Band
der Reihe "Studien zum Privatrecht"
104,00
€
inkl. MwSt
- Verlag: Mohr Siebeck
- Genre: keine Angabe / keine Angabe
- Seitenzahl: 319
- Ersterscheinung: 19.03.2019
- ISBN: 9783161562846
Von der "Schlüsselgewalt" zur reziproken Solidarhaftung
Zugleich ein Beitrag zum Rechtsprinzip der nachwirkenden ehelichen Solidarität
Die Reputation von § 1357 BGB, oft als
sedes materiae
der "Schlüsselgewalt" angesehen, hat in den letzten Jahren schwer gelitten. Nahezu einhellig wird in der Literatur die Streichung dieser Vorschrift wegen ihres anachronistischen Charakters gefordert. Marie Herberger stellt dar, dass eine Streichung von § 1357 BGB nachehelich zu einer schwerwiegenden Solidaritätslücke im Verhältnis zwischen den Ehegatten führen würde. Die Regelung wird sogar zum Schutz der nachwirkenden ehelichen Solidarität benötigt. Allerdings ist § 1357 BGB dennoch
de lege lata
als verfassungswidrig anzusehen, weil die Norm diesen legitimen Zweck in überschießender Tendenz und damit nicht in erforderlicher Weise verfolgt. Deshalb unterbreitet die Autorin einen Vorschlag
de lege ferenda
für eine Neufassung von § 1357 BGB.
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