Cover-Bild Der Nativist Galal-e Al-e Ahmad und die Verwestlichung Irans im 20. Jahrhundert
Band 284 der Reihe "Islamkundliche Untersuchungen"
59,95
inkl. MwSt
  • Verlag: De Gruyter
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Literatur: Geschichte und Kritik
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 199
  • Ersterscheinung: 14.01.2009
  • ISBN: 9783879973545
Franz Lenze

Der Nativist Galal-e Al-e Ahmad und die Verwestlichung Irans im 20. Jahrhundert

Wie kaum ein Schriftsteller der zeitgenössischen persischen Literatur hat Jalal-e Al-e Ahmad den „anderen“ Blick auf die gesellschaftliche Situation des iranischen Volkes in der Ära des Pahlawi-Regimes (1925–1979) geworfen. Oft in einem Atemzug mit Alawi, Jamalzadeh und Hedayat genannt, ist Al-e Ahmad als „Fackelträger der modernen Literatur“ bezeichnet worden, der sich mit den politischen Verletzungen und Verirrungen in seiner Heimat auseinandersetzt. Er schweigt nicht, als Iran sich aufmacht, den Verheißungen des Westens blind zu folgen, als der noch weithin feudalistische Agrarstaat Iran in einen Industriestaat nach europäischem und US-amerikanischem Vorbild verwandelt werden soll. Der ungestüme und rücksichtslose Fortschrittswillen, den Al-e Ahmad für eine obsessive Idee der iranischen Herrscher hält, weckt in ihm Skepsis, Widerspruch und Kritik und macht ihn zu einer der wichtigsten literarischen und ideologischen Stimmen der intellektuellen Opposition in Iran.

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