Spannende Ermittlungsarbeit in der Steiermark - packend und realitätsnah
SteirerzwistIm ihrem fünfzehnten Fall ermitteln erneut Sandra Mohr und Sascha Bergmann in der Steiermark. Als Sandra aus dem Urlaub wieder kommt, wird eine Joggerin tot in der Mur gefunden - ihr wurde die Kehle durchtrennt. ...
Im ihrem fünfzehnten Fall ermitteln erneut Sandra Mohr und Sascha Bergmann in der Steiermark. Als Sandra aus dem Urlaub wieder kommt, wird eine Joggerin tot in der Mur gefunden - ihr wurde die Kehle durchtrennt. Kurz darauf wird ein Obdachloser nicht weit vom ersten Fundort ebenfalls tot aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass die Tote keine Unbekannte ist: sie ist Direktorin eines 5-Sterne-Hotels im Ort. Wie und was haben die beiden Toten miteinander zu tun? Die beiden Ermittler haben alle Hände voll zu tun mit den Ermittlungen, denn der oder die TäterIn ist immer noch auf freiem Fuß...
Ich hatte zuvor noch nichts von Claudia Rossbacher gelesen und hatte zunächst Sorge, ob ich schnell in den fünfzehnten und damit erstmal letzten Krimiroman rund um Sandra Mohr hinein finde. Aber auch ohne Vorkenntnis aus den vorigen Bänden ist man schnell in der Handlung.
Die Kapitel sind meist aus der Sicht Sandras geschrieben, die auch im Mittelpunkt der Ermittlungen steht. Neben der Mammutaufgabe, den oder die TäterIn so schnell es geht zu finden, kommen familiäre Probleme, die sehr gut und detailliert dargestellt sind, hinzu. An ein paar Stellen wurde mir persönlich Sandras Privatleben etwas zu detailliert geschildert, was der Handlung und Spannung aber keinen Abbruch tut. Sandra und Sascha sind ein tolles Team, wenn sie auch sehr unterschiedlich sind und gelegentlich mal die Fetzen fliegen. Auch die Ermittlungen sind sehr genau und präzise beschrieben, man merkt beim Lesen schnell, dass die Autorin sehr viel Mühe, Zeit und Recherche investiert hat um die Ermittlungen so realitätsnah zu beschreiben, wie es geht.
Das Motiv hinter den Taten wird im Laufe der Handlung immer klarer und am Ende kam die Auflösung nicht mit einem großen Knall. Den kleinen Plottwist ganz am Ende, der nochmal Spannung schaffen sollte, hätte es für mich nicht gebraucht. "Steirerzwist" ist ein sehr guter, spannender und kurzweiliger Krimi, der sich schnell und angenehm lesen lässt. Nebenbei lernt man auch die Steiermark kennen, die mir bislang noch nicht wirklich bekannt war.