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Birgit51

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Veröffentlicht am 30.06.2023

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Susann Rehleins versaute Hausapotheke
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"Die meisten benutzen ihren Körper hauptsächlich als Brain Taxi, um ihr kostbares Gehirn ins Büro und wieder nach Hause zu schaffen. Gut, Sport machen wir und ernähren uns halbwegs gut, damit der Körper ...

"Die meisten benutzen ihren Körper hauptsächlich als Brain Taxi, um ihr kostbares Gehirn ins Büro und wieder nach Hause zu schaffen. Gut, Sport machen wir und ernähren uns halbwegs gut, damit der Körper nicht vor der Zeit verrottet. Aber wer kennt schon das volle Potenzial seines Körpers oder schöpft es gar aus? In »Susann Rehleins versaute Hausapotheke« geht es darum, was der Körper kann und was man machen sollte, damit er sich in eine Quelle von Ekstase, Freude und Leidenschaft verwandelt. Forscht mit! Lacht mit! Schlottert mit! Wir laden ein zu einer fröhlichen Leserunde ein, moderiert von Susann Rehlein höchstpersönlich!"

So wurde das Buch hier in der Leserunde vorgestellt und auch das Cover fand ich durch das pink und die Krankenschwester auf dem Titel recht witzig. Aber ich wurde ein wenig enttäuscht, so leid es mir tut. Die Autorin ist hier sehr offen und ehrlich und beschreibt ihre Erfahrungen auf dem Weg zur mehr Körperlichkeit, sprich mehr Gefühl und Spaß am Sex. Soweit so gut. Ihre Tipps, die ja auf ihren eigenen Erfahrungen beruhen, sind sicherlich für einige Menschen hilfreich. Für mich leider nicht so. Als Kolummne in einer Zeitschrift sind die hier als "Tagebuch" bezeichneten, eine Seite langen Texte der Autorin ganz okay. Aber leider mehr auch nicht.

Ich hatte mir das Buch, so wie es vom Verlag angespriesen wird, auch viel witziger vorgestellt. Es ist zwar interessant, aber lachen musste ich kaum beim lesen noch nicht einmal schmunzeln. Vielleicht wurde auch einfach mein Humor nicht getroffen. Ich gestehe, dass ich es "quergelesen" und nicht alle Seiten gelesen habe.

FAZIT:

Es sollte sich jeder Interessierte selber ein Bild von diesem Buch machen. Man sollte sich vor dem Kauf eine Lesesprobe besorgen und/oder in einer Buchhandlung einige Seiten durchlesen. Ich vergebe daher 3 Sterne.


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Veröffentlicht am 28.06.2023

Ungewöhnliche, romantische Liebesgeschichte aus Wien

Wiener Melange für zwei
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"Die geheime Zutat ist immer die Liebe! Wie wäre es mit Romantik, kombiniert mit österreichischer Kulinarik in einer der schönsten Städte Europas? Mit einem besonderen Kennenlern-Setting, das anders als ...

"Die geheime Zutat ist immer die Liebe! Wie wäre es mit Romantik, kombiniert mit österreichischer Kulinarik in einer der schönsten Städte Europas? Mit einem besonderen Kennenlern-Setting, das anders als Tinder und Co ist?" so lautete die Einladung zur Leserunde.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Mit diesem wunderbaren Roman hat Nadine Fauland mich komplett überzeugt. Es war sehr romantisch, spannend und als Leser erfährt man gleichzeitig nebenbei viel über die wunderbare Stadt Wien (ich war selbst leider erst ein Mal dort). Man bekommt beim Lesen sofort Lust, Wien zu besuchen, so viel Historie, Kultur etc. es dort zu entdecken gibt. Und es gibt so viele leckere Gerichte, dass man gleich Lust aufs Kochen und Essen verspürt. Also mit Hunger sollte man dieses Buch nicht lesen.

