Cover-Bild Blaues Wunder
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kampa Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 24.04.2025
  • ISBN: 9783311101451
Anne Freytag

Blaues Wunder

Als Ferdinand von einem »Sommer auf dem Meer« sprach, hatte Nora etwas anderes im Sinn: weniger abgelegen, weniger beruflich. Auch Franziska ahnte nicht, worauf sie sich einließ, als ihr Mann Kilian einen Urlaub zu siebt ankündigte: mit seinem Chef Walter Bronstein, Ferdinand Mattern, seinem größten Konkurrenten, den drei Ehefrauen und Walters Sohn David. Auf der luxuriösen Superyacht in den Philippinen mangelt es ihnen an nichts, es könnte eine entspannte Zeit sein, aber die Gäste ahnen: Bei diesem Trip geht es um mehr, um etwas Großes. Nur worum genau, das scheint keiner zu wissen. Wieso hat Walter die beiden Kontrahenten und ihre Frauen eingeladen? Zwei Paare in den Vierzigern, die Kinder aus dem Gröbsten raus, die Eigenheime abbezahlt, die Karrieren steil – die der Männer, versteht sich. Alle zeigen sich von ihrer besten Seite. Es wird strahlend gelächelt und gekonnt konversiert. Eheleute, wie man sie sich nicht glücklicher ausmalen könnte. Aber nichts ist, wie es scheint. Sie alle spielen eine Rolle in dieser Inszenierung. Aber für wen? Und wer führt Regie? Anne Freytag beobachtet präzise und deckt schonungslos auf, was sie sieht. Sie erzählt mit großer Dringlichkeit von stillschweigenden Übereinkünften, die aufgekündigt werden, Erwartungshaltungen und Enttäuschungen, Bedürfnissen und Begierden, Konventionen und Geheimnissen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2026

Tolles Buch!

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BLAUES WUNDER
Anne Freytag
ET: 24.4.25

Der einflussreiche Banker Walter Bronstein lädt auf seine luxuriöse Yacht ein. Zwei seiner wichtigsten Mitarbeiter reisen gemeinsam mit ihren Ehefrauen für eine ...

BLAUES WUNDER
Anne Freytag
ET: 24.4.25

Der einflussreiche Banker Walter Bronstein lädt auf seine luxuriöse Yacht ein. Zwei seiner wichtigsten Mitarbeiter reisen gemeinsam mit ihren Ehefrauen für eine Woche auf die philippinische See. Sonne, Meer und eine perfekt organisierte Crew sorgen scheinbar für paradiesische Zustände. Doch die Stimmung ist von Beginn an angespannt. Niemand weiß, warum der patriarchalische Banker seine Angestellten eingeladen hat.

Schnell wird klar: Es geht um Macht. Um eine mögliche Beförderung. Und genau diese Aussicht entfacht einen erbitterten Konkurrenzkampf zwischen den Männern. Doch auch die Frauen stehen einander in nichts nach. Anfangs bemüht, zu gefallen und die Fassade zu wahren, bröckelt diese mit jedem Tag auf der 70-Millionen-Yacht ein wenig mehr. Die Enge, der Druck und das ständige Aufeinandersitzen sorgen dafür, dass nach und nach Geheimnisse ans Licht kommen – Dinge, die besser verborgen geblieben wären.

„Blaues Wunder“ ist ein Roman über Intrigen, Machtspiele und dunkle Geheimnisse.

Anne Freytag lässt abwechselnd Rachel, Franziska und Nora zu Wort kommen – die Frauen der beiden Mitarbeiter und des Bankers. Schnell wird deutlich, dass sie die eigentlichen starken Persönlichkeiten sind: Sie ziehen im Hintergrund die Fäden und haben gelernt, mit Erniedrigungen und subtiler psychischer Gewalt der Männer umzugehen.

Freytags Schreibstil hat mich sofort gefesselt. Zu Beginn fiel es mir etwas schwer, die einzelnen Paare auseinanderzuhalten, doch sobald das gelungen war, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Besonders die Geschichte um David hat mir sehr gefallen – sie bringt eine ordentliche Portion Spannung und „Spice“ mit hinein 😉

Fazit:
„Blaues Wunder“ wirft einen kritischen Blick hinter die Fassaden der Reichen und Schönen. Auch wenn sich die Autorin stellenweise bekannter Klischees bedient, hat mich der Roman durchgehend gepackt. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung.
5/5

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Wenn der Schein trügt

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Eine Luxusyacht in den Philippinen. Drei Paare. Traumhaftes Wetter und aufmerksames Personal, das beinahe jeden Wunsch zu erahnen scheint. Es könnte der perfekte Urlaub sein - wären da nicht die Geheimnisse, ...

