Trauer, Wut, Herzschmerz.
'It's Not Summer Without You' ist nicht nur eine Sommergeschichte, bei der das größte Problem der Figuren eine nicht-erwiderte-Liebe ist, sondern in diesem Sequel kommt auch noch der Verlust einer geliebten ...
'It's Not Summer Without You' ist nicht nur eine Sommergeschichte, bei der das größte Problem der Figuren eine nicht-erwiderte-Liebe ist, sondern in diesem Sequel kommt auch noch der Verlust einer geliebten Person dazu und zwingt die Figuren, ein wenig erwachsen zu werden.
Besonders Belly, die mir im ersten Teil unglaublich auf die Nerven gegangen ist, macht eine Entwicklung durch und wird reifer. Sie ist zwar immer noch nicht meine liebste Figur auf der Welt, aber wenigstens hat sie nicht mehr so viele Wut-/Eifersuchtsanfälle, wobei sie immer noch gern in ihrer eigenen Misere schweglt und ihre Wunden viel zu lange leckt und dabei nicht unbedingt an andere denkt, die viel schwerer getroffen wurden als sie.
Am Anfang des Buches und nach dem Ende des letzten, hab ich - wie vermutlich viele andere - auf mehr Belly und Conrad gehofft. Allerdings wird einem schnell klar, dass das so schnell erstickt wie es aufgeflammt ist. Denn zunächst steht der Tod einer Figur und die Trauer der anderen Figuren im Vordergrund.
Nach dem Schicksalsschlag am Anfang des Buches allerdings, rückt das Liebesdreieck wieder mehr in den Vordergrund und es wirkt so als wäre tatsächlich Jeremiah diesmal der Auserwählte. Ich weiß nicht wie andere sich da gefühlt haben, aber ich zumindest hatte nie das Gefühl, dass Jeremiah der 'Richtige' ist, egal was sich Belly da einredet. Man weiß einfach, am Ende wird es Conrad sein.
Deshalb finde ich, war es umso frustrierender, dass er einfach nicht seine Klappe öffnen und dem im Wege stehen konnte.
Aber naja, schließlich muss der Plot noch für ein Buch reichen.
Auf jeden Fall finde ich, hat man in diesem Teil die Figuren noch mehr kennengelernt und fühlt mit ihnen mit, egal ob man sie letztendlich besonders mag oder nicht.
Ich mag Jenny Han's Schreibstil wirklich sehr und die Emotionen von den Figuren kommen perfekt rüber. Man selber fühlt die Trauer, den Herzschmerz, die Verwirrung und den Wut.
Deshalb fiebert man, obwohl es kein grandioses Buch war, dem 3. Buch und somit dem Ende entgegen, einfach um zu wissen, was passiert.