Die Hauptperson, die sympathische Köchin Lissy, eigentlich LIeselotte hat sich während der Pandemie mit einer neuen Geschäftsidee selbständig gemacht. Sie bietet einen ganz besonderen Lieferservice an. Menschen bestellen bei ihrem "Pizzakummerkasten" genannten Unternehmen ein Gericht oder ein ganzes Menü per E-Mail und die Köche (Lissy hat noch Pierre als Sous-Chef und einen Lehrling namens Max eingestellt) kreieren dann nach der Art der Mail das bestellte Essen. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass Lissy ihren Kunden insgeheim Namen gibt wie z.B. "das kleine traurige Herz", "Lady Mon Cherie", "Mr. Crunch". Dies zeigt, dass für Lissy das nicht einfach nur Kunden sind, sondern in erster Linie Menschen, die ein besonderes Essen "brauchen." Dann bestellt ein gewisser Matthias Hübner bei dem "Pizzakummerkasten" und dann geht das Lesevergnügen so richtig los...

Wer emotionale, witzige, unterhaltsame Lektüre mit Happy End sucht, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es hat so viele Facetten, auf der einen Seite habe ich gelacht - auf der nächsten geweint, weil es so gefühlvoll war. Lissy ist einfach eine Seele von Mensch, etwas chaotisch ja aber sehr liebenswert. Und auch die "Nebendarsteller" werden gut beschrieben und kommen nicht zu kurz in dem Buch.

Dieser Roman hätte für mich sogar 6 Sterne verdient und ich werde nach weiteren Büchern der Autorin Ausschau halten!

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Veröffentlicht am 22.06.2023

Für Italien- und Fans von psychologischen, eher gemächlichen Krimis

Grado und die Tote in der Lagune
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Mich hat der Krimi von Andrea Nagele gut unterhalten. Die Italienischen Polizeibeamten haben mich sehr an die Reihe von Donna Leon mit Kommissar Brunetti, der ja in Venedig spielt, erinnert. Die Beamten ...

Mich hat der Krimi von Andrea Nagele gut unterhalten. Die Italienischen Polizeibeamten haben mich sehr an die Reihe von Donna Leon mit Kommissar Brunetti, der ja in Venedig spielt, erinnert. Die Beamten und überhaupt alle Menschen in diesem Roman gehen alle ausgesucht höflich und vorsichtig in der Wortwahl miteinander um. Es mag daran liegen, dass die Autorin Psychologie studiert hat und das Buch wurde ja als "psychologischer Kríminalroman" bezeichnet.

Durch den Prolog und den Klappentext weiß man als Leser was passiert ist und die beschriebene Handlung, in sehr kurzen Kapiteln in dem Roman läuft immer weiter auf dieses unausweichliche Ende hinaus. Das ist mal wieder etwas ganz anderes als "herkömmliche" Krimis und mir hat dieser Stil gut gefallen. Zwischendurch kam auch der Humor nicht zu kurz, da eine Person eine Nebenrolle spielt, ein junger sehr sympatischer Mann um die 30, der geistig in etwa auf dem Stand eines ca. 10Jährigen ist, würde ich sagen.

Es ist ein unabhängig zu lesender Krimi aus einer ganzen Reihe der Autorin, die alle in der Stadt Grado an der Adria spielen und man lernt die Hauptfigur, die Kommissarin Maddalena , ihre Freundinnen und Mitarbeiter, ihren Vorgesetzten, der gleichzeitig ihr Stiefvater ist sowie viele Bewohner des Ortes gut kennen. Das alles ist gut beschrieben, so dass man sich gut in der Stadt Grado zurechtfindet.

Der Fall selber verbreitet trotz des ernsten Falls Urlaubsstimmung und ist ein eher gemächlicher Krimi, da alles auf das ja bereits bekannte Ende zusteuert. Ich fand es allemal unterhaltsam und empfehle den Krimi gerne weiter.

Wer allerdings Hochspannung auf Thrillernivenau möchte, für den ist diese Reihe eher nicht so geeigent. Daher vergebe ich 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.06.2023

Dackel Max sucht Goldie auf Sylt

Pfotenglück – Dackel Max sucht seine große Liebe
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Wo Dackel Max ist, ist das Chaos nicht weit, denn der Abstand zwischen zwei Katastrophen beträgt eine Dackellänge - seine Dackellänge. Doch zum Glück lernt er auf dem Campingplatz einige Hunde-Kumpels ...

