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Veröffentlicht am 12.06.2021

Riesiges Worldbuidling, aber wer alles aus dem Grishaverse lesen will, kommt um die Original Trilogie nicht herum

Goldene Flammen
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Das Worldbuidling ist gewaltig und ohne Karte wäre es mir schwer gefallen mich zurechtzufinden. Auch die Grisha mit ihren verschiedenen Orden und passenden Farben ist toll durchdacht.
Der russische Einfluss ...

Das Worldbuidling ist gewaltig und ohne Karte wäre es mir schwer gefallen mich zurechtzufinden. Auch die Grisha mit ihren verschiedenen Orden und passenden Farben ist toll durchdacht.
Der russische Einfluss in Sprache und Kleidung ist nicht zu übersehen.

Zu den Charakteren:
Alina war starrsinnig und allgemein finde ich "Die Auserwählte", als Charakter schwierig, besonders wenn sie immer unbesiegbarer werden.
Aber man darf nicht vergessen, dass die Bücher auch schon 2012 erschienen sind.
Geschmäcker ändern sich nun mal.
Mal ist sehr kurz gekommen und blass geblieben. Auf der Jagd nach dem Hirsch wurde es kurzzeitig besser, aber da das gesamte Buch aus Alinas Sicht geschrieben ist, ist es schwieriger die anderen Charaktere kennen zu lernen. Der Dunkle hatte auf jeden Fall die interessanteste Hintergrundgeschichte.

(Genya war eine willkommene Abwechslung als Charakter, auch ihre Geschichte kratzt nur an der Oberfläche und ich bin gespannt wie sehr wir sie noch kennen lernen.)

Allgemein: es gab sehr schnelle actionreiche Passagen, besonders der Anfang mit der Überfahrt durch die Schattenflur und Alinas Reise in den kleinen Palast, sind unglaublich schnell vorangeschritten. Danach wurde das Tempo komplett rausgenommen. Diese Teile sind sonst so wichtig für die Entwicklung und Tiefe der Charaktere, doch davon habe ich nichts gelesen.
Dann gab es wieder viele unerwartete Entwicklungen, ehe Alina floh und es auf Hirschjagd geht - auch diese wieder quälend langsam.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch begonnen, um die Netflix Serie zu sehen, ohne gespoilert zu werden, und das hat das Buch geschafft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2021

Politik und Religion im Grishaverse

King of Scars
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King of Scars

Bitte nur lesen, nachdem man die Grisha Trilogie UND die Krähen Dilogie gelesen hat - die Spoiler sind gerade für die Krähen kaum auszuhalten.
Außerdem ist die Welt sehr komplex und man ...

King of Scars

Bitte nur lesen, nachdem man die Grisha Trilogie UND die Krähen Dilogie gelesen hat - die Spoiler sind gerade für die Krähen kaum auszuhalten.
Außerdem ist die Welt sehr komplex und man wird wenig verstehen, wenn man die anderen Bücher noch nicht kennt.

Wir dürfen Ravka und die Grisha noch etwas länger begleiten. Nach Alinas Reise und dem Coup der Krähen, geht es mit dem Zaren von Ravka weiter.
Nach dem Krieg in Ravka versucht der Zar wieder Ruhe und Ordnung in sein Land zu bringen. Durch niedrigere Steuern, und seinen Erfindergeist versucht er Ravka aus seinem Kriegstrauma zu holen.
Doch die Bedrohung von außerhalb ist immer noch real. Die Shu-Han und die Fjerdan geben nicht auf und sinnen aus unterschiedlichen Gründen nach Krieg.
Nikolai versucht mit seinen engsten Vertrauten Frieden zu schaffen - doch der ist zerbrechlcih wen jemand herausfindet, dass er nicht nur vom Dunklen gefoltert wurde - sondern auch die Dunkelheit in ihm verankert hat. Ein Monster nimmt nachts von ihm Besitz und nur seine engsten Vertrauten können ihn aufhalten. Die Frage ist nur wie lange noch.

Es ist sehr Politiklastig, besonders die ersten zwei Drittel, aber auch in der Original Grisha Trilogie ging es viel um Allianzen, Verrat und Vertrauen, das ist meiner Meinung nach also kein Manko.

Im letzten Drittel wird es mystisch. Man wird noch weiter in die heiligen Verehrung von Ravka eingebunden und das gibt der Geschichte einen willkommenen Twist.

Die unterschiedlichen Sichten sind toll für die Charakter Entwicklung, besonders Nikolais und Zoyas Sichtweisen sind sehr aufschlussreich. Selbst die unnahbare Zoya wird im letzten Drittel ein bisschen menschlich und man versteht sie immer besser.
Die Sichtwechsel können aber auch etwas die Handlung strecken.
Ich hätte mir die Sicht von Genya gewünscht, aber sie bleibt leider ein Nebencharakter.

Ninas Erzählstrang gab mir Rätsel auf - was hatte er mit Nikolais Handlung zu tun? Es wurde am Ende angedeutet, weshalb er so wichtig ist und ebnet meiner neue Handlungsstränge in Rule of Wolves.

Eines muss ich Leigh Bardugo lassen - sie kann Cliffhanger schreiben.
Also bestellt am Besten gleich Rule of Wolves dazu.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2021

Alte Kindheitsfreunde, die sich wiedertreffen.

Fly & Forget
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Die Grundidee der beiden Kinderfreunde, die sich nach einem schweren Verlust verlieren, gefällt mir sehr. Ich hatte schon bei Noahs erstem Kapitel eine Vermutung, die sich bestätigt hat.

Der Schreibstil ...

Die Grundidee der beiden Kinderfreunde, die sich nach einem schweren Verlust verlieren, gefällt mir sehr. Ich hatte schon bei Noahs erstem Kapitel eine Vermutung, die sich bestätigt hat.

Der Schreibstil ist leicht und locker, nur die Kapitellänge der weiblichen Protagonistin Liv ist mir etwas zu lang. Noahs Kapitellänge hingegen, habe ich als sehr passend empfunden.

Der Einstieg ins Buch war hart - jeder der schon Mal eine Trennung hinter sich hat, wird das verstehen. Das Glück, dass Liv empfindet, nachdem sie Matilda trifft, kann ich gut nachvollziehen.

Die Charaktere sind lebensnah und liebenswert. Noahs Charakter als Bad Boy ist nach seiner Geschichte absolut verständlich. Die Autorin hat bereits jetzt zwei wundervolle Charaktere eingeführt, die in den nächsten beiden Büchern ihren richtigen Auftritt bekommen.

Matilda und Briony 😍❤️

Zum Ende hin wurde es sehr emotional, ich habe einige Tränen vergossen, da ich solche Abschiedsszenen sehr emotional empfinde.

Mein einziger Kritikpunkt: Livs Artikel - auch wenn es die Mauer zwischen Noah und Liv gebrochen hat, um die Handlung voran zu treiben, empfand ich das als zuviel Drama. Es war absehbar und unnötig.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2021

Für Hardcore Fans von Game of Thrones und Westeros Interessierte

Gott in Game of Thrones
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Mal ein anderes Genre. Ganz anders. Es ist ein Sachbuch und das merkt man auch. Es soll bilden und zum Nachdenken anregen und genau deshalb habe ich auch sehr lange dafür gebraucht.

Die beleuchteten Glaubensrichtungen ...

Mal ein anderes Genre. Ganz anders. Es ist ein Sachbuch und das merkt man auch. Es soll bilden und zum Nachdenken anregen und genau deshalb habe ich auch sehr lange dafür gebraucht.

Die beleuchteten Glaubensrichtungen sind spannend erläutert und mit unseren weltlichen Glauben verglichen.

Selbstverständlich fehlt dem Schreibstil der Lesefluss eines Romans. Auch deshalb konnte ich immer nur ein wenig zur Zeit lesen und musste das Gelesene erst verarbeiten.

Am interessantesten fand ich die Kapitel über Melisandre und ihren roten Gott, Tyrion und Jon Schnee, sowie Daenerys, da es sich bei diesen Charakteren auch schon in Buch und Film um meine liebsten handelt.
Doch auch Brans Heldenreise in diesem Buch und die Zusammenhänge mit Gott- und Götterglaube waren höchst interessant.
Was mich überraschte war auch wie viel glaube und besonders Nichtglaube mit Religion und Gott zu tun hat.

Wer Game of Thrones liebt und religiös interessiert ist, wird dieses Buch bestimmt genießen. Ich empfehle trotzdem nach jedem Kapitel das Gelesene erst einmal sacken zu lassen.

Einziges Manko für mich:
In der Einführung wird auf einige Begriffe eingegangen, die uns im Buch immer wieder begegnen - ich hätte mir ein kleines Glossar gewünscht, in dem die Begriffe noch Mal kurz und knackig zusammengefasst werden.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2021

Für junge Dystopie Fans

Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne
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Ich liebe Dystopien, deshalb war ich auch so froh es endlich lesen zu können.
Es beginnt vielversprechend. Die Szene im Stau ist eindrucksvoll und zeigt das Leid, das die Menschen durch diese Katastrophe ...

Ich liebe Dystopien, deshalb war ich auch so froh es endlich lesen zu können.
Es beginnt vielversprechend. Die Szene im Stau ist eindrucksvoll und zeigt das Leid, das die Menschen durch diese Katastrophe ertragen mussten.
Danach nahm es für mich ziemlich ab und es gab leider viele Punkte, die mich gestört haben.
Die sofortige Liebe von Mila und Logan nach zwei gemeinsamen Tagen. (Thema Insta Love)
und Milas Bereitschaft sofort alles hinter sich zu lassen.
Auch mit ihrem Charakter würde ich nicht was, da sie sehr naiv, fast schon dumm gehandelt hat.
Andersherum fand ich Logan in einigen Szenen zu unbedarft und gutgläubig für die Ausbildung und Erfahrung, die er in der Regierung gesammelt hat.
Hier fehlte mir eindeutig die Tiefe, die auf 350 Seiten aber auch schwer zu erschaffen ist.

Viele der Wendungen waren vorhersehbar, bis auf eine.
Die Handlung nach dem Zeitsprung von fünf Monaten hat mir sehr gut gefallen. Eve und der Agent als Ehepaar. Tolle Wendung, super umgesetzt.

Mein absolutes Highlight des gesamten Buches war Doris und die Szene zwischen Cait und Jack auf dem Dach. Dort habe ich Gefühle gespürt.


ABER: Für junge Leser und Einsteiger in das Genre Dystopie ist es toll. Mich konnte es aufgrund meiner Erfahrung im Thema nicht überzeugen.

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