig auf Daniel und die beiden erleben einen Tag voller ungewöhnlicher Gespräche, Unternehmungen und Geschehnissen, die so nicht vorhersehbar waren.

Inhaltlich hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Nach und nach werden eine Reihe Fragen aufgeworfen, von denen man sich selbst einige sicherlich schon mal gestellt hat, andere wird man sich vielleicht nie stellen, da man nie in so eine Situation kommt, wie die beiden Protagonisten, trotzdem konnte man sich gut hineinversetzen, da die Gedanken und Gefühle von Natasha und Daniel anschaulich beschrieben wurden.
Neben den sehr persönlichen Einblicken in das Leben der Protagonisten gibt es zahlreiche Einschübe, die das Familienleben von ihnen aufgreift oder aber die Personen thematisiert, die ihnen im Laufe des gemeinsamen Tages begegnen. Zwischendurch gibt es auch Abschnitte, die sich um eher poetische oder philosophische Dinge drehen.
Geschrieben sind alle Passagen für sich sehr schön. Man kann sich in die Figuren einfühlen, begleitet sie bei ihrem aufwühlenden Tag und bekommt durch die Zwischenkapitel ein umfassenderes Bild der komplexen Themen, die angeschnitten werden. Allerdings habe ich mich durch die zahlreichen Unterbrechungen im Lesefluss gestört gefühlt. Viele der Kapitel sind nicht länger als drei oder vier Seiten, einige sogar deutlich kürzer. Kaum ist man in der Perspektive drin, wird man wieder rausgerissen, in die nächste geworfen oder mit einem Abschnitt konfrontiert, der einen gefühlt etwas weg bringt von den Charakteren, auch wenn alles irgendwie mit ihnen zusammen hängt.
Die kurz gehaltenen Passagen unterstützen auf jeden Fall den Eindruck, wie schnell alles manchmal gehen kann, wie viel in kurzer Zeit passiert und wie viele verschiedene Dinge zusammen spielen müssen, damit am Ende das dabei heraus kommt, was Natasha und Daniel erleben. Trotzdem bin ich dadurch nicht komplett in die Handlung eingetaucht. Besonders die Abschnitte, die sich nicht direkt um die Protagonisten oder die Familien drehen, haben mich immer wieder etwas aus dem Rhythmus gebracht.
Der Wechsel der Ich-Perspektiven von Natasha und Daniel ergibt eine angenehme Dynamik. Man kann die Situationen direkt aus beiden Sichten erleben und weiß immer, was die beiden fühlen, denken und wollen, auch wenn sie es dem anderen zum Teil vorenthalten. Da die Geschichte von vielen verschiedenen Gefühlen dominiert wird, wechselt auch immer wieder die Stimmung im Buch.
Meistens haben mich die zügigen Wechsel zwischen den beiden nicht so gestört, da man in der gleichen Situation geblieben ist und sich nur der Blick geändert hat. Die anderen Einschübe waren mir persönlich etwas viel, aber das ist sicher einfach Geschmackssache. Ich wäre lieber direkt bei den beiden Protagonisten geblieben.
Wohin die Reise führt, werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Es gibt aber immer wieder kleine Wendungen und Situationen, mit denen man zu Beginn der Geschichte so nicht rechnet.

Eine inhaltlich schöne, gefühlvolle, nachdenklich stimmende Geschichte, die viele Facetten im Leben der jungen Protagonisten beleuchtet. Mir persönlich waren die einzelnen Passagen leider etwas zu kurz und die Handlung dadurch ziemlich zerstückelt.

Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!