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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2020

Der mittlere Abschnitt

Bedlam Brotherhood - Er wird dich bestrafen
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Ich durfte von „Bedlam Brotherhood - Er wird dich bestrafen“ ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Es handelt sich um den zweiten Teil einer Trilogie ...

Ich durfte von „Bedlam Brotherhood - Er wird dich bestrafen“ ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Es handelt sich um den zweiten Teil einer Trilogie und wie den ersten habe ich es verschlungen, leider ist es ebenfalls nicht allzu lang und es kommt wieder zu einem mörderischen Cliffhanger.
Bei der Trilogie Bedlam Brotherhood handelt es sich eigentlich um ein absolut klassisches Thema: es ist eine moderne Version von Romeo und Julia.
Tristan = Grimm ein Pflegekind, das rumgereicht wurde und allen Illusionen beraubt wurde, gehört zu den Bedlam Brotherhoods, wird ihr Scharfrichter und steigt in der Hierarchie. Emma Jean = Tricks hingegen landet mehr als unfreiwillig bei den Los Muertos, statt zur Hure schafft sie es aber zur Meisterdiebin zu werden. Doch die Gräben zwischen den rivalisierenden Banden sind tief, sehr tief und Gewalt gegen die Rivalen und auch innerhalb der Banden ist an der Tagesordnung. Vor allem der Krieg ist unerbittlich und fordert unweigerlich hohe Opfer. Die beiden können keine Chance haben - oder?

Tristan und Emma Jean wechseln sich als Ich-Erzähler ab und die Story setzt direkt an dem ersten Band an und erzählt eigentlich nahtlos weiter. Tricks ist noch in Gefangenschaft und in einem äußerst schlechten Zustand. Grimm erhält mittlerweile Informationen über sie – aber ob die so stimmen? Außerdem sitzt ihm ein Sondereinsatzkommando im Nacken.
Es geht also wieder sehr spannend und actionreich weiter, bis zu einem erneuten äußerst gemeinen Cliffhanger, der einen atemlos zurücklässt.

Der Teil entführt noch tiefer in eine brutale und schonungslose Welt und wieder passen der Schreibstil und die Sprache hervorragend dazu, trotz aller Brutalität ist es eine emotionale und bewegende Story.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2020

Ein alter Fall wird gelöst

Wisting und der fensterlose Raum
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Ich durfte von dem Krimi „Wisting und der fensterlose Raum“ ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen und möchte mich dafür recht herzlich bedanken, meine Meinung zu dem Buch ist davon aber nicht beeinflusst ...

Ich durfte von dem Krimi „Wisting und der fensterlose Raum“ ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen und möchte mich dafür recht herzlich bedanken, meine Meinung zu dem Buch ist davon aber nicht beeinflusst worden.
Da bei Krimis eine eigene Zusammenfassung immer etwas heikel ist, man will ja nicht aus Versehen zu viel verraten und den anderen den Spaß am Lesen nehmen, zitiere ich hier einfach nur den Klappentext: „William Wisting bekommt einen äußerst heiklen Auftrag: Im idyllischen Wochenendhaus eines an Herzinfarkt plötzlich verstorbenen Spitzenpolitikers wurden Umzugskisten mit achtzig Millionen Kronen gefunden. Die Kisten standen im innersten, fensterlosen Raum des Hauses. Stammt das Geld etwa aus einem Raubüberfall, der fast zwanzig Jahre zurückliegt? Unterstützung bekommt Wisting von Adrian Stiller, der sich gerade mit dem ungeklärten Verschwinden des möglichen Täters befasst. Doch wie gelangte das Geld in den Besitz des Politikers? Oder stammt es gar aus einer ganz anderen Quelle?“. Der norwegische Kommissar Wisting, auch bekannt aus der gleichnamigen Fernsehserie, hat bisher sechs aktuelle Fälle gelöst und das vorliegende Buch ist der zweite Cold Case, in dem Wisting ermittelt. Alle Fälle sind in sich abgeschlossen und können gut unabhängig voneinander gelesen werden, natürlich gibt es bei den Personen, insbesondere bei Wistings Team Überschneidungen, aber mit denen wird jeder Quereinsteiger fertig – ich war selbst auch einer.
Wie bei den meisten Fällen rund um Colde Cases kommt es auch hier auf die Ermittlungsarbeiten an und auf das verfolgen (alter) Spuren mit neuen Methoden an und weniger um actionreiche Thriller-Momente. Es ist ein klassischer Krimi, der zum Miträtseln einlädt, aber der es dennoch schafft eine gewisse Spannung bis zum Schluss zu halten.
Kurz und gut es ist ein klassischer Krimi, flüssig zu lesen und spannend aufgebaut mit einigen Sackgassen und unvermuteten Wendungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2020

Ein Weihnachtsmord

Zyankali vom Weihnachtsmann
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Ich durfte von dieser Kurzgeschichte ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen und danke dem Klett-Cotta-Verlag dafür. Meine Meinung wurde davon aber natürlich nicht beeinflusst.
Die Nero Wolfe Krimis ...