Wo Dackel Max ist, ist das Chaos nicht weit, denn der Abstand zwischen zwei Katastrophen beträgt eine Dackellänge - seine Dackellänge. Doch zum Glück lernt er auf dem Campingplatz einige Hunde-Kumpels kennen, die ihm helfen wollen. Nun ja, der Wille zählt
So beschreibt die Autorin Sina Beerwald, selbst Leinenhalterin ihren Roman in dem der Dackel Max die Hauptrolle spielt. Nachdem es in den ersten Kapiteln noch sehr beschaulich bei Max`Frauchen Ronja, ihrem derzeitigen Mausebär Carsten und ihrem absoluten Liebling, Max in ihrem Urlaub auf Sylt zuging, nehmen die Geschehnisse dann sehr schnell Fahrt auf und eine Aktion jagt die nächste. Max hat auf einmal einen Geruch in der Nase, nämlich den seiner einstigen Jugendliebe einer Golden Retriever-Hündin namens Goldie und er lässt nichts aber auch gar nichts unversucht, sie auf der Insel aufzuspüren. Dabei gibt es wirklich so allerlei Chaos und Verwicklungen, die der niedliche Max dabei anstellt bzw. verursacht. Aber er möchte ja nur seine Goldie finden... und man kann ihm eigentlich nicht böse sein.

Dieser Roman ist aus der Sicht des Dackels mit all seinen Gedanken, köstlich witzigen Wort- und Sprichwortverwechselungen geschrieben und man lernt außer den Gedanken der Hunde auch noch sehr viel über die idylische Insel Sylt.

Der Roman ist absolut witzig und sehr unterhaltsam. Man muss keinen Hund haben aber man sollte schon Hunde mögen, wenn man diesen Roman liest. Für mich ein absoluter Wohlfühlroman zum Abschalten, schmunzlen und immer mal wieder auch laut lachen. Zwischendurch gibt es auch rührende Szenen zwischen Max und seinen Hundefreunden.

Absolute Leseempfehlung - insbesondere jetzt in den Sommermonanten!

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Veröffentlicht am 13.06.2023

Ein orientalischer Sherlock Holmes - sehr gelungen

Der Schwarze Hibiskus
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Ein Kriminalroman nach den Regeln des klassischen Krimis, im Stil von Agatha Christie und Arthur Conan Doyle, allerdings in einem ganz neuen Kontext: Im Sultanat Malakka des 15. Jahrhunderts muss der Pionier-Kriminologe ...

Ein Kriminalroman nach den Regeln des klassischen Krimis, im Stil von Agatha Christie und Arthur Conan Doyle, allerdings in einem ganz neuen Kontext: Im Sultanat Malakka des 15. Jahrhunderts muss der Pionier-Kriminologe Lin Ji einen Diamantenräuber aufdecken. Doch es gibt ein unerwartetes Problem: Der Hauptverdächtige hat sein Gedächtnis verloren... , so lautet der Text des Verlages bzw. Autors zu diesem tollen, abwechslungsreichen, gut geschriebenen Romans.

Der Hauptcharakter dieses Buchs, der Detektiv Lin Ji sowie die übrigen Menschen und auch die Landschaft wurden wunderbar farbig beschrieben. Ich hatte beim Lesen oft mein Kopfkino an und sah die Schauplätze vor mir. Der Schreibstil und die Auflösung des Falles a la Agatha Christie mit dem Versammeln aller Verdächtigen in einem Raum, mit Polizei und dem Schildern der Tat so nach und nach - ist dem Autor sehr gelungen und hat mich bestens unterhalten. Lin Ji weist viel Ähnlichkeit sowohl mit Sherlock Holmes als auch mit Hercule Poirot und auch mit Inspektor Columbo auf, obwohl er keinesfalls eitel ist. Er kann sich dümmer stellen als er ist, interessiert sich für Biologie, Chemie, Pflanzen, macht Experimente und beherrscht die Deduktion hervorragend. Zwischendurch lässt er nichts durchblicken und man kann als Leser herrlich mitraten, werden denn die/der Täter sein könnten. Auch moralische Zweifel und Fragen kommen auf.

Das Cover dieses Romans ist wunderbar gestaltet und macht das Buch so richtig schön.

Ich vergebe für diesen Auftakt und die gute Unterhaltung 5 Sterne und freue mich auf eine Fortsetzung mit Lin Ji und seiner Zwillingsschwester Ying.


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