Schmuckausgabe des atemberaubenden Locked-Room-Thrillers: Von der Autorin der A Good Girl's Guide to Murder Reihe
Cherokee Moon Agnew (Übersetzer)
Eigentlich sollte es ein spaßiger Ausflug werden: Red ist mit fünf Freunden losgefahren, um Spring Break zu feiern. Doch unterwegs bleibt der alte Campingbus liegen - und sie stecken mitten im Nirgendwo fest. Kein Empfang, keine Aussicht auf Hilfe. Und es kommt noch schlimmer, denn draußen im Dunkeln lauert jemand. Sobald sie den Bus verlassen, schießt er auf sie. Seine Behauptung: Jemand aus der Gruppe verheimlicht etwas. Doch wen meint er? Alle sind gezwungen, ihre brisantesten Geheimnisse preiszugeben. Die Spannungen innerhalb des engen Campers steigen. Und nicht alle werden die Nacht überleben ...
Mit Five Survive beweist Holly Jackson erneut, warum sie zu den besten Thriller-Autorinnen der Gegenwart gehört. Dieser Locked-Room-Thriller ist ein echtes Adrenalin-Erlebnis, das man kaum aus der Hand ...
Mit Five Survive beweist Holly Jackson erneut, warum sie zu den besten Thriller-Autorinnen der Gegenwart gehört. Dieser Locked-Room-Thriller ist ein echtes Adrenalin-Erlebnis, das man kaum aus der Hand legen kann.
Was als harmloser Roadtrip in den Spring Break beginnt, verwandelt sich innerhalb weniger Seiten in einen Albtraum. Red und ihre fünf Freunde stranden mit einem alten Campingbus mitten im Nirgendwo ohne Empfang, ohne Hilfe, ohne Ausweg. Doch das wahre Grauen beginnt, als klar wird, dass sie nicht allein sind. Draußen im Dunkeln lauert ein Scharfschütze, der gnadenlos jeden beschießt, der den Bus verlässt. Seine Forderung ist ebenso simpel wie grausam: Jemand in der Gruppe lügt. Und erst wenn die Wahrheit ans Licht kommt, endet diese Nacht.
Die klaustrophobische Atmosphäre ist von der ersten Seite an spürbar. Der enge Camper, die Dunkelheit, die Angst vor dem nächsten Schuss Holly Jackson versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und konstant aufrechtzuerhalten. Jedes Kapitel endet mit neuen Fragen, neuen Zweifeln und neuen Verdächtigungen. Man misstraut wirklich jeder Figur und beginnt unweigerlich, selbst Detektiv zu spielen.
Besonders stark ist die Dynamik innerhalb der Gruppe. Freundschaften zerbrechen, alte Konflikte brechen auf, und die Geheimnisse, die ans Licht kommen, sind schockierend, emotional und teilweise zutiefst verstörend. Red als Protagonistin ist dabei angenehm vielschichtig mutig, aber nicht unfehlbar, verletzlich, aber entschlossen. Die ständigen Perspektivwechsel und Enthüllungen sorgen dafür, dass die Spannung bis zur letzten Seite nicht abflaut.
Der Schreibstil ist rasant, klar und extrem bildhaft. Die Handlung spielt sich fast in Echtzeit ab, was den Druck und die Panik der Situation noch verstärkt. Das Finale ist intensiv, überraschend und emotional genau die Art von Ende, die einem den Atem raubt und noch lange im Kopf bleibt.
Eigentlich wollten die sechs Freunde einfach nur mit einem alten Campingbus zum Spring Break fahren. Doch plötzlich bleibt das Fahrzeug mitten im Wald liegen, und ohne Empfang können sie keine Hilfe rufen. ...
Eigentlich wollten die sechs Freunde einfach nur mit einem alten Campingbus zum Spring Break fahren. Doch plötzlich bleibt das Fahrzeug mitten im Wald liegen, und ohne Empfang können sie keine Hilfe rufen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird auf die Gruppe geschossen, sobald sie den Bus verlassen. Über ein Funkgerät teilt der Schütze ihnen mit, dass er sie erst gehen lässt, wenn einer von ihnen sein Geheimnis preisgibt.
Durch den angenehmen und fesselnden Schreibstil der Autorin bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Vor allem zu Beginn ist das Tempo hoch und es passiert so einiges. Im Verlauf der Handlung bleibt die Spannung nicht durchgehend konstant, was ich allerdings nicht unbedingt als negativ empfunden habe, da so Raum für die Charakterentwicklung bleibt. Gerade gegen Ende zieht die Spannung dann noch einmal deutlich an und die Ereignisse überschlagen sich förmlich.
Mit Red ist der Autorin außerdem eine interessante Erzählerin gelungen, deren besondere Sichtweise der Geschichte eine eigene Note verleiht. Auch die Dynamik zwischen den sechs Freunden fand ich gelungen, insbesondere wie sich ihr Verhalten und ihre Beziehungen unter dem zunehmenden Druck verändern. Dazu kommt eine durchgehend düstere Atmosphäre, die gut zur Handlung passt und die Bedrohung jederzeit spürbar macht.
Ein spannender Thriller mit starker Atmosphäre, interessanter Erzählerin und einem packenden Finale. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.
Das ganze Buch spielt sich innerhalb weniger Stunden in einem Wohnmobil ab, was ein interessantes Setting ist. Das Tempo ist sehr hoch, wodurch die Geschichte schnell und leicht zu lesen ist.
Ich konnte ...
Das ganze Buch spielt sich innerhalb weniger Stunden in einem Wohnmobil ab, was ein interessantes Setting ist. Das Tempo ist sehr hoch, wodurch die Geschichte schnell und leicht zu lesen ist.
Ich konnte nicht so richtig mit unseren Charakteren mitfühlen und alles wirkte distanziert. Erst zum Ende hin konnte ich mich für unsere Protagonistin erwärmen. Die anderen Charaktere konnte ich nicht leiden und bei einem ist das auch sehr offensichtlich gewollt. Deswegen hat es mich aber nicht weniger wütend gemacht und frustriert.
Ich konnte einen großen Aspekt von Anfang an vorhersehen, aber es gab dennoch viele andere unvorhersehbare Wendungen, die mich überrascht haben.
Die Spannung ist von Beginn an sehr groß und lässt auch nicht nach, sodass ich das Buch kaum aus den Händen gelegt habe.
Wie immer bei Holly Jacksons Büchern hatte ich super viel Spaß beim Lesen und kann es nur empfehlen!
4.25*
Vielen Dank an den Verlag "ONE" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars über NetGalley. Diese Rezension ist meine freie Meinung in eigenen Worten.
Sechs Freunde sind mit einem Wohnmobil unterwegs zum Spring Break. Eigentlich soll es ein unbeschwerter Roadtrip werden, ein letzter gemeinsamer Ausbruch vor dem Ernst des Lebens. Doch irgendwo im Nirgendwo ...
Sechs Freunde sind mit einem Wohnmobil unterwegs zum Spring Break. Eigentlich soll es ein unbeschwerter Roadtrip werden, ein letzter gemeinsamer Ausbruch vor dem Ernst des Lebens. Doch irgendwo im Nirgendwo verfahren sie sich. Mitten in der Nacht fallen plötzlich Schüsse. Die Reifen sind zerstört, der Tank ist beschädigt – sie sitzen fest. Ein Unbekannter lauert draußen im Dunkeln und macht klar: Niemand verlässt das Wohnmobil. Und er wird erst aufhören, wenn die eine Person unter ihnen ein tief verborgenes Geheimnis preisgibt.
Was folgt, ist eine einzige Nacht voller Angst, Misstrauen und eskalierender Konflikte. Die Zeit drängt, denn mit dem Sonnenaufgang läuft auch ihr vermeintlicher Schutz ab.
Und während draußen jemand mit einem Gewehr wartet, beginnt drinnen ein psychologisches Kammerspiel: Wer lügt? Wer weiß mehr, als er zugibt? Und gibt es überhaupt einen anderen Ausweg?
Ganz im typischen Stil von Holly Jackson war ich von der ersten Seite an völlig in „Five Survive“ versunken. Spätestens in dem Moment, als die ersten Schüsse fallen und klar wird, dass sie in der Falle sitzen, hatte mich die Geschichte restlos gepackt. Diese Sogwirkung war enorm. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich einfach wissen musste, wie das Ganze ausgeht.
Was für mich dabei besonders gut funktioniert hat, war das Setting. Der Großteil der Handlung spielt in diesem beengten Wohnmobil, und das über nur eine einzige Nacht hinweg. Diese räumliche Enge kombiniert mit der extrem knappen Zeitspanne hat eine konstante, unterschwellige Panik erzeugt. Es war von Anfang an klar: Wenn sie das hier überleben wollen, muss vor Sonnenaufgang das Geheimnis gelüftet werden.
Holly Jacksons Schreibstil verstärkt genau diese Atmosphäre. Sie schreibt schnell, direkt, sehr nah an den Figuren. Die Dialoge wirken oft hektisch, überlappend, emotional, genau passend zur Situation. Gleichzeitig schafft sie es, dieses Misstrauen untereinander Stück für Stück aufzubauen. Man hinterfragt beim Lesen wirklich jede Person. Jede Reaktion. Jede kleine Andeutung.
Die Handlung selbst fand ich insgesamt stark. Vor allem die Plot-Twists am Ende waren wieder einmal genial konstruiert. Genau das, was ich mittlerweile von Holly Jackson erwarte: unerwartet, durchdacht und im Nachhinein logisch. Sie legt Spuren, ohne dass man sie beim ersten Lesen richtig erkennt. Als sich am Ende alles auflöst, war ich ehrlich beeindruckt. Gleichzeitig bleiben ein paar Fragen offen, gerade was die Zukunft der Charaktere betrifft. Das fand ich einerseits spannend, weil man sich selbst Gedanken machen kann bzw. muss. Andererseits hätte ich mir stellenweise noch etwas konkretere Einblicke gewünscht.
Zwischendrin hatte ich allerdings auch Phasen, in denen sich die Handlung leicht gezogen hat. Einfach deshalb, weil die Freunde gefühlt nicht wirklich vorankamen. Sie diskutieren, verdächtigen sich, streiten, aber es passiert äußerlich nicht viel Neues. Das war für mich aber noch im Rahmen und hat die Gesamtspannung nicht zerstört.
Mit den Charakteren hatte ich jedoch gemischte Gefühle.
Oliver hat mich, ehrlich gesagt, wahnsinnig gemacht. Ich musste beim Lesen so oft die Augen verdrehen. Seine Art, wie er spricht, wie er Entscheidungen trifft, wie selbstverständlich er die Führung übernimmt – das war für mich einfach unglaublich nervig. Ich habe nicht verstanden, warum die anderen ihm so bereitwillig folgen. Vielleicht, weil er der Älteste ist. Vielleicht, weil sie eingeschüchtert sind. Aber ich habe mich permanent über ihn geärgert. Und genau das spricht eigentlich wieder für die Autorin, denn er hat definitiv eine starke Reaktion in mir ausgelöst.
Red hingegen tat mir unglaublich leid. Emotional hat mich ihre Situation sehr getroffen, vor allem gegen Ende. Gleichzeitig empfand ich sie teilweise als etwas zu naiv. Ihre Gedanken waren oft sehr wirr und sprunghaft. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass hier möglicherweise eine Tendenz Richtung Neurodivergenz angedeutet wird, gerade mit ihrer Vergesslichkeit und der Art, wie sie denkt. Das fand ich grundsätzlich spannend und wichtig. Aber insgesamt wirkte sie auf mich stellenweise jünger als 18, einfach sehr naiv und unsicher. Das hat es mir manchmal schwer gemacht, sie vollkommen ernst zu nehmen, obwohl ich emotional sehr mit ihr mitgefühlt habe.
Was ich Holly Jackson aber wirklich hoch anrechne, ist diese konstante Spannung. Selbst in ruhigeren Momenten war da immer diese unterschwellige Angst. Dieses Wissen: Da draußen wartet jemand. Und er meint es ernst. Diese permanente Bedrohung hat mich beim Lesen nicht losgelassen. Ich hatte wirklich dieses beklemmende Gefühl im Bauch und das bis zur letzten Seite.
Das Ende war emotional, intensiv und in gewisser Weise auch bitter. Es löst vieles auf, aber nicht alles. Und genau das bleibt hängen.
Fazit
Für mich war „Five Survive“ nicht perfekt – vor allem wegen einzelner Charaktere und kleiner Längen –, aber es war extrem spannend, atmosphärisch dicht und mit großartigen Twists versehen. Ein typischer Holly-Jackson-Thriller: psychologisch, nervenaufreibend und mit einem Finale, das einen nochmal komplett überrascht.
Five Survive war ein sehr gutes Buch. Besonders das Ende war sehr spannend. Die Charaktere, zumindest die meisten, mochte ich sehr gerne und hatten auch alle ihre Eigenarten, sodass jeder einzigartig war. ...
Five Survive war ein sehr gutes Buch. Besonders das Ende war sehr spannend. Die Charaktere, zumindest die meisten, mochte ich sehr gerne und hatten auch alle ihre Eigenarten, sodass jeder einzigartig war. Es gab aber auch diejenigen, die ich null mochte und die mich immer mehr aufgeregt haben.
Toll fand ich auch, dass sich der Schauplatz hauptsächlich im Wohnmobil beschränkt und wir Red und ihre Freunde in einer einzigen Nacht verfolgt haben. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, was nur in so kurzer Zeit spielt und wo man die ganze Zeit live mit dabei ist.
Es startet jedoch langsam und es hat sich manchmal auch etwas gezogen. Zudem habe ich einige Plottwist und Enthüllungen schon vorher erraten und war dementsprechend nicht so überrascht. Ein paar Andeutungen waren mir da zu offensichtlich. Bin aber auch extrem aufmerksam. Das sind aber auch meine einzigen Kritikpunkte.
Im Großen und Ganzen war es ein wirklich spannender und unterhaltsamer Thriller, der viel Spaß macht. Ich kann es somit empfehlen.