Eine Luxusyacht in den Philippinen. Drei Paare. Traumhaftes Wetter und aufmerksames Personal, das beinahe jeden Wunsch zu erahnen scheint. Es könnte der perfekte Urlaub sein - wären da nicht die Geheimnisse, Machtspiele, Intrigen und schwelende Konflikte, die das Idyll zunehmend trüben.
Schließlich sieht sich jedes Paar - vor allem aber jede Frau - mit ganz eigenen Krisen konfrontiert, denen sie sich stellen muss. Und das tut jede Frau auf ihre eigene Art und Weise…

Anne Freytag hat mich durch ihren flüssigen, klaren und atmosphärischen Schreibstil sofort in den Bann ihrer Geschichte gezogen. Die kurzen Kapitel, jeweils erzählt aus der Perspektive einer der drei Frauen, verleihen dem Erzählfluss Tempo und ermöglichen einen vielschichtigen Blick auf das Geschehen. Dabei schafft es die Autorin, ihre Protagonistinnen durch innere Monologe nahbar und interessant zu gestalten. Ihre Gedanken, Wünsche, Zweifel und innere Wunden werden auf eindrucksvolle Weise offengelegt und ein tiefer Einblick in ihre Innenwelten gewährt.

Blaues Wunder ist für mich ein Lesehighlight: intensiv, spannend und psychologisch feinfühlig. Ein fesselnder, klug konstruierter Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

Eine klare Empfehlung für alle, die vielschichtige Geschichten über zwischenmenschliche Beziehungen, weibliche Selbstbestimmung und gesellschaftliche Machtstrukturen lieben.

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Sommer, Sonne, Ärger

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»Eine 70-Millionen-Euro-Yacht, ein Haufen Angestellter, exquisite Küche, traumhafte Unterkünfte und sieben Personen, die alle etwas zu verbergen haben.« (Seite 115)

Der Banker Walter Bronstein lädt zwei ...

»Eine 70-Millionen-Euro-Yacht, ein Haufen Angestellter, exquisite Küche, traumhafte Unterkünfte und sieben Personen, die alle etwas zu verbergen haben.« (Seite 115)

Der Banker Walter Bronstein lädt zwei seiner wichtigsten Mitarbeiter zusammen mit dessen Ehefrauen auf seine luxuriöse Superyacht ein. Walters Frau Rachel und der gemeinsame Sohn David vervollständigen die Reisegesellschaft. Keiner der Gäste ahnt, worum es geht, warum die beiden Kontrahenten eingeladen wurden und ihre Frauen unbedingt dabei sein sollten. Erst nach und nach realisieren sie, dass es um mehr geht als einen Urlaub auf dem Meer. Es geht um alles oder nichts.

»Es heißt, Frauen seien manipulativ. Ich glaube, das müssen sie sein. So wie Wasser Stein nach und nach erweicht und aushöhlt, schlicht weil ihm die Kraft fehlt, ihn einfach zu zerschlagen. Meine Fäuste schüchtern niemanden ein. Was mich gefährlich macht, ist mein Verstand.« (Seite 70)

Die Frauen sind es, die in diesem Drama mit wenigen Akten die Hauptrolle spielen. Nora und Franziska machen den ersten Schritt, kurze Zeit später kommt Rachel hinzu und vervollständigt die illustre Runde. Und die hat es in sich, denn die unumstrittenen Stars des Stücks waren bisher die Männer. Die Alphatiere. Die Macher. Deren Frauen ein Accessoire, eine Beilage, ein Nichts im Vergleich mit ihnen waren, den Herren der Schöpfung, ihrer Frauen größtes Glück. Nicht.

Die wechselnde Perspektive war hier sehr klug gewählt, durch die Erzählungen der Frauen ergab sich erst allmählich ein klares Bild, was die Spannung quälend langsam aufbaute und mich wahnsinnig machte, weil das so genial gelungen ist. Kleine und große Geheimnisse, manche so ungeheuerlich, dass es fast zum fremdschämen war, auf den ersten Blick schillernde Persönlichkeiten, die auf den zweiten nicht halten konnten, was die Verpackung versprach. Das und noch viel mehr machten das Buch zu einem Genuss, das war wirklich wunderbar. Lesen!

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Psychospiel auf hoher See

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Worum geht es?
Es sind nur sieben Erwachsene.
Drei Paare und ein Single - Rachel, Walter, deren Sohn David, sowie Ferdinand mit Nora und Kilian mit Franziska – sind auf einer scheinbar idyllischen Auszeit ...

Worum geht es?
Es sind nur sieben Erwachsene.
Drei Paare und ein Single - Rachel, Walter, deren Sohn David, sowie Ferdinand mit Nora und Kilian mit Franziska – sind auf einer scheinbar idyllischen Auszeit mitten im Ozean auf Walters Luxusyacht. Doch die exklusive Reise entwickelt sich schnell zu einem intensiven Psychospiel.
Denn Walter, als Firmeninhaber, hat seine besten Mitarbeiter, Ferdinand und Kilian, eingeladen. Beide konkurrieren um den zukünftig besseren Posten in der Firma.
Nun auf engstem Raum, isoliert von der Außenwelt, sind alle gezwungen, sich der Dynamik ihrer Beziehungen zu stellen. Langsam brodeln unterschwellige Spannungen und wohlgehütete Geheimnisse an die Oberfläche. Alte Verletzungen, unerfüllte Sehnsüchte und verborgene Konflikte treten zutage und lassen die perfekte Fassade bröckeln. Die extreme Nähe und fehlende Fluchtmöglichkeit führen zu einem Ende, mit dem niemand rechnet...

Meine Meinung
"Blaues Wunder" entpuppt sich schnell als brillantes, psychologisches Kammerspiel. Es offenbart schonungslos die Abgründe menschlicher Beziehungen und die Zerbrechlichkeit der Psyche. Förmlich greifbar wird, wie die Luft dicker und die anfänglich entspannte Atmosphäre immer beklemmender wird.
Anne Freytag versteht es meisterhaft, diese nicht gerade neue Idee eines Psychospielchens umzusetzen. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Die Charaktere sind vielschichtig und realistisch gezeichnet. Ebenso ist der Blick in die Gedankenwelt der Figuren extrem faszinierend.
Das Cover wirkt sehr anziehend, nur deshalb bin ich auf das Buch aufmerksam geworden.

Fazit
Dieser Roman geht unter die Haut, weil er so nah am Leben bleibt. Er zeigt - dies gilt für alle Gesellschaftsschichten -, wie schnell Vertrauen zerbrechen kann, welche zerstörerische Kraft Geheimnisse entfalten können und wie wenig wir manchmal die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen sollten. Aber auch, wie weit geht man, um den Konkurrent abzuhängen.
Ebenso spiegelt er das vernichtende Verhalten der High Society mit ihrem Neid, der Gier und den Intrigen sehr gut wider.
Sehr tiefgründig! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Tolle Atmosphäre

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„Blaues Wunder“ entführt den Leser auf eine luxuriöse Superyacht in den Philippinen, wo eine scheinbar perfekte Welt aus Eleganz und Wohlstand inszeniert wird. Doch hinter den glänzenden Fassaden und höflichen ...

„Blaues Wunder“ entführt den Leser auf eine luxuriöse Superyacht in den Philippinen, wo eine scheinbar perfekte Welt aus Eleganz und Wohlstand inszeniert wird. Doch hinter den glänzenden Fassaden und höflichen Gesprächen verbirgt sich eine komplexe Dynamik aus Macht, Konkurrenz und verborgenen Gefühlen.
Die Geschichte dreht sich um zwei Paare in den Vierzigern, deren Leben auf den ersten Blick stabil und erfolgreich erscheint. Ferdinand, Nora, Franziska und Kilian scheinen das Leben in vollen Zügen zu genießen, doch die Einladung von Walter Bronstein, einem mächtigen Geschäftsmann und Kilian’s und Ferdinand's Chef, wirft dunkle Schatten auf die Idylle. Es wird schnell klar, dass hier mehr im Spiel ist, als es den Anschein hat.
Der Roman besticht durch seine dichte Atmosphäre und den erfrischenden Schreibstil, der für mich mal was ganz anderes war - so dirket und unverhüllt. Die Autorin schafft es, die Spannung langsam aufzubauen und die Leser in ein Netz aus Geheimnissen, Manipulationen und unausgesprochenen Konflikten zu ziehen. Dabei bleibt „Blaues Wunder“ stets spannend, denn jeder der Charaktere hat so sein Geheimnis. 
Insgesamt ist „Blaues Wunder“ ein fesselnder Roman, der die Oberflächenhaftigkeit einer scheinbar perfekten Welt hinterfragt und die dunklen Seiten menschlicher Beziehungen offenbart. Ein Muss für alle, die gerne psychologisch feinfühlige Geschichten lesen, die zum Nachdenken anregen, für Menschen die gerne miträtseln und für Fans von Deseperate Housewives.

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