Hisham Matar: Ein Monat in Siena
Ein Monat in Siena ist wie ein Spaziergang mit einem gedankenverlorenen Freund: manchmal faszinierend, manchmal etwas zu weit abgeschweift. Hisham Matar beschreibt die Schönheit Sienas und die sienesische ...
Ein Monat in Siena ist wie ein Spaziergang mit einem gedankenverlorenen Freund: manchmal faszinierend, manchmal etwas zu weit abgeschweift. Hisham Matar beschreibt die Schönheit Sienas und die sienesische Malerei mit poetischer Präzision, während er sich tiefgehenden Themen wie Trauer, Verlust und Kunst widmet.
Die Beschreibungen sind detailverliebt, fast wie ein kunstvoller Museumsführer, doch oft schweben die Reflexionen etwas ziellos umher. Der rote Faden fehlt, und das Buch fühlt sich mehr wie ein persönliches Tagebuch an als eine zusammenhängende Erzählung. Trotzdem berühren einige Passagen, besonders Matars Gedanken über Einsamkeit und Intimität.
Für Kunstliebhaber und Fans introspektiver Essays ein potenzieller Schatz. Für mich ein schöner, aber stellenweise langatmiger Spaziergang.