Profilbild von Archangel

Archangel

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Archangel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Archangel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2026

Lauf. Einfach lauf.

The Only Witness
0

He Only Witness war genau die Art Thriller, bei der ich ständig dachte: „Lauf einfach weg.“
Diese bedrückende Stimmung im Wald, das Gefühl beobachtet zu werden und dieser unterschwellige Druck haben für ...

He Only Witness war genau die Art Thriller, bei der ich ständig dachte: „Lauf einfach weg.“
Diese bedrückende Stimmung im Wald, das Gefühl beobachtet zu werden und dieser unterschwellige Druck haben für mich super funktioniert. Kein großes Dauerfeuer, sondern eher dieses langsame Unwohlsein, das immer schlimmer wird.
Besonders mochte ich, dass man nie das Gefühl hat, wirklich sicher zu sein. Selbst ruhige Szenen wirken irgendwie falsch, als würde gleich etwas passieren. Genau sowas liebe ich bei Thrillern.
Der Schreibstil ließ sich schnell lesen und hat mich ohne große Umwege direkt in die Geschichte gezogen. Die Handlung war vielleicht nicht komplett neu, aber die Atmosphäre hat das für mich locker getragen.
Und dieses Cover? Sieht aus wie: „Nur kurz durch den Wald.“
Nein. Gehst du nicht. Du stirbst da wahrscheinlich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2026

Urlaub mit Leiche-Gefühl

Der Fjord
0

Der Fjord hat mich schon allein mit dem Setting gekriegt. Dieser Fjord wirkt gleichzeitig wunderschön und komplett bedrohlich. Genau diese Stimmung zieht sich durchs ganze Buch: Luxus, perfekte Aussicht ...

Der Fjord hat mich schon allein mit dem Setting gekriegt. Dieser Fjord wirkt gleichzeitig wunderschön und komplett bedrohlich. Genau diese Stimmung zieht sich durchs ganze Buch: Luxus, perfekte Aussicht — und darunter nur Abgründe.
Die Gruppe auf diesem abgelegenen Anwesen war für mich der eigentliche Horror. Dieses unterschwellige Misstrauen, die Spannungen, das Gefühl, dass jederzeit alles kippen kann. Man merkt relativ schnell: Hier geht es nicht darum, ob etwas passiert, sondern wann.
Besonders mochte ich, dass die Atmosphäre dauernd so kalt und bedrückend bleibt. Kein hektisches Dauergeballer an Action, sondern eher dieses langsame Zusammenziehen der Schlinge.
Und mal ehrlich: Das Cover macht sowieso schon alles richtig. Diese Farben mit dem grellen Farbschnitt sehen aus wie Urlaub — bis man merkt, dass man vermutlich nicht lebend zurückkommt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2026

Zwischen Wahrheit und Wahnsinn

Mimik
0

Mimik hat mich komplett kirre gemacht.
Ich dachte mehrmals, jetzt hab ich’s verstanden — fünf Seiten später durfte ich alles wieder über den Haufen werfen. Dieses dauernde Misstrauen hat das Buch für mich ...

Mimik hat mich komplett kirre gemacht.
Ich dachte mehrmals, jetzt hab ich’s verstanden — fünf Seiten später durfte ich alles wieder über den Haufen werfen. Dieses dauernde Misstrauen hat das Buch für mich echt getragen. Niemand wirkt sauber. Nicht mal die eigene Wahrnehmung.

Die Idee mit der Mimik fand ich richtig stark, weil plötzlich jedes Gespräch unangenehm wird. Ein falscher Blick und du sitzt da wie ein Ermittler mit Schlafmangel.

Und ja, Fitzek macht wieder Fitzek-Sachen. Zufälle, Eskalation, Wendungen aus der Hölle. Manchmal dachte ich kurz: „Jetzt übertreib halt komplett.“ Aber genau deswegen liest man’s am Ende trotzdem nachts um zwei weiter.

War für mich kein subtiler Thriller, sondern eher ein kontrollierter Nervenzusammenbruch mit Buchdeckeln.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2026

Ein Tanz aus Licht, Schatten und verbotenen Gefühlen

When Shadows Darken the Sun
0

When Shadows Darken the Sun hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre eingefangen. Schon das Cover verspricht etwas Düsteres, Elegantes und Magisches, und genau dieses Gefühl zieht sich auch durch die Geschichte. ...

When Shadows Darken the Sun hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre eingefangen. Schon das Cover verspricht etwas Düsteres, Elegantes und Magisches, und genau dieses Gefühl zieht sich auch durch die Geschichte. Nina Schilling erschafft eine Welt, in der Licht und Schatten nicht nur hübsche Gegensätze sind, sondern spürbar Einfluss auf Figuren, Entscheidungen und Gefühle nehmen.
Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Romantik, Geheimnissen und dieser leicht gefährlichen Grundstimmung. Es ist kein Buch, das nur auf große Effekte setzt. Vieles wirkt eher unterschwellig. Blicke, unausgesprochene Wahrheiten, Spannungen zwischen den Figuren. Gerade dadurch entsteht dieser Sog, bei dem man wissen will, was wirklich hinter allem steckt.
Die Liebesgeschichte hat für mich gut funktioniert, weil sie nicht sofort alles preisgibt. Da ist Anziehung, aber auch Unsicherheit. Nähe, aber eben auch Schatten, die zwischen den Figuren stehen. Ich mochte, dass die Gefühle nicht einfach nur schön und perfekt sind, sondern etwas Zerbrechliches haben.
Auch optisch ist das Buch natürlich ein kleines Schmuckstück. Der Motivfarbschnitt passt wunderbar zur Stimmung und macht die Ausgabe zu einem echten Hingucker im Regal. Aber zum Glück bleibt es nicht nur bei schöner Verpackung. Die Geschichte dahinter hat genug Magie, Drama und Gefühl, um mitzuhalten.
Für mich ein gelungener Auftakt für The Day and Night Duet, der Lust auf mehr macht. Wer romantische Fantasy mit eleganter Dunkelheit, Geheimnissen und einer Prise Tragik mag, sollte hier definitiv einen Blick riskieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2026

Wenn Schlaf zur Falle wird

REM
0

REM ist kein Thriller, der einen gemütlich an die Hand nimmt. Das Buch wirft einen ziemlich schnell in eine Welt, in der Träume nicht harmlos sind und Schlaf plötzlich etwas Bedrohliches bekommt. Genau ...

REM ist kein Thriller, der einen gemütlich an die Hand nimmt. Das Buch wirft einen ziemlich schnell in eine Welt, in der Träume nicht harmlos sind und Schlaf plötzlich etwas Bedrohliches bekommt. Genau das mochte ich daran. Diese Grundstimmung, dieses Misstrauen gegenüber dem eigenen Kopf, zieht sich stark durch die Geschichte.

Die Idee mit den aufgezeichneten Träumen fand ich spannend, weil sie sofort Fragen aufwirft. Was ist Erinnerung, was ist Angst, was ist vielleicht mehr als nur ein Traum? Gerade dadurch entsteht eine unruhige Atmosphäre. Man liest weiter, weil man wissen will, ob man der Handlung überhaupt trauen kann.
Für mich lebt das Buch besonders von seinen Bildern. Manche Szenen fühlen sich nicht glatt oder schön an, sondern schräg, dunkel und unangenehm. Das passt sehr gut zum Thema. Es ist stellenweise mehr Horror als klassischer Psychothriller, was mir gefallen hat, weil es dem Ganzen einen eigenen Ton gibt.
Ganz rund war es für mich nicht immer. Einige Wendungen sind sehr wild, und wer eine komplett nüchterne Erklärung für alles sucht, könnte sich daran stören. Ich musste mich auch erst darauf einlassen, dass die Geschichte eher wie ein Albtraum funktioniert: nicht immer logisch, aber mit Druck, Tempo und einer Menge Unbehagen.
Der Schreibstil liest sich schnell und direkt. Die Kapitel haben Zug, und es gibt genug Momente, in denen man denkt: eins geht noch. Gleichzeitig ist REM für mich kein Buch, das man nebenbei wegliest, weil die Stimmung doch ziemlich düster bleibt.

Fazit:
REM ist ein intensiver, unheimlicher Thriller mit deutlichem Horror-Einschlag. Nicht alles ist glatt, nicht alles ist bequem, aber genau das macht den Reiz aus. Wer sich auf die Albtraumlogik einlässt, bekommt eine Geschichte, die hängen bleibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere