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AureliaAzul

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2016

Verboten süß!

Summer Boys <3
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Ian, der verträumte und verschlossene Musiker, ist Hals über Kopf in den weltoffenen Fynn verliebt. Doch keiner weiß etwas über seine Neigung und Liebe zu einem Jungen. Seine beste Freundin Katrin macht ...

Ian, der verträumte und verschlossene Musiker, ist Hals über Kopf in den weltoffenen Fynn verliebt. Doch keiner weiß etwas über seine Neigung und Liebe zu einem Jungen. Seine beste Freundin Katrin macht es ihm nicht gerade leichter, als sie ihn und Fynn zu einem gemeinsamen Wochenende mit sich und ihrem Freund Marc einlädt. Zwei Tage mit Fynn auf einem Zimmer in einer Ferienwohnung. Er ist ihm so nah, doch innerlich so fern. Ob Fynn überhaupt auf Jungs steht, weiß Ian nicht einmal. Um über seine Gefühle sprechen zu können, meldet er sich bei einer Flirt-App an, wo er den netten Lucas kennenlernt, der ihm Verständnis entgegenbringt und noch viel mehr...

Diese kleine nette Geschichte ist so zuckersüß und niedlich, das ich ganz aus dem Häuschen bin. Nach einem etwas holprigen Start, ist mir Ian ans Herz gewachsen und nach einer - zugegeben ziemlich dummen - Handlung von Ian steht alles auf wackeligen Beinen und das Drama nimmt seinen Lauf. Es hat mich sehr fasziniert das weiterhin zu verfolgen und ach, es ist herzerwärmend und zum Dahinschmelzen <3 schade, dass die Geschichte nur so kurz ist. Darauf hätte man ein eigenes Buch machen können ;) Wieder einmal hat Jennifer Wolf eine brillante Geschichte dahingezaubert :)

Veröffentlicht am 04.12.2016

Interessante Mischung aus Gewöhnlichem und Außergewöhnlichem!

JACKABY
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Die junge Engländerin Abigail Rook sucht das große Abenteuer in ihrem Leben, weswegen sie fluchtartig ihr Elternhaus verlässt und auf große Reise geht. Widerwillig landet sie in New Fiddleham, einer Kleinstadt ...

Die junge Engländerin Abigail Rook sucht das große Abenteuer in ihrem Leben, weswegen sie fluchtartig ihr Elternhaus verlässt und auf große Reise geht. Widerwillig landet sie in New Fiddleham, einer Kleinstadt irgendwo in Amerika. Auf der Suche nach einer Bleibe und Arbeit trifft sie auf den recht gewöhnungsbedürftigen Detektiv Mr. Jackaby und wird prompt seine Assistentin auf Bewährung. Sogleich treibt es sie in einen abscheulichen Mord und nach und nach muss Abigail feststellen, dass die Grenzen zwischen Gewöhnlichem und Ungewöhnlichem, ja gar Übernatürlichem fließender sind, als den meisten bewusst ist. Und nur weil etwas nicht gesehen werden kann, heißt es noch lange nicht, dass es das nicht gibt.

Am Anfang hat mich dieses bildhübsche Cover total fasziniert und angesprochen, sodass ich daran hängen geblieben bin. Der Klappentext erinnert vage an Sherlock Holmes, auch wenn der Mordfall meiner Meinung nach zu einfach ist und es nicht an das Niveau von Sherlock herankommt. Überraschend ist für mich die Tatsache, dass eine junge Frau tatsächlich als Assistentin eines Detektivs arbeiten darf, da ich vermute, dass Frauen in der damaligen Zeit des 19. Jahrhunderts, nicht solchen Dingen nachgehen durften bzw. deswegen verurteilt wurden. Natürlich fällt Jackabys seltsame verschrobene Art auf, mit denen er die Dinge betrachtet. Klingt manchmal sogar schon nach irgendetwas Magischem, wie er gewisse Dinge benutzt und auch die übernatürlichen Wesen sind reichhaltig vorhanden. Von Bekannten, wie Gestaltwandler, Banshees bis zu neuen Wesen wie Redcapes ist vieles vorhanden und sie geben dem Buch einen interessanten Aspekt. Während Abigail nur für die offensichtlichen und banalen Dinge ein Auge hat, beschäftigt sich Jackaby mit allem,was außerhalb der Wahrnehmung der Menschen - ihm ausgenommen - liegt. Man lernt noch einige andere Charaktere - menschlich wie nicht menschlich - kennen, die Spannung und Interesse rein bringen. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass ich mir mehr Detektivarbeit mit dem Blick für das Besondere und nicht unbedingt Offensichtliche erhofft hatte ,á la Sherlock Holmes. Sonst aber auf jeden Fall empfehlenswert!

