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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2017

Gute Fortsetzung

Submarin
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Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, allerdings musste ich mich erst an die zunächst seltsamen, wenn auch treffenden, Namen der Submarins gewöhnen. Das erste Drittel war schnell gelesen, danach ...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, allerdings musste ich mich erst an die zunächst seltsamen, wenn auch treffenden, Namen der Submarins gewöhnen. Das erste Drittel war schnell gelesen, danach kam für mich eine kleine Leseflaute. Den Teil der Geschichte fand ich etwas langweilig, irgendwie kommt die Geschichte nicht voran. Auch wenn die Welt der Submarins sehr interessant ist, rückt Sashas eigentliches Ziel zu schnell in den Hintergrund. Manche Dinge ihres Verhaltens gingen einfach zu schnell und waren für mich nur schlecht nachvollziehbar.
Doch nachdem das Tal der Spannungskurve überwunden war hatte ich wieder sehr viel Freude am Lesen. Endlich nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf und es passieren interessante Dinge.
Das Highlight waren für mich die letzten Kapitel. Es wurde spannend und ich war wie gefesselt. Viel zu schnell endete das Buch. Obwohl es keinen fiesen Cliffhanger gibt, bleiben sehr viele Fragen offen und die Geschichte MUSS einfach weiter gehen. Diese Story ist definitiv noch nicht zu Ende erzählt.
Ingesamt hat mir der zweite Teil der Reihe gut gefallen, kann aber nicht mit dem ersten Band mithalten. Dennoch freue ich mich auf den nächsten Teil und gebe "Submarin" eine Leseempfehlung! Wer den ersten Band mochte sollte die Reihe nicht aufgeben.

Veröffentlicht am 23.07.2017

Spannende Geschichte

Einzig
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Der Klapptext zu "Einzig" hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Spannend, faszinierend, gruselig, einfach total interessant.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, ich fand es klasse geschrieben ...

Der Klapptext zu "Einzig" hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Spannend, faszinierend, gruselig, einfach total interessant.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, ich fand es klasse geschrieben und auch die Charaktere können überzeugen. Jeder von Tavas "Geschwistern" ist besonders, und ein wenig seltsam. 15 fand ich furchtbar anstrengend und egoistisch, allerdings konnte ich ihr Verhalten auch nachvollziehen.
Immer wieder stellte ich neue Spekulationen über die Ursache der Geschehnisse auf, allerdings wäre ich nie auf die Wahrheit gekommen.
Obwohl ich das Buch wirklich toll fand und es auch schnell durch hatte, haben mich ein paar Dinge gestört. Ich fand es beispielsweise etwas seltsam, dass außer Ollie scheinbar niemand ein Unterschied zwischen den Tevas in all den Jahren aufgefallen war. Dass die Familie so zurück gezogen lebt und die Mutter scheinbar nie auf der Bildfläche erscheint wundert niemanden, auch die Lehrer scheinen kein Problem damit zu haben.
Auch wenn ich die Idee des Ende gut und sehr interessant fand, kam es doch etwas plötzlich. Und auch hier scheinen alle Beteiligten die neuen Erkenntnisse einfach zu akzeptieren und wenig zu hinterfragen. Aber irgendwann muss jede Geschichte wohl ein Ende finden und man hätte die Geschichte sicher "zu Tode" erzählen können. So war der Abschluss zwar nicht 100%ig glaubhaft, aber in Ordnung.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich würde es jederzeit empfehlen. Eine sehr spannende und außergewöhnliche Geschichte.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Wenig Drama, viel Gefühl

Lass mich fliegen wie die Kirschbaumblüten
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Das Cover gefällt mir sehr gut, allerdings finde ich Schrift unpassend und nicht optimal gemacht.
Aus dem Klapptext konnte ich nicht ganz lesen, in welche Richtung diese Geschichte gehen würde, vermutete ...

