Wenn Clans, Schicksal und Magie aufeinandertreffen
"Sonnenbruch – Die Nacht beginnt" entführt in eine Zukunftswelt, die gleichzeitig fremd und vertraut, geheimnisvoll und faszinierend wirkt. Schon nach wenigen Kapiteln wird klar, dass hier eine vielschichtige ...
"Sonnenbruch – Die Nacht beginnt" entführt in eine Zukunftswelt, die gleichzeitig fremd und vertraut, geheimnisvoll und faszinierend wirkt. Schon nach wenigen Kapiteln wird klar, dass hier eine vielschichtige Geschichte aufgebaut wird, in der verschiedene Clans, besondere Fähigkeiten und verborgene Gefahren ineinandergreifen. Zwar war der Einstieg durch die vielen Figuren zunächst etwas überwältigend, doch mit der Zeit fügt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
Besonders gelungen fand ich den Weltenaufbau. Die unterschiedlichen Clans, ihre Namenssysteme und Fähigkeiten wirken durchdacht und verleihen der Geschichte Tiefe. Auch die fantastischen Elemente, wie die Dschungelwesen oder die besonderen Begabungen einzelner Figuren bzw. aller Clanmitgliede sorgen für Spannung.
Die Charaktere wachsen einem im Verlauf der Geschichte immer mehr ans Herz, gerade weil sie nicht unbesiegbar sind. Sie machen Fehler, geraten in Gefahr und sind aufeinander angewiesen. Dadurch fühlt sich ihre Reise glaubwürdig an und man fiebert automatisch mit. Besonders die Dynamik zwischen Tsunamirinnsal und Adlerflug sowie seine außergewöhnliche Gabe, haben mich neugierig gemacht, wie sich alles weiterentwickeln wird.
Auch die bildhaften Beschreibungen tragen dazu bei, dass die Welt lebendig vor dem inneren Auge entsteht. Selbst nach dem Ende bleiben Fragen offen, die Lust auf mehr machen und vermuten lassen, dass hinter den bisherigen Ereignissen noch viel größere Zusammenhänge verborgen liegen.