Veröffentlicht am 04.12.2016

Interessanter Einstieg, aber zu wenig Spannung!

Das Labyrinth erwacht
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7 Jugendliche werden in einem Labyrinth ausgesetzt, ohne Erinnerung und Wissen wie sie dahin gekommen sind. Neben ihren Namen bleibt ihnen nichts außer einer tödlichen Nachricht, die verspricht das 6 von ...

7 Jugendliche werden in einem Labyrinth ausgesetzt, ohne Erinnerung und Wissen wie sie dahin gekommen sind. Neben ihren Namen bleibt ihnen nichts außer einer tödlichen Nachricht, die verspricht das 6 von ihnen sterben müssen, jeder in einer Welt, denn nur einer kann gewinnen...

Der Klappentext verspricht nicht zu viel, aber macht trotzdem Lust auf die Bücher. In jedem Buch werden jeweils 2 Welten durchlebt, abwechselnd aus der Sicht aller Jugendlichen erzählt, jeder mit seinen eigenen Erinnerungsfetzen, die langsam auftauchen und mehr Rückschlüsse auf das Leben der 7 ziehen lassen. Die Jugendlichen sind ziemlich unterschiedliche Charaktere, man findet von eiskaltem Killer bis unschuldiges Mädchen alles, was die Geschehnisse und die Auseinandersetzung damit, abwechslungsreich macht. Natürlich kommen die Gefühle nicht zu kurz. Nach und nach fragen sich nicht nur die Personen, sondern auch der Leser was der Sinn des Ganzen ist, aber da gibt es nicht den Hauch eines Hinweises. Man muss abwarten bis zum Ende der Trilogie. Das Einzige was mich etwas enttäuscht hat, es war mir persönlich zu wenig Spannung. Ich hatte mehr Kämpfe, vor allem auch untereinander erwartet, aber das blieb leider ganz aus. Auch die Verfolger bzw. Wesen, die das Labyrinth auf sie angesetzt hat,fielen viel zu schwach aus. Ich hatte nicht das Gefühl einer realen Gefahr, nur stellenweise brach das durch. Es muss aber auch bedenkt werden, dass es ein Jugendbuch ist, Brutalität und Blutvergießen sind da nicht so stark beschrieben. Dafür war es doch ganz okay. Für Jüngere mag es bestimmt genau das Richtige sein. Ich werde auf jeden Fall weiterlesen, denn die Hintergründe interessieren mich brennend :)

Veröffentlicht am 03.12.2016

Ein außergewöhnliches Buch, auch für Erwachsene geeignet! Sum sum gomalasticum!

Momo
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Momo, ein kleines Mädchen lebt ganz alleine in den Ruinen des Amphitheater bis eines Tages eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern auftauchen, die sich fortan um sie kümmern, ihr zu essen bringen und vor ...

Momo, ein kleines Mädchen lebt ganz alleine in den Ruinen des Amphitheater bis eines Tages eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern auftauchen, die sich fortan um sie kümmern, ihr zu essen bringen und vor allem die Kinder verbringen ihre Freizeit gerne mit der dunkelhaarigen, mit einem viel zu großen Mantel gekleidete Momo. Denn Momo hat eine besondere Begabung, sie kann durch einfaches Zuhören Probleme anderer lösen und in ihrer Gegenwart nutzen viele ihr volles Potenzial und haben die brillantesten Ideen, sodass auch oft Leute Momo besuchen, wenn sie Rat benötigen. Auch wenn Momo diese scheinbar angeborene Fähigkeit hat ohne direkt etwas dafür zu tun, ist sie immer noch ein Kind. Doch diese kindliche Idylle wird empfindlich gestört, als die Grauen Männer kommen, alles an ihnen ist grau, sogar ihre Stimme und die Atmosphäre die immer in ihrer Gegenwart entsteht ist kalt und lieblos. Sie haben ein Ziel, nämlich den Menschen ihre Zeit zu stehlen, denn das ist sozusagen ihre Lebensbasis. Alles läuft nach Plan und schon die ganze Stadt steht unter dem Einfluss ihrer Macht, bis die kleine Momo den Bann bricht, den nicht einmal die Erwachsenen durchbrechen können. Sicher ist, dass sie von nun an auf der Abschussliste der Grauen Männer steht, und zwar ganz oben....