Ich durfte von dieser Kurzgeschichte ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen und danke dem Klett-Cotta-Verlag dafür. Meine Meinung wurde davon aber natürlich nicht beeinflusst.
Die Nero Wolfe Krimis von Rex Stout (1886-1975) sind Klassiker unter den Detektivgeschichten, der erste Fall des übergewichtigen Privatdetektivs Nero Wolfe aus New York erschien bereits 1933 und zusammen mit seinem Assistenten Archie Goodwin ermittelte er bis 1975 in über 70 Fällen. Dem entsprechen mag dem heutigen Leser der Schreibstil und auch die Ermittlungen etwas altmodisch erscheinen, aber das schadet weder dem Charme noch der Spannung, es ist und bleibt halt ein Klassiker. Übrigens werden alle Fälle von Archie in der Ich-Form erzählt und ebenso wie Archie tappt der Leser häufig im Dunkeln.
In dieser Geschichte geht es um den Mord an einem angesehenen Innenausstatter, der auf seiner eigenen Weihnachtsfeier vergiftet wird. Archie Goodwin ist mehr aus Zufall anwesend. Und der erste Verdächtige ist ausgerechnet der Weihnachtsmann. Nero Wolfe löst diesen verzwickten Fall natürlich auf seine souveräne Art und Weise.
Im Aufbau, sowohl des Ermittlerduos, wie auch der Komplexität der Fälle erinnern die Nero-Wolfe-Krimis an die Fälle des großen Sherlock Holmes, sie stehen ihnen aber ich nichts nach.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Ein 15 Jahre alter Fall

Das Böse im Herzen
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Das Böse im Herzen ist der 38. Fall der New Yorker Mordermittlerin Eve Dallas, jedes der Bücher ist gut für sich alleine zu lesen und in sich abgeschlossen.
Eves Ehemann Roark hat ein abbruchreifes Haus ...

Das Böse im Herzen ist der 38. Fall der New Yorker Mordermittlerin Eve Dallas, jedes der Bücher ist gut für sich alleine zu lesen und in sich abgeschlossen.
Eves Ehemann Roark hat ein abbruchreifes Haus gekauft und plant es umzubauen, bei diesen Arbeiten findet er zwei Kinderleichen und nach und nach kommen noch 10 weitere zu Tage. Schnell ist klar, dass Haus stand 15 Jahre leer und war davor ein Kinderheim - also sind die Kinderleichen möglicherweise ehemalige Bewohner? Eve und ihr Team machen sich sofort auf die Spurensuche und müssen erst einmal die Kinder identifizieren.
Für einen Eve Dallas Krimi ist das ein relativ ungewöhnliches Szenario, normaler weise beschäftigt sie sich nicht mit solchen alten Fällen, sondern ist immer aktiv auf der Jagd. Dadurch ist es auch ein "unblutiger" Fall. Ich persönlich fand ihn aber trotzdem sehr spannend und das Puzzle der Ereignisse und Zusammensetzen der Vorgänge haben zum Miträtseln eingeladen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Eine packende Story

Nur ein einziger Song – Mia & Chase
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Ich durfte von „Nur ein einziger Song – Mia & Chase“ ein Rezensionsexemplar vom Verlag lesen, dafür schon mal ein Dankeschön, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Bei diesem Band handelt es ...

Ich durfte von „Nur ein einziger Song – Mia & Chase“ ein Rezensionsexemplar vom Verlag lesen, dafür schon mal ein Dankeschön, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Bei diesem Band handelt es sich um den zweiten Teil einer Diologie, ich selbst habe den ersten Band (noch) nicht gelesen und kam gut zurecht, allerdings muss ich sagen, dass es einige Querverweise gibt, so dass es sinnvoller ist die Reihenfolge einzuhalten.
Protagonisten sind Chase, der Drummer einer erfolgreichen Rockband und Mia, beste Freundin der Frau des Leadsängers und Fashion-Einkäuferin in New York. Die beiden haben schon eine Vorgeschichte, eben aus dem ersten Band und haben sich eigentlich auf Spaß ohne Verpflichtungen geeinigt. Bis Chase entscheidet, dass er mehr will. Und Mia ist in der Zwickmühle, sie kann ihm nicht ausweichen, immerhin haben sie gemeinsame Freunde, aber sie kann ihm auch nicht mehr bieten. Was hinter ihrer Ablehnung steckt, ist lange Zeit ein Geheimnis und klärt sich eigentlich erst recht spät. Bis dahin versucht Chase sein Möglichstes um Mia umzustimmen und danach verdoppelt er seine Bemühungen.
Es handelt sich hier um eine sehr emotionale Liebesgeschichte mit zwei starken und interessanten Charakteren, beide sind auf ihre Weise nicht perfekt, aber sehr sympathisch, genauso wie der Rest der Band. Obwohl alle Charaktere ja bereits eingeführt sind werden sie schnell lebendig, trotzdem macht es Sinn den ersten Band zu kennen. Erzählt wird hauptsächlich von Mia als Ich-Erzählerin aber auch Chase kommt in Ich-Form zu Wort, so dass man „Hautnah“ mitbekommt in welchem Dilemma die beiden stecken.
Im ersten Moment ging ich hier von einem leichten und knisternden Liebesroman rund um einen Rockstar aus, so mit den „normalen“ Problemen einer solchen Liebesgeschichte, Nur ein einziger Song ist aber mehr. Es ist auch eine ergreifende Geschichte rund um Freundschaft und Lebensmut.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere