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Veröffentlicht am 17.07.2022

Sehr enttäuscht

Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen (Ikonen ihrer Zeit 6)
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Leider bin ich über den Roman von Claire Paulin "Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen" sehr enttäuscht. Erwartet hatte Spannendes über das Leben dieser unbekannten Künstlerin zu erfahren, zumal ...

Leider bin ich über den Roman von Claire Paulin "Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen" sehr enttäuscht. Erwartet hatte Spannendes über das Leben dieser unbekannten Künstlerin zu erfahren, zumal ich ein großer Fan von Claude Monet bin. Nicht nur seine riesigen Seerosenbilder in der Pariser Orangerie, sondern überhaupt fasziniert mich seine Malerei und man kann ihn als Begründer des Impressionismus beschreiben.
Von Blanche Monet hatte ich bisher noch nie etwas gehört, was nicht außergewöhnlich ist, da es in der damaligen Zeit Künstlerinnen fast unmöglich war in dieser Männerdomäne mitzumischen. Paulin geht fast gar nicht auf den künstlerischen Werdegang von Blanche ein. Vielmehr stellt sie uns in den Mittelpunkt ihres Romans ein Leben, das im Schatten von Monet steht und dies auch ohne Widerstand, nicht nur akzeptiert sondern, darin schwelgt.
Auch in der Beschreibung der missglückten Ehe mit Monets Sohn Jean, sehe ich eine Frau die sich in in Schicksal fügt und viele Reaktionen sind für mich nicht nachvollziehbar.
Schade, eine vertane Möglichkeit um der historischen Blanche Monet Gehör zu verschaffen.

Veröffentlicht am 30.04.2022

Leseförderung vom Feinsten

Ich lese!
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"Ich lese!", welch eine Ansage...im bequemen Ohrensessel scheint die Kuh der Welt entrückt, durch ein Buch.
Seite für Seite wendet sich Attilio den unterschiedlichsten Lesern und Ihren Lebenswelten in ...

"Ich lese!", welch eine Ansage...im bequemen Ohrensessel scheint die Kuh der Welt entrückt, durch ein Buch.
Seite für Seite wendet sich Attilio den unterschiedlichsten Lesern und Ihren Lebenswelten in witzigen, häufig doppeldeutigen, Kommentaren zu.
"Das ausgewogene Lesen", auf der Schaukel, dazu lässt sich umfassend philosophieren oder wem hat das Lesen nicht, "nach einem dunklen Moment" Lebenshilfe erwiesen, so wie hier Meister Maulwurf.
Attilio scheint ein Meister der Reduktion zu sein und mit klaren dicken Strichen heben sich seine Protagonisten von den weißen Buchseiten ab, daneben mit ebenso klaren Worten eine kurze Interpretation zur Illustration.
Ein Buch, das sich wunderbar zum gemeinsamen Anschauen, auch mit den kleinsten, anbietet. Aber auch große Lesebegeisterte werden sich in dieses kleine Büchlein schockverlieben.
Mein Favorit bleibt die letzte Seite "ein Buch lesen und es dann verschenken"!
mit diesem Büchlein ist die Freude vorprogrammiert.

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Veröffentlicht am 20.03.2022

enttäuschend langatmig

Vertrauen
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Ein Krimi, der in Israel handelt?
Voll freudiger Erwartungen, einen Einblick in die israelische Gesellschaft zu bekommen und nebenbei einen spannenden Krimi zu lösen, machte ich mich an die Lektüre. Doch ...

Ein Krimi, der in Israel handelt?
Voll freudiger Erwartungen, einen Einblick in die israelische Gesellschaft zu bekommen und nebenbei einen spannenden Krimi zu lösen, machte ich mich an die Lektüre. Doch leider konnte mir das Buch, was mir der Leseeindruck versprach, nicht halten. Keine Spannung, keine Aha Effekte, bis zum Schluss konnte ich den Zusammenhang der beiden Fälle nicht erkennen.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir das Zusammenleben der Menschen in Israel zu fremd ist und ich feine Hinweise und Details nicht einordnen konnte.
Zwar wurden Konflikte zwischen Juden und Arabern angedeutet, konnte sie aber nicht wirklich greifen. Vielleicht sollte man doch mit dem ersten Band beginnen, um den Kommissar Avi Avraham in seiner Persönlichkeit, seinen Zweifeln und Träumen schätzen zu lernen. Was mich beeindruckt hat, war der literarisch wertvolle Schreibstil; vielleicht sollte sich der Autor mehr dem Genre der Belletristik zuwenden, so wie in seinem hervorragendem Roman "Drei".

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Veröffentlicht am 13.02.2022

Absolutes Lese Highlight

Allein auf dem Meer
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Ich muss gestehen, dass dieses ästhetische wunderbar gestaltete Cover den ersten Impuls gab, mich für dieses Buch zu bewerben. Und nach einem absoluten Leseerlebnis setzt sich meine Begeisterung, nun auch ...

Ich muss gestehen, dass dieses ästhetische wunderbar gestaltete Cover den ersten Impuls gab, mich für dieses Buch zu bewerben. Und nach einem absoluten Leseerlebnis setzt sich meine Begeisterung, nun auch für den literarischen Aspekt dieses Jugendbuches fort. Der 15jährige Bill gerät nach einem Sturm auf hoher See in Seenot und trifft auf Aya, die wie er durch ein Bootsunglück, gerade noch mit dem Leben davon gekommen ist. Aus dieser Zweckgemeinschaft entwickelt sich im Laufe der Handlung eine solch tiefe Beziehung, die geradezu Herzklopfen beim Lesen verursacht. Eigentlich möchte ich gar nicht viel zur Handlung verraten, da es unglaublich spannend ist, bis zum Schluss.
Der Autor sprich viele grundlegend menschliche Themen an, wie gehen wir in Extremsituationen miteinander um? Was heißt anders sein und wie wertvoll ist kulturelle Vielfalt. Und nicht zu vergessen das Meer in seiner Kraft und Artenvielfalt.
Ich kann es wirklich sowohl im schulischen Kontext ab der 6. jahrgangsstufe empfehlen aber auch für Erwachsene, die einen Faible für Kinder und Jugendliteratur haben. Darum von mir 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Voller Power und Freude am Leben

Manifesto – Warum ich niemals aufgebe
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So bunt wie das Cover ihres aktuellen Buches "Manifesto", schildert die Gewinnerin des Booker Preises, einem der berühmtesten Literaturpreise der Welt, Bernardine Evaristo ihr Leben. Besonders eindrücklich ...

So bunt wie das Cover ihres aktuellen Buches "Manifesto", schildert die Gewinnerin des Booker Preises, einem der berühmtesten Literaturpreise der Welt, Bernardine Evaristo ihr Leben. Besonders eindrücklich finde ich die Beschreibung ihrer Kindheit und Jugend, als peope of color im Vereinten Königreich der 70iger Jahre. Mit sieben weiteren Geschwistern ist das Überleben an der Tagesordnung; im Rückblick Evaristos, ein maßgeblich prägendes Moment für ihren späteren Erfolg und Unbeugsamkeit. Denn das ist die Message ihres in sieben Kapiteln eingeteilten Buches, niemals aufzugeben. Dass sie "erst" mit 60 Jahren zur Preisträgerin und damit auf der ganzen Welt bekannt wurde, unterstreicht dieses selbstgewählte Lebensmotto. Besonders charmant finde ich auch die eingepflegten Familienfotos, mit denen die Autorin uns einen ganz privaten Einblick in die Spurensuche ihrer Vorfahren gewährt.
Ich habe dieses autobiografische Buch sehr gerne gelesen und kann es nur weiterempfehlen.

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