Diese Geschichte von Michael Ende ist einfach ein Klassiker, den jeder mal gelesen haben sollte, egal ob jung oder alt. Mir gefällt die etwas merkwürdig aussehende Momo, mit ihrer kindlichen Unschuld manifestiert sie sich schnell zur Heldin und Retterin der Welt , obwohl sie erst so jung ist und ich manchmal das Gefühl hatte, sie weiß selber nicht so genau was sie da tut und mehr Glück als Verstand hat. Nicht nur weil Herr Hora und die kleine Schildkröte Kassiopeia ihr hilfreich zur Seite stehen. Aber doch leiten sie sie durch das Schlamassel und retten sie mehr als ein Mal vor dem Tod. Besonders gut gefallen hat mir, die Darstellung der Zeit und die Entstehung der Zeit in Form von Zeitblumen, die stündlich laufen und dann sterben. Die Vorstellung das sie im Herzen der Menschen leben und ihnen die zur Verfügung gestellte Zeit geben, aber nicht nur das sondern noch viel mehr: Freude am Leben und die Facetten aller Gefühle. Sodass das Herz wie auch die Zeit symbolisch für noch viel mehr gelten, als es auf den ersten Blick erscheint. Ein einfacher Blick genügt nicht, man sollte hinter die Fassade blicken, um zu verstehen was alles dahinter steckt und was der Autor damit sagen wollte, gut versteckt in eigentlich einem Kinderbuch. Das Abschlusskapitel/der Epilog des Autoren hat mir auch sehr gut gefallen und bringt noch einmal die mysteriöse Spannung in die Geschichte :)

Veröffentlicht am 03.12.2016

Ein entzückendes Märchen!

Nussknacker & Mausekönig
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Marie, Tochter eines Medizinalrates und einer Medizinalrätin, erhält eines Weihnachtens einen Nussknacker - den sie mit ihren Geschwistern Fritz und Luise teilt - von ihrem Vater. Den schließt sie sogleich ...

Marie, Tochter eines Medizinalrates und einer Medizinalrätin, erhält eines Weihnachtens einen Nussknacker - den sie mit ihren Geschwistern Fritz und Luise teilt - von ihrem Vater. Den schließt sie sogleich ins Herz und durch die Unachtsamkeit Fritz' fallen ihm nach einigen Nüssen einige Zähnchen aus. Unter besonderer Vorsicht kümmert sich Marie liebevoll um ihn. In der darauffolgenden Nacht wird Marie Zeugin einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen dem Nussknacker und dem siebenköpfigen Mäusekönig, der in der Wohnung sein Unwesen treibt und versucht den Nussknacker zu zerbeißen. Während des Gefechts - zu dem auch die Husaren von Fritz angetreten sind - rettet Marie den Nussknacker vor einer Niederlage, indem sie einen Schuh nach dem Heer des Mäusekönigs wirft. Sogleich fällt sie allerdings in Ohnmacht und verletzt sich bei dem Sturz. Am Morgen danach will ihr jedoch keiner glauben, da sie die einzige Zeugin ist und ihre Eltern und Geschwister tun das als Hirngespinst ab. Nach der Erholung droht ihre der Mäusekönig sogar und erpresst sie. Zum Schutze des Nussknackers tut sie alles was der Mäusekönig möchte. Durch ein Märchen, erzählt vom Obergerichtsrat Droßelmeier erkennt Marie darin die Hintergründe für die Schlacht zwischen Mausekönig und Nussknacker. Wird es Marie gelingen ihren Nussknacker vor den bösen Machenschaften des Mausekönigs zu retten?

Das ist ein sehr süßes und entzückendes Märchen, aus der kindlichen Sicht Mariens erzählt. Vor allem die Welt des Nussknackers, in der es Orangenbäche, Limonenbäche, das Pfefferkuchenheim am Honigstrome, Bonbonshausen, den Konfiturenhain, die Hauptstadt mit künstlichen Fontänen Orsade, Limonade und anderen süßen Getränken, sowie einen großen Baumkuchen, und natürlich das Marzipanschloss gibt, finde ich sehr einfallsreich und fantasievoll beschrieben. Auch das man es nicht genau weiß, ob sich alles nur in Maries Fantasie abspielt oder nicht - worauf sich das Ende allerdings auf die zweite Variante bezieht- ist auch gut eingebracht worden, weil es sozusagen ihr Geheimnis ist und keiner ihr das glaubt. Es passt einfach perfekt zu Weihnachten und liest sich auch recht angenehm, auch wenn es viele Begriffe gibt, die heute nicht mehr gebräulich sind, aber dafür gibt es hinten ein Glossar.

Einfach ein supertolles Märchen!