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inkl. MwSt
- Verlag: epubli
- Themenbereich: Gesundheit, Beziehungen und Persönlichkeitsentwicklung - Fitness und Ernährung
- Genre: Ratgeber / Gesundheit
- Seitenzahl: 140
- Ersterscheinung: 14.01.2026
- ISBN: 9783565172092
Die Erfindung von McDonalds
System, Fastfood und Markenbindung
McDonald’s ist mehr als ein Gastronomiebetrieb. Der Name steht für ein global standardisiertes System, das Essenszubereitung, Arbeitsorganisation und Markenwahrnehmung auf bislang unerreichte Weise miteinander verknüpft. Dieses Buch nähert sich dem Unternehmen nicht über Geschmack, Nostalgie oder Kritik, sondern über Struktur: Wie konnte aus einem einzelnen Restaurant ein weltumspannendes Gefüge entstehen, dessen Abläufe austauschbar, dessen Zeichen universell lesbar und dessen Präsenz nahezu selbstverständlich wirkt? Die bekannte Oberfläche – Burger, Tresen, Logo – dient dabei lediglich als Einstieg in ein komplexes Geflecht aus Planung, Wiederholung und Kontrolle.
Im Zentrum steht die frühe Systemgastronomie als kulturelle Innovation. McDonald’s perfektionierte nicht nur das Prinzip der Vereinheitlichung, sondern machte es zur Voraussetzung wirtschaftlicher Effizienz. Arbeitsabläufe wurden zerlegt, Räume normiert, Handgriffe choreografiert. Daraus entstand eine Form von Gastronomie, die weniger auf individuelle Fertigkeiten als auf reibungslose Prozesse angewiesen ist. Parallel entwickelte sich eine Markenwelt, die mit wenigen Symbolen Orientierung, Vertrautheit und Erwartung erzeugt – bis hin zum allmählichen Verschwinden ihrer einst zentralen Figur, Ronald McDonald.
Ein oft übersehener Aspekt bildet den stillen Kern des Systems: die strategische Kontrolle über Standorte und Immobilien. Der Verkauf von Speisen tritt dabei hinter langfristige Wertschöpfung zurück. McDonald’s erscheint so weniger als Fastfood-Kette denn als präzise organisierte Infrastruktur, in der Essen eine Funktion erfüllt, nicht den Zweck. Das Buch zeichnet diese Entwicklung sachlich nach und öffnet den Blick auf ein Unternehmen, das exemplarisch zeigt, wie Moderne organisiert, standardisiert und dauerhaft verankert wird.
Im Zentrum steht die frühe Systemgastronomie als kulturelle Innovation. McDonald’s perfektionierte nicht nur das Prinzip der Vereinheitlichung, sondern machte es zur Voraussetzung wirtschaftlicher Effizienz. Arbeitsabläufe wurden zerlegt, Räume normiert, Handgriffe choreografiert. Daraus entstand eine Form von Gastronomie, die weniger auf individuelle Fertigkeiten als auf reibungslose Prozesse angewiesen ist. Parallel entwickelte sich eine Markenwelt, die mit wenigen Symbolen Orientierung, Vertrautheit und Erwartung erzeugt – bis hin zum allmählichen Verschwinden ihrer einst zentralen Figur, Ronald McDonald.
Ein oft übersehener Aspekt bildet den stillen Kern des Systems: die strategische Kontrolle über Standorte und Immobilien. Der Verkauf von Speisen tritt dabei hinter langfristige Wertschöpfung zurück. McDonald’s erscheint so weniger als Fastfood-Kette denn als präzise organisierte Infrastruktur, in der Essen eine Funktion erfüllt, nicht den Zweck. Das Buch zeichnet diese Entwicklung sachlich nach und öffnet den Blick auf ein Unternehmen, das exemplarisch zeigt, wie Moderne organisiert, standardisiert und dauerhaft verankert wird.
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