Cover-Bild Goodbye Germania. Ein Neonazi flüchtet nach Afghanistan
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Nova MD
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Humor
  • Genre: Weitere Themen / Comics, Cartoons, Humor
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 22.01.2026
  • ISBN: 9783690286206
Mauris Blandit

Goodbye Germania. Ein Neonazi flüchtet nach Afghanistan

Satire, Gesellschaft, Stadtbild. Deutschland, Merkel und »Wir schaffen das«. Plädoyer für Freundschaft, Toleranz und Verständigung.
Prinz Publishing (Herausgeber)

Im Sommer 2015 haben Hunderttausende in Afghanistan und Syrien ihre Heimat verlassen, um vor Bürgerkrieg und Terrorismus nach Europa zu flüchten. Vor allem in Deutschland hoffen sie auf ein besseres Leben in Freiheit und Sicherheit. Angela Merkel schreibt mit ihrer Aussage »Wir schaffen das!« Geschichte. In Braunheim nimmt man den Auftrag der Bundeskanzlerin an und macht aus dem Bordell Hindukusch ein Flüchtlingsheim. Vier Sozialarbeiter kümmern sich um die Ankömmlinge. Während sich die Gemeinde wirtschaftliche Impulse erhofft und von blühenden Landschaften träumt, kommt es am rechten Rand zu Protesten. Eine Bürgerwehr wird gegründet. Neonazis marschieren mit Fackeln auf. Die Polizei schützt die Unterkunft mit Wasserwerfern. Aus Frust darüber, dass die Integration der Asylsuchenden im Dorf an den deutschen Ureinwohnern zu scheitern droht, schmieden die Sozialarbeiter Tönnies, Jonas, Eva und Sonja einen verrückten Plan: Sie wollen einem der Demonstranten am eigenen Leib zeigen, wie sich Flucht anfühlt. Mit Hilfe des afghanischen Lehrers Alaa und mit dem ortsbekannten Neonazi Kanu im Schlepptau beginnt eine turbulente Flucht durch halb Europa. Es wird leidenschaftlich über Migration, Toleranz, Gender-Sternchen, kulturelle Aneignung oder diskriminierende Sprache diskutiert, während Bürokratie, Vorurteile und die permanente Sorge um den ökologischen Fußabdruck die Flucht für die bunte Truppe zu einem bizarren Selbstfindungstrip machen.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei ech68 in einem Regal.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2026

Achtung Satire!

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Achtung Satire

Ich finde das Buch genial.

Wer bissige Satire und schwarzen Humor mag, wird dieses Buch lieben.

Es legt den Finger direkt in die Wunde und redet nicht lange um den heißen Brei.

Überspitzt, ...

Achtung Satire

Ich finde das Buch genial.

Wer bissige Satire und schwarzen Humor mag, wird dieses Buch lieben.

Es legt den Finger direkt in die Wunde und redet nicht lange um den heißen Brei.

Überspitzt, überzeichnet und provokant.

Es nimmt all die Aluhutträger und Rechtsgesinnten aufs Korn, für die es nur schwarz oder weiß gibt.

Das Buch unterhält und bringt mich sehr zum lachen, aber es macht mich auch nachdenklich!

Hinter all dem Humor, steckt nämlich eine ernste Botschaft. Manches, was in diesem Buch so amüsant und absurd daher kommt, ist leider bittere Realität. Es gibt sie, die K(e)anus, mitten unter uns und wenn wir nicht aufpassen, werden es immer mehr. Es ist nämlich so herrlich bequem, die anderen für sein eigenes Scheitern verantwortlich zu machen.

Wir müssen Stirn zeigen gegen rechte Hetze, Verschwörungstheorien und Aluhutträgern und Toleranz und Miteinander fördern.

Ein mutiges Buch und eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne mitdenken.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Bissige Satire mit einem aberwitzigen Szenario

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Mit diesem Buch legt der Autor Mauris Blandit eine bissige Satire vor, die mit einem aberwitzigen Szenario aufwartet und dieses immer weiter auf die Spitze treibt.

Als im Jahr 2015 viele Menschen, größtenteils ...

Mit diesem Buch legt der Autor Mauris Blandit eine bissige Satire vor, die mit einem aberwitzigen Szenario aufwartet und dieses immer weiter auf die Spitze treibt.

Als im Jahr 2015 viele Menschen, größtenteils aus Afghanistan und Syrien, nach Deutschland flüchten, wird im norddeutschen Ort Braunheim das örtliche Bordell Hindukusch zu einem Flüchtlingsheim umgewidmet, um die dort ankommenden Menschen unterzubringen. Dies führt auch zu einigen Protestaktionen und der Gründung einer Bürgerwehr. In dieser aufgeheizten Gemengelage entschließen sich die vier Sozialarbeiter Eva, Sonja, Jonas und Tönnies aka Tobias zu einer ungewöhnlichen Aktion, um ein Zeichen für mehr Akzeptanz zu setzen. Mit Unterstützung des Afghanen Alaa reden sie dem Neonazi Kanu, der eigentlich Keanu heißt, erfolgreich ein, dass er nun selbst von den Taliban verfolgt wird und das Land verlassen muss, um seine Familie und Freunde zu schützen. Und so beginnt eine irrwitzige Reise über die Balkanroute, nur eben in umgekehrter Richtung wie sonst üblich, auf der Kanu die Auswirkungen einer Flucht am eigenen Leib erfahren soll.

Mit einem lockeren Schreibstil, bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen auf Hochtouren laufen lassen, und einem bissigen Humor treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die vielfach bewusst überzeichnet sind, einem aber dennoch im Laufe der Geschichte ein wenig ans Herz wachsen. Und auch wenn die Geschichte an der einen oder anderen Stelle doch so ein wenig zu gewollt rüberkommt, bietet sie unter dem Strich doch einen ziemlich hohen Unterhaltungswert, der aber darüber hinaus auch noch viel Stoff zum Nachdenken liefert.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Aluhut am Hindukusch – Eine irrwitzige Flucht zwischen Satire, Klischee und überraschender Nachdenklichkeit!

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„Goodbye Germania. Ein Neonazi flüchtet nach Afghanistan“ von Mauris Blandit ist kein gewöhnlicher Roman – eher ein kurioses, teilweise völlig absurdes Road-Movie in Buchform, das mit Situationskomik, ...

„Goodbye Germania. Ein Neonazi flüchtet nach Afghanistan“ von Mauris Blandit ist kein gewöhnlicher Roman – eher ein kurioses, teilweise völlig absurdes Road-Movie in Buchform, das mit Situationskomik, überzeichneten Klischees und satirischen Seitenhieben nur so um sich wirft.



Im Mittelpunkt steht Kanu – der eigentlich Keanu heißt –, ein Neonazi mit Aluhut und einer sehr eigenen Weltsicht. Ausgerechnet er beschließt, Deutschland zu verlassen und in Richtung Hindukusch aufzubrechen, um diesen – zumindest in seiner Vorstellung – zu verteidigen. Schon diese Ausgangsidee zeigt, wohin die Reise geht: in eine Welt voller ironischer Übertreibungen und absurder Situationen.



Der Roman lebt stark von seinen Figuren. Besonders Sonja und Eva sind mir beim Lesen schnell sympathisch geworden. Sie bringen eine gewisse Bodenständigkeit und Menschlichkeit in das ansonsten ziemlich schräge Geschehen. Kanu selbst ist natürlich bewusst überzeichnet – eine Figur, die man nicht unbedingt ernst nehmen soll, sondern die als satirischer Spiegel funktioniert.



Was das Buch besonders macht, ist seine Mischung aus Humor und unterschwelliger Gesellschaftskritik. Viele Szenen sind einfach nur herrlich absurd und bringen einen wirklich zum Lachen. Gleichzeitig merkt man, dass hinter der Komik auch eine gewisse Einladung zum Nachdenken steckt. Manche Klischees werden bewusst überspitzt dargestellt, sodass man automatisch beginnt, gewisse Denkmuster oder politische Parolen zu hinterfragen.



Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das Kapitel mit „Mutter Teresa nach Lesbos“, das auf eine ganz eigene Weise grotesk, kreativ und gleichzeitig überraschend pointiert ist. Solche Momente zeigen, dass der Autor keine Angst davor hat, Grenzen des Absurden auszutesten.



Insgesamt ist Goodbye Germania ein sehr temporeicher Reiseroman mit viel satirischem Biss. Nicht jede Pointe zündet gleich stark, und manches wirkt bewusst überdreht – aber genau das gehört zum Stil dieses Buches. Wer Satire mag, ein Faible für schräge Figuren hat und bereit ist, sich auf ungewöhnlichen Humor einzulassen, wird hier definitiv unterhalten.



Ein ungewöhnlicher, witziger Roman, der gleichzeitig zum Schmunzeln und zum Nachdenken anregt.

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