Zwischen Krieg und Gefühlen
Wütender Sturm (Die Farben des Blutes 4)Ich habe War Storm jetzt zum zweiten Mal gelesen und muss sagen, man kommt trotz der längeren Pause seit Band 3 echt gut wieder in die Geschichte rein. Das fand ich schon mal richtig positiv.
Was mir ...
Ich habe War Storm jetzt zum zweiten Mal gelesen und muss sagen, man kommt trotz der längeren Pause seit Band 3 echt gut wieder in die Geschichte rein. Das fand ich schon mal richtig positiv.
Was mir besonders aufgefallen ist: das Pacing. Das Buch ist zwar ziemlich dick, aber im Gegensatz zu Glass Sword oder teilweise auch King’s Cage hatte ich hier kaum das Gefühl, dass sich etwas zieht. Jede Szene hat irgendwie ihren Zweck und treibt die Handlung weiter voran, was ich echt gut fand.
Die Charaktere sind hier wieder ein großer Punkt und ich glaube, sie entscheiden auch, wie sehr man das Buch am Ende mag. Für mich standen ganz klar Mare, Cal, Cameron, Gisa und vor allem Evangeline im Fokus. Gerade Evangeline hat in diesem Band nochmal deutlich mehr Tiefe bekommen, vor allem durch ihre eigene Perspektive, was ich richtig gut fand. Insgesamt gibt es fünf Perspektiven, was ich größtenteils okay fand aber Iris hat mich ehrlich gesagt gar nicht interessiert.
Was mir richtig gut gefallen hat: Dieses Buch fühlt sich wirklich wie Krieg an. Nicht nur die großen Schlachten, sondern auch die inneren Konflikte der Charaktere. Das war teilweise echt intensiv und hat die Stimmung gut rübergebracht.
Das Ende… da bin ich ein bisschen zwiegespalten. Ich verstehe total, warum es so geschrieben wurde, gerade weil die Charaktere in so kurzer Zeit extrem viel durchgemacht haben. Trotzdem hätte ich mir im Epilog vielleicht einen kleinen Zeitsprung gewünscht und noch ein paar gemeinsame Szenen zwischen bestimmten Charakteren.
Insgesamt ist War Storm für mich ein starker Abschluss der Reihe mit gutem Pacing, viel Drama und intensiven Momenten auch wenn ich mir beim Ende noch ein kleines bisschen mehr gewünscht hätte.