Das Cover gefällt mir sehr gut, allerdings finde ich Schrift unpassend und nicht optimal gemacht.
Aus dem Klapptext konnte ich nicht ganz lesen, in welche Richtung diese Geschichte gehen würde, vermutete aber einen Machoarsch und eine Dreiecksbeziehung. Ich hasse Dreiecksbeziehungen, fand sie hier aber nicht so schlimm, da sie glaubwürdig war und kein typisches "Ach heute nehme ich den und morgen den und eigentlich liebe ich beide"-Blabla.
Zunächst zu den Charakteren. Jillian ist die Protagonistin der Geschichte, eigentlich eine sympathische Person die von allen gemocht wird. Sie scheint schon etwas zu perfekt zu sein. Jillian muss einen schweren Schicksalsschlag überwinden: Ihre Eltern sterben bei einem Autounfall.
Hier habe ich sehr ihre Trauer vermisst, für mich hat sie das ganze zu schnell verarbeitet. Hin und wieder ist sie traurig und fühlt sich überfordert, aber die meiste Zeit scheint sie nicht daran zu denken. Sie lebt die ganze Zeit allein in ihrem Haus, geht zur Schule und hat Dates. Vielleicht versucht sie damit auch nur ihre Angst zu verdrängen, aber mich hat ihr Verhalten nicht überzeugt.
Jonas ist Jillians bester Freund und Nachbar, unheimlich verständnisvoll und immer darauf bedacht, dass es Jillian gut geht. Das er sie insgeheim liebt möchte er sich und anderen nicht eingestehen. Mir tut er ziemlich leid, denn er muss immer zurück stecken und gute Miene zum bösen Spiel machen.
Der dritte im Bunde ist Justin. Für mich ein typischer Justin: Arrogant, selbstverliebt und rücksichtslos. Ein Macho wie er im Buch steht, aber natürlich hat auch er seine guten Momente, diese sind allerdings ziemlich gut getarnt. Ich mochte ihn nicht, und ich verstand auch nicht was Jillian an ihn fand, aber wie sagt man so schön: Wo die Liebe hinfällt.
Der Verlauf der Geschichte war wenig überraschend, leider hat sie mich auch nach einer Weile etwas gelangweilt. Sie dreht sich im Kreis, es passiert nichts neues und zieht sich etwas. Nun, ich bin nicht der Typ für diese Art von Lovestorys, das zur Verteidigung des Buches.
Das Buch endet wie ich vermutet hatte, ich fand es schön, aber nicht herausragend.

Zusammenfassend kann ich sagen: Ich fand das Buch gut, es hat mich aber nicht extrem begeistert. Nach ca. 2/3 des Buches fand ich es leider eher fad und hätte mir Wendungen und Überraschungen gewünscht.

Ich gebe dem Buch eine eingeschränkte Leseempfehlung.
Für Fans eher seichter Lovestorys, mit wenig Drama und viel Gefühl, ein tolles Buch. Wer gerne Aktion und Wendungen hat wird hier nicht ganz auf seine Kosten kommen.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Grandioses Hörbuch

HELIX - Sie werden uns ersetzen
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as wäre, wenn deine Kinder besser als andere Kinder sein könnten. Wenn du dir für sie besondere Talente aussuchen und ihnen ihre Laufbahn praktisch in die Wiege legen könntest, würdest du es tun? Wären ...

