Solider Thriller mit flacher Handlung und zu blassen Charakteren
Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?Ines und Marco Winkler sind überglücklich, als sie mit Tochter Emilia und dem Familienhund in die Siedlung Auf Mons in ein neues Zuhause ziehen. Die Nachbarschaft ist freundlich und zuvorkommend, gerade ...
Ines und Marco Winkler sind überglücklich, als sie mit Tochter Emilia und dem Familienhund in die Siedlung Auf Mons in ein neues Zuhause ziehen. Die Nachbarschaft ist freundlich und zuvorkommend, gerade mit ihren direkten Nachbarn verstehen sie sich sehr gut. Doch schon in der ersten Nacht haben Ines und Marco das Gefühl, beobachtet zu werden und auch in den folgenden Nächten wird das ungute Gefühl stärker. Als sie im noch leerstehenden Nachbarhaus nachts einen Schatten sehen, wirk klar, dass ihre Ängste real sind: jemand liegt tot im Haus. Sind sie noch sicher in der Siedlung und wer wird als Nächstes sterben?
Ich hatte zuvor noch nichts von Arno Strobel gelesen und war gespannt, da sich der Klappentext sehr spannend liest. Man ist auch direkt in der Geschichte drin als Ines und Marco in das Haus einziehen und die Nachbarn kennenlernen. Der Erzählstil ist dabei sehr einfach und es gibt viel wörtliche Rede, was für mich den Lesefluss eher gestört hat. Die Figuren bleiben meist recht blass, die Geschichte lebt eher von der Handlung als von spannenden und interessanten Figuren. Gerade Ines und Marco bleiben für mich austauschbar, mit ihnen, wie auch mit den meisten restlichen Nachbarn, konnte nicht wirklich mitfühlen.
Der Autor baut dennoch einen guten Spannungsbogen auf, auch wenn die Handlung sich an manchen Stellen in Kleinigkeiten verliert wie z.B. viel spazieren gehen und Tochter Emilia ins Bett bringen. Die Lage in Auf Mons spitzt sich immer weiter zu und man fiebert gebannt, was noch alles passiert und wie sich die Geschichte auflöst. Das Ende konnte mich dann allerdings nicht überzeugen, es wirkt sehr konstruiert und weit hergeholt.
"Welcome Home" ist ein solider Thriller, der sich gut "weglesen" lässt, aber die Spannung nicht konstant beibehalten kann und bei mir aber nicht weiter in Erinnerung bleiben wird.