Cover-Bild Den Mund voll ungesagter Dinge
(31)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 09.08.2021
  • ISBN: 9783453273658
Anne Freytag

Den Mund voll ungesagter Dinge

Roman
Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Schon gleich nach ihrer Geburt hat ihre Mutter sie im Stich gelassen. Und nun beschließt Sophies Vater einfach so, mit ihr zu seiner neuen Freundin nach München zu ziehen. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2021

Coming of Age Roman

0

Ich bin keine 17 mehr, habe nie einen so großen Umzug hinter mich bringen müssen und an so ein großes Gefühlschaos wie Sophie es durchlebt, kann ich mich auch nicht mehr erinnern.

Wieso fühle ich alles ...

Ich bin keine 17 mehr, habe nie einen so großen Umzug hinter mich bringen müssen und an so ein großes Gefühlschaos wie Sophie es durchlebt, kann ich mich auch nicht mehr erinnern.

Wieso fühle ich alles in diesem Buch dann so intensiv?

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, weil ich endlich Mal etwas von Anne Freytag lesen wollte. (Die nächsten beiden Bücher seht ihr bereits um Hintergrund.)
Worum es geht war mir nicht wichtig. So war ich doch ein wenig überrascht, als sich herausstellte, dass es sich nicht nur um einen Coming-of-Age Roman handelt, sondern auch das Thema gleichgeschlechtliche Liebe behandelt.
Die Unsicherheiten und Ängste in dieser empfindlichen Phase des Erwachsen werdens sind mitten aus dem Leben gegriffen.
Der Schreibstil ist sehr berührend und sehr klar. Ich habe das Buch innerhalb von vier Tagen gelesen und dazu beigetragen haben auch die sehr kurzen Kapitel, die eine große Dynamik in die Geschichte bringen.

Sophie und Alex sind beide Charaktere die von außen hübsch anzusehen und deren Leben eigentlich so wunderbar ist - nur im Inneren sieht es etwas anders aus. Mit Sophie hat Anne Freytag einen Charakter erschaffen, der die Gedanken und Gefühle einer Jugendlichen unverstellt und ungeschönt einfängt. Sie ist oft launisch, und auch wenn sie aufgrund ihrer Verhaltensweisen selten sympathisch ist, ist sie so doch umso authentischer.

Einige Dinge haben mich persönlich gestört. Besonders der Umgang von den beiden Mädchen mit dem Thema Treue, aber auch dies führe ich auf das Alter der Protagonisten zurück.

Die familiäre Konstellation von Sophie und ihre neue Familie in München sind leider etwas zu kurz gekommen. Dies hat am Anfang zu Komplikationen geführt, und am Ende die gewünschte Sicherheit für Sophie und ihre Verwirrtheit dargestellt.

Das Cover, die Kapitelüberschriften, aber besonders die Innenklappen, die noch eine wichtige Rolle in der Geschichte einnehmen, sind sehr schön gestaltet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2021

Eine Geschichte über Selbstfindung, Vertrauen und Freundschaft – mitten aus dem unverfälschten und echten Leben

0

Sophies Mutter hat sie nach der Geburt im Stich gelassen. Siebzehn Jahre später muss sie mit ihrem Vater zu seiner neuen Freundin nach München ziehen. Alle sind glücklich – bis auf Sophie. Sophie war noch ...

Sophies Mutter hat sie nach der Geburt im Stich gelassen. Siebzehn Jahre später muss sie mit ihrem Vater zu seiner neuen Freundin nach München ziehen. Alle sind glücklich – bis auf Sophie. Sophie war noch nie verliebt, bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft – ihre neue Nachbarin. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen Menschen ein …

Meine Meinung
Schon auf den ersten paar Seiten hatte mich das Buch für sich gewonnen. Ich war direkt in der Geschichte drin, in Sophies Kopf; und wollte erfahren, was es mit ihrer Geschichte auf sich hat.

Sophie ist auf jeden Fall eine etwas andere Protagonistin, vor allem ist sie sehr launisch und etwas mürrisch. Aber diese Charaktereigenschaften haben sie für mich so authentisch und greifbar gemacht, dass ich ab der ersten Seite eine Verbindung zu ihr spürte. Ich mag sie und ihre Art, es macht sie einfach so echt.

Sophie zieht mit ihrem Vater in eine neue Stadt, da seine neue Freundin dort wohnt. Als Leser lernt man gleich wie Sophie ihre neue Stiefmutter und ihre zwei Stiefbrüder kennen. Ihre neue Familie war auf jeden Fall interessant.

Im Allgemeinen hat Anne Freytag es geschafft, die Charaktere in diesem Buch so unglaublich echt zu gestalten, dass sie alle wie Freunde (oder Feinde) für mich sind. Alex’ Beschreibung von Charakteren unterschreibe ich hiermit ohne zu zögern:

«Also, wenn ich einen Film schaue oder eine Serie oder eben ein Buch lese, dann will ich, dass es sich so anfühlt, als wäre ich Teil der Handlung. Wie eine unsichtbare Nebenfigur. Ich will vergessen, dass jemand sich das alles nur ausgedacht hat.» (S. 294)

Ich habe auch gemerkt, wie sehr ich den Schreibstil von Anne Freytag vermisst habe. Er ist so poetisch, so schön, so treffend. Ich hatte nie das Gefühl, dass mir Sophies Gefühlswelt auf irgendeine Art und Weise erklärt wurde. Ich habe sie einfach verstanden und zwischen den Zeilen gelesen.

Vor allem mochte ich die kurzen Kapitel und die Titel der einzelnen Kapitel. Es war auch ein schönes Extra, dass über jedem Kapitel etwas Gezeichnetes von Sophie zu sehen war. Das machte das Buch noch ein kleines bisschen Spezieller.

Das Buch beinhaltete eine konstante Spannung. Es war nicht so, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, aber das erwarte ich bei so einem Buch auch nicht. Trotzdem muss ich sagen, dass es ein wenig vorhersehbar war. Aber das hat mich tatsächlich gar nicht so sehr gestört, da ich beim Lesen gar nicht stark an Sophies Zukunft dachte, sondern wirklich einfach in diesem Moment bei ihr war.

In diesem Buch lernt man über Selbstfindung. Dass es okay ist so zu sein, wie man ist. Ich finde, das ist eine wunderschöne Message und bewundere Anne Freytag dafür, wie sie es geschafft hat, diese Message durch Sophies Geschichte zu übermitteln.

Fazit
Ein weiteres tolles Buch von Anne Freytag. Die Charaktere waren alle so authentisch und greifbar. Der Schreibstil ist wunderschön und man möchte unbedingt erfahren, wie Sophies Geschichte ausgeht. Man lernt auch für sich selbst viel aus diesem Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2021

Sehr wertvolle Aussagen fürs Leben

0

Ich bin das alles.
Und das ist erst der Anfang.

Sophie hatte es bisher in ihrem Leben nicht leicht. Ihre Mutter hat sie kurz nach der Geburt verlassen und sie lebt seitdem mit ihrem Vater allein. Sie ...

Ich bin das alles.
Und das ist erst der Anfang.


Sophie hatte es bisher in ihrem Leben nicht leicht. Ihre Mutter hat sie kurz nach der Geburt verlassen und sie lebt seitdem mit ihrem Vater allein. Sie fühlt sich einsam, ungeliebt und kompensiert das, indem sie wahllos mit Jungs schläft. Es hinterlässt jedesmal eine Leere in ihr, aber sie kann es auch nicht lassen. Es ist wohl eine Art Bestätigung für sie.
Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass ihr bester Freund Lukas vor ein paar Monaten nach Paris zu seiner Freundin gezogen ist, steht nun ihr eigener Umzug von Hamburg nach München an. Ihr Vater hat eine Frau kennengelernt und möchte, kurz vor den Abi-Prüfungen, nun zu ihr und ihren beiden Söhnen ziehen.
Sophie möchte das alles nicht und versucht anfangs dagegen zu spielen. Dies ändert sich schlagartig, als sie Alex, das Nachbarsmädchen kennenlernt. Die beiden Freunden sich an, aber es fühlt sich nicht wie eine normale Freundschaft an...

Den Mund voll ungesagter Dinge beschreibt auf sehr schöne und einfühlsame Art den Weg einer jungen Frau. Sie ist auf der Suche nach sich selbst und muss auf dem Weg dahin einige Hürden überwinden.
Die Protagonistinnen Sophie und Alex sind sehr sympathisch. Sie sind ganz normale Teenager und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Beide sind in einer Findungsphase, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die Beschreibungen der Gedankengänge lassen sich gut nachvollziehen, vor allem, wenn man selbst mal ein 17-jähriges Mädchen war
Die Geschichte spiegelt sehr gut die Zerrissenheit, Unsicherheit, aber auch Freude, und Begeisterungsfähigkeit von Jugendlichen wieder. Sie ist ein Abbild der Zeit, mit allen Höhen und Tiefen, die eine Selbstfindungsphase mit sich bringt.

Das eigentliche Thema, die Liebe zwischen zwei Mädchen, wird zwar gut aufgefasst und beschrieben, aber meiner Meinung nach wird hier sehr schwarz/weiß gemalt. Dieses Thema ist so vielfältig und hätte gern etwas ausführlicher und von mehreren Blickwinkeln betrachtet werden können.

Der Schreibstil von Anne Freytag ist sehr gut. Ich habe das Buch in 4 Tagen durchgelesen Sie versteht es sich in die Phsyche von Jugendlichen hinein zu versetzen.

Ich lege dieses Buch allen ans Herz, die noch nicht so richtig heraus gefunden haben, wer sie sind. Und damit meine ich nicht nur Jugendliche. In jedem Alter sind die übermittelten Aussagen des Buches richtig und wichtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2023

Ganz gut

0

Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr das Buch das erste Mal gelesen. Schon damals sind mir ein paar Punkte aufgefallen, die ich leider kritisieren musste aber ansonsten hat es mir auch beim zweiten Mal ...

Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr das Buch das erste Mal gelesen. Schon damals sind mir ein paar Punkte aufgefallen, die ich leider kritisieren musste aber ansonsten hat es mir auch beim zweiten Mal ganz gut gefallen. Zum einen war mir Sophie anfangs sehr unsympathisch, weil sie doch sehr undankbar gewirkt hat. Außerdem fand ich es etwas problematisch, wie Sophies Sexualität dargestellt wurde. Es wurde darüber erzählt, dass Sophie schon mehrmals mit Jungen geschlafen habe, allerdings noch nie richtig in einen Verliebt war. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass sie erst 17 ist. Das eigentliche Problem sind die Stereotypen, die dadurch bestärkt werden, nämlich dass Frauen mir „lesbisch werden würden“, weil sie mit den Männern nicht zufrieden waren. Aber abgesehen davon mochte ich Anne Freytags Schreibstil sehr!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2021

Enttäuschte Erwartungen

0

Anne Freytag wurde mir schon aus mehreren Richtungen empfohlen. Ihre Bücher seien wichtig, seien berührend, seien tiefgründig und lägen doch nicht zu schwer im Magen für die hier jugendliche Zielgruppe. ...

Anne Freytag wurde mir schon aus mehreren Richtungen empfohlen. Ihre Bücher seien wichtig, seien berührend, seien tiefgründig und lägen doch nicht zu schwer im Magen für die hier jugendliche Zielgruppe. Und so war ich mehr als gespannt, als ich mich von den Meinungen anderer Blogger zu diesem Titel habe hinreißen lassen. Meine Hoffnungen waren groß, ebenso die Erwartungen.

So richtig übergesprungen ist der Funke aber leider nicht. Ich hatte mir eine süße und zugleich tiefgehende Entwicklung von Freundschaft, Liebe, Gefühlen gewünscht, allerdings war das komischerweise der Aspekt, den ich am meisten vermisst habe. Sophie und Alex dabei zuzusehen, wie sie entdecken, wer sie wirklich sind und was sie wollen, war zwar schön, aber zugleich auch frustrierend. Ich mag Coming of Age Romane eigentlich sehr, aber hier lag der Fokus weniger auf den Gefühlen, die die Mädchen füreinander entwickeln, als viel mehr auf der körperlichen Ebene. Das hat dem Ganzen für mich einen kleinen Dämpfer verpasst, hatte ich mich doch auf die Emotionen gefreut.

Die beiden Hauptfiguren waren mir auch nicht uneingeschränkt sympathisch. Sophie bockt manchmal wie ein kleines Kind, und bei sowas bin ich leider echt schnell genervt. Dazu kommt, dass Alex und Sophies moralischer Kompass anscheinend auch nicht ganz nach Norden zeigt, aber da möchte ich nicht spoilern. Allemal fand ich diesen Aspekt sehr schade, denn das hätte in meinen Augen wirklich nicht Not getan, egal wie überwältigt oder durcheinander man ist, egal wie sehr man sich zu dem Neuen und vielleicht Spannenderem und auch Richtigem hingezogen fühlt.

Was mir allerdings uneingeschränkt positiv in Erinnerung bleiben wird, ist, sind der Schreibstil und die kurzen Kapitel, die einen problemlosen Einstieg und Lesefluss ermöglicht haben. Ich hatte keine Probleme damit, am Ball zu bleiben, auch wenn ich vielleicht nicht immer zu 100% geflasht von dem war, was gerade passierte.

Mein Fazit:
Ich hatte hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Insgesamt kein übles Buch, aber die Protagonisten und ich wurden einfach nicht warm, was schon den größten Teil der Kritik, die ich am Buch habe, abdeckt. Von mir gibt es daher gut gemeinte 3 von 5 Sternen. Ich werde es gern beizeiten noch mal mit einem anderen Buch der Autorin versuchen, so schnell gebe ich nicht auf.