as wäre, wenn deine Kinder besser als andere Kinder sein könnten. Wenn du dir für sie besondere Talente aussuchen und ihnen ihre Laufbahn praktisch in die Wiege legen könntest, würdest du es tun? Wären diese Kinder besonders beneidenswert oder eher zu bemitleiden? Eine sehr schwierige Frage, denn den Ausgang dieser Entscheidung, den massiven Eingriff in die Natur, kann niemand vorher sagen.
Dieses Hörbuch war wirklich wahnsinnig faszinierend. Die knapp 13h haben mir zunächst etwas Angst gemacht, aber ich war von Anfang bis Ende gefesselt und wäre am liebsten komplett mit Haut und Haar in die Geschichte eingetaucht.
"Helix" wird in zwei Zeitabschnitte unterteilt, zum einen die Zeit als Helen und Greg mit dem Gedanken "Kinderwunschklinik" spielen, zum anderen die Zeit danach.
Marc Elsberg zeigt eine zunächst traumhaftschöne Welt: Kinder, die hochbegabt und so geformt sind wie es sich ihre Eltern wünschen. Keine schiefe Nasen, keine Einschränkungen, keine grauenhaften Stimmen und Nieten in Mathe, all dies ist möglich wenn man es nur will, und dementsprechend zahlt. Doch was steht wirklich auf dem Spiel?
Der Leser/Hörer bekommt ihr verschiedene Sichten vermittelt, als Elternteil, als Wissenschaftler, als Politiker, aber auch als eines dieser besonderen Kinder. Nicht alles was wunderbar klingt muss auch wunderbar sein.
Ein Thema hat mich besonders zum Nachdenken angeregt: Taube Eltern wünschen sich oft taube Kinder, weil sie sich mit ihnen verbundener fühlen. "Skandal" schreien die einen, "Kindern eine Behinderung zu wünschen ist unmöglich". Doch ist ein Tauber wirklich "behindert"? Würde man ihm einfach ins Gesicht sagen "Ich bemitleide dich"? Oder ist er nicht viel mehr ein normaler Mensch wie du und ich, der einfach nur nicht hören kann? Wann ist eine Einschränkung / Andersartigkeit wirklich eine Behinderung? Ein schwieriges Thema. Ebenfalls ein Diskussionspunkt: Muss man "besondere" Kinder anders behandeln als "normale"? Diskriminiert man nicht früher oder später eine Gruppe davon? Wird Intelligenz und Schönheit jetzt eine Frage des Geldes? Wo beginnt die Manipulation und wo liegen ihre Grenzen?
Ich könnte stundenlang darüber nachdenken. Wen solche Themen ebenfalls interessieren, der sollte unbedingt zu "Helix" greifen.

Es gibt eine eindeutige Leseempfehlung / Hörempfehlung von mir!

Veröffentlicht am 27.06.2017

Tolle Ideen, teilweise schwache Umsetzung

Die Insel
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Den Schreibstil der Autorin fand ich gut, allerdings hatte sie Probleme wirklich Spannung aufzubauen. Der Großteil der Geschichte spielt in der Gegenwart, hin und wieder gibt es allerdings Rückblicke, ...

Den Schreibstil der Autorin fand ich gut, allerdings hatte sie Probleme wirklich Spannung aufzubauen. Der Großteil der Geschichte spielt in der Gegenwart, hin und wieder gibt es allerdings Rückblicke, die wichtig sind, die Motive der Protagonistin zu verstehen. Gegen Ende gibt es auch Einblicke in die Zukunft, diese fand ich aber oft eher verwirrend als hilfreich.
Hannah ist die Protagonistin des Buches und steht zusammen mit ihrer Freundin Nicki im Vordergrund. Zu Beginn war mir Hannah sympathisch, zuhause war ihr alles zu viel geworden, weswegen sie sich auf eine Reise zu sich selbst gemacht hatte. Von Nicki lässt sie sich für den Job auf der Perlenfarm überreden. Die Geschichte verläuft eher ruhig, mysteriöse Ereignisse werden zwar angeschnitten, aber schnell wieder fallen gelassen.
Zum letzten Drittel wurde es sehr gewöhnungsbedürftig, zwischenzeitlich dachte ich wirklich "Was soll der Mist. Bitte nicht sowas" (Stichwort Dimensionen). Zu meinem Glück wurde das Ganze nach ein paar Seiten erklärt bzw nachvollziehbar.
Doch leider fing Hannah an, mir tierisch auf die Nerven zu gehen. Sie verhält sich unglaublich naiv, versteht die Lage nicht und macht sich das Leben selbst schwer. Sie hat mehr Glück als Verstand und es fiel mir schwer, manches ernst zu nehmen.
Insgesamt fand ich das Ende enttäuschend. Es bleiben mehr Fragen offen, als geklärt wurden. Meine ganzen Hoffnungen liegen im zweiten Band. Das Potenzial der Geschichte wurde im ersten Band nicht annähernd ausgeschöpft.

Ich gebe eine eingeschränkte Lesempfehlung, das Buch lässt sich gut lesen und die Geschichte ist interessant. Allerdings fehlt die Spannung und es wird zu wenig an Geheimnissen aufgedeckt. Viele gute Ideen, teilweise enttäuschende Umsetzung.